Nichts führt so schnell zu einer Typveränderung wie eine neue Haarfarbe. Aber was genau bedeutet Coloration eigentlich? Und wo liegt der Unterschied zwischen einer Coloration und einer Tönung? Bei der Frage "Färben oder Tönen - was ist besser?“ geht es nicht um richtig oder falsch. Vielmehr geht es darum, was dein persönliches Farbziel ist. Erfahre, was der Unterschied zwischen Haarfärben und -tönen ist und welche Vor- und Nachteile es gibt.
Das Wort Coloration heißt auf Deutsch übersetzt „Färbung“ und meint ein Haarfärbeprodukt, mit dem die Naturhaarfarbe dauerhaft verändert wird. Dazu dringt die Farbe tief in die Haarstruktur ein. Alkalische Mittel, wie zum Beispiel Ammoniak, öffnen dazu die Haarfaser und schließen die Farbpigmente der Coloration in ihr ein. So fest verankert wäscht sich die neue Haarfarbe nicht heraus, sondern wächst stattdessen nach einer Weile heraus, sodass der Naturton am Haaransatz wieder sichtbar wird.
Beim Tönen lagert sich die Farbe lediglich in der äußeren Schuppenschicht der Haare an und verblasst nach etwa sechs bis acht Haarwäschen wieder. Während eine Tönung die Haarfarbe also nur kurzfristig verändert, sorgt eine Coloration für einen dauerhaft neuen Look. Eine Kombination aus beiden Produkten ist die Intensivtönung.
Prinzipiell funktioniert dieses Färbemittel wie eine Coloration, denn hier dringt die Farbe ebenfalls in das Haar ein. Der Unterschied liegt in der Haltbarkeit des Farbergebnisses. Zurückzuführen ist diese auf die verschiedenen Inhaltsstoffe und die unterschiedlichen Wirkungsweisen. Man unterscheidet zwischen non-permanenten Farbveränderungen, den sogenannten Tönungen, und den permanenten Farbveränderungen, zu denen die herkömmliche oxidative Haarfarbe und die Intensiv-Tönung zählen.
Der Unterschied liegt in den eingesetzten Farbstoffen. Neben den enthaltenen Direktziehern in einer oxidativen Haarfarbe, die wie bei einer Tönung angelagert werden, sind überwiegend Farbstoffvorstufen für die entstehende Farbe verantwortlich. Diese kleinen farblosen Farbstoffvorstufen dringen tief in die Cortex ein und werden dort durch den Sauerstoff des beigemischten Wasserstoffperoxids zu großen, farbigen Farbstoffmolekülen gekuppelt, die sich in der Faserschicht anlagern und aufgrund ihrer Größe nicht wieder herausgespült werden können. Dadurch sind oxidative Haarfarben deutlich länger haltbar als Tönungen.
Von seiner chemischen Substanz ist Ammoniak ein leicht flüchtiger Stoff, der bereits während der Farbbehandlung verfliegt. Daher ist der Duft, trotz eingesetzten Duftstoffen in der Farbe, sehr intensiv und stechend. Allerdings wird Ammoniak aufgrund seines alkalischen pH-Werts dringend benötigt. So ist er in der Lage, das Haar zu quellen und die Schuppenschicht zu öffnen. Die Farbstoffvorstufen können so bis in den Cortex eindringen, wo dann der eigentliche chemische Prozess stattfindet.
Da für das Färben der Haare immer ein Alkalisierungsmittel notwenig ist, werden alternative Mittel zum Ammoniak eingesetzt, die einen ähnlichen pH-Wert haben. Dies ist z. B. Monoethanolamin, welches durch die Reaktion von Ammoniak mit Ethylenoxid entsteht. Hierbei ist der Geruch weniger intensiv und stechend, da es nicht so leicht flüchtig ist.
Eine Intensivtönung sorgt für Verwirrung. Ist es eine Tönung oder eine Coloration? Wie lange hält die Farbe in den Haaren? Wir haben die Antworten für dich. Eine Intensivtönung muss erst einmal richtig definiert werden, um herauszufinden, ob sie sich für deine eigenen Haare eignet. Denn eine Intensivtönung ist keine herkömmliche Tönung, aber auch keine richtige Coloration.
Eine Intensivtönung ist keine permanente Färbung, sie lässt sich aber nicht so leicht auswaschen wie eine Tönung. Das heißt also, dass dein Ansatz beim Rauswachsen sichtbar sein wird. Daher ist eine Intensivtönung näher an der Vorstufe einer Coloration. Grund dafür ist die Wasserstoffperoxid-Konzentration. Die Wasserstoffperoxid-Konzentration ist in einer Intensivtönung zwar nicht so stark wie in einer Coloration, trotzdem ausreichend, um die Farbpigmente deiner Haare zu verändern.
