Die besten Haarmasken für extrem geschädigtes Haar im Test

Eine Haarkur ist ein intensiver Feuchtigkeits- und Nährstoffbooster für das Haar. Es gibt spezielle Produkte für verschiedene Bedürfnisse, wie Haarbruch, Spliss sowie für coloriertes und blondiertes Haar. Im Folgenden erfahren Sie, wie Haarmasken wirken, was sie von Conditionern unterscheidet und erhalten Tipps zur richtigen Anwendung sowie eine Vorstellung der besten Produkte.

Was unterscheidet eine Haarkur von einem Conditioner?

Ein Conditioner, oder eine Spülung, enthält deutlich weniger Pflege-Power. Hauptsächlich schließt er durch einen sauren pH-Wert die Schuppenschicht. Dadurch lassen sich die Haare leichter kämmen und glänzen mehr. Eine Maske ist eine intensive Haarpflege, besonders geeignet für sehr trockenes und strapaziertes Haar. Eine Kur ergänzt die Spülung, ersetzt sie aber nicht.

Wie wirkt eine Haarkur?

Die meisten Kuren öffnen die Schuppenschicht der Haare, um Pflegestoffe in der Tiefe einzulagern. Um die Wirkweise genauer zu erklären, hier ein kurzer Physik-Exkurs: Unser Haar ist negativ geladen. Je kaputter, desto negativer, was zu Frizz und unruhigen Haaren führen kann. Kuren sind meist kationisch, also positiv formuliert. Positiv und negativ ziehen sich an, wodurch die Haarkur vor allem an den Stellen andockt, wo Ihr Haar die Extra-Pflege besonders braucht.

Brauche ich wirklich eine Haarmaske?

Das kommt darauf an. Nicht jedes Haar benötigt Intensivpflege. Wenn Ihr Haar glänzt und gesund ist, reicht ein Conditioner eventuell aus. Sehr feine Haare könnten durch eine Maske beschwert werden. Haarkuren sind besonders ratsam bei gefärbten, blondierten, gesträhnten, brüchigen, splissigen und frizzigen Haaren.

Wie wendet man eine Haarkur richtig an?

Nach dem Shampoo und vor dem Conditioner. So geht’s richtig:

  1. Eine Maske gehört ins feuchte, nicht ins nasse Haar. Die Haare nach dem Shampoonieren sanft ausdrücken.
  2. Einen Klecks Kur ab Kinnhöhe bis in die Spitzen verteilen.
  3. Den letzten Rest auf den Händen ins Deckhaar geben. Die Ansätze aussparen, um sie nicht zu beschweren.
  4. Anschließend die Kur mit den Fingern oder einem Tangle Teezer im Haar verteilen.
  5. Die Einwirkzeit des Herstellers beachten und nicht überziehen. Eine Kur nicht über Nacht einwirken lassen, da die Haare brechen können, wenn die Maske auf dem Haar antrocknet.
  6. Gründlich ausspülen und danach einen Conditioner auftragen, um die Schuppenschicht zu schließen.

Bonus-Tipp: Wenn Sie nach dem Auftragen der Kur eine Duschhaube über die Haare ziehen, staut sich durch den Okklusionseffekt die Wärme der Kopfhaut an und die Kur wirkt besonders gut.

Wie oft sollte ich Haarmasken anwenden?

Im Schnitt etwa bei jeder vierten Wäsche. Wer nur einmal in der Woche wäscht, verwendet die Kur einmal im Monat. Wer zweimal wöchentlich wäscht, kurt alle 14 Tage.

Die 5 besten Haarmasken

Die VOGUE Beauty-Redaktion hat sich einmal quer durchs Sortiment getestet und empfiehlt diese Masken, da sie nahezu Wunderheilungen vollbringen, wenn es um geschädigtes Haar geht:

#1 Die beste Haarkur für blondierte Haare

Beim Blondieren wird das natürliche Farbpigment im Haar abgebaut. Zunächst das Eumelanin, das für die dunkle Färbung der Haare verantwortlich ist, anschließend das rötliche Phäomelanin. Der Prozess geht von dunkel über rot zu orange bis hin zu einem hellen Gelb. Selbst das hellste Blond behält nach dem Blondieren einen leicht gelblichen Unterton. Friseure gleichen diesen Stich mit einem Glossing oder einem Toner aus und veredeln das Blond in die gewünschte Farbrichtung: silber, sandig, golden, honigblond. Leider wäscht sich dieses Glossing mit der Zeit heraus. Hier kommt die getönte Haarmaske "Shade Variation Mask" von Christophe Robin ins Spiel. Der Farbton "Baby Blond" sieht im Topf dunkellila aus, aber die violetten Pigmente sind nötig, um einen Gelbstich auszugleichen. Violett ist die Komplementärfarbe von Gelb und gleicht einander aus. Je nach Stärke des Gelbstichs können Sie die Maske fünf bis maximal 20 Minuten einwirken lassen. Die Kur gibt es auch in Goldton, Kupfer, hell- und dunkelbraun.

