Haarmaske Anwendung mit Duschhaube: Eine Anleitung für glänzendes und geschmeidiges Haar

Ganz gleich, ob bei trockenem, feinem oder geschädigtem Haar - eine Haarmaske zum Selbermachen, schenkt deinem Haar unwiderstehlichen Glanz und Geschmeidigkeit. Denn Avocado, Joghurt und Olivenöl versorgen es mit Nährstoffen und Feuchtigkeit. Und das beste: Deine Haarkur mit Hausmitteln ist im Handumdrehen selber gemacht.

Die Vorteile von DIY-Haarkuren und Haarmasken

Stelle wirkungsvolle Haarmasken einfach mal selbst her, denn klar ist: Do-it-yourself macht Spaß! Haarmasken im DIY-Style bieten dir aber noch weitere Vorteile. Sie pflegen dein Haar schonend, während sie auf künstliche Zusätze wie Parabene, Silikone oder Mikroplastik verzichten. Unsere Rezepte bestehen sogar zu einhundert Prozent aus natürlichen Zutaten. Rührst du sie selbst an, verzichtest du außerdem auf umweltbelastendes Plastik. Denn du sparst den Verpackungsmüll der Sachets ein, in denen herkömmliche Masken verpackt sind. Ein weiterer Pluspunkt: Du brauchst nur wenige Zutaten, um eine Haarkur selber zu machen. Die meisten davon sind Hausmittel wie Avocado oder Joghurt, die du vielleicht sogar schon zu Hause hast.

Haarmasken für verschiedene Haartypen

Ist dein Haar fein, eher trocken oder sogar beschädigt? Hier sind einige Empfehlungen für verschiedene Haartypen:

  • Feines Haar: Feines Haar stärkst du mit einer proteinreichen Haarmaske aus Ei oder Joghurt. Denn die darin enthaltenen Eiweiße machen es widerstandsfähiger und griffiger, ganz ohne es zu beschweren.
  • Trockenes Haar: Eine Avocado-Haarmaske eignet sich bei trockenen Längen und Spitzen. Der Grund: Avocado verfügt über zahlreiche ungesättigte Fettsäuren, die wertvolle Feuchtigkeit an dein Haar abgeben.
  • Beschädigtes Haar: Vor allem bei beschädigten Spitzen und Spliss sind intensive Öl-Masken eine geeignete Wahl. Kokosnussöl und Olivenöl legen sich wie ein Film um das Haar und versiegeln es. Auch eine Joghurt-Maske wirkt wahre Wunder.
  • Alle Haartypen: Eine Maske mit Aloe Vera eignet sich generell für jeden Haartyp.

#flipdiy | 3 einfache Haarmasken mit Mirellativegal

DIY-Rezepte für Haarmasken

Hier sind einige einfache Rezepte, um Ihre eigenen Haarmasken zu Hause herzustellen:

Feuchtigkeitsmaske mit Avocado

Du willst trockenes, glanzloses Haar zum Strahlen bringen? Dann empfehlen wir dir, eine Feuchtigkeitsmaske mit Avocado für deine Haare selber zu machen. Die Frucht ist ein echtes Superfood - auch für deine Mähne. Denn sie enthält viele ungesättigte Fettsäuren, Antioxidantien und Vitamine, die dein Haar mit jeder Menge Feuchtigkeit versorgen. Olivenöl macht die Mixtur geschmeidig, sodass du sie leicht auftragen kannst. Außerdem beugt das Öl trockenem Haar vor. Denn es legt sich wie ein Schutzfilm um seine Oberfläche und hält so die Feuchtigkeit im Haar. Kombiniert mit Zitronensaft, sorgt die selbstgemachte Maske für eine extra Portion Glanz.

  1. Schneide eine Avocado auf und entferne den Kern. Verwende eine möglichst reife Avocado, sie lässt sich leichter verarbeiten.
  2. Löse das Fruchtfleisch mit einem Esslöffel heraus und zerdrücke es mit Hilfe einer Gabel, bis es cremig ist.
  3. Gib anschließend das Öl und den Zitronensaft hinzu und verrühre die Zutaten miteinander.

