Jede dritte Frau und 80 % der Männer leiden mit zunehmendem Alter unter Haarausfall. Mithilfe verschiedener Techniken kann diesem Leiden ein Ende gesetzt und das Haarwachstum regeneriert werden. Immer mehr Frauen und Männer unterziehen sich bei Haarverlust (erblicher Alopezie), Geheimratsecken und bei Glatze für volles Haar einer Haartransplantation.
Die häufigste Form des Kopfhaarausfalls ist die sogenannte androgenetische Alopezie: Genetisch bedingter, progressiver Haarausfall im Stirn- und Mittelkopfbereich. Diese Form des Haarausfalls ist irreversibel, die betroffenen Haarwurzeln verlieren ihre Funktion unwiederbringlich. Hormonell bedingter Haarausfall ist hingegen meist vorübergehend und reversibel. Das heißt, dass sich die betroffenen Haarwurzeln wieder erholen können.
Im Gegensatz zur androgenetischen Alopezie ist die sogenannte diffuse Alopezie meist nur eine Phase und kann durch hormonelle Veränderungen, Stress oder bestimmte Krankheiten hervorgerufen werden. Bei dieser Form des Haarausfalls können spezielle Shampoos oder eine Veränderung der Lebensumstände helfen.
Bei ca. 60 bis 80 Prozent aller Männer in Europa kommt es im Laufe des Lebens zum anlagebedingten Haarausfall. Wann der Haarausfall beginnt, ist individuell verschieden. Einige Betroffene haben schon mit Anfang 20 eine Glatze, bei anderen werden erst in den 50ern die ersten Anzeichen sichtbar. Der typische Verlauf beginnt mit Geheimratsecken, später kommt eine kahle Stelle am Hinterkopf hinzu, die sogenannte Tonsur. Irgendwann verbinden sich die Geheimratsecken mit der Tonsur, bis nur noch ein Haarkranz übrig bleibt. Schreitet der Haarverlust voran, kann es zur Vollglatze kommen. Bei Frauen verläuft der androgenetische Haarausfall anders und gipfelt nur selten in einer Glatze.
Durch eine Transplantation von Eigenhaar vom Hinterkopf an die betroffenen Stellen kann die ursprüngliche Haardichte optisch wiederhergestellt werden. Da bei einer Haartransplantation nur eine Umverteilung von Haar stattfindet, ist die Menge an möglichem Spenderhaar entscheidend. Die transplantierten Haare, die an der neuen Stelle anwachsen (das sind in der Regel über 80 Prozent der Transplantate) bleiben dauerhaft.
Die Spenderhaare vom Haarkranz sind immun gegen das Hormon Dihydrotestosteron, welches für den erblich bedingten Haarausfall verantwortlich ist. Grundsätzlich ist eine Haarverpflanzung jederzeit möglich. Fast jeder zweite Mann denkt bei kahlen Stellen über den Eingriff nach.
Bei erblich bedingtem Haarausfall ist es sinnvoll, die Transplantation erst durchführen zu lassen, wenn der Haarausfall beendet ist und das individuelle „Endstadium“ erreicht ist. Wie weit der eigene Haarausfall voranschreiten wird, lässt sich im Vorfeld nämlich nicht bewerten. Die transplantierten Haare fallen zwar nicht wieder aus, wohl aber die umliegenden unverpflanzten Haare. Es können somit unschöne Haarinseln entstehen, die eine weitere Haarverpflanzung notwendig machen. Entweder wartet man also ab und kann die Haarfülle möglicherweise in einer einzigen Behandlung wiederherstellen oder man unterzieht sich im Abstand von mehreren Jahren weiteren (kleineren) Eingriffen.
Bei Haartransplantationen unterscheidet man zwei verschiedene Varianten:
Bei der modernen FUE werden Haarwurzeln einzeln entnommen und an den betroffenen Stellen wieder eingepflanzt. Das Verfahren ist aufwendiger und dadurch teurer. Ein Vorteil ist, dass keine großen Verletzungen und Narben zurückbleiben und damit die Heilungsphase nach wenigen Wochen abgeschlossen ist.
Die sogenannte FUT Streifenmethode ist ein älteres Verfahren, das heute zumeist nicht mehr angewandt wird. Dabei wird ein Hautstreifen am Hinterkopf inklusive Haarwurzeln entnommen. Aus diesem Streifen werden die Haarwurzeln separiert und später an den betroffenen Stellen eingesetzt. Die Entnahmestelle wird mit einer Naht verschlossen.
