Immer mehr Menschen wünschen sich eine Haartransplantation, um Haarverlust Einhalt zu gebieten und wieder zu vollem, vital wirkendem Haar zu kommen. Anders als bei anderen Behandlungen sind hier aber im Regelfall nicht die Schmerzen die größte Sorge der Patienten, denn die fallen im Regelfall eher gering aus. Häufig stellt die Rasur, die viele mit einer Haartransplantation verbinden, das größere Problem dar.
Doch das Credo "Haartransplantation funktioniert nur mit rasiertem Kopf" ist ein Mythos, der sich unberechtigterweise in vielen Köpfen festgesetzt hat. Die Haartransplantation ohne Rasur hat sich in den letzten Jahren als bevorzugte Methode für viele Patienten etabliert, die ihre Haare wiederherstellen möchten, ohne sichtbare Veränderungen im Aussehen zu erfahren.
Es gibt verschiedene Methoden, die eine Haartransplantation ohne Rasur ermöglichen. Im Folgenden werden die gängigsten Techniken und ihre Besonderheiten erläutert.
Die FUE-Methode stellt dabei eine mittlerweile recht gängige Technik zur Haartransplantation dar. FUE steht dabei für Follicular Unit Extraction und bezeichnet dabei eine Einheit von ca. 1-4 Haaren, die samt Follikel entnommen werden, weshalb man auch von follikulären Einheiten spricht. Haarfollikel umgeben die Haarwurzeln und verankern das Haar in der Kopfhaut. Die FUE Long Hair Technik stellt eine spezielle Form der FUE-Methode dar, bei der mittels eines speziellen Instrumentes die Haare auch ohne vorherige Kürzung präzise entnommen werden können.
Wie funktioniert die FUE Long Hair Technik?
Die DHI Haartransplantation (kurz für Direct Hair Implantation) bezeichnet eine innovative Technik der Haartransplantation, für die erstmals keine aufwendige Operation notwendig ist. Das senkt nicht nur das Infektionsrisiko, sondern verkürzt auch die Behandlungsdauer. Ein weiterer Vorteil der DHI-Technik: Vor dem Eingriff muss das Haar nicht unbedingt gekürzt oder rasiert werden.
Wie funktioniert die DHI-Methode?
Geeignet für: Neben Haaren der Kopfhaut können mit der DHI-Methode auch Wimpern, Augenbrauen, Schamhaare sowie Barthaare und Brusthaare bei Männern eingepflanzt werden.
Die FUT-Methode (Follicular Unit Transplantation) ist eine Art der Haartransplantation, bei der die zur Transplantation benötigten gesunden Haare zusammen mit einem Hautstreifen, in dem die Haarwurzeln sitzen, am Hinterkopf entnommen werden.
Ablauf der FUT-Methode:
Ein Vorteil der Streifenmethode ist, dass nicht die kompletten Haare am Hinterkopf rasiert werden müssen. Darüber hinaus ist sie die Methode der Wahl bei Patienten, die sich nicht den ganzen Hinterkopf rasieren möchten.
Eine Haartransplantation kann Patienten mit Haarausfall dazu verhelfen, ein Stück Lebensqualität zurückzugewinnen und einen eventuell bestehenden Leidensdruck zu reduzieren. Dabei sollten immer die individuellen Gegebenheiten berücksichtigt werden. Hier kann ein Beratungsgespräch mit einem Haarspezialisten Abhilfe schaffen.
Ob also eine Haartransplantation sinnvoll ist, muss immer individuell entschieden werden. Als Vorteil einer Haartransplantation kann angeführt werden, dass es sich um die Verpflanzung des eigenen Haares handelt, sodass die Therapie ein natürliches Erscheinungsbild zum Ergebnis hat. Zudem sind erste Erfolge, je nach verwendeter Technik, bereits nach kurzer Zeit erkennbar.
Die Kosten für eine Haartransplantation ohne Rasur variieren je nach Klinik, Umfang der Behandlung und dem gewünschten Ergebnis. Im Durchschnitt liegen die Kosten in Deutschland zwischen 3.000 € und 7.000 €, wobei Faktoren wie die Anzahl der benötigten Haarfollikel, die Technologie der Klinik und der behandelnde Arzt eine Rolle spielen.
Die Kosten für eine Haartransplantation werden in der Regel nicht von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen und müssen dann von den Patienten selbst getragen werden.
Um möglichen Komplikationen bei der Haartransplantation vorzubeugen, gilt es, einige Hinweise zu beachten:
Nach einer DHI Haartransplantation ist das endgültige Ergebnis nach etwa einem Jahr zu erwarten. Um den Therapieerfolg in diesem Zeitraum objektiv beurteilen zu können, bitten wir unsere Patienten, regelmäßige Kontrolltermine wahrzunehmen.
In den ersten drei Tagen nach der DHI-Haartransplantation empfehlen wir den Patienten Haare und Kopfhaut mit einem Feuchtigkeitsspray zu behandeln. Ab dem vierten Tag nach der Behandlung dürfen die Haare mitsamt dem Transplantationsbereich zum ersten Mal gewaschen werden - und das bis zu zweimal täglich. Hierfür empfehlen wir ein Spezialshampoo, das der Patient auch für die darauffolgenden Haarwäschen verwenden sollte.
Wichtiger Hinweis: Bis sich der Schorf nach etwa zehn Tagen vollständig gelöst hat, das Shampoo nur sehr vorsichtig einmassieren. Auch neu eingesetzte Haare können in dieser Zeit mit ausfallen. Das ist bei dieser Methode vollkommen normal.
Um den Transplantationsbereich vor Sonne zu schützen, empfehlen wir das Tragen einer Kopfbedeckung.
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