Viele Menschen leiden unter trockenen Haaren, nicht nur im Sommer, sondern auch im Winter. Trockene Heizungsluft kann sich negativ auf die Talgproduktion und Haarstruktur auswirken. Glücklicherweise gibt es zahlreiche Hausmittel, die Sie meist schon zu Hause haben und die Ihre Haare bestens pflegen. So schonen Sie Ihren Geldbeutel und die Umwelt, da weniger Verpackungsmüll anfällt. Starten Sie jetzt mit DIY-Beauty und gönnen Sie Ihren Haaren einen Extra-Kick Pflege!
Im Folgenden werden wertvolle Tipps für gepflegte, gesund aussehende Haare und Extensions vorgestellt. Außerdem erfahren Sie, welche Hausmittel bei Schuppen, Spliss und Haarausfall helfen können.
Was sind die Ursachen für trockenes Haar? Haare können spröde werden, wenn die Kopfhaut nicht mehr genug Talg produziert, der bis in die Haarspitzen gelangt. Dem Haar fehlen dann Schutz und Feuchtigkeit, und es wirkt brüchig, strohig und trocken. Sehr lange Haare sind besonders betroffen, weil der Weg von der Kopfhaut bis zu den Spitzen besonders lang ist.
Hier sind einige einfache, aber effektive Hausmittel, die Ihnen helfen können, Ihre Haare optimal zu pflegen:
Es gibt eine Menge Hausmittel, die Du meistens sogar schon zu Hause im Schrank stehen hast, die Deine Haare bestens pflegen.
Apfelessig sorgt für strahlend schönes Haar mit ganz viel Glanz. Nutzen Sie dafür eine Spülung aus Essig, auch saure Rinse genannt. Nehmen Sie für die Spülung einfach ein bis zwei Esslöffel Apfelessig und vermischen Sie ihn mit einem Liter Wasser. Der Effekt: Die Schuppenschicht der Haare, die beim Waschen geöffnet wird, zieht sich zusammen und Ihre Haare sind glatter und glänzender. Das Ganze brauchen Sie nicht ausspülen und schon nach kurzer Zeit verfliegt der beißende Essiggeruch. Apfelessig ist auch eine Wunderwaffe gegen trockene Schuppen. Bei regelmäßiger Anwendung strahlen Ihre Haare bald wieder mit der Sonne um die Wette.
Kokosöl zählt zu einem der beliebtesten Haarpflegemittel, wenn es um Feuchtigkeitspflege geht und tut auch Ihrer Haut gut. Die Vitamine und Mineralien des Öls stärken Ihre Haare von innen und sind deswegen auch beliebt bei Haarausfall, da es Pilze und Viren eindämmt. Die gesättigten Fettsäuren wirken zudem belebend auf Ihre Kopfhaut und Haar.
Eine gute Alternative bietet Olivenöl, das meist in jedem Haushalt zu finden ist und eine ähnliche Wirkung erzielt. Es spendet Ihrem Haar die benötigte Feuchtigkeit und enthält zudem pflegende Weichmacher. Massieren Sie ein bisschen Öl auf Ihre Kopfhaut ein und profitieren Sie von einer gestärkten Kopfhaut. Bei der Dosierung ist Vorsicht geboten, lieber etwas weniger nehmen, sonst sehen die Haare schnell fettig aus.
Achtung bei Öl und Extensions: Geben Sie immer nur Öl auf die Kopfhaut oder die Spitzen und meiden Sie die empfindlichen Bindestellen.
Olivenöl können Sie bei der Haarpflege vielseitig einsetzen. Probieren Sie entweder pures Olivenöl im Haar aus: Einfach eine kleine Portion Olivenöl sorgfältig ins feuchte, aber noch handtuchtrockene Haar einmassieren. Oder Sie mischen sich eine Olivenöl-Haarkur gegen trockenes Haar. Die Zutaten gut vermischen und ins gewaschene, handtuchtrockene Haar einmassieren. 30 Minuten einwirken lassen, dann sorgfältig auswaschen.