Eine Intensivtönung hält länger als eine Tönung, aber nicht so lange wie eine Coloration. Wie du also für dich herausfindest, ob du deine Haare mit einer Intensivtönung färben möchtest, hängt ganz allein davon ab, welche Haarfarbe du dir wünschst.
Das sind die Unterschiede und Ziele der verschiedenen Färbemethoden:
Die Anwendung einer Intensivtönung ist leicht erklärt. Wichtig ist nur, dass du dich immer an den Beipackzettel hältst, damit du das gewünschte Farbergebnis erhältst. Auch wenn du schon Erfahrungen im Tönen und Färben hast, ist jedes Produkt unterschiedlich. Hast du dich in der Drogerie für ein Produkt entschieden, solltest du unbedingt die Anleitung durchlesen, bevor du mit der Anwendung loslegst. Es kann nämlich immer sein, dass der Hersteller die Zusammensetzung verändert und die Einwirkzeit somit eine andere ist, als du es vorher kanntest. Setze für einen gesunden Glanz im Schopf außerdem auf eine reichhaltige Haarpflege.
Eine Intensivtönung hält länger als eine Tönung und verblasst erst ab der 20. bis 25. Haarwäsche. Die Farbpigmente werden etwas heller, sodass die Haarfarbe langsam anfängt, sich zu verändern. Damit die Farbpigmente tiefer in die einzelnen Haarsträhnen eindringen können, wird die Schuppenschicht, also die Haaroberfläche geöffnet, indem sie angeraut wird. Das Mittel, dass die Schuppenschicht aufraut, wird als Aktivator bezeichnen. In Aktivatoren befinden sich Alkalisierungsmittel wie Ammoniak.
Heutzutage gibt es aber immer mehr Hersteller*innen, die ihre Intensivtönungen, Tönungen und Colorationen ohne Ammoniak anbieten. Da Ammoniak sehr aggressiv die Haaroberfläche angreift, sodass die Haare nach der Färbung eine intensive Haarpflege benötigen.
Solch eine Intensivtönung kann auch bei dünnem Haar verwendet werden. Bei dünnem Haar ist es wichtig, vorsichtig mit chemischen Haarprodukten umzugehen, um das Haar nicht weiter zu strapazieren. Eine Intensivtönung ist in der Regel schonender als eine permanente Haarfarbe, da sie keine Ammoniak- oder Bleichmittel enthält.
Auch wenn sich Intensivtönungen mit der Zeit auswaschen lassen, möchte man den Prozess des Entfärbens ein wenig beschleunigen. Mit den richtigen Hausmitteln kann das ziemlich gut klappen. Hier kommt die Übersicht der Hausmittel, die die Farbpigmente der Intensivtönung aus den eigenen Haaren entziehen:
Haare färben oder tönen kann anstrengend, nervig und zeitaufwendig sein. Aus diesem Grund wollen wir natürlich alle, dass die Farbpigmente nach dem Aufwand so lange wie möglich halten. Deine Realität sieht leider oft anders aus und die Farbe verblasst schnell? Sehr ärgerlich! Unsere Haarexperten verraten, wie du die Haltbarkeit von coloriertem Haar mit einigen Tipps ganz easy verlängern kannst.
Spricht man von der allgemeinen Haltbarkeit von coloriertem Haar, ist Vorsicht geboten, denn es gibt einige Faktoren, die beeinflussen, wie lange die Pigmente halten. Zum einen unterscheiden sich die Farbbehandlungen voneinander - so gibt es Tönungen, Intensivtönungen oder permanente Haarfarbe. Der größte Unterschied ist, dass sich die Pigmente beim Tönen nur um die Haarstruktur legen, während sie bei der Farbe hineindringen. Auch die Farbwahl und die individuelle Beschaffenheit der Haare spielen eine Rolle: Sehr bunte Pigmente, wie blau oder lila, lassen sich schnell herauswaschen oder bleichen aus.
Allgemeinhin kann man sagen, dass eine herkömmliche Tönung, wie du sie aus dem Drogeriemarkt kennst, ungefähr fünf bis sechs Haarwäschen im Haar bleibt. Intensivtönungen sind resistenter und haben eine Haltbarkeit von circa sechs bis acht Wochen. Permanente Farbe kann sich mit Haarwäschen und anderen äußeren Einflüssen verändern, aber nicht ausgewaschen werden. Hier musst du die Pigmente rauswachsen lassen oder überfärben. Dies hat seinen Preis, denn die Haarstruktur kann auf Dauer von aggressiven Pigmenten angegriffen und beschädigt werden.
