Haartransplantation: Risiken und was Sie wissen müssen

Haarschwund oder -ausfall ist ein weit verbreitetes Problem. Allein in Deutschland leiden rund zehn Millionen Männer und etwa jede dritte Frau darunter. Da volles, kräftiges Haar in unserer Gesellschaft als Schönheitsideal gilt, suchen viele Betroffene nach Lösungen.

Ursachen von Haarausfall

Haarausfall hat bei Männern und Frauen unterschiedliche Auslöser:

  • Männer: In den meisten Fällen genetische Veranlagung, die zu einer Überempfindlichkeit gegen das männliche Sexualhormon Dihydrotestosteron (DHT) führt.
  • Frauen: Häufig hormonelle Schwankungen (z. B. durch Einnahme der Antibabypille, Schwangerschaft oder Wechseljahre), Stress oder mangelhafte Ernährung.

Die ersten Anzeichen bei Männern zeigen sich oft schon in jungen Jahren in Form von Geheimratsecken und einer zurückweichenden Haarlinie, während sich Haarausfall bei Frauen eher durch ein Ausdünnen der gesamten Haare oder am Scheitel äußert.

Das Prinzip der Haartransplantation

Die Technik einer Haartransplantation basiert auf einem einfachen Prinzip: Bei den meisten Betroffenen ist der Haarwuchs am Hinterkopf in der Regel nicht von Haarausfall betroffen. Diese Haare können entnommen und in die kahlen Bereiche verpflanzt werden.

Methoden der Haartransplantation

Bei KÖ-HAIR werden zwei verschiedene Methoden der Haartransplantation angewendet, die sich in erster Linie durch die Entnahme der Haarfollikel unterscheiden:

  • FUT-Methode (Follicular Unit Transplantation): Ein feiner Hautstreifen wird vom dicht bewachsenen Hinterkopf entnommen, aus dem die Grafts extrahiert werden. Der Schnitt wird sorgsam vernäht und hinterlässt nur eine sehr feine Narbe. Diese Methode eignet sich besonders für kleinere Kopfhautareale oder Bereiche wie Geheimratsecken, Augenbrauen oder den Bart.
  • FUE-Methode (Follicular Unit Extraction): Die Grafts werden einzeln vom Hinterkopf entnommen. Es entsteht kein Schnitt und deshalb ist auch keine Naht erforderlich. Durch die spezielle Hohlnadel bleiben lediglich mikrofeine Narben zurück, die mit bloßem Auge nicht zu erkennen sind. Diese Methode hat sich für größere Flächen, wie bei Glatze oder Tonsur, bewährt.

Bei der sogenannten Follicular Unit Extraction (kurz FUE) werden die Grafts in der Regel mithilfe einer speziellen Hohlnadel einzeln dem Spenderbereich entnommen. Im Anschluss werden die einzelnen Haarfollikel in den Empfängereich implantiert, um die kahlen Stellen gezielt wieder aufzufüllen. Dieser Vorgang erfolgt unter örtlicher Betäubung. Die entstehende Wundfläche im Spenderbereich ist besonders klein und die Gefahr einer potenziellen Wundinfektion wird minimiert.

Bei der Follicular Unit Transplantation (FUT Methode) wird ebenso unter örtlicher Betäubung ein schmaler Hautstreifen aus dem Spenderbereich entnommen, aus welchem der Arzt follikuläre Einheiten im Anschluss extrahiert. Dank der Anästhesie ist dieser Prozess schmerzlos. Im Anschluss werden die kahlen Stellen mit den einzelnen Haarfollikeln wieder aufgefüllt. Die dadurch am Hinterkopf entstehende Wunde wird mit einer speziellen Methode und Technik vernäht.

