Haarschnitt Low Taper Fade Anleitung: Schritt-für-Schritt zum perfekten Look

Der Fade-Haarschnitt, umgangssprachlich auch "Seiten auf 0" genannt, erfreut sich seit Langem großer Beliebtheit bei Männern. Seine Vielseitigkeit ermöglicht zahlreiche Individualisierungen und Kombinationen, von der Haarlänge bis zum Styling.

In den letzten Jahren haben sich Fade-Frisuren in verschiedenen Variationen durchgesetzt und bieten eine beliebte Alternative zum Undercut oder dem Dutt.

Die Grundidee der Frisur sind also extrem kurze Seite und ein etwas längeres Deckhaar. Da jedoch jeder Kopf ein wenig anders ist und Frisur nie gleich Frisur ist, gibt es viele verschiedenen Varianten der Fade-Frisur, die nicht nur für kurze Haare geeignet sind.

Dieser Artikel erklärt, wie Sie einen Fade-Haarschnitt Schritt für Schritt kreieren können, um Ihre Kund*innen für Ihren Barbershop zu begeistern.

Was ist ein Taper Fade?

Ein Taper hat das gleiche Ziel wie ein Fade: Einen nahtlosen Übergang von kurzem hin zu langem Haar zu erzielen.

Beim Taper Fade wird der Übergang nicht rings um den Kopf geschnitten, sondern lediglich an zwei Stellen: dem Nacken und den Koteletten.

Der Taper Fade zeichnet sich durch das Verblassen der Haare am unteren Teil des Kopfes aus. Ebenso wie der Low Fade ist der Medium Fade unauffällig.

Wirkt natürlicher als ein harter Fade. Ideal für einen eleganten, alltagstauglichen Stil.

Ein Buzz Cut mit Fade zeigt Übergänge von längerem Haar oben zu kürzerem Haar an den Seiten und am Hinterkopf. Er ist moderner und stylischer und bietet mehr Dimension und Tiefe als ein klassischer Buzz Cut.

Die verschiedenen Arten des Fade-Haarschnitts

Da sich die Barber-Branche ständig verändert und an neue Stiltrends anpasst, kann es schwierig sein, mit all den verschiedenen Fade-Typen, die man sieht, Schritt zu halten. Aber es gibt nur sieben Grundtypen von Fades, die all diesen modernen, trendigen Styles zugrunde liegen.

  • High Fade
  • Medium (oder Mid) Fade
  • Low Fade
  • Drop Fade
  • Skin Fade
  • Taper
  • Burst Fade

High Fade

Ein High Fade ist ein moderner Fade, der weiter oben auf dem Kopf an den Schläfen beginnt und nicht in der Mitte über den Ohren. Die Haare an den Seiten und am Hinterkopf sind in der Regel sehr kurz, manchmal sogar bis auf die Haut rasiert (ein sogenannter Skin Fade, den wir ebenfalls weiter unten ansprechen).

Der High Fade beginnt bereits an den Schläfen. Die Haare an den Seiten und am Hinterkopf sind in der Regel sehr kurz und manchmal sogar bis auf die Haut rasiert. Da der Fade “hoch oben” am Kopf beginnt, nennt sich der Schnitt “High Fade”.

Für einen ausdrucksstarken, selbstbewussten Look, der Aufmerksamkeit erregt, eignet sich eher der High-Fade, der mit seinem starken Kontrast zwischen den Haarlängen eine klare Linie setzt.

High Fades eignen sich am besten für Männer mit runden oder eckigen Gesichtsformen, vor allem, wenn du den Fade mit längerem Haar on top kombinierst. Den High Fade solltest du eher meiden, wenn du ein längliches, ovales oder herzförmiges Gesicht hast.

Medium (Mid) Fade

Medium (oder Mid) Fades beginnen tiefer als hohen Fades, in der Regel auf halber Höhe über den Ohren. Bei diesem Klassiker werden die kürzeren Haarpartien weiter nach unten verlegt, was für einen perfekt ausgewogenen Look sorgt.

Er ist die goldene Mitte zwischen High Fade und Low Fade. Der Fade beginnt auf halber Höhe über den Ohren. Der Übergang zwischen kurz und lang ist bei dieser Variante ausgewogen.

Der Mid-Fade weißt außerdem eine etwas härtere Kante auf, da der Ansatz schon in der Mitte beginnt.

Medium/Mid Fades eignen sich perfekt für alle Gesichtsformen, da sie für Ausgewogenheit sorgen. Wenn du ein rundes, quadratisches, herzförmiges oder ovales Gesicht hast, solltest du mal den Mid Fade ausprobieren - es wird großartig aussehen! Bleibt dann nur noch herauszufinden, was du mit dem Haupthaar anstellen möchtest!