Ob du dich für das Färben oder Tönen entscheidest, beeinflusst dein Styling und die Pflege. Beide Methoden haben ihre Vorteile und sind der perfekte Weg, um deinem Look frischen Schwung zu verleihen. Wir zeigen dir, was dahinter steckt und worauf du achten solltest.
Ob du dich für Färben oder Tönen entscheidest, hängt ganz von deinem Lookwunsch und deinem Haartyp ab. Denn der Unterschied zwischen Tönung und Färbung wirkt sich signifikant auf das Ergebnis aus. Willst du eine langanhaltende Veränderung oder lieber einen sanften Farbglanz? Beide Verfahren verändern die Haarfarbe, doch die Art und Weise, wie sie das tun, ist grundlegend verschieden.
Wenn du dir eine deutliche und lang anhaltende Veränderung wünschst, zum Beispiel beim Abdecken grauer Haare oder beim Wechsel zu einer komplett neuen Nuance, ist eine klassische Haarfarbe die richtige Wahl. Sie öffnet die Schuppenschicht, greift das Melanin an und ermöglicht dadurch eine intensive, dauerhafte Veränderung. Diese Methode ist allerdings auch belastender für die Haarstruktur.
Wenn jedoch nicht zwingend gefärbt werden muss, bietet eine Intensivtönung eine attraktive Alternative. Sie deckt bis zu siebzig Prozent Grau ab, schenkt hohen Glanz, ist schonender zum Haar und wirkt natürlicher, da beim Nachwachsen ein weicherer Übergang entsteht.
Eine reine Tönung eignet sich besonders gut, um dem Haar neuen Glanz zu verleihen und die Farbe leicht zu veredeln. Sie ist die sanfteste Variante, verändert den Naturton nur minimal und sorgt für einen frischen, lebendigen Ausdruck, ähnlich einem Glossing.
Die Wahl der richtigen Methode hängt immer vom gewünschten Ergebnis ab. Wenn nur eine leichte Veränderung oder kaum eine Anpassung des Farblevels gewünscht ist, eignet sich am besten eine Tönung. Sie verleiht dem Haar vor allem Glanz und eine sanfte Nuance. Eine Intensivtönung kann bei feinem Haar sogar eine Aufhellung von zwei bis drei Tonhöhen ermöglichen und bietet gleichzeitig bis zu siebzig Prozent Grauhaarabdeckung. Wer hingegen eine hundertprozentige Abdeckung grauer Haare, maximale Farbintensität und absolute Farbsicherheit wünscht, sollte sich für eine klassische Färbung entscheiden.
Nach einer Färbung oder Tönung braucht das Haar besondere Aufmerksamkeit, um Farbe, Glanz und Geschmeidigkeit möglichst lange zu bewahren. Da chemische Prozesse immer die Schuppenschicht des Haares beeinflussen, ist die richtige Pflege entscheidend.
Nach dem Färben ist das Haar stärker beansprucht, weil Pigmente tief in die Haarstruktur eingeschleust wurden und die Schuppenschicht geöffnet wurde. Hier sind reichhaltige, reparierende Pflegeprodukte sinnvoll, die Keratin, Proteine oder Öle enthalten und die Haarstruktur wieder aufbauen. Auch spezielle Farbshampoos und Conditioner helfen, die Pigmente im Haar zu fixieren und das Verblassen zu verlangsamen. Wichtig ist außerdem, das Haar nach dem Färben gut vor UV-Strahlung und Hitze zu schützen, da beides den Farbverlust beschleunigt.
Nach einer Tönung oder Intensivtönung ist die Belastung für das Haar deutlich geringer, dennoch profitieren die Pigmente auch hier von einer farbschützenden Pflege. Sanfte, sulfatfreie Shampoos sind ideal, um die Haltbarkeit zu verlängern, und leichte Conditioner sorgen für Glanz, ohne das Haar zu beschweren.
Unabhängig von der Methode gilt: Direkt nach der Coloration das Haar zwei bis drei Tage nicht waschen, damit sich die Pigmente optimal im Haar verankern können. Hitzestyling nur mit Hitzeschutz anwenden, regelmäßige Kuren einplanen und lauwarmes statt heißes Wasser beim Waschen nutzen, um die Farbe länger leuchtend zu erhalten.
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