Genauso wie eine saure Rinse sorgt grüner Tee mit seinen Inhaltsstoffen Zink und Kalium für eine Extraportion Glanz. Ob Strukturschädigungen beheben oder nachhaltig reparieren - grüner Tee ist ein echter Allrounder und hilft sowohl von innen als auch von außen auf dem Weg zur strahlenden Haarpracht. Die Spülung bereiten Sie wie folgt vor:
Zwei Teebeutel in 200 ml Wasser ziehen lassen. Abkühlen lassen und anschließend nach Deiner Haarwäsche übers Haar geben und einmassieren. Am Ende alles mit lauwarmem Wasser ausspülen oder im Haar lassen.
Sie haben braune oder schwarze Haare? Schwarzer Tee hilft, die Farbintensität Ihrer Haare zu stärken. Lassen Sie dafür drei Teebeutel Schwarztee in 200 ml heißem Wasser ziehen und warten Sie darauf, bis er abkühlt. Geben Sie anschließend die Mischung unter der Dusche über Ihre frisch gewaschenen Haare und lassen Sie es unter einer Plastikhaube oder einem Baumwollhandtuch für 30 Minuten einwirken. Am Ende spülen Sie es aus - für helle Haare probieren Sie die Anwendung mit Kamillentee aus.
Eine Zitrone erhält viel Vitamin C und ist ein echter Vitamin-Booster für Haare und Körper. Wenden Sie regelmäßig Zitronensaft auf Ihren Haaren an, wirken sie nicht nur gesünder, sondern glänzen auch strahlend. Ähnlich wie eine Anwendung mit Apfelessig entfernt der Zitronensaft Rückstände von Shampoo und Co. aus Ihrem Haar, wodurch sie aufnahmefähiger für wichtige Mineralstoffe sind.
Pressen Sie für die Anwendung eine Zitrone aus und mischen Sie deren Saft mit einem Liter lauwarmen Wasser. Für zusätzliche Pflege können Sie den Zitronensaft auch mit zwei bis drei Esslöffeln Olivenöl mischen. Das Ganze geben Sie nach der Haarwäsche ins Haar, lassen es kurz einwirken und spülen es aus.
Avocados enthalten wichtige Mineralstoffe und Fette, von denen wir nicht nur beim Verzehr profitieren, sondern auch Ihre Haare bei einer äußeren Anwendung. Kalium und Kalzium bringen Ihre Mähne zum Strahlen und verhelfen ihr strapazierfähiger zu werden.
Zerdrücken Sie eine Avocado mit der Gabel und geben Sie drei Teelöffel Olivenöl hinzu. Bei Bedarf fügen Sie noch einen Spritzer Zitrone hinzu und massieren Sie die Maske in Ihr frisch gewaschenes Haar ein. Lassen Sie die Maske für 20 Minuten einwirken - am besten unter einem Baumwolltuch. Ist die Einwirkzeit vorbei, spülen Sie Ihre Haare gründlich aus.
Avocados punkten mit vielen wertvollen ungesättigten Fettsäuren, wichtigen Ballaststoffen und Eiweiß. Auch bei trockenen Haaren sind die grünen Früchte zu empfehlen. So geht's: Zerdrücken Sie das Fruchtfleisch einer reifen Avocado mit einer Gabel und geben Sie einen Schuss Olivenöl hinzu. Verteilen Sie die Haarkur im gesamten Haar, auch in den Spitzen und lassen sie rund 30 Minuten einwirken.
Soll ich mir wirklich Eigelb in die Haare schmieren? Die Antwort lautet Ja! Als Lieferant für Proteine und Feuchtigkeit profitieren Sie vor allem von der Anwendung bei sprödem, kaputtem Haar.
Für die Eigelb-Kur schlagen Sie zunächst ein ungekochtes Ei auf und trennen das Eigelb von dem Rest. Danach verrühren Sie die Masse und massieren sie sanft in Ihre feuchten Haare ein. Einwirkzeit sind ca. 30 Minuten. Am Ende alles ordentlich auswaschen und voilà: Ihre Haare strahlen wieder.
