Schönes Haar ist glänzend und fühlt sich weich an. Leider kann sich nicht jeder an einer gesunden Haarpracht erfreuen. Die Realität sieht oft anders aus: trocken, glanzlos und strohig. Nicht nur optisch stellt trockenes Haar ein Problem dar, die Trockenheit begünstigt außerdem auch die Bildung von Spliss, was gerade bei langem Haar gefürchtet ist. Wenn sich Spliss erst einmal gebildet hat, dann hilft nur noch ein Splissschnitt. Das Motto lautet daher: Vorbeugen statt reparieren. Hier erfährst Du, was wirklich gegen Spliss hilft und welche Hausmittel als wahres Wundermittel gelten.
Spliss und Haarbruch sind ein weitverbreitetes Problem und können erhebliche Haarschäden verursachen. Bei Spliss handelt es sich um eine Spaltung der Haarspitzen, die überwiegend bei längeren Haaren auftritt. Ursache hierfür ist die erhöhte Reibung, der die Spitzen ausgesetzt sind, wenn die Haare zum Beispiel auf den Schultern aufliegen oder in Kontakt mit der Kleidung kommen. Spliss ist aber auch ein Zeichen für strapaziertes und stark beanspruchtes Haar. So kann auch die falsche Haarpflege, häufiges Bürsten oder die starke Hitzeeinwirkung durch Föhn oder Glätteisen zu gespaltenen Haarspitzen führen. Zudem benötigt das Haar regelmäßig einen Haarschnitt, um gesund und schön zu bleiben.
Trocknes Haar neigt zur Bildung von Spliss. Um die Spaltung der Spitzen und den Haarbruch zu verhindern, benötigen die Haare Feuchtigkeit. Für die Haarpflege musst Du nicht zwangsläufig spezielle Kuren kaufen. Auch mit verschiedenen Zutaten aus der Küche kannst Du Deinen Haaren eine Extra-Portion Pflege gönnen. Am einfachsten geht das mit Oliven- oder Kokosöl. Einfach eine kleine Menge davon in den Händen verreiben und in das feuchte Haar einmassieren. Die Ölkur eignet sich auch als Leave-in-Pflege, wenn Du diese nur sparsam in die Längen gibst. Bei besonders trockenem Haar kannst Du auch etwas mehr Öl verwenden und es über Nacht einwirken lassen.
Wenn Du lieber Haarkuren verwendest, dann kannst Du eine Honig-Ei-Kur auch mit wenigen Handgriffen selbst herstellen:
Du benötigst:
Zubereitung:
Wenn die Spitzen erst einmal gespalten sind, dann hilft nur noch ein Haarschnitt. Häufig wird dann auch selbst Hand angelegt, um die kaputten Spitzen abzuschneiden. Allerdings kann der Splissschnitt auch mehr schaden als nutzen, wenn die falsche Schere verwendet wird. Wichtig beim Haare schneiden ist, eine scharfe Schere zu verwenden. Eine stumpfe Schere schneidet die Haare nicht glatt ab, sondern hinterlässt eine ausgefranste und unsaubere Schnittkante, die die Entstehung von Spliss zusätzlich begünstigen kann.
Damit die Haare möglichst lange gesund und schön bleiben, solltest Du sie regelmäßig mit Kuren verwöhnen. Hierbei vor allem das Augenmerk auf die Spitzen legen. Zusätzlich solltest Du nur noch Bürsten mit abgerundeten Borsten verwenden und möglichst oft auf das Föhnen verzichten und die Haare an der Luft trocknen lassen.
Ob Spliss, dünne Haare oder Schuppen: Stimmt etwas mit unserer Mähne nicht, fühlen wir uns sofort unwohl. Es sind zwar nur Haare - aber sie sind ein Teil von uns! Und sie sind eine Möglichkeit, die eigene Individualität auszudrücken. Deshalb ist es auch absolut erlaubt, etwas mehr Zeit in die richtige Haarpflege zu investieren. Gute Nachrichten: Um deine Haarprobleme zu lösen, musst du nicht viel Geld ausgeben.
Du fragst Dich: Was hilft wirklich gegen Spliss? Regelmäßiges Spitzen schneiden ist die effektivste Methode, um Spliss zu entfernen und Haarbruch zu vermeiden. Denn einmal gespaltene Haarspitzen lassen sich nicht reparieren - sie müssen abgeschnitten werden. Fürchte Dich nicht vor der Schere, sondern sieh sie als neue Chance für gesunde Haare. Schon gewusst? Deine Haarspitzen sind der älteste Teil Deines Haares - oft mehrere Jahre alt. Sie haben schon so viel mitmachen müssen. Von aufwändigen Styling Sessions, über falsche Pfflegeprodukte bis hin zu schädlichen Umwelteinflüssen.