Das Ziel der Haartransplantation ist es, so viele follikuläre Einheiten wie möglich zu erhalten. Die Einheiten werden auch als Grafts bezeichnet. Bei der FUT wird der Hautstreifen zunächst operativ entfernt. Der Streifen ist ca. 1 cm breit und etwa 10 bis 30 cm lang. Jeder Quadratzentimeter Haar bringt etwa 60 bis 120 Grafts hervor. Aus jeder dieser follikulären Einheiten wachsen ein bis vier Haare.
Die Entnahmestelle wird vorab rasiert, es muss jedoch keine großflächige Rasur erfolgen. Nach der Entnahme werden die Grafts präpariert, damit sie nicht absterben. Anschließend können sie an den von Haarausfall betroffenen Stellen eingesetzt werden. Zur Vorbereitung werden sogenannte Slits gesetzt, winzige Öffnungen, die etwa der Größe einer Pore entsprechen. Beim Verpflanzen der Grafts wird darauf geachtet, dass das Haarbild erhalten bleibt und die Haarwuchsrichtung stimmt.
Beide Entnahmetechniken sind verbreitet, komplikationsarm und haben ihre Vor- und Nachteile. Während die Anwuchsrate bei FUT extrem gut ist, stören sich manche Patienten am Schnitt am Hinterkopf bzw. an der entstehenden Narbe. FUE ist etwas aufwändiger, dafür ist die Schonzeit im Nachgang kürzer und auch sehr kurze Haarschnitte (weniger als 1 cm) sind ohne Einschränkung möglich.
Wenn viele Spenderhaare benötigt werden, bietet sich die FUT-Technik an. Die Fläche am Hinterkopf, die rasiert werden muss, ist kleiner als bei FUE und die Narbe wird auf Dauer von den langen Haaren verdeckt. Grundsätzlich sind aber beide Entnahmeverfahren möglich.
„Graft“ ist die englische Bezeichnung für Transplantat. Das Transplantat ist nicht ein Haar, sondern ein Haarwurzelgrüppchen, auch Follikeleinheit genannt. Das Graft besteht aus zwei bis fünf Haaren. Der Arzt lockert das Graft mit einem runden Hohlbohrer aus der Kopfhaut und entnimmt es dann mit einem speziellen Werkzeug. Das Graft ist also ein ausgestanztes Hautstück mit einer variablen Anzahl an Haaren darauf.
Besonders gute Aussichten für eine gelungene Haartransplantation bestehen für dich, wenn du anlagebedingten Haarausfall hast, der nicht zu weit fortgeschritten ist, und du auch nicht zu jung bist. Bei einer Alopecia areata verspricht eine Haartransplantation keinen Erfolg, weil der Körper bei dieser Erkrankung die eigenen Haarwurzeln angreift. Das Transplantationsergebnis würde der Körper also ebenfalls angreifen.
Die meisten durchgeführten Haartransplantationen kosten zwischen 2.500 - 12.000 Euro ohne den Einsatz eines Haarroboters und 3.500 - 14.500 Euro bei Durchführung mit Haarroboter. Der Preis ist stets abhängig von der verpflanzten Graftzahl. Durchschnittlich liegt der Preis aktuell bei 4.980 Euro (Stand 1/2023 myBody® GeKIS). Im Rahmen der Gesamtkosten-Studie GeKIS ermittelt myBody.de regelmäßig den Durchschnittswert für Behandlungen auf Grundlage von tatsächlich abgerechneten Kosten.
Die Preisspanne bei Haartransplantationen ist verhältnismäßig groß, weil je nach Ausmaß des Haarausfalls mehr oder weniger Grafts extrahiert und implantiert werden müssen und so der OP-Aufwand stark variiert. Bei einer sehr großflächigen Haartransplantationen sind Preise von bis zu 12.000 Euro üblich. Eine Haartransplantation mit dem Haarroboter ist nochmal rund 1.000 Euro teurer. Das liegt an den hohen Anschaffungs- und Wartungskosten sowie der aufwändigen Schulung des Personals.
Essenziell für ein gutes Ergebnis sind die Erfahrung und die Sorgfalt des Operations-Teams. Wenn eine Klinik mit sehr günstigen Preisen pro Graft lockt, ist Vorsicht geboten. Möglicherweise wird hier gespart, indem unerfahrenes Personal eingesetzt wird (das dann überdurchschnittlich viele Transplantate beschädigen könnte). Oder die Klinik transplantiert im Akkord, wodurch Beratung, Vorbereitung und Nachsorge leiden könnten. Fragen Sie im Beratungsgespräch, wie sich der Preis zusammensetzt und ob womöglich versteckte Kosten lauern.
