Haarkur für trockenes Haar: Die richtige Anwendung für eine gesunde und glänzende Mähne

Damit Ihre Haare wunderbar gepflegt, gesund und glänzend aussehen, reicht allein das Waschen mit Shampoo oft nicht aus. Vor allem bei bereits strapaziertem, widerspenstigem oder sprödem Haar sind Spülungen und Kuren die Basis für eine schöne Haarpracht.

Wenn allein Shampoo und Spülung nicht ausreichen, um Dein Haar umfassend zu pflegen und zu stärken, solltest Du zu einer nährenden Haarkur greifen. Damit reparierst Du Dein Haar und beugst Haarschäden effektiv vor.

Trockenes Haar kann eine echte Herausforderung sein, aber mit der richtigen Haarkur können Sie Ihre Mähne wieder zum Strahlen bringen. Lassen Sie uns einen Blick darauf werfen, was eine Haarkur für trockenes Haar leisten sollte und welche Optionen Ihnen zur Verfügung stehen.

Was ist eine Haarkur?

Zwischen einer Spülung und einer Kur gibt es ein paar Unterschiede. So darfst Du eine Spülung zum Beispiel nach jeder Haarwäsche anwenden, eine Kur dagegen kommt nur ein- bis zweimal pro Woche zum Einsatz. Auch wirkt sie länger ein und bleibt mindestens einige Minuten im Haar, um ihre volle Wirkung zu entfalten. Eine Kur beinhaltet Wirkstoffe, die das Haar umfassend nähren, die Widerstandskraft stärken und es regenerieren.

Darum sind Haarkuren vor allem dann empfehlenswert, wenn das Haar trocken, spröde und kraftlos oder die Haarstruktur geschädigt ist.

Was muss eine Haarkur für trockenes Haar können?

Eine gute Haarmaske für trockenes Haar sollte folgendes mitbringen:
  • Intensive Feuchtigkeit: Trockenes Haar braucht Feuchtigkeit, um wieder geschmeidig und gesund auszusehen.
  • Reparatur von Schäden: Trockenes Haar neigt dazu, brüchig und spröde zu werden.
  • Glättende Wirkung: Trockenes Haar kann oft auch frizzig und kraus sein. Eine gute Haarkur sollte helfen, die Haaroberfläche zu glätten und Frizz zu reduzieren, damit deine Strähnen wieder geschmeidig und glänzend aussehen.

Die richtige Anwendung einer Haarkur

Aber wie wendet man eine Haarkur richtig an? Und macht es Sinn, sie auch mal über Nacht einwirken zu lassen?

Damit die Pflege auch richtig wirken kann, ist es entscheidend, dass Sie Haarmasken auch richtig anwenden. Die erste Frage, die dabei häufig aufkommt, ist: Kommt die Haarmaske vor oder nach dem Shampoo? Und kommt nach der Haarkur noch Conditioner? Eigentlich ganz einfach: Eine Maske tragen Sie nach dem Haarewaschen und dem Auswaschen Ihres Conditioners auf das feuchte Haar auf.

Wenn Sie die Haarkur vor dem Waschen einarbeiten bzw. Haarmasken ins trockene Haar auftragen, kann die Pflege ihre Wirkung nicht gut entfalten. Denn erst durch das Haarewaschen wird die schützende Schuppenschicht des Haars geöffnet und die nährenden Inhaltsstoffe können ins Innere eindringen.

Schritt-für-Schritt-Anleitung zur Anwendung einer Haarkur:

