Dichtes, volles und gesund aussehendes Haar gilt in unserer Gesellschaft als Schönheitsideal.
Viele Männer mit dickem, glänzendem Haar stellen gerne ihre prachtvolle Mähne zur Schau, ob in der Shampoo-Werbung oder in den Sozialen Medien.
Immerhin sind Haare in unserer Gesellschaft ein Zeichen für Vitalität und Jugend.
Doch die Realität sieht meist anders aus: Fast 40 Prozent aller Männer sind von Haarausfall betroffen, heißt es beim Bundesverband der Zweithaar-Spezialisten (BVZ).
Auch Frauen sind betroffen - aber in einer kleineren Anzahl von rund 20 Prozent.
Meist handele es sich um erblich bedingten Haarausfall, der mit Geheimratsecken beginne und mit einer Glatze ende.
Haarausfall betrifft viele Männer und Frauen.
Generell "für alle Frauen und Männer, die unter Haarverlust der behaarten Kopfhaut leiden", sagt Frank Neidel, Vizepräsident beim Haarverband deutscher Haarchirurgen (VDHC).
Aber: Vorher sollte auf jeden Fall eine medizinische Untersuchung und Beratung bei einem Haarchirurgen stattfinden.
Nur ein Spezialist könne abschätzen, ob eine Operation Sinn ergebe oder nicht.
Bei der fachärztlichen Analyse werde dann ein Konzept erstellt, wie das Haar trotz weiterführendem Haarausfall voll aussieht.
Grundsätzlich sei auch bei einer Vollglatze eine Transplantation möglich.
Es gibt nur wenige Fälle, in denen eine Haartransplantation ungeeignet ist.
Neidel weist darauf hin, dass Fremdhaartransplantationen nicht möglich sind, denn sie würden als Fremdhaar erkannt und vom Körper abgestoßen werden.
"Die Haarwurzeln sind lebendige Stammzellen, die lebenslang wieder Haare an den kahlen Stellen produzieren", erklärt Frank Neidel.
Für die erste Behandlung kommt laut VDHC nur die Transplantation von Kopfhaaren infrage.
Sollte es zu weiteren Verpflanzungen kommen, doch die Spenderfläche am Hinterkopf ist erschöpft, können prinzipiell auch Haare aus anderen Körperregionen verwendet werden - zum Beispiel Barthaare.
Was genau möglich ist, entscheidet der behandelnde Chirurg.
Die Haartransplantation ist ein mikrochirurgischer Eingriff, der in der Regel drei bis acht Stunden dauert.
"Die einzelnen Haarwurzeln werden mit sehr dünnen, feinen Hohlnadeln aus der Haut geschnitten", erklärt Neidel den Vorgang.
Die kleinen Löcher, aus denen die Wurzeln entnommen werden, verschließen sich sofort.
Die entnommenen Wurzeln pflanzt der Chirurg auf den kahlen Stellen wieder ein.
"Ähnlich wie eine Pflanze, die aus dem Beet herausgestochen und an anderer Stelle wieder eingepflanzt wird", erklärt der Experte.
Das Ganze wird unter örtlicher Betäubung vorgenommen und die Patientinnen und Patienten befinden sich in einem leichten Dämmerschlaf.
Schmerzen haben sie also nicht.
Der Eingriff ist schonend, da nichts genäht oder geschnitten werden muss.
Der Heilungsprozess ist in der Regel bereits nach sieben bis 14 Tagen abgeschlossen.
Neidel empfiehlt, mit sportlichen Aktivitäten jedoch drei Wochen zu warten.
Leichte Bewegung ist schon am nächsten Tag wieder möglich.
Schematische Darstellung des Ablaufs einer FUE-Haartransplantation.
Auch wenn es sich bei der Haartransplantation um einen mikrochirurgischen Eingriff handelt, bestehen trotzdem Risiken.
Die Stiftung Warentest weist auf Folgendes hin:
Je nach Umfang betragen die Kosten für eine Haartransplantation zwischen 3.000 und 10.000 Euro.
Im Ausland sind die Kosten erheblich niedriger.
Doch Haarchirurg Neidel warnt vor den Risiken: Oft führe kein ärztliches Personal die Verpflanzung durch.
Gerade in der Türkei gibt es einen extrem großen schwarzen Markt. Es gibt nicht lizenzierte Ärzte, die die Verpflanzung durchführen.
Egal in welchem Land - wer als Patientin oder Patient auf Nummer sich gehen will, sollte nach Chirurgen suchen, die sich in einem offiziellen Verband organisiert haben.
"Der Operateur sollte eine Approbation haben, Facharzt sein und vorwiegend diesen Eingriff durchführen", rät Neidel.
Auch die Stiftung Warentest rät zur Wahl eines seriösen Chirurgen und Instituts.
Denn werden die Haare bei jungen Menschen zu früh verpflanzt und der Haarausfall ist noch nicht abgeschlossen, können die verpflanzten Areale zu buschigen Inseln auf der sich weiter ausdehnenden kahlen Fläche werden.
Eine gesunde, nährstoffreiche Ernährung ist ein guter Anfang zur Prävention gegen Haarausfall.
Studien dazu bilden jedoch kein eindeutiges Bild ab, heißt es bei der International Society of Hair Restoration Surgery (ISHRS).
Gerade bei genetisch bedingtem Haarausfall hätten Hausmittel oder im Internet angebotene Wundermittel in der Regel keine Wirksamkeit.
Es gebe sehr wirksame Medikamente, die den Haarwuchs fördern wie Finasterid und Minoxidil, so Frank Neidel.
Es gibt verschiedene Möglichkeiten der Haartransplantation. Heute werden in den modernen Kliniken im Wesentlichen zwei Formen angeboten:
Viele Patienten berichten von positiven Erfahrungen nach einer Haartransplantation. Hier sind einige Beispiele:
Vorher-Nachher-Vergleich einer Haartransplantation.
Informieren Sie sich umfassend über die Haartransplantation und vergleichen Sie mehrere Angebote, damit Sie eine fundierte Entscheidung treffen können.
Zwischen den einzelnen Anbietern gibt es große Qualitäts- und Preisunterschiede.
Unsere Experten helfen Ihnen gerne dabei.
Die Kosten der Haartransplantation hängen primär von Ihrem Haarausfall Grad ab.
Nach unserer Haartransplantation Kosten Studie kostet die Haartransplantation mit der FUE-Methode in Deutschland durchschnittlich 2,93 Euro pro Graft und in der Türkei 1,07 Euro pro Graft.
Die Haartransplantation gilt als nachhaltige Lösung gegen den Haarausfall.
Die Haare, die versetzt werden fallen bis zum Lebensende nicht aus. Warum ist das so?
Erblich bedingter Haarausfall wird durch das Enzym Dihydrotestosteron-Hormons (DHT) verursacht.
Die verpflanzten Haare, i.d.R. vom Hinterkopf, sind aber DHT resistent und fallen daher nicht aus.
| Aspekt | Information |
|---|---|
| Betroffene | Fast 40% der Männer, ca. 20% der Frauen |
| Kosten | 3.000 - 10.000 Euro (Deutschland), günstiger im Ausland |
| FUE-Technik | Entnahme einzelner Haarfollikel |
| FUT-Technik | Entnahme eines Hautstreifens |
| Risiken | Nichtanwachsen, Entzündungen, Narbenbildung |
tags: #Haartransplantation #Erfahrungen
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