Die Nachfrage nach festen Pflegeprodukten boomt, und das Angebot an festen Haut- und Haarpflegeprodukten steigt stetig. Dieses wachsende Interesse an meist plastikfreien Alternativen führt jedoch oft zu Verwirrung. Anwenderinnen und Anwender haben es nicht immer leicht, den Überblick zu behalten und die richtige Pflege für sich zu finden. Oftmals werden Haarseife und festes Shampoo verwechselt, da beide in fester Form erhältlich sind. Dieser Artikel soll Ihnen helfen, die Unterschiede zwischen Haarseife und festem Shampoo besser zu verstehen und die richtige Wahl für Ihre Haarpflege zu treffen.
Eine Haarseife ist eine Seife, die speziell für die Haare hergestellt wird. Sie wird aus Fetten und Ölen mithilfe einer Lauge produziert und hat, wie die meisten Seifen, einen basischen pH-Wert. Die Überfettung ist gering und wird an die Bedürfnisse der Kopfhaut angepasst, um sie vor dem Austrocknen zu schützen. Die Herstellungsart, ob eine Seife heiß- oder kaltgesiedet wird, beeinflusst den pH-Wert und den Erhalt natürlicher Inhaltsstoffe aus den Pflanzenölen. Je nachdem, ob man aktuell oder generell eher zu fettigen oder trockenen Haaren neigt, sollte man eine Haarseife mit entsprechend höherer oder niedrigerer Überfettung wählen.
Naturseifen, die für die Haarpflege vorgesehen sind, haben beispielsweise eine relativ geringe Überfettung von einem bis vier Prozent. Somit werden die Haare nicht unnötig beschwert. Auch Naturseifen, die zum Duschen geeignet sind, können für die Haare verwendet werden.
Haarseifen lassen sich als „Seifen“ an Inhaltsstoffangaben wie Sodium Hydroxide, Sodium Palmate, Sodium Cocoate oder Sodium Olivate in der INCI-Liste erkennen.
Über die Anwendung von Haarseife gibt es ausführliche Artikel. Es wird empfohlen, diesen Anwendungsempfehlungen zu folgen, besonders für Um- und Einsteiger.
Flüssiges Shampoo besteht zu bis zu 90 Prozent aus Wasser, was es anfällig für Keime macht. Deshalb müssen diesem Konservierungsstoffe hinzugefügt werden. Festes Shampoo enthält dagegen, wenn überhaupt, nur einen sehr geringen Wasseranteil, um die Masse formbar zu machen.
Ein festes Shampoo wird aus natürlichen (pflanzlichen) oder synthetischen Tensiden und pflegenden sowie glättenden Zusätzen hergestellt. Naturkosmetikhersteller verwenden sulfatfreie pflanzliche Tenside, die milder sind und die Kopfhaut nicht reizen. Der pH-Wert von festem Shampoo wird nachträglich angepasst, sodass die Haare weder austrocknen noch fettig werden. Wer es schnell, bequem und dennoch umweltfreundlich haben möchte, greift zu festen Shampoos aus nachhaltig produzierten Pflanzentensiden. Vor allem für Einsteiger in die verpackungsfreie Welt ist die Verwendung von festem Shampoo ein guter Start.
Ein zusätzlicher Faktor für die Wirksamkeit und Verträglichkeit eines festen Shampoos sind die enthaltenen Duftstoffe. Naturreine ätherische Öle verleihen Pflegeprodukten einen angenehmen Duft und bringen - bei gezieltem Einsatz - gewisse Vorteile mit sich.
Die Anwendung von festem Shampoo ist sehr einfach: Das Shampoo direkt auf die nassen Haare streichen und mehrmals gut aufschäumen. Danach wie gewohnt gut ausspülen.
Was unsere Haare brauchen, kann sich von Jahreszeit zu Jahreszeit unterscheiden. Auch eignet sich nicht grundsätzlich Haarseife oder festes Shampoo für den ein oder anderen Haartyp besser. Vielmehr sollten Anwenderinnen und Anwender achtsam bei den Bedürfnissen ihrer Haare sein und die Pflege dementsprechend anpassen.
Obwohl beide Produkte in fester Form vorliegen und ähnliche Ziele verfolgen, gibt es wesentliche Unterschiede in ihrer Zusammensetzung und Wirkung:
Hier eine tabellarische Übersicht der wichtigsten Unterschiede:
| Merkmal | Haarseife | Festes Shampoo |
|---|---|---|
| Hauptbestandteile | Verseifte Öle und Fette | Tenside |
| pH-Wert | Basisch (8,5 - 9,5) | Neutral |
| Rückstände | Kann Kalkseife bilden | Bildet keine Kalkseife |
| Saure Rinse notwendig | Ja, oft empfohlen | Nein |
| Schaumbildung | Variabel | Stark |
Sowohl festes Shampoo als auch Haarseife bieten deutliche Vorteile in puncto Umweltfreundlichkeit gegenüber herkömmlichen flüssigen Produkten. Beide kommen ohne Plastikverpackungen aus, was den Plastikmüll erheblich reduziert. Haarseifen bestehen aus rein natürlichen Zutaten, sind vollständig biologisch abbaubar und belasten weder Wasser noch Boden.
Ein Shampoobar ersetzt locker zwei bis drei Shampooflaschen. Insgesamt werden weniger Rohstoffe und Energie für die Verpackung benötigt und auch die Transportkosten minimiert. Damit steht es in Sachen Nachhaltigkeit 1:0 für feste Haarwäsche-Produkte.
Die Wahl zwischen natürlichen und synthetischen Inhaltsstoffen ist entscheidend. Haarseifen bestehen aus natürlichen Inhaltsstoffen wie pflanzlichen Ölen und sind frei von Sulfaten, Parabenen oder Silikonen. Sie sind besonders schonend für die Kopfhaut und das Haar. Festes Shampoo kombiniert oft natürliche und synthetische Inhaltsstoffe, um eine bessere Schaumbildung und Reinigung zu erzielen, was für einige Hauttypen irritierend sein kann.
Praktisch sind die festen Stücke und wir wollen nicht, dass sie vorzeitig dahinschmelzen. Hier geht es zu vielen Tipps und Tricks beider Aufbewahrung.
Nach dem Waschen sollten die Seifen und Shampoos luftig und trocken gelagert werden, damit sie sich nicht unnötig schnell aufbrauchen. Keinesfalls sollten sie in einer Wasserpfütze liegen gelassen werden. Eine Seifenschale oder auch Seifensäckchen sind zur Lagerung gut geeignet.
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