Eine Haartransplantation ist ein etabliertes Verfahren zur Behandlung von Haarausfall, das eine dauerhafte Lösung bietet, um lichte Stellen zu kaschieren und das natürliche Haarwachstum nachhaltig wiederherzustellen. KÖ-HAIR informiert Sie über die Wachstumsphasen, die Ihre transplantierten Haare nach der Haar-OP durchlaufen werden. Die wichtigste Information, die Sie zu Ihrer Haartransplantation haben müssen, ist, dass Ihr Aussehen unmittelbar nach dem Eingriff NICHT das endgültige Behandlungsergebnis ist. Ihre Haare werden in den kommenden Wochen und Monaten verschiedene Phasen durchlaufen, und dazu gehört auch, dass die transplantierten Haare wieder ausfallen.
Die Eigenhaartransplantation basiert auf der Tatsache, dass bei genetisch bedingtem Haarausfall der Haarkranz am Hinterkopf nicht betroffen ist. Er eignet sich daher optimal als Spenderareal für die Haar-OP. Es existieren zwei verschiedene Techniken der Haartransplantation: Die FUE- und die FUT-Technik.
Bei der FUE-Methode werden einzelne Haarfollikel, sogenannte Grafts, aus einem Spenderbereich, meist am Hinterkopf, entnommen und in die lichten oder kahlen Stellen transplantiert. Bei der FUE-Variante werden mittels Präzisionswerkzeug die einzelnen Grafts vom Hinterkopf entnommen. Die FUE-Haartransplantation ist daher deutlich narbenärmer. Diese Technik ist besonders präzise und hinterlässt nur minimale Punktnarben, die nach der Heilung kaum erkennbar sind.
Vorteile der FUE-Methode:
Nachteile der FUE-Methode:
Bei der FUT-Methode wird ein schmaler Hautstreifen vom Hinterkopf entnommen, aus dem dann die einzelnen Haarfollikel (Grafts) extrahiert und in die kahlen Kopfhautpartien verpflanzt werden. Bei dieser Methode wird ein schmaler Hautstreifen aus dem Spenderbereich, meist am Hinterkopf, entnommen. Aus diesem Streifen werden dann die Haarfollikel präzise herausgelöst und in die Empfängerbereiche eingesetzt.
Vorteile der FUT-Methode:
Nachteile der FUT-Methode:
Der Ablauf einer Haartransplantation ist für Patienten transparent und klar strukturiert. In der Regel dauert der gesamte Eingriff einen Tag - abhängig von der Anzahl der zu transplantierenden Grafts. Während dieser Zeit werden Sie Schritt für Schritt begleitet: von der Vorbereitung und lokalen Betäubung über die präzise Entnahme der Haarfollikel bis hin zur sorgfältigen Einsetzung in die gewünschten Areale.
Nach einer Haartransplantation benötigen die transplantierten Haarfollikel einige Zeit, um vollständig anzuwachsen und ihr volles Potenzial zu entfalten. Hier sind die typischen Phasen:
Denken Sie daran, dass das Haarwachstum nach einer Transplantation ein allmählicher und kontinuierlicher Prozess ist.
Wenn Ihnen einige Zeit nach der Haarverpflanzung die transplantierten Haare ausfallen, ist dies kein Grund zur Sorge. Die Verpflanzung der Follikel ist ein massiver Eingriff und oftmals kommt es unter der OP zu einem Mangel an Sauerstoff. Dies unterbricht den natürlichen Haarzyklus und versetzt die Haarwurzeln in eine Ruhephase und schließlich in die Ausfallphase der Haare. Im Schockzustand werden die Haare also schneller abgestoßen, als dies üblicherweise der Fall gewesen wäre.
Allerdings verlieren die Patienten innerhalb von zwei bis sechs Wochen nach dem Eingriff einen Teil der verpflanzten Haare wieder - nicht jedoch die Haarwurzeln. Dieses liegt daran, dass die Transplantate (Grafts) dadurch, dass sie im Rahmen der OP eine gewisse Zeit außerhalb ihres normalen Umfeldes verbrachten, einen Sauerstoffmangel erlitten haben. Da aber die Grafts nach der Transplantation bereits fest verankert sind, stellt sich danach ein erneutes, dauerhaftes und natürliches Wachstum ein.
Bei der FUE Haartransplantation werden aus dem Spenderbereich aus dem Hinterkopf Haarfollikel entnommen und in den kahlen Empfängerbereich eingesetzt. Es dauert ca. 7-10 Tage bis diese fest verankert sind, weshalb in den ersten Tagen nach der Haartransplantation auch besondere Vorsicht gefragt ist. Nach dem Einsetzen der Grafts dauert es ca. 7-10 Tage, bis diese in der Kopfhaut angewachsen sind. Trotzdem sollten Sie mindestens 2 Wochen lang besondere Vorsicht walten lassen, denn die Kopfhaut ist noch sehr empfindlich.