In Milchprodukten sind wichtige Proteine erhalten, die Ihr Haar von innen heraus vor schlechten Umwelteinflüssen schützen. Deswegen eignen sie sich super, um als pflegende Haarkur angewandt zu werden. Quark ist zum Beispiel hervorragend als Haarpflege geeignet. Dafür nehmen Sie 250 g und massieren ihn in Ihr feuchtes Haar ein. Für Extra-Glanz vermischen Sie den Quark mit etwas Honig. Waschen Sie nach 30 Minuten alles gründlich aus und profitieren Sie von der ultimativen Pflege.
Quark hat einen hohen Wassergehalt und kann trockenen Haaren deshalb viel Feuchtigkeit spenden. Massieren Sie dazu zwei bis drei Esslöffel Quark in das noch feuchte Haar und auf die Kopfhaut ein. Nach einer Einwirkzeit von etwa fünf Minuten spülen Sie das Ganze gründlich aus. Wenn die Kopfhaut zudem juckt, können Sie 3 EL Quark mit 3 EL Honig mischen.
Teebaumöl kennen viele von uns aus der Hautpflege. Mit seiner antiseptischen sowie antibakteriellen Wirkung hilft es gegen unreine Haut. Ob gegen Schuppen, Haarausfall, gereizte Kopfhaut oder schnelles Nachfetten - Teebaumöl wirkt auf Ihrem Kopf als echter Alleskönner.
Winter-Haarpflege: Fünf Tipps für schöne Haare
In der kalten Jahreszeit sollten Sie auf eine besondere Winter-Haarpflege umstellen, um Ihr Haar vor Strapazen zu schützen. Haare neigen im Winter dazu, trocken und spröde zu werden, denn sie werden vielfach beansprucht. Beispielsweise machen Kälte, trockene Heizungsluft und ein häufiger Wechsel zwischen warmen Temperaturen drinnen und kalten Temperaturen draußen Ihren Haaren zu schaffen.
Hier sind einige Tipps, die Sie in Ihre Winter-Haarpflegeroutine integrieren können:
Die elterliche Mahnung aus Kindheitstagen sollten Sie sich zu Herzen nehmen: Mit nassen Haaren das Haus zu verlassen, führt zwar nicht zu einer Erkältung, die kalten Temperaturen können Ihren Haaren aber Feuchtigkeit schneller entziehen und sie so trockener machen. Auch können Sie so dem natürlichen Säureschutzmantel Ihrer Kopfhaut schaden. Zu Ihrer Winter-Haarpflege sollte es also gehören, entweder Ihre Haare zu föhnen oder im Warmen lufttrocknen zu lassen - aber bitte nicht über Nacht.
Für die Winter-Haarpflege sollten Sie feuchtigkeitsspendende Produkte verwenden. Im Winter sollten Sie mehr Feuchtigkeit in die Haarpflege integrieren. Das gelingt beispielsweise, indem Sie eine Spülung nach dem Waschen verwenden. Idealerweise verwenden Sie zur Haarpflege zertifizierte Naturkosmetik.
Zu häufiges Waschen kann Ihre Haare und Kopfhaut austrocknen, denn bei kälteren Temperaturen arbeiten die Talgdrüsen nur noch halb so stark. Deshalb sollten Sie Ihre Haare im Winter am besten seltener waschen als sonst. Wie oft Sie Ihre Haare waschen sollten, ist sehr individuell und hängt unter anderem von Ihrem Haartyp und Ihrer Haarlänge ab. Probieren Sie am besten aus, wie oft Sie Ihre Haare wirklich waschen müssen und mit welchem Abstand zwischen den Haarwäschen Sie sich wohlfühlen.
