Volumen und Schwung gibt es nicht nur beim Friseur! Viele Frauen haben sich bereits im Haare selber Schneiden ausprobiert.
Hier ist eine ausführliche Anleitung, wie Sie sich selbst einen fransigen, schulterlangen Haarschnitt zaubern können, inklusive Tipps und Tricks für ein professionelles Ergebnis.
Haare selber schneiden zu können, ist in Zeiten wie diesen besonders hilfreich. Doch ist bei einem selbst gemachten Haarschnitt auch Vorsicht geboten. Denn falls etwas misslingt, kann es manchmal länger dauern, den schlechten Haarschnitt rauswachsen zu lassen, als für einen Profi-Schnitt zu sparen.
Auch Sie können selbst Hand anlegen - wenn Sie folgende Anleitungen sowie Tipps und Tricks beherzigen. Die Basis für einen ordentlichen DIY-Cut wie vom Frisör bildet ein gutes Werkzeug. Aber keine Sorge, es braucht keine spezielle Profi-Ausstattung. Das A und O ist eine scharfe Haarschneideschere. Die können Sie mittlerweile in jedem Drogeriemarkt kaufen.
Glattes Haar ist in seiner Struktur relativ unkomompliziert. Daher können Sie es zum Schneiden gerne leicht anfeuchten oder komplett feucht scheiden. Aber Vorsicht: Bedenken Sie, dass die Haare im nassen Zustand immer etwas länger sind und sich beim Trocknen daher einige Zentimeter nach oben ziehen. Vor allem bei welligen Haar oder einer Locken-Mähne sollte man das mit einberechnen.
Sich die Spitzen selber zu schneiden ist kein Hexenwerk. Je nach Struktur und Typ der Haare sollte die Mähne trocken oder nass geschnitten werden. Danach ziehen Sie einen Mittelscheitel von der Stirn bis hin zum Hinterkopf. Je nach Haarlänge, sollten Sie die Haarhälften vorne über die Schulter legen. Wenn Sie kürzere Haare haben, klemmen Sie eine Hälfte mit Hilfe von Spangen ab. Beginnen Sie mit einer Hälfte. Je nach Haardicke sollten Sie die Seiten nochmals abtrennen, um genauer arbeiten zu können.
Nun nehmen Sie eine dünne Strähne und ziehen Sie zwischen Mittel- und Zeigefinger straff nach unten. Danach lassen Sie eine beliebige Länge übrig, die Sie loswerden wollen. Schneiden Sie mit der scharfen Schere vorsichtig die Spitzen unterhalb der Finger ab. Achtung: Machen Sie das lieber langsam und sauber, da ansonsten unsaubere Kanten entstehen können! Außerdem lieber etwas weniger als zu viel abscheiden. Sie können diesen Vorgang beliebig oft wiederholen.
Führen Sie diesen Vorgang Strähne für Strähne aus und achten Sie darauf, dass die Haarlänge stets die gleiche ist. Wiederholen Sie Punkt 3 bis 5 auf der anderen Seite. Ziehen Sie jedoch eine Strähne der geschnittenen Seite nach vorne, damit Sie sehen können, wie viel circa auf der anderen Seite abgeschnitten werden muss. Auch während des Schneidens sollten Sie immer wieder die Länge der einzelnen Strähnen durch das Strammziehen überprüfen. Falls Sie durcheinander kommen, klemmen Sie die einzelnen Strähnen mit Haarnadeln ab.
Vor allem für eine dicke und lange Mähne eignet sich ein Stufenschnitt, da es der Frisur mehr Volumen und Schwung verleiht. Wenn Sie zu dünnem, feinem Haar neigen, dann sollten Sie diesen Schnitt für sich überdenken. Denn durch die fransigen Stufen dünnen die Haare optisch noch mehr aus. Wir erklären, wie der beliebte Style selbst geschnitten wird und worauf Sie achten müssen. Nach dem Waschen die Haare handtuchtrocknen und gut durchkämmen.
Binden Sie einen Pferdeschwanz so weit es geht nach oben direkt in der Kopfmitte Achten Sie darauf, dass Sie den Zopf sehr nah zum Ansatz binden. Der Zopf wird nun erst zwischen Zeige- und Mittelfinger nach oben gezogen und auf der gewünschten Höhe festgehalten. Wichtig: Schneiden Sie nun vorsichtig die gewünschte Länge gerade (!) ab.