Die Wahl eines erfahrenen Arztes und Teams ist entscheidend, da unerfahrene Ärzte sich hier schwertun. Bei dieser Methode muss der behandelnde Arzt sehr genau, konzentriert und präzise vorgehen, vor allem wenn follikuläre Einheiten im Empfängerbereich eingesetzt werden. Ziel ist es, ein möglichst natürliches Resultat zu erzielen und auch die Wuchsrichtung der zu transplantierenden Haare zu beachten.

Haartransplantation - Was ist die FUT-Methode?

Ablauf einer Haartransplantation bei KÖ-HAIR

  1. Betäubung: Zu Beginn wird ein Betäubungsmittel in die Kopfhaut injiziert, um die Behandlung so angenehm und schmerzarm wie möglich zu gestalten.
  2. Entnahme der Grafts: Danach werden aus dem Spenderareal die sogenannten Grafts entnommen. Diese Haarfollikel enthalten zwischen zwei und fünf Haaren.
  3. Aufbereitung der Grafts: Unmittelbar nach der Entnahme werden die Grafts von den Haarexperten aufbereitet und nach Haaranzahl und Wuchsrichtung sortiert.
  4. Pause: In dieser Zeit haben Sie eine kleine Pause, in der Sie in Ihrem privaten Zimmer entspannen und eine Mahlzeit zu sich nehmen können.
  5. Einsetzen der Grafts: Sobald alle Grafts aufbereitet und sortiert sind, werden sie in die vorbereiteten Bereiche der Kopfhaut eingesetzt.
  6. Verband: Nach dem Einsetzen der Grafts bekommen Sie einen Kopfverband angelegt.
  7. Abreise: Sie können die Haarklinik noch am Behandlungstag wieder verlassen. Es wird empfohlen, sich abholen zu lassen oder mit dem Taxi oder öffentlichen Verkehrsmitteln zu reisen.

Risiken einer Haartransplantation

Wie jeder operative Eingriff bietet auch eine Eigenhaarverpflanzung gewisse Risiken. Dazu gehören:

  • Problematische Wundheilung
  • Entzündungen
  • Übermäßige Narbenbildung
  • Unnatürlich wirkende Haarlinie
  • Ausfallen transplantierter follikulärer Einheiten
  • Taubheits- oder Spannungsgefühle auf der Kopfhaut
  • Schwellung der Kopfhaut

Daher ist es besonders wichtig, sich für die Haartransplantation in die Hände erfahrener Haarchirurgen zu begeben und sich im Vorfeld umfassend beraten zu lassen. Zudem raten wir grundsätzlich von einer Haartransplantation im Ausland ab, da im Falle von Nebenwirkungen die wichtigen Ansprechpartner sehr weit weg sind.

Lokalanästhesie und Unverträglichkeiten

Die Lokalanästhesie birgt für den Großteil der Patientinnen und Patienten kein Risiko. In sehr seltenen Fällen kommt es zu einer Unverträglichkeit des Anästhetikums. Haben Sie Bedenken, können Sie dies vorab mit Ihrem Arzt klären.

Infektionen und Juckreiz

Da es sich bei der FUT Methode und der FUE Methode um einen operativen Eingriff handelt, entstehen Wunden, welche sich infizieren können. Um Entzündungen zu vermeiden, muss der Eingriff unter absolut sterilen Bedingungen erfolgen und bei der Auswahl Ihrer Klinik auf einen medizinisch einwandfreien Standard achten.

Wachsen follikuläre Einheiten an und durch das Verheilen der Wunden, entsteht ein mehr oder weniger starker Juckreiz. Um Infektionen zu vermeiden, sollten Sie die juckenden Stellen unter keinen Umständen kratzen.

Verhalten nach der Haartransplantation

Die richtige Nachsorge ist entscheidend für den Erfolg der Haartransplantation:

  • Medikamente: Nehmen Sie die von Ihrem Arzt verordneten Medikamente nach dem Einnahmeplan ein.
  • Schlafposition: Schlafen Sie in halb sitzender Position.
  • Haarwäsche: Beginnen Sie mit der ersten Haarwäsche nach der Anleitung.
  • Sport: In den ersten vier Tagen nach der Haartransplantation sollten Sie sich viel Ruhe können und möglichst auf alle körperlich anstrengenden und schweißtreibenden Aktivitäten verzichten.
  • Ernährung: Achten Sie auf eine ausgewogene Ernährung, um den Heilungsprozess zu unterstützen.