Bei der Haarpflege im Winter ist es wichtig, Ihre Haare möglichst wenig zu strapazieren. Sie sollten Ihre Haare daher nicht zu heiß waschen, denn das öffnet die Schuppenschicht und das natürliche Fett wird entzogen, wodurch Ihre Haare spröde und stumpf aussehen können. Außerdem sollten Sie häufiges Stylen vermeiden, denn die Hitze kann sehr schädlich für die im Winter ohnehin spröden Haare sein. Lassen Sie sie am besten lufttrocknen oder verwenden Sie beim Haareföhnen eine niedrige Stufe und einen Hitzeschutz fürs Haar.
Mützen können Ihre Haare statisch aufladen und schneller fettig machen. Mützen können im Winter zwar vor Kälte schützen, aber auch fettige Haare begünstigen - denn unter ihrem Stoff kann Feuchtigkeit entstehen, die dann nicht entweichen kann. An kalten Tagen keine Mütze zu tragen, sollte nicht die Lösung sein. Außerdem können sie, genau wie Schals und Jacken, Ihre Haare elektrisch aufladen. Dagegen können spezielle Antistatik-Sprays helfen.
Weitere Tipps und Hinweise
Wer trockene Haare hat, leidet oft auch unter juckender Kopfhaut und hat Schwierigkeiten mit Schuppen oder Schüppchen.
Anfang 2022 haben wir Haaröle im Labor untersuchen lassen. Erfreulich: Etwa die Hälfte der Produkte können wir empfehlen. Bei anderen Haarölen im Test stießen wir aber auch auf Silikone und Mineralöl.
| Hausmittel | Anwendung | Vorteile |
|---|---|---|
| Apfelessig | 1-2 EL mit 1 Liter Wasser mischen, nach dem Waschen über das Haar geben und nicht ausspülen. | Glättet die Haarstruktur, verleiht Glanz, wirkt gegen trockene Schuppen. |
| Kokosöl | Etwas Öl in die Kopfhaut und Spitzen einmassieren. | Spendet Feuchtigkeit, stärkt die Haare von innen, wirkt belebend auf die Kopfhaut. |
| Olivenöl | Etwas Öl in die Kopfhaut und Spitzen einmassieren oder als Haarkur verwenden. | Spendet Feuchtigkeit, enthält pflegende Weichmacher. |
| Grüner Tee | Zwei Teebeutel in 200 ml Wasser ziehen lassen, abkühlen lassen und nach der Haarwäsche über das Haar geben. | Verleiht Glanz, repariert Strukturschäden. |
| Schwarzer Tee | Drei Teebeutel in 200 ml heißem Wasser ziehen lassen, abkühlen lassen und nach der Haarwäsche über das Haar geben. | Stärkt die Farbintensität dunkler Haare. |
| Zitronensaft | Saft einer Zitrone mit 1 Liter lauwarmen Wasser mischen, nach der Haarwäsche über das Haar geben. | Entfernt Rückstände, macht das Haar aufnahmefähiger für Mineralstoffe. |
| Avocado | Zerdrückte Avocado mit Olivenöl mischen, in das Haar einmassieren und 20-30 Minuten einwirken lassen. | Spendet Feuchtigkeit, macht das Haar strapazierfähiger. |
| Eigelb | Eigelb verrühren und in das feuchte Haar einmassieren, 30 Minuten einwirken lassen. | Liefert Proteine und Feuchtigkeit für sprödes Haar. |
| Quark | 250 g Quark in das feuchte Haar einmassieren, eventuell mit Honig vermischen, 30 Minuten einwirken lassen. | Spendet Feuchtigkeit, schützt vor Umwelteinflüssen. |
| Teebaumöl | Wenige Tropfen in Shampoo oder Spülung geben und auf die Kopfhaut auftragen. | Wirkt antiseptisch und antibakteriell, hilft gegen Schuppen, Haarausfall und gereizte Kopfhaut. |
Mit diesen Tipps und Hausmitteln können Sie Ihre Haare optimal durch den Winter bringen und ihnen die nötige Pflege zukommen lassen.
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