Produkt: Christophe Robin Shade Variation Mask - Baby Blonde

#2 Die beste Haarkur für gefärbte Haare

Im Gegensatz zum Blondieren wird beim Färben künstliches Pigment tief ins Haarinnere eingelagert. Damit die Farbe hält, muss die Schuppenschicht der Haare intakt sein. Bei gesundem Haar liegt sie glatt und lückenlos an und hilft so, die Pigmente im Inneren zu halten. Häufiges Färben strapaziert das Haar, Teile der Schuppenschicht können herausbrechen, wodurch das Haar porös wird und die Farbe nicht mehr halten kann. Dies führt zu einem Teufelskreis: noch häufigeres Nachfärben, noch kaputtere Haare, die die Farbe noch schlechter halten können. Was gefärbte Haare deshalb brauchen, ist eine Maske, welche die geschädigte Schuppenschicht wieder rekonstruiert. Diese Kur von Kérastase schafft das mittels Aminosäuren, welche die natürlichen Haarbestandteile imitieren und die Haare von außen und innen wieder aufbauen, und Centella Asiatica, einer uralten Heilpflanze. Die Haare glänzen dadurch nicht nur mehr, sondern die Farbe hält auch bedeutend länger. Wodurch Sie künftig weniger häufig nachfärben müssen und Ihre Haargesundheit auf lange Sicht wieder herstellen können.

Produkt: Haarkur "Chroma Absolu Masque Chroma Filler" von Kérastase

#3 Die beste Haarkur für brüchige Haare

Diese Leave-in-Kur vollzieht quasi Wunderheilungen für strapazierte Haare. Um zu erklären, wie sie funktioniert, stellen Sie sich das Innere eines Haares wie eine Leiter vor. Jedes einzelne Haar besteht in seinem Kern aus Sprossen (Disulfidbrücken) und Holmen (Polypeptidbrücken). Wenn das Haar durch Färben, Blondieren oder Hitze geschädigt wird, werden die Sprossen und Holmen geschwächt und brechen. Infolgedessen verliert das Haar seine Elastizität und seinen Glanz und bricht irgendwann ab. Herkömmliche Bond-Building beziehungsweise Plex-Produkte können nur gebrochene Disulfidbrücken wieder verbinden. Die "Leave-in Molecular Repair Hair Mask" von K18 kann durch ein patentiertes Peptid auch die Längsverbindungen, also die Polypeptidbrücken reparieren und so den ursprünglichen, gesunden Zustand nachahmen. Der Effekt wäscht sich nicht wie bei herkömmlichen Haarkuren wieder aus.

Produkt: K18 Haarpflege "Biomimetic Leave-In Molecular Repair Hair Mask"

#4 Die beste Haarkur für lange Haare

Sie wollen Ihre Haare wachsen lassen? Dann brauchen Sie eine Intensivpflege, welche die Spitzen vor dem Austrocknen und somit vor Spliss und dem Abbrechen bewahrt. Die ultimative Pflege, um die Haarlängen vor der Schere zu bewahren, gibt es in der Drogerie: Die Elvital Dream Length Fiber Mask mit Pro-Kollagen mildert Schäden an der Haaroberfläche und hält die Haarspitzen gesund - für mehr Glanz und gesünder aussehendes Haar. Am besten nur auf die untersten Zentimeter auftragen, um die Haare nicht unnötig zu beschweren.

Produkt: "Elvital Dream Length XXL Fiber Mask" von L'Oréal Paris

#5 Die beste Haarkur für feines Haar

Menschen mit feinen Haaren schrecken häufig vor Haarkuren zurück, weil sie Sorge haben, die Intensivpflege könnte ihre Haare schlapp und platt machen. Diese Angst ist nicht ganz unberechtigt, da viele Kuren reichhaltige Öle enthalten, welche die Haare beschweren können. Allerdings splissen und brechen feine Haare auch besonders leicht und benötigen Intensivpflege deshalb noch eher als dicke Haare. Wählen Sie am besten eine Kur, die keinen zu hohen Ölanteil hat und sich stattdessen darauf konzentriert, die innere Struktur der Haare wieder aufzubauen - wie zum Beispiel die Pflege "N°8" von Olaplex. Die Maske lässt sich dank des praktischen Pumpspenders super dosieren. Für schulterlange feine Haare reicht schon ein Pumpstoß, den Sie am besten einmal in den Handflächen verreiben und dann mit gespreizten Fingern Ohrabwärts in den Haarlängen verteilen. So erhalten Sie das Volumen am Ansatz und geben den Spitzen trotzdem das Plus an Pflege, was sie brauchen.

