Locken verleihen dem Haar Volumen, Struktur und eine lebendige Ausstrahlung. Viele Menschen wünschen sich mehr Locken - sei es durch natürliche Unterstützung der eigenen Haarstruktur oder mithilfe von Stylingtechniken. Mehr Locken ins Haar bekommst du durch gezielte Stylings mit Lockenstab, Glätteisen, Flechttechniken, Papilotten oder Lockenwicklern.
Mehr Locken ins Haar zu bekommen ist mit den richtigen Techniken, Produkten und etwas Übung gut möglich - ob mit Hitze, über Nacht oder durch spezielle Pflege. Entscheide selbst, ob du deine Locken dauerhaft verändern oder nur für einen Tag stylen möchtest.
Verschiedene Lockenfrisuren für jeden Geschmack
Die Curly Girl Methode (und ja, ich ich muss bei dem Namen auch immer wieder ein bisschen kichern), hat ihren Ursprung in dem Buch „Schöne Locken: Das Handbuch“ von Lorraine Massey. Darin ist beschrieben, wie man seine lockigen Haare pflegen sollte, damit sie schön aussehen und wie man gegen das „Phänomen Wischmopp“ vorgehen kann.
Ich muss sagen, dass ich einige Prinzipien der Curly Girl Methode anwende und sie gut für mich passen, bei anderen drücke ich aber ein Auge zu oder habe inzwischen einen eigenen Weg gefunden, mit dem ich gut zurecht komme. Für den Anfang ist das aber ein super Weg, sich mit der eigenen Lockenpflege auseinander zu setzen - vor allem, wenn man eigentlich dachte, man hat gar keine.
Im ersten Moment war ich ziemlich überfordert von all den Begriffen und Möglichkeiten, die es so gibt. Wenn man aber erst einmal einen kleinen Durchblick hat, und der kommt ganz schnell, ist es ganz einfach.
Vorab: Ich musste meine Haare früher echt täglich waschen, denn anders waren sie einfach nicht in den Griff zu bekommen - das mit der nächtlichen Party hatte ich ja oben schon angedeutet. Danke der Curly Girl Methode ist das deutlich zurück gegangen und ich wasche mir meine Locken nur noch 1-2x pro Woche. Der Zeitaufwand beim Waschen hat sich schon erhöht, das Waschen dauert jetzt länger. Da es aber inzwischen so selten ist, ist das für mich echt okay.
Ich wasche mir meine Locken nicht mehr unter der Dusche, sondern kopfüber über der Badewanne (wobei das sicherlich auch in der Dusche geht). Zum einen lassen sich die Produkte so besser einarbeiten und ich sehe einigermaßen, was ich tue. Zum anderen läuft mir das allerhöchstens lauwarme, eher kalte Wasser (ja, wirklich!) dann nicht über den Körper, sondern lässt sich total gut ertragen (auch ja, wirklich! Und ich bin normalerweise echt eher „Temperaturtyp Blanchieren“). Das lauwarme Wasser (so kalt du es eben ertragen kannst) sorgt dafür, dass die Haarschuppen sich glätten und hält die „Lockenbündel“, also die Strähnen, beisammen.
Bei den Produkten muss man sich tatsächlich ein bisschen durch probieren. Zunächst mal bestimmt man anhand eines sauberen, aber trockenen Haares seinen Haartyp. Dabei wird unterschieden in „High Porosity“, das ist eine hohe Porosität (=Durchlässigkeit) des Haares, eine mittlere Porosität oder eben die „Low Porosity“, eine geringe Durchlässigkeit des Haares. Das besagt im Grunde nur, wie die Oberflächenstruktur deines Haares beschaffen ist und Wasser und Pflegeprodukte vom Haar aufgenommen werden. Danach kannst du dann entscheiden, ob du eher ein feuchtigkeitsspendendes oder ein sehr pflegendes Produkt brauchst.
Shampoo: Beim Haare waschen halte ich es so, dass ich verschiedene Shampoos im Wechsel benutze. Wichtig ist, dass das Shampoo keine Inhaltsstoffe enthält, die das Haar austrocknen. Nicht enthalten sein dürfen also beispielweise Tenside (insbesondere Sulfate), Silikone, Mikroplastik oder Alkohole. Ob ein Produkt von den Inhaltsstoffen her für deine Locken geeignet ist, kannst du hier überprüfen.
