Viele Menschen kennen das Problem: Die Haarspitzen sehen nicht mehr gesund aus oder das Haar ist einfach zu lang geworden. Wer nicht auf einen Friseurtermin warten möchte, fragt sich, ob man sich die Haare auch selbst schneiden kann. Grundsätzlich ist das möglich, aber es ist ratsam, nicht einfach draufloszuschneiden. In diesem Artikel erfahren Sie alles Wichtige über Haarschnitt-Techniken mit der Schere, von der Auswahl der richtigen Werkzeuge bis hin zu detaillierten Anleitungen.
Das wichtigste Utensil für einen gelungenen Haarschnitt zu Hause ist die richtige Schere. Eine einfache Haushalts- oder Bastelschere ist dafür nicht geeignet. Spezielle Haarschneidescheren finden Sie in den meisten Drogerien oder im Friseurbedarf.
Aber wofür sind diese Utensilien notwendig? Was passiert, wenn man Haare mit einer normalen Schere schneidet? Nur mit einer guten Friseurschere macht das Haareschneiden richtig Spaß und das Haar wird beim Schneiden nicht geschädigt.
Bei Haarscheren unterscheidet man generell zwei Scherentypen:
Haarscheren haben in der Regel zwei Schneiden und werden für den "normalen" Haarschnitt verwendet. Es gibt sie in verschiedenen Größen, die in Zoll angegeben werden. Die gängigste Größe ist die 5,5-Zoll-Haarschere, aber auch 5,0-Zoll- und 6,0-Zoll-Scheren werden häufig eingesetzt. Kürzere Scheren ermöglichen ein exakteres Schneiden, erfordern aber mehr Zeit, da die Schere öfter geöffnet und geschlossen werden muss.
Effilierscheren haben eine glatte und eine gezahnte Schneide. Dieser Scherentyp dünnt das Haar aus und ist ideal, um Volumen aus der Frisur zu nehmen. Die gängigsten Größen sind 5,25 Zoll und 5,5 Zoll.
Die Preisspanne bei Haarscheren ist sehr groß. Teure Scheren unterscheiden sich von billigen vor allem durch die erforderlichen Arbeitsschritte, das Scherenmaterial und die verbaute Technik. Hochwertige Scheren lassen sich butterweich öffnen und schließen, was durch spezielle Schraubsysteme und extrem glatte Kontaktflächen erreicht wird. Entscheidend für die Schärfe ist der Schliff und die Gestaltung der Schneiden.
Die Pflege von Haarscheren ist unkompliziert:
Eins ist sicher: Einen Profihaarschnitt bekommen Sie nur im Frisiersalon. Wollen Sie jedoch lediglich Ihre Spitzen schneiden, den Pony kürzen oder einen einfachen Stufenschnitt zaubern, ist das mit etwas Übung auch zu Hause möglich. Sie können Ihre Haare selber schneiden - oder es sich noch einfacher machen, indem Sie eine zweite Person um Hilfe bitten.
Die folgende Anleitung eignet sich zum Schneiden von mittellangen bis langen Haaren:
Wenn Sie Ihre Haare selbst schneiden und niemand mithelfen kann, eignet sich die Variante mit Haargummis besser. Dazu scheiteln Sie Ihr Haar auf dieselbe Weise wie zuvor beschrieben. Diesmal befestigen Sie die Strähnen jedoch mit dünnen Haargummis. Kämmen Sie dazu jede Partie noch einmal durch und ziehen Sie sie ganz straff nach unten. Platzieren Sie das Haargummi lieber etwas weiter oben, da Sie es später zwar noch herunterziehen, aber nicht mehr hochschieben können. Sind die Zöpfe fertig, ziehen Sie alle Haargummis auf die gleiche Höhe. Schneiden Sie das Haar unterhalb der Haargummis ab und öffnen Sie es anschließend.
Im Frisiersalon werden glatte Haare normalerweise nass geschnitten, während Locken trocken bleiben. Daran können Sie sich auch zu Hause orientieren. Für den Anfang kann es jedoch hilfreich sein, die Haare trocken zu lassen, dann sehen Sie besser, wie lang der Schnitt am Ende sein wird. Nasses Haar zieht sich beim Trocknen immer noch etwas nach oben. Auch wenn Sie Ihren Pony selbst schneiden wollen, sollte das Haar trocken sein.
Viele Frauen, die ihre Haare selber schneiden, wünschen sich eine Anleitung für einen Stufenschnitt. Sie gehören auch dazu? Dann folgen Sie diesen Schritten:
Die Point-Technik ist eine Schnitttechnik, die für mehr Leben, Struktur und Lässigkeit in der Kurzhaarfrisur sorgt. Dabei wird die Scherenklinge senkrecht zu den Haarspitzen gehalten. Mit präzisen Schnitten und dem ständigen Neuausrichten der Strähnen erreicht der Haarprofi, dass an sich kompakte und strenge Frisurlinien wesentlich lässiger fallen. Die Point-Methode kann natürlich auch an Ponypartien eingesetzt werden und hat auch bei längeren Haaren ihre Daseinsberechtigung.
Wichtig: Die Point-Technik sollte man lieber den Profis überlassen.
Wenn Sie selber Ihre Haare schneiden, gehen Sie immer ein kleines Risiko ein. Deshalb sollten Sie nie zu viel abschneiden, sodass sich der Haarschnitt im Notfall noch retten lässt.
Der Haarschnitt ist eines der ältesten Handwerke der Menschheitsgeschichte. Schon im alten Ägypten nutzten Friseure scharfe Steinklingen oder Metallmesser, um das Haar in Form zu bringen. Die klassische Schere, wie wir sie heute kennen, wurde im 18. Jahrhundert entwickelt und ist bis heute das Standardwerkzeug in Friseursalons weltweit.
Der Care Cut ist eine spezielle Haarschneidetechnik, bei der mit einer erhitzten Schere gearbeitet wird. Diese thermische Schere versiegelt die Haarspitzen während des Schneidens, sodass sie weniger anfällig für Spliss und Haarbruch sind.
Die Scherenklingen werden auf eine bestimmte Temperatur erhitzt, die je nach Haartyp individuell angepasst werden kann.
Beide Schnitttechniken haben ihre Daseinsberechtigung. Während der klassische Scherenschnitt ideal für exakte, kreative Haarschnitte ist, bietet der Care Cut einen klaren Vorteil in Sachen Haarpflege und Splissvermeidung.
Hier ist eine vergleichende Tabelle der beiden Methoden:
| Merkmal | Klassischer Scherenschnitt | Care Cut |
|---|---|---|
| Haarspitzen | Offen | Versiegelt |
| Spliss | Höheres Risiko | Geringeres Risiko |
| Geeignet für | Alle Haartypen und Längen | Lange Haare |
| Kosten | Günstiger | Teurer |
Fazit: Mit der richtigen Ausrüstung und etwas Übung können Sie Ihre Haare auch zu Hause selbst schneiden. Für spezielle Techniken wie die Point-Technik oder den Care Cut ist jedoch der Besuch beim Friseur empfehlenswert.
tags: #Haarschnitt #Techniken #Schere
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