Wenn die Konsistenz streichfähig ist, ist deine selbstgemachte Avocado-Haarmaske fertig. Gib sie auf die trockenen Längen und Spitzen deiner Haare und massiere sie sanft ein. Spare den Haaransatz und deine Kopfhaut dabei aus. Diese Partien sind durch deine natürliche Talgproduktion meist schon gut durchfeuchtet und sehen durch den hohen Ölgehalt der Maske schnell fettig aus.

Aloe Vera-Haarmaske

Das Gel der Aloe Vera Pflanze verfügt über mehr als zweihundert bekannte Inhaltsstoffe, wie zum Beispiel Salizylsäure und die Vitamine A, C und E. Damit ist die Pflanze ein echter Booster für dein Haar. Aufgrund der antibakteriellen Eigenschaften der Salizylsäure wirkt eine Haarmaske mit Aloe Vera beruhigend und beugt Hautirritationen vor. Außerdem regt sie die Durchblutung an und spendet jede Menge Feuchtigkeit. Damit eignet sich Aloe Vera für alle Haartypen, aber vor allem auch für schuppiges und trockenes Haar sowie für sensible Kopfhaut.

  1. Schneide ein großes Blatt einer Aloe Vera Pflanze ab. Wenn du selbst keine Pflanze hast, findest du die frischen Blätter auch in einem gut sortierten Bioladen oder du kaufst das Gel direkt. Verwendest du die Pflanze, extrahierst du ihr Gel zunächst.
  2. Entferne dafür mit einem Messer vollständig die dicke grüne Schale des Blatts. Was dann zurückbleibt, ist das gewünschte Gel.
  3. Gemeinsam mit Kokosnussöl und Honig gibst du es in einen Mixer. Alternativ kannst du die Zutaten auch mit einem Pürierstab zerkleinern, bis eine zähflüssige Masse entsteht.

Verteile deine Aloe Vera-Haarkur auf deinen Haaren. Da besonders gereizte oder schuppige Kopfhaut von der beruhigenden Wirkung profitiert, kannst du sie bei Bedarf auch dort sanft einmassieren. Spüle die Haarmaske nach etwa zwanzig Minuten Einwirkzeit mit ein wenig Shampoo aus.

Reparierende Haarmaske mit Kokos- und Olivenöl

Deine Haare leiden unter Spliss und wirken strohig? Dann probiere die reparierende Wirkung einer intensiven Haarmaske zum Selbermachen. Kokos- und Olivenöl nähren kaputtes Haar und schenken ihm neue Kraft. Das liegt an dem hohen Anteil gesättigter Fettsäuren, die deinem Haar wertvolle Feuchtigkeit spenden. Darüber hinaus umschließt ihr Fett jedes einzelne Haar. Diese Schutzhülle sorgt sofort für ein weiches, geschmeidiges und glattes Gefühl. Mit ihrem hohen Gehalt an Antioxidantien fördern Kokos- und Olivenöl den Eigenschutz deines Haares gegen Umwelteinflüsse wie UV-Strahlung und Luftverschmutzung. Pur oder als Haarkur zum Selbermachen - Kokosöl und Olivenöl pflegen dein Haar in nur wenigen Minuten.

  1. Erwärme das Kokosnussöl in einem Wasserbad oder in der Mikrowelle, bis es flüssig ist.
  2. Gib dann den Honig dazu und lasse ihn ebenfalls kurz warm werden.
  3. Rühre dann das Olivenöl unter und lass alles kurz abkühlen.

Alternativ kannst du auch auf den Honig verzichten und ausschließlich geschmolzenes Kokosöl oder Olivenöl in die Längen und Spitzen deiner Haare geben. Ganz gleich für welche Option du dich entscheidest - spare den Ansatz deiner Haare bei dieser Haarmaske im DIY-Style besser aus. Er kann sonst schnell fettig wirken. Lass die Kur mindestens fünfzehn Minuten oder als besonders intensive Leave-in-Pflege sogar über Nacht einwirken.