Sport nach einer Haartransplantation

Wenn Sie ein sportlich aktiver Mensch sind, möchten Sie auch nach einer Haartransplantation schnell wieder mit dem Training beginnen. Um den Heilungsprozess nicht zu stören und das feste Anwachsen der Transplantate nicht zu gefährden, sollten Sie jedoch keinesfalls zu früh wieder mit dem Sport beginnen.

Zu frühes Sporttreiben nach einer Haartransplantation kann mehrere Risiken bergen, die den Erfolg der Operation und die Gesundheit der Transplantate beeinträchtigen könnten.

  • Schwitzen: Schweiß kann die empfindliche Kopfhaut nach der Operation reizen und das Risiko von Infektionen und Unannehmlichkeiten erhöhen. Dies ist besonders problematisch in den ersten Wochen, da die Kopfhaut noch heilt.
  • Verlagerung der Haarfollikel: Die ersten 5 Tage nach dem Eingriff sind die anfälligste Zeit für die Haarfollikel. Jegliches Ziehen, Zerren oder unbeabsichtigter Kontakt kann die Follikel verschieben, was durch Sport verschärft werden kann.
  • Belastung: Anstrengende Aktivitäten, die eine Belastung verursachen, wie Gewichtheben, können den Druck auf die Kopfhaut erhöhen. Dieser Druck kann dazu führen, dass die Follikel herausfallen, was die Ergebnisse der Transplantation negativ beeinflussen kann.
  • Infektion: Fitnessstudios und andere gemeinschaftliche Trainingsräume sind oft Brutstätten für Bakterien und Keime. Das Berühren des transplantierten Bereichs mit unsauberen Händen oder die Exposition der empfindlichen Kopfhaut gegenüber solchen Umgebungen kann das Infektionsrisiko erhöhen.

Allgemein können leichte Übungen, die keine Schweißbildung verursachen, wie Spazierengehen oder sanftes Radfahren, 7-14 Tage nach der Operation wieder in Ihren Alltag integriert werden. Für diejenigen, die schwimmen oder Kontaktsportarten wie Rugby, Fußball oder Boxen ausüben, wird empfohlen, mindestens 4 Wochen zu warten, bevor sie diese Aktivitäten wieder aufnehmen.

Zeitraum Empfohlene Aktivitäten Zu vermeidende Aktivitäten
1-7 Tage Ruhe, leichte Spaziergänge Jeglicher Sport
7-14 Tage Leichte Übungen (Yoga, Spaziergänge) Intensives Training, Schwitzen
2-4 Wochen Allmähliche Steigerung der Aktivitäten Kontaktsportarten, Schwimmen
Nach 4 Wochen Alle Sportarten -

Kosten einer Haartransplantation

Die Kosten einer Haartransplantation variieren je nach Umfang des Eingriffs und der gewählten Methode. Bei KÖ-HAIR haben Sie die Möglichkeit, über den KÖ-HAIR Haarrechner online eine erste Einschätzung zu den Kosten zu bekommen. Zudem bietet KÖ-HAIR attraktive Lösungen in der Finanzierung der Haartransplantation mit monatlichen Ratenzahlungen ab 95 Euro.

Beratung und Information

Um offene Fragen bereits vor Ihrem Beratungsgespräch beantworten zu können, bietet KÖ-HAIR einen umfangreichen FAQ-Bereich. Zudem steht das KÖ-HAIR Team Ihnen gerne zu einem kostenlosen, unverbindlichen Beratungstermin zur Verfügung. Sie können telefonisch, online oder über das Kontaktformular Kontakt aufnehmen.

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