Da Sie Ihr Deckhaar mit der restlichen Seite des Hinterkopfes zu einem Zopf gebunden haben, wird die obere Hälfte automatisch kürzer. Somit entsteht automatisch leicht durchgestuftes Haar. Beachten Sie: Je mehr Sie vom Pferdeschwanz abschneiden, desto stärker fallen die oberen Stufen aus!
| Haartyp | Geeigneter Schnitt | Hinweis |
|---|---|---|
| Dickes Haar | Stufenschnitt | Verleiht Volumen und Schwung |
| Dünnes Haar | Eher nicht | Kann das Haar optisch ausdünnen |
Grundsätzlich sollten Sie einen Pony-Neuschnitt dem Profi überlassen. Wenn Sie den Pony jedoch nur etwas stutzen bzw. kürzen wollen, dann können Sie auch selbst Hand anlegen. Es gibt unglaublich viele Frisöre, die ein kostenloses Nachschneiden des Ponys möglich machen. Doch alle Menschen, die eine perfekte Länge für ihren Pony ausgemacht haben, wollen nicht immer alle zwei bis drei Wochen in den Salon rennen. Außerdem ist man schlichtweg unabhängiger, wenn man sich selbst zum Nachschneiden ermächtigt. Wenn Sie einige Tipps berücksichtigen, funktioniert es kinderleicht.
Generell gilt: Schneiden Sie ihr Pony besser im trockenen Zustand! Nasse Haare dehnen sich aus und wirken dadurch länger.
So gelingt es richtig: Nachdem Sie die Vorbereitung getan haben, beginnen Sie in der Mitte des Ponys. Zwischen Mittel- und Zeigefinger wird eine Strähne straff nach unten gezogen. Der übrige Teil wird in zackigen, kleinen und schrägen Bewegungen abgeschnitten. Wichtig: Schneiden Sie die Spitzen des Ponys nicht gerade ab, da sonst harte Kanten entstehen! Arbeiten Sie sich von der Mitte aus hin zu den Seiten.
Einen schrägen Pony zu schneiden, ist einfacher als der gerade. Der Vorgang ist recht simpel: Schneiden Sie die abgetrennten Partien der Länge nach diagonal in einer Linie ab. Am besten gelingt dies, wenn Sie die Schere senkrecht zu Ihrer Hand halten und die Spitze der Schere leicht nach unten zeigt.
Kaum ein Haarschnitt ist so beliebt wie der fransige "Pixie Cut".
Der "Pixie Cut" zeichnet sich durch die kurze Nacken- und Seitenpartie sowie das längere Deckhaar aus. Das kann stufig geschnitten werden, muss es aber nicht unbedingt. Denn: Beim fransigen "Pixie Cut" sind nicht die Stufen im Haar ausschlaggebend, sondern vielmehr die mit einer entsprechenden Schere ausgefransten Spitzen.
Egal, ob du ein ovales, rundes, breites, schmales, längliches, eckiges oder herzförmiges Gesicht hast: Der fransige "Pixie Cut" lässt sich an deine individuellen Gesichtszüge anpassen und passt daher zu allen Gesichtsformen. So kann z. B. ein rundliches Gesicht wunderbar einen "Pixie" mit schrägem oder Micro Pony tragen, während bei einem quadratischen (eckigen Gesicht) die markanten Wangenknochen ohne Pony besonders in den Fokus rücken. Ist dein Gesicht eher länglich und schmal, schmeichelt dir ein voller Pony zum fransigen "Pixie Cut", da dein Gesicht optisch verkürzt wird.
Was die Haarstruktur angeht, kommt die fransige Schneidetechnik vor allem normalem, lockigem und dickem Haar zu Gute. Du hast feines und dünnes Haar? Dann solltest du auf zusätzliche Stufen verzichten, da es sein kann, dass ein fransiger "Pixie" deinen Schopf zu sehr ausdünnt.
Das Föhnen meiner durchgestuften mittellangen Haare fand ich früher oft schwierig. Ich bekams einfach nicht so "fransig" geföhnt wie ich es wollte, und es hielt alles irgendwie nicht, ihr wisst schon was ich meine :-) Man ist halt kein Friseur. Auf Anraten meiner Lieblingsfriseurin mache ich es jetzt so: In die leicht feuchten Haare Schaumfestiger einarbeiten. Dann in 3 Stufen auf jeder Seite des Kopfes von oben nach unten die Rundbürsten nach innen eindrehen, und zwar von dem Spitzen zum Ansatz hin aufrollen (siehe Foto) und trocken(!) föhnen. Die Rundbürsten bleiben so lange im Haar eingedreht, bis sie nach dem Föhnen abgekühlt sind (dadurch hält die Frisur deutlich länger! Hab ich früher immer falsch gemacht). Dann Bürsten rausdrehen, ggf. nochmal mit einem groben Kamm kämmen, Haarspray drauf und fertig. Die Frisur ist dann schön locker und fransig und die Stufen kommen schön zur Geltung.
Außerdem föhne ich erst eine Kopfseite komplett und dann die andere, den Pony zum Schluss, und habe dadurch eine erhebliche Zeitersparnis, vom aufrollen bis zur fertigen Frisur dauerts bei mir nur 10 Minuten und ich bin mit dem Ergebnis mehr als zufrieden.
tags: #haarschnitt #schulterlang #fransig #anleitung
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