Eine Haarkur ohne Silikone verspricht schonende Pflege, ohne Haare und Kopfhaut unnötig zu belasten. Viele Haarpflegeprodukte und Conditioner enthalten jedoch Silikone. Deren Wirkung ist stark umstritten: Einerseits bringen sie Glanz und Geschmeidigkeit ins Haar, andererseits können sie es austrocknen und verkleben. Möchtest Du Deine Haare schonend pflegen und langfristige Effekte erzielen, ist eine gute Haarkur ohne Silikone die richtige Wahl.
Warum sollte man eine Haarkur ohne Silikone verwenden?
Silikone sind synthetische Stoffe, die das Haar mit einer Schutzschicht überziehen. Dadurch kann es austrocknen, verkleben und an Volumen verlieren. Haarprodukte ohne Silikon bieten eine schonende und nachhaltige Alternative.
Die negativen Auswirkungen von Silikonen sind in den letzten Jahren stärker in den Fokus geraten. Daher gibt es einige Hersteller auf dem Markt, die bewusst auf diese Inhaltsstoffe verzichten.
Vorteile einer Haarkur ohne Silikone:
- Pflegende Inhaltsstoffe wirken besser: Haarkuren enthalten Vitamine, Fette und andere wertvolle Inhaltsstoffe. Eine Silikonschicht verhindert, dass diese in das Haar eindringen.
- Schadstoffe können leichter austreten: Silikonhaltige Produkte lagern sich ab und bilden mit der Zeit Schichten. Dieser sogenannte „Build-up-Effekt“ hindert die Haut daran, Schadstoffe, Bakterien und Schweiß auszustoßen. Das sorgt für eine trockene Kopfhaut, Schuppen und Juckreiz.
- Haare werden mit Feuchtigkeit versorgt: Ein Silikonfilm ist wasser- und luftundurchlässig. Dadurch können die Haare Nährstoffe nicht mehr gut aufnehmen und trocknen unter der Hülle aus.
- Langanhaltende Pflege: Silikone erzielen schnelle Effekte, ohne das Haar von Grund auf zu pflegen.
- Gute Verträglichkeit: Je weniger künstliche Zusätze in Deinen Pflegeprodukten enthalten sind, desto geringer ist das Risiko von Allergien und Irritationen. Silikone sind dafür bekannt, die Kopfhaut auszutrocknen und Schuppenbildung zu fördern.
- Nachhaltig und umweltschonend: Silikone gelangen ins Abwasser und sind nur schwer biologisch abbaubar.
Welche silikonfreie Haarpflege passt zu Dir?
Auf dem Markt gibt es eine Vielzahl an Produkten, die sich in ihrer Anwendungsart und Wirkung unterscheiden. Welche Haarkur ohne Silikon die beste für Dich ist, hängt von Deinen Bedürfnissen und Vorlieben ab.
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Haarkur-Arten und ihre Wirkung
Hier ist eine Übersicht, welche Haarkur-Art für welchen Haartyp geeignet ist:
| Haartyp | Haarkur-Art | Wirkung |
|---|
| Trockene Haare | Haarmaske, Haarbutter, Feuchtigkeitshaarkur | Intensive Pflege, feuchtigkeitsspendend, fettend |
| Splissige Haare | Anti-Spliss-Haarkur oder Serum | Repariert & pflegt beschädigte Spitzen |
| Störrisches Haar | Haarmaske oder Spray mit Jojobaöl oder Hyaluronsäure | Anti-Frizz-Effekt, Geschmeidigkeit, bessere Kämmbarkeit |
| Fettiges Haar | Leave-in-Haarkur, Haarkur-Spray nur für die Spitzen | Leichte Pflege, ohne zu beschweren |
Verschiedene Arten von Haarkuren ohne Silikone
- Haarmaske: Eine Haarmaske entspricht am ehesten dem klassischen Bild, wie man sich eine Haarkur vorstellt: Eine dickflüssige Creme, die Du ins feuchte Haar einmassierst und einwirken lässt. Anschließend spülst Du sie vollständig aus. Es gibt auch Haarkuren, die über Nacht einwirken können, um eine extra Portion Feuchtigkeit zu liefern. Gute Haarmasken ohne Silikone, z. B. von Botanicals, enthalten hochwertige Öle, welche die wichtige Fettversorgung gewährleisten.