Die Kosten für eine Haartransplantation werden grundsätzlich nicht von Krankenkassen übernommen. Der Haarverlust hat keine gesundheitlichen Folgen, darum handelt es sich um eine rein ästhetisch motivierte OP, für die der Patient selbst aufkommen muss. Bei Haarverlust aufgrund von schweren Verletzungen der Kopfhaut (zum Beispiel Brandverletzungen) oder massiven Hauterkrankungen ist eine Kostenübernahme durch die Krankenkasse hingegen möglich. Auch wenn schwerwiegende psychische Probleme aufgrund des Haarverlusts diagnostiziert wurden, bezahlt die Krankenkasse möglicherweise die Haarverpflanzung. Der Patient muss nachweisen, dass der Haarverlust der Hauptgrund für sein Leiden ist.
Die Gebühren für ärztliche Leistungen sind in der Gebührenordnung für Ärzte festgelegt. Dieser Katalog wurde in erster Linie für medizinisch notwendige Behandlungen erstellt, darum ist die Transplantation von Haaren dort nicht erfasst. Weil die Transplantation in Aufwand und Schwierigkeit mit einer Injektion (GOÄ-Ziffer 252) vergleichbar ist, wird in der Regel der gleiche Preis angesetzt: 2,33 Euro pro Einpflanzung, also pro Graft.
Berücksichtigt man die Kosten für Vorbereitung, Beratung und Aufbereitung des Transplantats, ergibt sich ein Preis von 3 bis 4 Euro pro Graft. Die Anzahl der nötigen Grafts hängt von der Größe des kahlen Areals ab. Pro Quadratzentimeter sind mindestens 10 Grafts nötig. Besonders natürlich wirkt es bei 25 Grafts pro Quadratzentimeter. Bei mehr als 30 Grafts pro Quadratzentimeter verschlechtert sich die Anwuchsrate der Transplantate, der Dichte sind somit Grenzen gesetzt. Bei Geheimratsecken rechnet man mit ca.
Grundsätzlich sind Ärzte in Ländern mit niedrigeren Betriebskosten, wie in der Türkei, oft wesentlich günstiger. Auch in anderen Ländern, in denen die Kosten für Personal, Mieträume und Medikamente niedriger sind, können Haartransplantationen zu erschwinglicheren Preisen angeboten werden.
Beispielsweise entnehmen Kliniken/Ärzte in West-Europa häufig tagtäglich 1000 - 2500 Grafts mittels manueller Entnahme in der FUE-Technik, wenn im Vergleich viele Kliniken 4000 Grafts täglich oder sogar deutlich mehr entnehmen und verpflanzen. Die Geschwindigkeit der Haartransplantation in solchen Billigkliniken liegt also oftmals erheblich höher und werden zusätzlich häufig entscheidende OP Schritte an nichtmedizinisches Personal übergeben.
Es ist dabei zu berücksichtigen, dass bei derartigen Massenbehandlungen die Qualität beeinträchtigt werden kann. Dass Grafts nicht unversehrt/beschädigt oder sonst wie falsch entnommen werden und die Grafts nicht richtig anwachsen (nur eine schlechte Wachstumsrate erzielt wird), oder bei der Einsetzung der Grafts falsch gearbeitet wird (z.B.
Es gibt vermutlich mehrere Gründe, warum der Name des ausführenden Arztes im Vorfeld nicht bekannt gegeben wird. Einer dieser Gründe scheint jedoch zu sein, dass man Ärzte oder ganze Teams besser austauschen oder aus dem Ausland einfliegen lassen kann in jeweils anderer personeller Zusammensetzung.
Mit dem ansteigenden Bedarf an Haartransplantationen steigen jedoch auch die Haartransplantation Risiken, insbesondere wenn die Eingriffe von Ärzten mit unzureichendem Know-how und Erfahrung durchgeführt werden. Allerdings Achtung! Es kann mittlerweile im Zuge des Booms von Haartransplantation selbst in Deutschland, oder in der Schweiz vorkommen, dass die OP nicht von einem Arzt, sondern ausschließlich von unerfahrenen Assistenten durchgeführt wird.