Produkt: Olaplex No.8 Bond "Intense Moisture Mask"-Haarpflege

Haarkur ohne Silikone

Eine Haarkur ohne Silikone verspricht schonende Pflege, ohne Haare und Kopfhaut unnötig zu belasten. Silikon wird häufig in Haarpflegeprodukten eingesetzt, da es Glanz verleiht und für Geschmeidigkeit sorgt. Diese Effekte sind jedoch nur von kurzer Dauer: Der künstliche Film, den Silikone bilden, trocknet Haar und Kopfhaut aus. Zudem gelangt der Wirkstoff ins Abwasser und verschmutzt die Umwelt.

Warum sollte man eine Haarkur ohne Silikone verwenden?

Silikone sind synthetische Stoffe, die das Haar mit einer Schutzschicht überziehen. Dadurch kann es austrocknen, verkleben und an Volumen verlieren. Haarprodukte ohne Silikon bieten eine schonende und nachhaltige Alternative.

Vorteile einer silikonfreien Haarkur:

  • Pflegende Inhaltsstoffe wirken besser: Eine Silikonschicht verhindert, dass Vitamine, Fette und andere wertvolle Inhaltsstoffe in das Haar eindringen.
  • Schadstoffe können leichter austreten: Silikonhaltige Produkte lagern sich ab und bilden mit der Zeit Schichten. Dieser sogenannte „Build-up-Effekt“ hindert die Haut daran, Schadstoffe, Bakterien und Schweiß auszustoßen.
  • Haare werden mit Feuchtigkeit versorgt: Ein Silikonfilm ist wasser- und luftundurchlässig. Dadurch können die Haare Nährstoffe nicht mehr gut aufnehmen und trocknen unter der Hülle aus.
  • Langanhaltende Pflege: Silikone erzielen schnelle Effekte, ohne das Haar von Grund auf zu pflegen.
  • Gute Verträglichkeit: Je weniger künstliche Zusätze in Deinen Pflegeprodukten enthalten sind, desto geringer ist das Risiko von Allergien und Irritationen.
  • Nachhaltig und umweltschonend: Silikone gelangen ins Abwasser und sind nur schwer biologisch abbaubar.

Welche silikonfreie Haarpflege passt zu Dir?

Welche Haarkur ohne Silikone die beste für Dich ist, hängt von Deinen Bedürfnissen ab. Hast Du sehr trockenes Haar, kommen Haarbutter und Feuchtigkeitsmasken in Frage. Fettige Haare profitieren von Leave-in-Kuren und Sprays.

DIY Haarkur für trockene Haare | deep conditioner

Arten von Haarkuren ohne Silikone:

  • Haarmaske: Eine dickflüssige Creme, die Du ins feuchte Haar einmassierst und einwirken lässt. Anschließend spülst Du sie vollständig aus.
  • Leave-in-Haarkur: Wird nicht ausgespült. Nach der Haarwäsche massierst Du sie gut ins handtuchtrockene Haar ein.
  • Haarmilch: Ein Leave-in-Treatment mit milchiger Konsistenz, ideal für trockene, splissige Haare.
  • Haarbutter: Enthält oft Sheabutter oder Kakaobutter. Ins trockene Haar einmassieren, lange einwirken lassen und anschließend auswaschen.
  • Haarkuren in der Sprühflasche: Sehr handlich und lassen sich unterwegs gut verwenden. Sie können ins feuchte oder trockene Haar gegeben werden, aber bitte nicht ausspülen!

Tabelle: Haarkur-Empfehlungen nach Haartyp

Haartyp Haarkur-Art Wirkung
Trockene Haare Haarmaske, Haarbutter, Feuchtigkeitshaarkur Intensive Pflege, feuchtigkeitsspendend, fettend
Splissige Haare Anti-Spliss-Haarkur oder Serum Repariert & pflegt beschädigte Spitzen
Störrisches Haar Haarmaske oder Spray mit Jojobaöl oder Hyaluronsäure Anti-Frizz-Effekt, Geschmeidigkeit, bessere Kämmbarkeit
Fettiges Haar Leave-in-Haarkur, Haarkur-Spray nur für die Spitzen Leichte Pflege, ohne zu beschweren

Worauf sollte man beim Kauf einer silikonfreien Haarmaske achten?

Silikone sind unter verschiedenen Bezeichnungen in der Liste der Inhaltsstoffe zu finden. Zudem gibt es weitere Zusätze, wie Sulfate oder künstliche Duftstoffe, die schädliche Nebenwirkungen haben können.

Schädliche Inhaltsstoffe, die vermieden werden sollten:

  • Silikone: Erkennbar an den Endungen „-cone“ und „-xane“.
  • Parabene: Können den Hormonhaushalt aus dem Gleichgewicht bringen.
  • Tenside: Sodium Laureth Sulfate und Sodium Lauryl Sulfate (SLS) können die Haut reizen.
  • Alkohol: Kann Reizungen von Haut und Schleimhäuten herbeiführen.
  • Formaldehyd: Kann Stoffe miteinander verbinden und widerstandsfähig machen, aber auch gesundheitsschädlich sein.
  • Synthetische Duftstoffe und Farbstoffe: Können Unempfindlichkeiten verursachen und Allergien auslösen.

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