- Leave-in-Haarkur: Eine Leave-in-Haarkur wird nicht ausgespült. Nach der Haarwäsche massierst Du sie gut ins handtuchtrockene Haar ein, wo sie den gesamten Tag bleibt. Dabei solltest Du die Haarkur nur in die Partien einkneten, die es wirklich nötig haben, also vor allem die Längen und Spitzen. Manche Haarkuren ohne Ausspülen sind extra für fettige Haare gedacht, z.B. das Haar-Balsam von Alkmene. Auch Haarmilch ist ein Leave-in-Treatment, wird also nicht ausgespült. Das Pflegeprodukt hat eine milchige Konsistenz, weshalb Du es leicht im handtuchtrockenen Haar verteilen kannst. Aufgrund des hohen Feuchtigkeitsgehaltes ist dieses Produkt vor allem für trockene, splissige Haare hervorragend geeignet. Es lässt sich zudem gut bei blondiertem und coloriertem Haar anwenden.
- Haarbutter: Der hohe Fettgehalt in Haarbutter pflegt brüchige, strapazierte Haare besonders gut. Entsprechende Produkte enthalten oft Sheabutter aus der Nuss des afrikanischen Shea-Baums oder Kakaobutter. Häufig werden sie mit weiteren Fetten, z. B. Avocado-Öl, angereichert. Haarbutter solltest Du ins trockene Haar einmassieren und solange wie möglich einwirken lassen - gerne auch über Nacht. Anschließend wäschst Du sie mit warmem Wasser aus.
- Haarkur-Spray: Haarkuren in der Sprühflasche sind sehr handlich und lassen sich unterwegs gut verwenden. Sie können ins feuchte oder trockene Haar gegeben werden, aber bitte nicht ausspülen! So entfalten die Produkte ihre feuchtigkeitsspendende Wirkung den ganzen Tag hindurch.
- Feuchtigkeitshaarkur: Eine Haarkur für Feuchtigkeit ohne Silikone ist speziell für sehr trockene, brüchige Haare gedacht. Davon profitieren auch Menschen mit Locken, welche häufig zu Trockenheit neigen. Die Haarkur sollte keine Stoffe enthalten, die Trockenheit verstärken, wie Alkohol oder starke Tenside. Zudem enthalten diese Haarkuren sogenannte „Befeuchter“. Das sind Inhaltsstoffe, die helfen, Feuchtigkeit in Deine Haare zu bringen. Diese Art von Haarkur kann als Haarmaske, Butter, Spray oder Serum daherkommen. Manche Produkte müssen ausgewaschen werden, andere nicht.
- Anti-Spliss-Haarkur: Ihre Hauptaufgabe liegt darin, kaputte Spitzen zu pflegen und Spliss vorzubeugen. Dafür enthält sie verschiedene Öle und Proteine, wie die Anti-Spliss-Pflege-Kur von Sante mit Erbsenprotein.
- Keratin-Haarmaske: Keratine sind natürliche Proteine, die in Haut, Haaren und Nägeln vorkommen. Sie helfen dabei, eine gesunde Haarstruktur aufzubauen und pflegen von innen. Dadurch wird das Haar geschmeidig und strapazierfähig. Auch gefärbte oder blondierte Haare lassen sich hiermit ohne Silikone pflegen. Eine gute Keratin-Haarmaske ohne Silikone bietet der Hersteller Dr. Schedu Berlin an.
- Bio-Haarkur: Produkte aus Bio-Sparte sind in der Regel besonders schonend. Hersteller dieser Haarkuren verzichten nicht nur auf Silikone, sondern auch auf einige andere Zusatzstoffe. Parabene, Alkohol, künstliche Duft- und Farbstoffe sind hier - wenn überhaupt - nur in geringen Maßen zu finden. Stattdessen setzen Hersteller wie Weleda auf natürliche Erzeugnisse, etwa Öl, Hafer oder Aloe Vera. Viele Artikel sind zudem vegan. Eine Bio-Haarkur eignet sich besonders gut, wenn Du empfindliche Haut oder Allergien hast.
Worauf sollte man beim Kauf einer silikonfreien Haarmaske achten?
Ob Haarwaschmittel, Conditioner oder Haarkur: Silikon ist in zahlreichen Hair Treatments verschiedener Marken zu finden. Wenn Du silikonfreie Produkte kaufen möchtest, solltest Du wissen, wonach Du bei den Inhaltsstoffen Ausschau halten musst. Lass Dich dabei von den Marken und Preisen im Shop nicht blenden: Auch renommierte Unternehmen verwenden fragwürdige Zusätze.
Silikone erkennen
Silikon tritt in Kosmetik- und Pflegeprodukten unter verschiedenen Bezeichnungen auf. Wasserlösliche Silikone sind deutlich leichter auswaschbar. Dadurch lagern sie sich seltener auf der Kopfhaut ab und verkleben die Haare nicht so stark. Solltest Du also um die synthetischen Inhaltsstoffe nicht herumkommen, sind diese die bessere Wahl für Dich. Silikone, die nicht wasserlöslich sind, stellen eine größere Belastung für Haut und Haar da. Sie können die Poren verstopfen und die Haare dauerhaft verkleben, da sie schwieriger auszuwaschen sind. Zudem können sie die Kopfhaut austrocknen und Schuppenbildung fördern.