Eine Haartransplantation beschreibt einen Eingriff am menschlichen Körper und bringt auch Gefahren und Nebenwirkungen mit sich - wie bei allen anderen operativen Eingriffen in jedweden medizinischen Bereichen ebenso immer auch die Möglichkeit auf ein negatives Resultat besteht, wie auch Sat1 in diesem Fernsehen-Bericht zu Haarverpflanzung berichtet. Konkret geht es um möglichen OP-Pfusch mit Klobürsten-Look, schlechte Anwuchsrate, falsche Wuchsrichtung, Narben und im Donorgebiet Mottenfraß und Fussballfeld-Optik, Narben.
FUT Streifen-Technik
FUE-Methode
Allem voran entscheidet die Auswahl eines geeigneten Anbieters/Haarchirurgen über das Ausmaß des Risikos. Ein grundsätzliches Problem allerdings, dass in vielen Ländern und auch in Deutschland, das Fach „Haartransplantation“ bisher in keiner Universitätsausbildung gelehrt wird, weder in der Fortbildung zum plastischen Chirurg, noch in Fortbildungen zu anderen Themen!
Bei den meisten verpfuschten und misslungenen Haartransplantationen geht es um unschöne und hässliche Narben, unnatürlich wirkende Haarlinien, mit Haaren in falscher Wuchsrichtung und Klobürstenlook (zu dicken Transplantaten in vorderster Front), schlechte und niedrige Anwuchsrate und bei FUE Operationen im Donorbereich häufig um dezimierte Donorgebiete mit Mottenfrass und Fenster-Optik (lesen Sie auch auf unserer speziellen Unterseite „Haartransplantation Narben, Narben entfernen/Entfernung (Korrektur), zerstörter Spenderbereich und Beispiel-Bilder“).
Schnell sprechen unzufriedene Patienten von Behandlungsfehlern bei misslungener Eigenhaartransplantation, allerdings lassen sich Behandlungsfehler von Laien lediglich mutmaßen. Im Zweifel können einzig ein medizinisches Gutachten und in letzter Konsequenz ein Gericht darüber befinden, ob tatsächlich ein Behandlungsfehler vorliegt.
Werden bei der Haartransplantation die benötigten Transplantate maschinell entnommen (Mikromotorentnahme) bestehen bei Ausführung von einem ungeübten Arzt oder Nutzung eines technisch unausgereiften Geräts die Möglichkeit von deutlich sichtbarer abgeernteter Gebiete, die schnell an Fußballfelder oder das Aussehen von Fenstern anmuten. Ebenso sind Patienten der Wahrscheinlichkeit der Graft-Beschädigung ausgesetzt. Werden verhältnismäßig zu viele Graft entnommen, spricht man von „overharvesting“, was nicht nur o.g.
Die operative Extraktion eines kompletten Streifens im hinteren Bereich (Hinterkopf) geht mit gewissem Gefahrenpotenzial einher. Der entnommene Hautstreifen wird zur Beschaffung der erforderlichen FUs verwendet, die im Empfangsbereich implantiert werden sollen. Auch bei Einsatz von diesem Verfahren sind exzellente Erfahrungen notwendig, um die Grafts/Haarfollikel unbeschädigt aus dem entnommenen Hautlappen zu generieren.
Eine Haarlinie beschreibt die wichtigste Zone im Zuge eines haarchirurgischen Eingriffs! Eine unnatürlich angelegte Haarlinie ist sofort erkennbar und deshalb sollte man bei einer Haarverpflanzung insbesondere die Bedeutsamkeit von Fehlern im Empfangsbereich sehr ernst nehmen!
Auch das Implantieren der Transplantate (Haarfollikel) wird bei einigen Kliniken an spezielle dafür ausgebildete nichtärztliche Mitarbeiter delegiert. Auch hierbei sind außerordentliche Fähigkeiten gefragt, um fehlerhaftes Einsetzen zu vermeiden, was u.a. eine falsche Wuchsrichtung der Haare nach sich ziehen kann.
Zu den weiteren möglichen negativen Begleiterscheinungen einer Haartransplantation kann sicherlich eine schlechte Anwuchsrate genannt werden. Für Dr. Amit Kerure von der Skin Clinic in Mumbai Indien, siehe den englischen Artikel Complications in Hair Transplantation (deutsch Komplikationen bei der Haartransplantation), kann eine schlechte Anwuchsrate der Grafts die Folge einer fehlerhaften und traumatischen - zu robusten Einsetzung der Grafts, oder durch Austrocknung der Grafts während des Einsetzens sein.