Proteinreiche Haarkur mit Joghurt

Ist dein Haar trocken und brüchig, helfen Proteine, es wieder aufzubauen und zu stärken. Keratin ist beispielsweise ein Protein, das maßgeblich für kräftiges Haar verantwortlich ist und sich daher in zahlreichen Pflegeprodukten findet. Das in Joghurt enthaltene Milcheiweiß ähnelt Keratin besonders und ist daher eine geeignete Basis für eine Haarmaske zum Selbermachen. Seine Wirkung: Es kräftigt die Haarstruktur und repariert kleinere Schäden. Darüber hinaus enthält Joghurt zahlreiche Vitamine und Mineralstoffe, die dein Haar pflegen. Eine proteinreiche Haarkur mit Joghurt und Olivenöl machst du ganz einfach selbst.

Mische dafür den Joghurt mit den restlichen Zutaten, also dem Olivenöl und einem Teelöffel Honig. Die cremige Mischung gibst du nun auf dein Haar und massierst sie sanft ein. Nach etwa zwanzig Minuten Einwirkzeit spülst du sie mit ein wenig Shampoo aus. Achtung: Meide vor allem im Sommer direkte Sonneneinstrahlung, während du deine Maske aufgetragen hast.

Haarmaske mit Ei

Eine Haarmaske mit Ei selber zu machen, mag zunächst ungewöhnlich wirken, aber sie bietet vor allem feinem und beanspruchtem Haar eine starke Pflegewirkung. Der Grund: Eigelb hat einen hohen Fettgehalt. Daher versorgt es dein Haar mit jeder Menge Feuchtigkeit. Das enthaltene Lecithin wirkt rückfettend und schützt es zudem vor dem Austrocknen. Vitamin A kräftigt das Haar und gibt so vor allem feinem Haar Volumen und Fülle.

  1. Schlage ein bis zwei frische Eier auf und gib sie in eine Schüssel. Bei kurzem bis mittellangem Haar genügt in der Regel ein Ei.
  2. Gib anschließend den Saft einer Zitrone sowie einen Teelöffel Honig hinzu und rühre die Mischung mit einer Gabel gut durch, bis alles vermengt ist.

Verwende die Maske am besten sofort, damit das Ei noch ganz frisch ist. Feuchte deine Haare dafür zunächst an und verteile die selbstgemachte Haarkur gleichmäßig darauf. Massiere die Ei-Mischung ein und lass sie etwa zehn bis fünfzehn Minuten wirken. Spüle sie dann mit lauwarmem Wasser und etwas Shampoo aus. Achte darauf, dass das Wasser weder zu heiß noch zu kalt ist.

Anwendungstipps für Haarmasken

Möchtest Du das Beste aus deinen DIY-Haarkuren herausholen?

  1. Vorbereiten: Kämme deine Haare als erstes ordentlich durch. So stellst du sicher, dass sich keine Knoten darin befinden und du die Haarkur gleichmäßig verteilst. Lege dann ein Handtuch um deine Schultern, damit deine Kleidung sauber bleibt. Denn manche der selbstgemachten Haarmasken sind relativ flüssig.
  2. Anrühren: Verwende für deine Haarmasken immer frische Zutaten.
  3. Erwärmen: Erwärme deine Haarmaske vor der Anwendung kurz. Wärme aktiviert die Inhaltsstoffe und verstärkt ihre Wirkung. Dies gilt für alle Rezepte außer die Haarmasken mit Ei und Joghurt.
  4. Einwirken: Wickle deine Haare nach dem Auftragen der Maske in ein Handtuch oder ziehe eine Duschhaube darüber. Dadurch speicherst du die Wärme während der gesamten Einwirkzeit direkt an deinem Kopf.
  5. Leave-in-Pflege: Bei den meisten Haarmasken empfehlen wir eine Einwirkzeit von zwanzig bis dreißig Minuten. Wünschst du dir eine besonders intensive Pflege, kannst du vor allem ölhaltige Masken auch über Nacht einwirken lassen. Als Leave-in-Pflege empfehlen wir sie dir allerdings nicht. Denn Öl lässt das Haar schnell fettig aussehen.
  6. Ausspülen: Verwende ein mildes Shampoo, um deine selbstgemachte Haarmaske auszuspülen.
  7. Wiederholen: Je nach Pflegebedürfnis solltest du deinen Haaren circa einmal pro Woche eine intensive Haarkur gönnen.
  8. Lagern: Damit deine Masken immer frisch sind, solltest du nur so viel davon herstellen, wie du für eine Anwendung brauchst. Hast du doch mal mehr gemacht, bewahrst du die Maske am besten für zwei bis drei Tage in einem Einmachglas im Kühlschrank auf. Eine Ausnahme ist die selbstgemachte Ei-Maske, diese solltest du wirklich sofort verwenden.