Low Fade

Während hohe Fades um die Schläfen herum beginnen und mittlere Fades in der Mitte über den Ohren beginnen, haben niedrige Fades eine niedrigere Fade-Linie, ungefähr auf der Höhe der Ohren. Low Fades können bei jedem Haartyp und jeder Haarstruktur getragen werden.

Beim Low Fade ist der Übergang von längerem Deckhaar auf kurzes Haar ungefähr auf der Höhe der Ohren.

Wenn du eher ein lässiger Typ bist und dein Look unkompliziert und natürlich wirken soll, könnte ein Low-Fade die richtige Wahl sein. Hier bleibt der Übergang zwischen den Haarlängen etwas sanfter und unauffälliger.

Low Fades lassen den Kopf oben und in der Mitte optisch breiter erscheinen und sind daher für runde Gesichtsformen nicht geeignet. Viereckige, kantige Gesichtsformen sehen mit einem niedrigen Fade noch kantiger aus. Diese Art von Haarschnitt passt gut zu ovalen und herzförmigen Gesichtsformen.

Drop Fade

Drop Fades können weit oben, in der Mitte oder weiter unten am Kopf beginnen, aber sie haben alle eines gemeinsam: Die Fade-Linie am Hinterkopf wird niedriger angesetzt als an den Seiten. Das Ergebnis ist eine "Senkung" in der Fade-Linie, daher der Name "Drop Fade". Es gibt viele verschiedene Looks, die man mit Drop Fades erzielen kann.

Drop Fades können für jede Gesichtsform und jeden Haartyp verwendet werden. Kombiniere einen Drop Fade mit der Art von Fade, der am besten zu deiner Gesichtsform passt - hoch, mittel oder tief!

Skin Fade

Skin Fades werden oft auch als "Zero Fades", "Bald Fades" oder hierzulande als "Seiten auf 0" bezeichnet. Skin Fades können jede Art von Fade sein, aber sie haben alle eines gemeinsam: Das Haar wird an der kürzesten Stelle des Fades auf der Haut abrasiert = Länge 0mm.

Wenn du einen kontrastreichen Look ausprobieren möchtest, solltest du dich für einen Skin Fade entscheiden. Die oben aufgezeigten Beispiele zeigen alle einen Skinfade, da hier bis auf die Haut herunter rasiert wird.

Skin Fades können mit jeder Art von Fade kombiniert werden, so dass sie für jede Gesichtsform und jeden Haartyp geeignet sind. Allerdings sehen Skin Fades bei Männern mit gleichmäßigem Hautton am besten aus, da sie große Teile der Kopfhaut zeigen.

Taper Cut

Taper Cuts sehen am besten bei Männern mit ovaler Gesichtsform aus.

Burst Fade

Burst Fades nehmen die Form eines Halbkreises an, der das Ohr umgibt. Die Überblendlinie nutzt das Ohr als Mittelpunkt und bewegt sich kreisförmig darum herum. Sie ähneln den Drop Fades, weil die Fade-Linie am Hinterkopf abzufallen scheint.

Beim Burst Fade bleibt am Hinterkopf mehr Haar stehen. Der einzige Bereich, der "verblasst" ist, ist der halbkreisförmige Bereich um das Ohr herum.

Den richtigen Fade für Ihre Gesichtsform finden

Bei der Vielzahl von Fade-Typen kann es etwas schwierig sein, den gewünschten Stil zu finden. Im folgenden findest du ein paar Tipps, um den Fade-Haarschnitt zu finden, der dir am besten steht.

Ovale Gesichtsform:
Für Männer mit einer ovalen Gesichtsform ist der klassische Fade ideal, da er die natürliche Symmetrie des Gesichts betont.

Runde Gesichtsform:
Bei einer runden Gesichtsform kann der klassische Fade helfen, das Gesicht optisch zu strecken und Konturen zu schaffen.

Eckige oder herzförmige Gesichter:
Bei eckigen oder herzförmigen Gesichtern kann der Fade ebenfalls passend sein, allerdings sollte in diesem Fall darauf geachtet werden, dass das Deckhaar die Stirnpartie oder die Kinnlinie ausgleicht, um einen harmonischen Gesamteindruck zu erzielen.

Schritt-für-Schritt-Anleitung zum Schneiden eines Fade-Haarschnitts

Hier sind die Schritte, die Sie befolgen müssen, um einen Fade-Haarschnitt zu schneiden:

Schritt 1: Vorbereitung des Haars

Bevor Sie mit dem Schneiden beginnen, waschen Sie das Haar Ihres/Ihrer Kund*in gründlich und trocknen Sie es mit einem Handtuch. Wenn es nass ist, kann es schwieriger sein, das gewünschte Ergebnis zu erzielen. Verwenden Sie einen Kamm oder eine Bürste, um das Haar in die gewünschte Richtung zu kämmen. Achten Sie darauf, dass das Haar frei von Knoten oder Verfilzungen ist. Unterteilen Sie es dann in Abschnitte, damit Sie jeden Abschnitt einzeln bearbeiten können.