Unter Cobblestoning bezeichnet man eine Wölbung der Hautoberfläche um die Grafts herum, ähnlich wie ein kleiner Hügel. Die Haut ist nicht mehr glatt, sondern man sieht um die eingesetzten Haare/Transplantate herum optische Erhebungen, der korrekten Übersetzung nach „Kopfsteinpflasterbildung“.
Wie bei Männern, ist auch bei Frauen darauf zu achten, dass in vorderster Front ausschließlich 1 Haar-Grafts verpflanzt werden. Gerade bei Frauen ist oftmals von der Natur her ein feiner Flaum am Beginn der Haarlinie zu sehen.
Obwohl die Haartransplantation eine der risikoärmeren ästhetisch-chirurgischen Behandlungen ist, kann es auch hier zu Komplikationen kommen. Zu den wahrscheinlichsten Problemen gehören Taubheitsgefühl und Schwellungen, Narbenverbreiterung (bei FUT) oder eine Entzündung der Kopfhaut.
Vor der Behandlung klärt der behandelnde Arzt über alle möglichen Risiken auf. Dort wo die Haare neu eingepflanzt werden, entstehen keine Narben. An der Entnahmestelle hingegen schon, die Form der Narben hängt von der Methode ab.
Bei einer FUE-Haartransplantation sind die kleinen Narbenpunkte am Hinterkopf sehr unauffällig und im Nachhinein kaum sichtbar. Bei einer FUT-Haartransplantation entsteht eine längliche Narbe dort, wo der Hautstreifen entnommen wurde. Sie kann von den angrenzenden Haaren überdeckt werden und ist dann nicht sichtbar.
Bevor die Haare vom Hinterkopf entnommen werden, wird die Kopfhaut örtlich betäubt. Dafür wird die Betäubungslösung an mehreren Stellen injiziert. Die Pikser der Spritze sind unangenehm bis schmerzhaft. Dafür ist die Entnahme der Haare dann schmerzfrei möglich.
Die transplantierten Haare fallen nach drei bis vier Wochen wieder aus. Das ist ganz normal und liegt am kurzzeitigen Nährstoffmangel während der Entnahme. Nach drei bis vier Monaten beginnen die Haare zu wachsen und fallen dann auch nicht mehr aus.
Kopfverband für die ersten Tage
Neben einigen wenigen wirkungsvollen Hormonpräparaten mit teilweise verheerenden Nebenwirkungen, ist die Haarverpflanzung dann oft der einzige Weg zu dichterem Kopfhaar. Als medikamentöse Alternative hat sich das Präparat Finasterid bewährt. Allerdings wurden in letzter Zeit vermehrt irreversible Nebenwirkungen wie Erektionsstörungen oder Depressionen bekannt. Außerdem setzt der Haarausfall nach Absetzen des Mittels wieder unverändert ein.
Wem der Look eines frisch rasierten Kopfes ausreicht, kann mit einer Mikrohaarpigmentierung eine nicht-invasive und günstigere Alternative finden.
Ja, es gibt verschiedene Möglichkeiten, auch ohne OP volleres und gesünderes Haar zu erlangen. Ein Beispiel dafür ist die PRP-Haarwurzelbehandlung, bei welcher der Haarwuchs mittels Eigenblut angekurbelt wird. Bei Kurzhaarfrisuren bis hin zur Glatze kann auch eine Microhaarpigmentierung helfen. Bei dieser Methode wird mit einer speziellen Tätowierung gearbeitet, mithilfe derer eine Kurzhaarfrisur optisch kaschiert werden kann.
Um übermäßigen Haarausfall zu verlangsamen oder gar weitgehend zu stoppen, sind vor allem Medikamente geeignet. Sie sind die Haupt-Alternative zu einer Haartransplantation.
Eine Haartransplantation kann eine effektive Lösung für Haarausfall sein, birgt jedoch auch Risiken und Kosten. Eine sorgfältige Abwägung der Vor- und Nachteile sowie die Wahl eines erfahrenen Spezialisten sind entscheidend für ein zufriedenstellendes Ergebnis.
| Aspekt | Details |
|---|---|
| Kosten | 2.500 - 14.500 Euro (abhängig von Methode und Graftzahl) |
| Methoden | FUE (Follicular Unit Extraction), FUT (Follicular Unit Transplantation) |
| Risiken | Infektionen, Narbenbildung, Taubheitsgefühl, Schwellungen, schlechte Anwuchsrate |
| Alternativen | Medikamente (Finasterid, Minoxidil), Mikrohaarpigmentierung, PRP-Behandlung |
| Erfolgsrate | Über 90% bei erfahrenen Chirurgen |
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