Hier sind einige weitere Hausmittel, die du verwenden kannst, um dein Haar zu pflegen:
Hier sind einige DIY-Haarkur-Rezepte für verschiedene Haartypen:
Für trockenes Haar empfiehlt sich eine Kur mit rückfettenden Stoffen wie Arganöl, Olivenöl oder Nachtkerzenöl. Eine Kur mit Jojoba- oder Kokosöl versorgt die Haare ebenfalls mit Feuchtigkeit. Vermischen Sie einen Teelöffel Olivenöl (oder eines der anderen Öle) mit einem Teelöffel Honig. Tragen Sie die selbst gemachte Haarkur auf das gewaschene und noch feuchte Haar auf. Nach zwei Minuten Einwirkzeit waschen Sie das Gemisch mit klarem Wasser aus.
Eigelb ist ein gutes Hausmittel, um eine Haarkur selber zu machen, wenn Sie trockenes Haar oder sehr strapaziertes haben. Vermischen Sie dazu ein Eigelb, zwei Esslöffel Zitronensaft, einen Esslöffel Olivenöl und ein Schnapsglas Bier. Mixen Sie alle Zutaten in einer Tasse zusammen und tragen Sie den Sud gleichmäßig auf die Haare auf. Nach fünf Minuten spülen Sie die Haare mit lauwarmem Wasser und waschen sie anschließend mit Shampoo gründlich aus.
Glanzloses Haar behandeln Sie ebenfalls mit Kuren, die hochwertige Öle, Proteine und Fette enthalten. Zum Beispiel lässt sich mit einer Avocado eine Haarmaske für glanzloses Haar selber machen. Halbieren Sie für eine selbst gemachte Haarkur für glanzloses Haar die Avocado und entnehmen das Fruchtfleisch mit einem Löffel. Zerdrücken Sie das Fleisch in einer Schüssel und rühren Sie einen Teelöffel Olivenöl ein. Massieren Sie die Kur in das gesamte Haar ein - auch in die Längen und Spitzen. Wickeln Sie die Haare anschließend in ein trockenes Handtuch. Spülen Sie die Avocado-Haarkur nach einer halben Stunde mit klarem Wasser und ihrem normalen Shampoo aus.
Für feines Haar ist eine Kur aus Brennnessel- oder Birkenblättern besonders gut geeignet. Lassen Sie 200 Gramm frische Brennnessel eine halbe Stunde lang in einem Liter Wasser kochen und sieben Sie die Pflanzen anschließend ab. Den abgekühlten Sud massieren Sie nach der Haarwäsche oder abends vor dem Schlafen sanft in die Kopfhaut ein. Das Haarwasser müssen Sie nicht ausspülen. Lassen Sie es über Nacht einwirken. Einen wissenschaftlichen Beleg für die Wirksamkeit der Brennnessel-Haarkur gibt es allerdings nicht.
Um für Ihr Haar diese Kur selber zu machen, vermischen Sie einen Teelöffel Basilikumöl mit einem Teelöffel Honig. Tragen Sie die selbst gemachte Haarkur auf das gewaschene und noch feuchte Haar auf. Nach zwei Minuten Einwirkzeit waschen Sie das Gemisch mehrfach mit klarem Wasser aus.
Vermischen Sie einen halben Liter Wasser mit fünf Esslöffeln Honig. Waschen Sie sich die Haare wie gewohnt und verteilen Sie die Mischung anschließend im feuchten Haar. Drücken Sie die Haare kräftig aus und wickeln Sie ein Handtuch herum. Alternativ eignet sich auch eine Duschhaube über den Haaren. Lassen Sie die Honigkur eine halbe Stunde lang einwirken und spülen Sie die Haare im Anschluss gründlich mit klarem Wasser aus.
Für eine Haarkur geben Sie einen bis zwei Teebeutel in heißes Wasser und lassen diese fünf Minuten ziehen. Abkühlen lassen und den kalten Tee in die Kopfhaut einmassieren. Er kann dort verbleiben, Sie können ihn aber auch einige Minuten einwirken lassen und dann ausspülen.
| Problem | Zutaten | Anwendung |
|---|---|---|
| Trockenes Haar | Olivenöl, Honig | Mischen, auftragen, 2 Minuten einwirken lassen, ausspülen |
| Strapaziertes Haar | Eigelb, Zitronensaft, Olivenöl, Bier | Mischen, auftragen, 5 Minuten einwirken lassen, ausspülen |
| Glanzloses Haar | Avocado, Olivenöl | Mischen, auftragen, 30 Minuten einwirken lassen, ausspülen |
| Feines Haar | Brennnessel oder Birkenblätter | Kochen, abkühlen lassen, in die Kopfhaut einmassieren, nicht ausspülen |
| Haarausfall | Basilikumöl, Honig | Mischen, auftragen, 2 Minuten einwirken lassen, ausspülen |
| Trockene Kopfhaut und Schuppen | Honig, Wasser | Mischen, auftragen, 30 Minuten einwirken lassen, ausspülen |
| Fettige Haare | Grüner Tee | Zubereiten, abkühlen lassen, in die Kopfhaut einmassieren, ausspülen (optional) |
Hausmittel haben ihre Grenzen. Wenn Ihre Beschwerden über einen längeren Zeitraum bestehen, trotz Behandlung nicht besser oder sogar schlimmer werden, sollten Sie immer einen Arzt aufsuchen.
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