Außerdem raten wir Ihnen, bereits jetzt die Linie zu definieren, die die obere (längere) Partie von der unteren (kürzeren) Partie trennt. Wenn Ihr*e Kund*in sehr langes Haar hat, verwenden Sie Clips, um die obere Partie zu fixieren, während Sie mit dem Fade-Haarschnitt beginnen.

Schritt 2: Definieren der Linie und Auswahl der Länge

Wie bereits im vorherigen Schritt erwähnt, müssen Sie die Linie ziehen, die den Fade bestimmt. Wenn Ihr*e Kund*in einen Taper Fade wünscht, ist die Linie, bei der der Fade beginnt, höher und der Fade fällt viel subtiler aus (etwa vom Scheitel bis zu den Ohren und dem Nacken). Ist die Linie niedrig, handelt es sich um einen klassischen Fade, der an den Seiten und nach unten hin stärker „verblasst“, bis er schließlich (fast) mit der Haut im Nacken „verschmilzt“.

Markieren Sie dazu mit der Maschine, wo der Fade beginnt: Wählen Sie die passende Klingenlänge, die von der Haarlänge Ihrer/Ihres Kund*in und natürlich von dem Übergang abhängt, den Sie schaffen wollen.

Hier sind einige gängige Aufsatzlängen, die für den Fade-Haarschnitt verwendet werden:

  • 1,5 mm für einen sehr kurzen oder kahlrasierten Fade
  • 3 mm für einen kürzeren, leichten Fade
  • 6 mm für einen mittleren Fade
  • 9 mm für einen längeren, schwereren Fade

Beachten Sie, dass dies, wie gesagt, nur Richtwerte sind und dass der tatsächliche Haarschnitt variieren kann. Es ist auch üblich, mehrere Aufsatzlängen zu verwenden, um verschiedene Bereiche des Haarschnitts zu schaffen und die Übergänge zwischen ihnen zu mischen. Die Entscheidung liegt bei Ihnen (und natürlich bei Ihrem/Ihrer Kund*in).

Schritt 3: Schneiden des Fade-Haarschnitts

Beginnen Sie mit dem Deckhaar und schneiden Sie es auf die gewünschte Länge. Verwenden Sie eine Schere oder einen Rasierer, um das Haar gleichmäßig zu schneiden. Stellen Sie sicher, dass das Deckhaar die längste Länge hat und dass die Übergänge zu den Seiten und dem Nacken allmählich kürzer werden. Verwenden Sie einen Rasierer oder eine Schere, um die Haarlänge an den Seiten und im Nacken zu reduzieren.

Schritt 4: Übergänge verblenden

Verwenden Sie einen Kamm und einen Rasierer, um die Übergänge zwischen den unterschiedlichen Haarlängen zu mischen. Beginnen Sie mit einem längeren Aufsatz und arbeiten Sie sich allmählich auf kürzere Aufsätze vor, um einen weichen und nahtlosen Übergang zu schaffen. Achten Sie darauf, dass Sie beim Mischen der Übergänge vorsichtig vorgehen, um eine gleichmäßige Textur und einen sauberen Look zu erzielen.

Schritt 5: Perfektionierung des Fade-Haarschnitts

Wenn Sie den Haarschnitt fertiggestellt haben, müssen Sie ihn nur noch perfektionieren. Verwenden Sie eine Schere, um alle verirrten „Härchen“ zu korrigieren, und stellen Sie sicher, dass die Übergänge glatt und gleichmäßig sind.

Styling-Tipps für den Fade

Beim Styling kommt es beim Fade darauf an, wie ihr euer Deckhaar tragt. Die kurzen Seiten sind sehr pflegeleicht und brauchen kaum extras. Wer seinen Fade mit einem Pompadour-ähnlichen Deckhaar trägt, sollte zunächst auf das richtige Volumen setzten. Hierbei kann ein Volumenshampoo von hochwertigen Herstellern wie GLYNT oder Kevin Murphy benutzt werden oder auch hochwertige Haartrockner, die für extra Volumen sorgen, wie der z.B. der ghd Aura.

Für besonders viel Volumen können die Haare überkopf geföhnt werden und zusätzlich mit Volumenpuder bearbeitet werden. Wer grundsätzlich kräftiges und voluminöses Haar hat, braucht jedoch auch nicht zu übertreiben.

Wenn ihr euch um das Volumen gekümmert habt, geht es nun um die richtige Auswahl des Wachs bzw. der Pomade. Je nach Länge sollte der Härtegrad erhöht werden. Wir empfehlen für kürzeres Haar und ein mattes finish Roughman von Goldwell, für längeres Haar oder extremen Halt mit mattem finish Wax von Da’Dude. Außerdem eignen sich Produkte von American Crew und Baxter of California.

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