Reinigendes Tiefenshampoo: Um alle Rückstände der Pflegeprodukte restlos zu entfernen, wasche ich bei jeder zweiten oder dritten Wäsche mit einem milden Tiefenreinigungsshampoo. Ich nehme eine etwa Weintrauben-große Menge Shampoo und massiere es gründlich (und sehr, sehr, sehr ausdauernd und geduldig) mit den Fingerspitzen am ganzen Kopf in meine Kopfhaut ein. Es verteilt sich dann automatisch in die Längen, die ich vor dem Ausspülen damit auch noch einmal kurz durchknete.
Mildes Co-Wash / No Poo: Im Wechsel mit dem Tiefenreinigungsshampoo benutze ich ein Co-Wash (aka No Poo) Produkt. Das ist im Prinzip Conditioner (also eine Spülung), reinigt und pflegt die Haare zugleich.
Conditioner: Der Conditioner ist - wie gerade gelernt - die klassische Spülung. Er dient dazu, Knötchen im Haar zu lösen und es zu entwirren, denn Kämme und Bürsten sind für deine Locken tabu - zumindest im trockenen Zustand. Ich verreibe eine etwa klein-kastaniengroße Menge in meinen Handflächen und ziehe meine triefnassen, nicht ausgedrückten Haare dann durch die wie zum Beten aufeinander gelegten Handflächen - das ist die „Praying Hands“ Methode. Wenn das Produkt gleichmäßig in den Haaren verteilt ist, benutze ich meine Finger, um meine Haare damit zu kämmen und die Knötchen auszustreichen. Erst, wenn alle Knoten entfernt sind, kann man nochmal mit einer breiten Bürste durch die Haare gehen, um das Produkt noch besser einzuarbeiten. Dann heißt es „Squish to condish“.
Curl Activator / Curl Enhancer: Dieser Lockenverstärker versorgt das Haar mit Feuchtigkeit und hilft dabei, dass sich die Locken richtig schön kringeln. Gleichzeitig mindert er Frizz, also dass die Haare einzeln in alle Richtungen stehen. Ich streiche den Curl Activator wieder mit der „praying hands“ Methode in meine Haare ein und „squishe“, also knete ihn dann sorgfältig ein. Der Lockenverstärker verbleibt dann im Haar.
Starker Halt für Locken: Gel: Das soll ja jetzt natürlich idealerweise auch alles ein bisschen in Form bleiben, ne? Dafür muss dann noch etwas rein, dass den Locken Halt gibt: ein Gel. Entweder kocht man sich selber und ratzfatz ein Leinsamengel (geht ganz schnell und ist hier super erklärt) oder benutzt ein fertiges Haargel für Locken, das geht auch.
Nach dem Waschen: Locken ploppen lassen: Sobald ich mit allen Steps durch bin, wickle ich die immer noch nassen, nicht ausgedrückten und richtig glitschigen Haare kopfüber in ein Mikrofaserhandtuch. Dort bleiben sie dann sie da 15-20 Minuten drin und dürfen sich zu Locken „ploppen“. So können auch die Pflegeprodukte noch einmal richtig einziehen. Ich habe mir dafür bei Amazon ein Dreierpack Mikrofaser Handtuch-Turbane* gekauft, die man einfach zuknöpfen kann - super praktisch (auch für die Kinder, übrigens). Ein altes Baumwollshirt tut es aber auch - nur von Frottee sollte man die Finger lassen, das raut die Haarstruktur wieder auf.
Locken trocknen: Die Curly Girl Methode sieht eigentlich vor, die Haare an der Luft trocknen zu lassen. Das dauert mir ehrlich gesagt zu lange, also föhne ich sie meistens. Dazu benutze ich meinen Föhn mit Diffusor Aufsatz im Wechsel auf der kalten und mittleren Stufe (niemals heiß). Bevor es aber ans Föhnen geht, „squishe“ ich die Haare nochmal mit dem Handtuch, also knete sie noch einmal in Richtung Kopfhaut. Das hilft, die Locken noch einmal zu aktivieren und nimmt die überflüssigen Pflegeprodukte ab.
