Haarspray ohne Mikroplastik: Eine detaillierte Analyse

Draußen kalt, drinnen warm - der Winter fordert Haut und Haaren einiges ab. Viele Menschen fixieren ihre Frisur täglich mit Haarspray. Doch was steckt wirklich in diesen Produkten? Dieser Artikel wirft einen detaillierten Blick auf Haarsprays ohne Mikroplastik und beleuchtet die Vor- und Nachteile verschiedener Inhaltsstoffe.

Die Problematik konventioneller Haarsprays

Herkömmliche Haarsprays versprechen zwar starken Halt, enthalten aber oft einen Cocktail an Chemikalien, die mehr schaden als nützen. Zu den problematischen Inhaltsstoffen gehören PFAs, Phthalate, Parabene, Formaldehyd-Abspalter und Siloxane.

Die Europäische Kommission hat 2019 mehr als 200 Inhaltsstoffe für Kosmetika verboten, darunter Formaldehyd in Nagelhärtern, das Lösungsmittel Dichlormethan in Haarspray und fettbindendes Borat in Trockenshampoo. Diese Stoffe standen seit Jahren in der Kritik, weil sie entweder als nachweislich oder zumindest möglicherweise erbgutverändernd, krebserregend oder fortpflanzungsgefährdend eingestuft sind.

Schädliche Auswirkungen von Silikonen

Eine Einheit synthetischer Polymere trägt den Sammelbegriff Silikon. Chemische Verbindungen dieser Art gelten als physiologisch verträglich, denn das menschliche Immunsystem zeigt nur selten Reaktionen. Insofern fallen sie unter die Kategorie „nicht gesundheitsschädlich“ und finden unter anderem in der kosmetischen Industrie und plastischen Chirurgie Verwendung. Die Herstellung von Silikonen kostet nur ein Bruchteil im Vergleich zu hochwertigen, pflanzlichen Pflegeölen. Leider existieren bislang noch keine unabhängigen und aussagekräftigen Langzeitstudien hinsichtlich des Gebrauchs von Silikonen am Menschen.

Von der Umweltunverträglichkeit ganz zu schweigen, denn die Substanzen sind biologisch nicht oder nur sehr schwer abbaubar. Werden Silikone aus den Haaren ausgewaschen, gelangen sie über das Abwasser in Flüsse, Meere und ins Grundwasser. Mit Klärschlamm landen sie auf landwirtschaftlich genutzten Flächen. Ähnlich wie Mikroplastik, stehen Silikone im Verdacht, dass sie sich in Organismen einlagern. Die Namensgleichheit mit Dichtmasse zum Füllen von Fugen kommt nicht von ungefähr. Schließlich handelt es sich bei beiden Materialien um mit Weichmachern angereicherte Mineralölprodukte, die eine optimale Haftung aufweisen.

Multifunktionale Polysiloxane (chemische Bezeichnung für Silikone) legen sich bei der kosmetischen Anwendung um Haut und Haare. Der hauchdünne Film, der kleben bleibt, führt zu einer Oberflächen-Glättung. Speziell die Haare betreffend, bewirkt der feine Überzug, dass die Schuppenschicht flach anliegt. Auftreffendes Licht bricht nicht, sondern wird gleichmäßig reflektiert. Der schnell erzeugte Glanz trügt allerdings. Die Hülle, die sich bei dem Gebrauch von silikonhaltigen Produkten bildet, wird den Haaren mit der Zeit zur Last. Denn sie wird nach und nach immer dicker und schwerer. Vitales, beschwingtes und voluminöses Haar kommt leider nicht mehr zustande.

Der hermetisch versiegelte Film verhindert zudem jegliche Luftzufuhr. Die Haare können weder atmen noch Feuchtigkeit und Pflegestoffen aufnehmen. Sie trocknen aus und hängen kraftlos herab. Es nützt wenig, wenn nur das Shampoo ausgetauscht wird. Übrigens: Haarfarbe kann die Silikonschicht nur schwer durchdringen.

Die Alternative: Naturkosmetik Haarsprays

Immer mehr Menschen bevorzugen naturbelassene Produkte, was die herstellende Industrie zum Handeln zwingt. Shampoos und Haarsprays ohne Silikone, Parabene und chemisch erzeugte Düfte setzen sich aus Rohstoffen natürlichen Ursprungs zusammen. Naturkosmetik Haarstyling Produkte basieren auf pflanzlichen Wachsen und Ölen sowie Harzen, die das Haar pflegen und stylen, ohne für die Umwelt oder die eigene Gesundheit bedenklich zu sein. Zucker oder Meersalz helfen dabei, natürlichen Halt zu verleihen und Textur in die Mähne zu bringen.