  1. Vorbereitung: Waschen Sie Ihre Haare, verwenden Sie wie gewohnt eine Spülung und waschen Sie diese aus. Anschließend trocknen Sie das Haar mit einem Handtuch vorsichtig an.
  2. Haarmaske auftragen: Verteilen Sie die Maske mit einem grobzinkigen Kamm im feuchten Haar. So gelangt sie bis in die Spitzen und wird gleichmäßig verteilt. Arbeiten Sie die Pflege erst ab Ohrhöhe in die Längen ein, da das Haar am Ansatz von Natur aus fettiger ist. Eine Haarmaske zur Anwendung am Ansatz ist eher gegen trockene Kopfhaut geeignet.
  3. Einwirkzeit beachten: Wickeln Sie Ihr Haar anschließend in ein Handtuch und lassen Sie die Maske einwirken. Durch die entstehende Wärme öffnet sich die Schuppenschicht der Haare, sodass die Wirkstoffe besser eindringen können. Wie lange Sie die jeweilige Haarkur einwirken lassen müssen, entnehmen Sie einfach der Packungsbeilage.
  4. Haarkur auswaschen: Nach der Einwirkzeit spülen Sie Ihr Haar gründlich aus - erst mit warmem, zum Schluss noch mit kaltem Wasser.

Wünschen Sie sich vor allem eine Pflege gegen Spliss, können Sie die Haarmaske auch nur in die Spitzen einarbeiten. Für noch mehr Pflege besteht auch die Möglichkeiten, Haarmasken über Nacht einwirken zu lassen.

Wichtige Hinweise:

  • Übertreiben Sie es nicht, weniger ist mehr - eine haselnussgroße Menge reicht völlig, um das Haar mit der nährenden Kur zu ummanteln.
  • Massieren Sie die Kur am besten nicht in tropfnasses Haar ein, denn dann gelangen die Wirkstoffe nicht richtig in die Haare. Das Zauberwort ist: handtuchtrocken.
  • Verteilen Sie die Kur im kompletten Haar. Damit sie überall hingelangt, kämmen Sie das Haar am besten zwischendurch mit einem grobzinkigen Kamm durch.
  • Spülen Sie die Kur gründlich mit warmem Wasser aus und frisieren Sie Ihre Haare wie gewohnt.

Es genügt, eine Haarkur etwa einmal die Woche anzuwenden. Haben Sie aber sehr sprödes oder bereits geschädigtes Haar, darf die Kur ruhig auch zwei- bis dreimal in der Woche angewendet werden.

Je strapazierter das Haar ist, desto mehr Pflege benötigt es. Je feiner es ist, desto vorsichtiger sollten wir laut Sacha Schütte mit besonders reichhaltigen Produkten sein, um es nicht zusätzlich zu beschweren. Für alle Haartypen gilt: lieber eine Leave-In Pflege benutzen als eine Haarmaske. Diese ist speziell dafür entwickelt worden. Die ideale Routine beinhaltet bei jeder Haarwäsche ein Shampoo und eine Pflegespülung und anschließend eine Pflege mit einem Leave-in Produkt. Einmal die Woche sollte man die Pflegespülung zudem durch eine Haarmaske ersetzen.

So, nun wissen wir alle, wie es funktioniert - oder zumindest funktionieren sollte. Wie die Pflegeroutine bei jedem einzelnen aussieht, ist ohnehin total unterschiedlich. Das fängt allein bei der Haarwäsche an.

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Kann man eine Haarkur über Nacht einwirken lassen?

Dein Haar hat eine intensive Kur nötig, weil es spröde sowie kraftlos wirkt - warum also die Kur nicht einfach über Nacht im Haar lassen und morgens mit einer prächtig glänzenden und gesunden Mähne aufwachen? Im Prinzip lassen sich Kuren auch über Nacht verwenden, der Einwirkzyklus lässt sich fast beliebig dehnen. Greife zu einem passenden Produkt.

Die meisten Haarkuren sollen nur ein paar Minuten einwirken und geben Deinen Haaren innerhalb kurzer Zeit einen Boost. Hier sind die Wirkstoffe allerdings hochkonzentriert enthalten und Dein Haar kann am Morgen schnell „überpflegt“ wirken.

Wenn du eine Haarkur für die Nacht in Betracht ziehst, wähle eine mit einer dickeren, balsamartigen Textur. Diese tropft während des Schlafens weniger oder sorgt für Verschmutzung.

Haarmaske auf trockenem Haar anwenden?