Weil die Grafts nach der Haartransplantation erst einmal anwachsen müssen, sollten Sie auf enge Kleidung, die über den Kopf gezogen wird, verzichten. Durch das Stechen der Haarkanäle während der Haartransplantation entstehen Krusten, die die frischen Wunden verschließen. Krusten können mit Haaren abfallen, was normal ist. In den ersten vier Wochen sollten Sie auf Saunagänge, Schwimmen und jeglichen Sport nach der Haartransplantation verzichten.
Das Anwachsen der Grafts können Sie fördern, indem Sie sich an die vorgegebenen Verhaltensregeln halten. Die ersten Wochen entscheiden darüber, ob die Haarfollikel anwachsen oder von der Kopfhaut wieder abgestoßen werden. Vermeiden Sie in der Zeit nach der OP unbedingt, dass es zu Wundheilungsstörungen kommt, indem Sie Sport, Saunagänge und staubige Umgebungen vermeiden.
Ein häufiges, aber wenig besprochenes Phänomen nach Haartransplantationen ist der sogenannte Shockloss, auch als Schock-Haarausfall bekannt. Dieser tritt typischerweise in den ersten Monaten nach dem Eingriff auf und kann für die Betroffenen sehr beunruhigend sein. Shockloss beschreibt den vorübergehenden oder in seltenen Fällen auch permanenten Haarausfall in den transplantieren oder benachbarten Bereichen. Bei einem temporären Schockhaarausfall, oft als „Phase des hässlichen Entleins“ bezeichnet, fällt das Haar aus, wächst aber meist innerhalb von 3-5 Monaten wieder nach.
Sie können jedoch selbst maßgeblich dazu beitragen, dass Ihre Haartransplantation ein voller Erfolg wird. Dazu gehört neben einem gesunden Lebensstil mit ausgewogener Ernährung, möglichst ohne Nikotin und Alkohol, auch die richtige Haarpflege nach der Haartransplantation. Dazu gehört beispielsweise, die Haare frühestens vier Tage nach der Haar-OP zu waschen, um das Anwachsen der frisch verpflanzten Haare nicht zu gefährden. Zudem sollten Sie in den ersten Nächsten nach der Haar-OP mit einem Nackenkissen schlafen, um den Kontakt der Kopfhaut zum Kissen zu vermeiden.
Die Haarpigmentierung (auch Kopfhautpigmentierung oder Microhair) ist ein Verfahren zur Haarverdichtung und kann als Ergänzung oder Alternative zur Haartransplantation eingesetzt werden. Bei der Kopfhautpigmentierung werden Farbpigmente als feine Punkte in der Kopfhaut implementiert. Durch die verschiedenartigen Punkte, die auf die Haarfarbe des Patienten abgestimmt werden, und deren spezielle Anordnung ähnelt das Behandlungsergebnis einer 0,5-mm Rasur und sieht dementsprechend sehr natürlich aus.
Die Kosten* für eine Haartransplantation im Ästhetik-Gesundheits-Zentrum (aegz.) variieren je nach Umfang des Eingriffs und der gewählten Methode. Jeder Behandlungsschritt - von der ersten Beratung über den eigentlichen Eingriff bis hin zur Nachsorge - wird individuell auf Ihre Bedürfnisse abgestimmt.
*Bitte beachten Sie, dass unsere Preise gemäß der Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ) abgerechnet werden.
Zusammenfassung der Wachstumsphasen nach einer Haartransplantation:
| Phase | Zeitraum | Beschreibung |
|---|---|---|
| Erste Tage | 1-7 Tage | Schmerzen, Rötungen, Schwellungen, Krustenbildung |
| Telogenphase | 2-4 Wochen | Ruhephase der Haarfollikel |
| Shedding-Phase | 2-4 Wochen | Ausfallen der transplantierten Haare |
| Erneute Ruhephase | 4-6 Monate | Haarfollikel in Ruhe |
| Neues Haarwachstum | 4-6 Monate | Beginn des neuen Haarwachstums (dünn, fein) |
| Sichtbares Wachstum | 6 Monate | Haare werden dichter und sichtbarer |
| Endgültiges Ergebnis | 1 Jahr | Deutliches Haarwachstum und hohe Haardichte |
Gerne stehen Ihnen die KÖ-HAIR Haarexperten für weitere Informationen rund um eine Haartransplantation in unserer Fachklinik zur Verfügung. Sie können den Termin entweder telefonisch vereinbaren unter 0211-93672290 oder Sie nutzen unsere kostenlose und unverbindliche Online-Terminvereinbarung.
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