Gelcast und „Scrunch out the Crunch“: Und jetzt bitte mal ordentlich erschrecken - die Haare sind ja ganz hart und die Locken sehen fürchterlich aus! Stimmt, aber das ist gewollt. Das Gel, dass man zuletzt eingearbeitet hat, verursacht nämlich häufig einen sogenannten Gelcast. Dabei legt sich um die Haare und härtet aus, hält die Bündel beim Trocknen in Form und schützt dadurch vor Frizz. Wenn die Haare nun trocken sind, also richtig, richtig trocken (vorsichtig mit den Fingern prüfen), kann man den Gelcast ganz einfach mit den Händen oder dem Mikrofasertuch herauskneten - Scrunch out the Crunch. Dadurch verschwindet der Gelcast komplett und die Wellen werden ganz weich.
Mit den Locken schlafen: Um die Locken gut über die Nacht zu bringen, gibt es verschiedene Möglichkeiten. Entweder schnappt man sich ein Seidentuch oder eine Seidenschlafmütze und wickelt sie vorsichtig darin ein. Man kann auch auf einem Seidenkissen schlafen - all das soll helfen, dass sich die Lockensträhnen nicht aufrubbeln und damit Frizz verhindern. Ich schlafe einfach mit einer Ananas: einem lockeren Dutt oder Pferdeschwanz ganz oben auf dem Kopf, den ich mit so einem Spiralhaargummi befestige.
Die Locken auffrischen: Zwischendurch frische ich die Locken hin und wieder mal auf, je nachdem, ob ich sie offen oder in einem Pferdeschwanz tragen will. Das Produkt dafür kommt in einer Sprühflasche. Man befeuchtet die Haare damit gut und knetet dann kopfüber wieder die Locken hoch. Die trocknen jetzt entweder an der Luft oder werden noch einmal über geföhnt. Der Cast der sich eventuell bildet, kann dann im ganz trockenen Zustand wieder rausgeknetet werden.
Empfohlene Produkte für die Curly Girl Methode
Du möchtest langanhaltende, schöne Locken? Wir verraten dir, wie du eine schonende Dauerwelle hinbekommst, die ihre Form behält!
Egal, ob du kleine Kringellocken oder große Wellen möchtest, soll der Schwung dauerhaft im Haar halten, muss eine Dauerwelle her. Die entsteht immer in 3 Schritten:
Das solltest du bei einer Dauerwelle nicht machen: Frische Dauerwellen müssen sehr vorsichtig behandelt werden. Anfangs solltest du möglichst wenig an deinen Haaren ziehen oder zerren, sonst verlieren die Wellen schnell ihre Sprungkraft. Beschwerende Kuren und Stylingprodukte solltest du in den ersten 2 Wochen ebenfalls meiden, damit sich die Locken nicht so schnell aushängen. Ebenso dürfen deine Haare in den ersten Wochen nicht koloriert werden.
Wichtig ist, dass du dein dauergewelltes Haar regelmäßig mit Feuchtigkeit und Pflegestoffen versorgst. Shampoos und Spülungen für strapaziertes oder lockiges Haar schützen deine Mähne mit pflanzlichen Ölen oder flüssigen Haarbausteinen, damit sie nicht spröde und glanzlos wird. Einmal pro Woche solltest du eine Intensiv-Haarkur machen.
Profis unterscheiden zwischen alkalischen und sauren Dauerwellen. Die Namen beziehen sich auf den pH-Wert der Dauerwelle:
Du hast es dir wahrscheinlich schon gedacht: Selbst eine deutlich sanftere saure Dauerwelle ist kein regenerierendes Pflege-Treatment. Durch die Umstrukturierung der Bindungen wird die Integrität des Haares gestört. Es besteht die Gefahr, dass die Haare brechen. Deshalb solltest du diese Art der Behandlung nicht allzu oft wiederholen.