Tipp: Silikone erkennst Du an den Endungen „-cone“ und „-xane“.
Weitere Inhaltsstoffe, auf die man achten sollte
Neben Silikonen gibt es noch andere Inhaltsstoffe, die Du bei Haarkuren oder Conditioner gut im Blick haben solltest. Manche von ihnen können Deine Haare zusätzlich belasten, andere bergen weitreichende Gesundheitsrisiken.
- Parabene: Parabene werden oft als Konservierungsmittel eingesetzt. Sie verhindern, dass Haarkuren, Conditioner und andere Pflegemittel von Bakterien und Schimmelpilzen befallen werden. Gesundheitliche Bedenken rühren daher, dass sie dem Hormon Östrogen stark ähneln. Daher können diese Inhaltsstoffe den Hormonhaushalt aus dem Gleichgewicht bringen. Das begünstigt eine Reihe von Erkrankungen bei Männern und Frauen. Du erkennst sie z. B.
- Tenside: Tenside sind waschaktive Substanzen, die bewirken, dass sich zwei eigentlich nicht mischbare Flüssigkeiten miteinander vermengen. In Haarwaschmitteln tragen sie dazu bei, dass Fett und Verschmutzungen gut ausgespült werden. Hingegen kommen in Haarkuren sogenannte kationische Tenside zum Einsatz. Sie lagern sich an Haut- und Haaroberfläche ab und verhindern das statische Aufladen - „Fliegen“ - der Haare. Die am häufigsten verwendeten Tenside sind Sodium Laureth Sulfate und Sodium Lauryl Sulfate (SLS).
- Alkohol: Alkohol hat eine desinfizierende Wirkung und dient als Konservierungsmittel, da es das Wachstum von Bakterien und Keimen verhindert. Daher wird es manchmal verwendet, um Haarkuren, Haarwaschmittel oder Conditioner haltbar zu machen. Jedoch handelt es sich um eine aggressive Substanz, die Reizungen von Haut und Schleimhäuten herbeiführt.
- Formaldehyd: Formaldehyd ist ein Stoff, der z. B. beim Abbau von Alkohol entsteht. Er wird auch zur Konservierung oder als Bestandteil in Klebstoffen verwendet. Aufgrund der Fähigkeit, Stoffe miteinander zu verbinden und widerstandsfähig zu machen, wird Formaldehyd in Hair Treatments eingesetzt.
- Synthetische Duft- und Farbstoffe: Synthetisch erzeugte Duftstoffe und Farbstoffe sollen Produkte attraktiver für Kunden machen. Jedoch können diese Inhaltsstoffe Unempfindlichkeiten verursachen und Allergien auslösen. Falls Du Allergiker bist, solltest Du Dir die Informationen vom Hersteller auf der Packung gut durchlesen. Verursacht Dein aktuelles Hair Treatment Juckreiz oder Ausschlag, könnte es an diesen Substanzen liegen.
Wenn Du auf Nummer sicher gehen möchtest, kannst Du eine Haarkur kaufen, die auf mehrere fragwürdige Inhaltsstoffe verzichtet. Der Hersteller Jean & Len bietet eine Haarmaske ohne Silikone, Parabene und Sulfate an.
Anwendung einer Haarkur ohne Silikone
Die Anwendung des Haarpflegemittels unterscheidet sich je nach Art des Produktes. Zudem wird sie Dir deutlich leichter fallen, je mehr Erfahrung Du mit silikonfreier Haarpflege hast.
- Haarmaske bzw. -butter: Verteile die Haarmaske bzw. -butter im gesamten Haar oder nur in den Haarlängen oder Spitzen. Hast Du eher fettige Haare, solltest Du den Ansatz aussparen. Bei der Verteilung hilft Dir ein grobzinkiger Kamm, zum Beispiel von EQLEF. Massiere das Pflegemittel mindestens 30 Sekunden lang von oben nach unten ein. Lass es danach mindestens 10 Minuten einwirken.
- Haarmilch oder Spray: Trage die Haarmilch oder das Spray auf das gesamte Haar oder die zu behandelnden Partien auf. Achte bei der Dosierung darauf, dass Du nicht zu viel von dem Produkt nimmst. Sonst trocknet das Hair Treatment evtl. nicht richtig ein. Lass das Produkt 5-10 Minuten einwirken und kämme Deine Haare mit einer weichen Bürste. Abschließend kannst Du sie ganz normal stylen.
Tipp: Haarkuren können ins trockene, nasse oder handtuchtrockene Haar gegeben werden.
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