Naturkosmetik-Produkte verzichten auf Treibhausgase. Die Verpackung ist daher auch eine andere. Dadurch unterscheidet auch sich die Konsistenz von Naturkosmetik Haarsprays im Gegensatz zu konventionellen. Die Tropfen sind größer und nasser, statt dem feinen Nebel bei herkömmlichen Haarsprays.

Empfehlenswerte Naturkosmetik Haarsprays

Hier sind einige empfehlenswerte Naturkosmetik Haarsprays, die ohne schädliche Inhaltsstoffe auskommen:

  • Alverde Haarspray: Setzt auf Schellack, ein harziges Sekret von Lackschildläusen, das biologisch abbaubar ist.
  • Bioturm Haarspray Nr. 122: Enthält Sodium Polyitaconate, ein veganes Polymer und somit strenggenommen ein Kunststoff.
  • Eco Cosmetics Haarspray Granatapfel und Goji-Beeren: Verwendet Schellack für den Klebe-Effekt und schützt die Kopfhaut vor dem Austrocknen.

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Weitere Naturkosmetik Haarstyling Produkte

Neben Haarsprays gibt es auch andere Haarstyling-Produkte mit natürlichen Inhaltsstoffen:

  • Schaumfestiger: Alterra, Bioturm und Sante bieten Schaumfestiger mit natürlichen Inhaltsstoffen für zuverlässigen Halt und Glanz.
  • Hitzeschutz: Das Haaröl von Beonme und der Hitzeschutz von Logona schützen und pflegen das Haar mit natürlichen Ölen und Aloe Vera.
  • Haarwachs: Kastenbein & Bosch bietet Haarstyling mit gutem Gewissen, ohne synthetischen Schnickschnack.

Überblick über Syoss Haarsprays

Hier ist ein Vergleich verschiedener Syoss-Haarsprays:

Modell Haltegrad Haltbarkeit Besondere Effekte Inhaltsstoffe
Syoss Volume Lift 4 48 Stunden Volumen, UV-Schutz Ohne Silikone
Syoss Keratin Extra Strong 4 48 Stunden Glanz, UV-Schutz Ohne Silikone, stärkt strapaziertes Haar mit Keratin
Syoss Max Hold 5 48 Stunden Besonders starker Halt, UV-Schutz Ohne Silikone
Syoss Gloss Hold 4 48 Stunden Glanz UV-Schutz
Syoss Matt Sculpting 5 Keine Herstellerangabe Mattierend Ohne Silikone
Syoss Volume Effect 4 48 Stunden Volumen, UV-Schutz Starker Halt

Tipps für die Anwendung von Haarspray

Die Anwendung von Haarspray und Haarlack ist überaus intuitiv. Der Sprühnebel legt sich wie ein Haarnetz über die Frisur und fixiert, indem die einzelnen Haare aneinander haften bleiben. Geht man näher ran und versprüht viel Produkt konzentriert an einer Stelle, werden die Haarsträhnen nass und verkleben. Es bildet sich entsprechend ein dichter Überzug, der sich starr und schwer anfühlt. Ein auffälliger, künstlicher Glanz betont den Effekt.

Essenziell für eine optimale Verteilung und lange Haltbarkeit ist der Einsatz von Alkohol. Durch die sofortige Verdunstung kann sich ein weniger poröses und somit stabileres Polymernetz bilden. Auch bleiben die Haare so trocken und wie gewünscht frisiert. So praktisch es ist, so hat es leider auch den Nachteil, beim Einatmen tief in die Atemwege gelangen zu können.

Wie man Silikonrückstände entfernt

Auch bei großzügiger Anwendung von Haarspray genügt üblicherweise die normale Haarwäsche mit Shampoo, um die Rückstände herauszuwaschen. Verwendet man beispielsweise anlassbedingt sehr viel Haarlack oder nimmt zusätzlich viele andere Stylingmittel, können Rückstände im Haar übrig bleiben oder bei sehr dichtem, dickem Haar problematisch sein. Ein Tipp ist es, die Haare mit Duschöl vorzubehandeln oder gänzlich darauf zuzusteigen.

Da die Polymere nicht wasserlöslich sind und man viel Tensid aus Shampoo zum Lösen benötigt, ist eine Ölbasis mit Emulgator eine sanfte aber effiziente Methode, um sie rückstandslos zu entfernen, ohne die Kopfhaut zu irritieren.

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