Gibt es eine Alternative zur Dauerwelle? Eine gute Alternative zur Dauerwelle sind die Heatless Curls. Wickel dein Haar für einige Stunden, am besten über Nacht, auf. Am nächsten Morgen nur noch das Geflecht oder die Wickler lösen, einmal durchbürsten und schon sind deine Haare gewellt.Wenn es schneller gehen soll, bietet sich ein Stylinggerät wie der Shark FlexStyle Haarstyler an, der die Hitze gleichmäßig im Haar verteilt.
Lockiges und gewelltes Haar neigt dazu, Feuchtigkeit und Proteine schneller zu verlieren als glattes Haar, weil es poröser ist. Das ist auch der Grund, warum es kraus und widerspenstig erscheint, wenn es nicht mit einem Treatment behandelt wurde, das die Schuppenschicht des Haares schließt und es glänzend aussehen lässt.
Zusätzlich machen chemische Behandlungen das Haar poröser, weil sie die Verbindungen in der Schuppenschicht schwächen. Was Sie brauchen, sind Produkte, die mit der natürlichen Bewegung Ihres lockigen Haares arbeiten und es von innen heraus nähren und stärken: "Für lockiges und gewelltes Haar brauchen wir Produkte, die sanft sind und ein Gleichgewicht von Feuchtigkeit und Proteinen liefern, um das Haar auf natürliche Weise wieder aufzubauen und ihm die natürliche Sprungkraft und Bewegung zu verleihen. Verwenden Sie Produkte, die frei von Silikonen, Sulfaten, Parabenen und Alkohol sind.
Mit der Zeit bilden diese sonst eine Barriereschicht um das Haar, die die Aufnahme von Feuchtigkeit und Proteinen beeinträchtigt. Natürliche Produkte helfen, die Gesundheit dieses Haartyps besser zu erhalten", meint Yashwin. Sie empfiehlt, auf Kissenbezüge und Scrunchies aus Seide umzusteigen oder einen Schal um die Haare zu binden, alles, was sanft zum Haar ist. Das verhindert auch, dass sich Ihre Locken verheddern.
Natürliche Locken mit der richtigen Pflege
Es gibt verschiedene natürliche Methoden, um Ihre Haarbeschaffenheit zu verbessern. Die Textur Ihres Haares kann durch verschiedene Faktoren wie Genetik, Umwelt, Haarpflege, hormonelle Veränderungen und Alter beeinflusst werden.
Bekannte Hausmittel:
Wenn Sie diese Hausmittel eine Woche lang zusammen mit den Pflegetipps anwenden, wird sich die Textur Ihres Haares deutlich verbessern. Seien Sie geduldig und halten Sie sich an die Hausmittel - eine gesündere, glänzendere Haarstruktur entsteht nicht über Nacht, aber die Ergebnisse sind es wert.
Locken profitieren von einer einfachen Reinigen-Pflegen-Definieren-Routine mit wenig Reibung. Als Friseure wissen wir, dass lockiges Haar einzigartig ist und einer besonderen Pflege bedarf. Es ist auch unsere Aufgabe, dafür zu sorgen, dass unsere Kunden ihren Haartyp verstehen, und ihnen dabei zu helfen, ihre natürliche Textur zu unterstützen und optimal zur Geltung zu bringen!
Die Wissenschaft hinter lockigem Haar liegt in der Struktur des Haares und der Form des Follikels. Die asymmetrische Form des Follikels führt dazu, dass sich das Haar beim Wachsen krümmt und Locken bildet. Genetische Faktoren spielen ebenfalls eine wichtige Rolle bei der Bestimmung der Art der Locken, die eine Person hat.
| Methode | Beschreibung | Vorteile | Nachteile |
|---|---|---|---|
| Curly Girl Methode | Verzicht auf Sulfate, Silikone und Hitze | Natürliche Locken, weniger Frizz, gesünderes Haar | Zeitaufwendig, erfordert spezielle Produkte |
| Dauerwelle | Chemische Umformung der Haarstruktur | Langanhaltende Locken, mehr Volumen | Kann das Haar schädigen, chemische Behandlung |
| Hausmittel | Natürliche Inhaltsstoffe zur Verbesserung der Haarstruktur | Kostengünstig, natürliche Pflege | Erfordert Geduld und regelmäßige Anwendung |
Vergleich verschiedener Methoden zur Veränderung der Haarstruktur
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