Auf Social Media sehen wir immer öfter, dass die Haarmaske ins trockene Haar gegeben wird - aber bringt das überhaupt was bzw. mehr? Seit eh und je haben wir unsere Haarmasken - ganz klassisch - immer unter der Dusche ins feuchte Haar gegeben. Einwirken lassen, auswaschen, fertig. Allerdings gibt's jetzt immer öfter Haarmasken (vor allem auf Instagram), die ins trockene Haar aufgetragen werden. Wundermittel oder einfach nur Marketing?

Einen Vorteil hat es im Grunde nicht, aber es schadet auch nicht. Die Haarmasken werden dort in den meisten Fällen als Leave-in Pflege verwendet und sollen einen Schutzmantel um das Haar bilden. So angewandt können sie vielleicht noch zum Bändigen von kleinen Flyaways beitragen.

Allerdings wirken die Masken nur auf dem nassen Haar richtig gut - am besten, wenn sie unter der Dusche oder in der Badewanne angewendet werden und Wasserdampf an die Haarsträhnen kommt. Hinzu kommt außerdem, dass zu viel Haarmaske im trockenen Haar besonders bei glatter Haarstruktur sehr schnell unschön und fettig aussieht. Wollen wir das? NEIN!

Profi Sacha Schütte empfiehlt uns, Haarmasken nach der Haarwäsche zu verwenden (einmal pro Woche statt der Pflegespülung) und anschließend eine richtige Leave-In Pflege zu verwenden.

Beste Haarkur für trockenes Haar: Testsieger

Nach gründlichen Tests und Bewertungen haben sich diese Haarkuren besonders bewährt:

Produkt Eigenschaften
Schwarzkopf BC Bonacure Moisture Kick Treatment Gutes Preis-Leistungs-Verhältnis, spendet Feuchtigkeit, gibt Sprungkraft und Elastizität zurück, schützt vor Austrocknung.
Redken All Soft Heavy Cream Intensive Feuchtigkeit, seidige Geschmeidigkeit, reduziert übermäßiges Volumen, versiegelt die Haaroberfläche.
Moroccanoil Intense Hydrating Mask Intensiv pflegende Feuchtigkeitsmaske mit Arganöl, spendet viel Feuchtigkeit und kräftigt das Haar.
Kerasilk Regenerierende Maske Reichhaltige Haarmaske, die eine Extraportion Feuchtigkeit spendet und die Haarstruktur rekonstruiert.

Übrigens gibt es Haarkuren in der Regel für unterschiedliche Haartypen. Die Wahre Schätze Nährende Tiefenpflege-Maske mit Honig beispielsweise ist für strapaziertes und brüchiges Haar bestens geeignet.

Die Wahre Schätze 1-Minute Haarkur Argan & Camelia-Öl hilft bei geschädigtem und glanzlosem Haar.

Beste Haarkur für trockenes Haar: Hausmittel

Wenn du lieber auf natürliche Alternativen setzen möchtest, sind hier einige Hausmittel, die Wunder für trockenes Haar wirken können:

  • Kokosöl: Massiere eine großzügige Menge Kokosöl in dein trockenes Haar ein, lasse es etwa 30 Minuten einwirken und spüle es dann gründlich aus.
  • Avocado-Maske: Mixe eine reife Avocado mit einem Esslöffel Olivenöl zu einer glatten Paste. Trage diese Mischung auf dein trockenes Haar auf, lasse sie 20-30 Minuten einwirken und spüle sie dann gründlich aus. Deine Haare werden mit Feuchtigkeit versorgt und fühlen sich gestärkt an.

Haarkur für trockene Haare selber machen

Wer auf Natürlichkeit setzt, kann seine Haarkur für trockenes Haar selber machen. Die sogenannte Olivenöl-Haarkur für mehr Glanz und Kraft empfiehlt sich vor jeder dritten Haarwäsche.

Wie oft sollte man eine Haarkur machen?

Grundsätzlich empfiehlt es sich etwa ein- bis zweimal pro Woche eine Maske zu verwenden, um Schäden zu reparieren und vorzubeugen und das Haar mit Feuchtigkeit zu versorgen, die lange anhält. Wichtig ist aber, ein gesundes Mittelmaß zu finden. Natürlich ist auch Ihre Haarstruktur entscheidend für die Häufigkeit der Anwendung.

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