Zusätzliche Tipps für optimale Ergebnisse

  • Wärmebehandlung: Um die Wirkstoffe der Haarkur noch tiefer ins Haar einzuschließen, wickle ein warmes, feuchtes Handtuch um Deinen Kopf.
  • Regelmäßigkeit ist der Schlüssel: Für gesunde und definierte Locken ist es wichtig, deine Haare regelmäßig mit unseren DIY-Kuren zu verwöhnen.
  • Individuell abgestimmt: Jedes Haar ist einzigartig! Passe die DIY-Rezepte an deine speziellen Bedürfnisse an. Wenn Du sehr trockenes Haar hast, kannst Du die Menge an Öl erhöhen.
  • Deine persönliche Pflege: Sorge für die richtige Balance - mehr Öl für trockene Spitzen und weniger Conditioner für fettige Ansätze.
  • Allergietest: Bevor Du die DIY-Kuren anwendest, solltest Du einen kleinen Allergietest durchführen, um sicherzugehen, dass keine Unverträglichkeiten bestehen. Trage eine kleine Menge der Mischung auf die Innenseite Deines Unterarms auf und lasse sie 24 Stunden einwirken.

FAQ zu DIY-Haarkuren

Hier sind einige häufig gestellte Fragen zur Anwendung von DIY-Haarkuren:

  1. Wie oft sollte ich eine Haarkur bei Locken und Afrohaaren anwenden? Locken und Afrohaare sind von Natur aus oft trockener und benötigen daher regelmäßige Feuchtigkeitspflege. Um Dein Haar optimal mit Feuchtigkeit und Nährstoffen zu versorgen, empfiehlt es sich, eine DIY-Haarkur einmal pro Woche anzuwenden - besonders bei sehr trockenen Haaren.
  2. Kann ich die DIY-Haarkuren für alle Haartypen verwenden? Ja, diese DIY-Rezepte sind zwar speziell für Locken und Afrohaare entwickelt, aber sie können auch an andere Haartypen angepasst werden.
  3. Sind diese Haarkuren auch für colorierte Locken und Afrohaare geeignet? Absolut! Die natürlichen Inhaltsstoffe wie Arganöl und Avocado in diesen Kuren sind sanft und pflegen colorierte Locken und Afrohaare, ohne die Farbe zu beeinträchtigen.
  4. Welche DIY-Haarkur ist am besten gegen Frizz bei Locken und Afrohaaren? Die Feuchtigkeitsspendende Haarkur mit Arganöl ist besonders wirksam gegen Frizz bei Locken und Afrohaaren.
  5. Kann ich die Haarkuren auch über Nacht einwirken lassen? Ja, besonders die Overnight Hair Mask mit ŌMAKA und Honig eignet sich hervorragend, um über Nacht tief in das Haar einzudringen.
  6. Sind die DIY-Haarkuren auch für Kinder geeignet? Ja, die DIY-Haarkuren sind grundsätzlich auch für Kinder mit lockigem oder Afrohaar geeignet, da sie natürliche Inhaltsstoffe wie Arganöl, Avocado und Honig verwenden. Allerdings solltest du bei der Anwendung vorsichtig sein und darauf achten, dass Dein Kind keine Allergien gegen einen der verwendeten Inhaltsstoffe hat. Führe am besten vorher einen kleinen Hauttest durch, um sicherzugehen, dass keine Reaktionen auftreten.

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