Bist du auf der Suche nach einer natürlichen Pflege für deine Haare? Möchtest du deine Locken mit einfachen Hausmitteln zum Glänzen bringen? Sind deine Haare trocken, frizzig und störrisch? Dann ist Leinsamengel genau das Richtige für dich!
Leinsamengel ist eines der beliebtesten Gele für Haare. Vor allem musst du dir keine Gedanken machen, wo du es kaufen kannst. Du kannst das Leinsamengel ganz einfach selber herstellen. Die Basis sind Leinsamen und Wasser. Leinsamen findest du überall in Deutschland - Supermarkt, Drogerie und natürlich online.
Leinsamen wird vor allem in der Küche eingesetzt. Leinsamen enthalten Schleimstoffe, welche in Verbindung mit Wasser aufquellen. Diese Stoffe bewirken, dass wir aus Leinsamen ein Gel für unsere Haare herstellen können. Zudem bilden die Schleimstoffe einen natürlichen Film um unsere Haare.
Das hergestellte Leinsamengel ist also ein natürlicher Befeuchter. Es verstärkt die Sprungkraft deiner Locken und Wellen und bringt sie zum Glänzen. Das Leinsamengel eignet sich hervorragend als Haargel für Locken, besonders für feines und/oder gering poröses Haar. Es ist sehr schwer, Leinsamengel überzudosieren.
Nachfolgend findest du eine einfache und schnelle Anleitung, um Leinsamengel selbst herzustellen. Danach wird erklärt, wie du es am besten auf lockigem Haar anwendest, um auch wirklich tolle Ergebnisse zu erzielen!
Leinsamengel selber machen ist so einfach. Du brauchst nur wenig Equipment und wenige Zutaten. Ok, auch einen Herd. So, nun zeige ich dir, wie du ganz einfach dein eigenes Leinsamengel selber machen kannst.
Hast du sehr hartes bzw. kalkhaltiges Wasser zu Hause, empfehle ich dir destilliertes Wasser. Das gibt es in so gut wie jeder Drogerie. Mineralarmes stilles Wasser aus der Flasche geht auch. Ich nehme meistens das Black Forest still. Falls du kalkhaltiges Wasser benutzt, kann Build-up vom Kalk die Folge sein.
Leinsamengel selber machen (Foto: CC0 / Pixabay / Monicore)
Extra Tipp: Die Leinsamen im Sieb kannst du im Kühlschrank aufbewahren und bis zu dreimal wiederverwenden.
Das Gel sollte einen leicht sauren pH-Wert (4,5-5,5) aufweisen, ähnlich wie deine Haare. Den pH-Wert überprüfst du mit solchen pH-Teststreifen. Bei mir hatte das Gel einen zu basischen pH-Wert (6,0-6,5). Ich habe dann einfach 4 Tropfen Zitronensaft hinzugefügt und danach war der Wert perfekt.
Damit das Gel länger haltbar ist, füllst du es in ein Gefäß mit Deckel. Alternative: Ich fülle ich das Leinsamengel am liebsten in eine goToob Flasche. Dauert insgesamt keine 10 Minuten. Bevor du es benutzt, lass das Gel unbedingt etwas abkühlen. Es muss nicht kalt sein. Es reicht schon lauwarm. Vor allem wenn du gering poröses Haar hast, kann es vorteilhaft sein wenn das Gel noch lauwarm ist.
Das Gel hält sich im Kühlschrank aufbewahrt circa ein bis zwei Wochen. Ungekühlt hält es sich maximal ein bis drei Tage. Riecht es säuerlich oder sieht komisch aus, ist es gekippt. Dann solltest du es nicht mehr benutzen.
Extra Tipp: Leinsamengel lässt sich prima einfrieren, genau wie der Rest aus deinem Sieb. Verdopple das Rezept und parke die Hälfte in deinem Tiefkühler. Brauchst du Nachschub, taust du den Vorrat rechtzeitig vor der nächsten Haarwäsche einfach auf. Mit einer zweiten goToob Flasche zum Einfrieren sparst du dir das Umfüllen. Silikon-Eiswürfelbehälter eignen sich ebenfalls wunderbar.
Perfekt ist es nicht. Diese Nachteile lassen sich jedoch durch weitere Zutaten weitestgehend ausmerzen. Wild irgendwelche Zutaten mischen? Davon halte ich wenig. Mach dir Gedanken. Was willst du mit diesen Extras erreichen? Mehr Feuchtigkeit? Mehr Halt? Mehr Geschmeidigkeit? Bessere Haltbarkeit? Teste immer eins nach dem anderen. Viele Stoffe haben Wechselwirkungen.
Denke immer daran: Teste eine Zutat nach der anderen, nicht alle auf einmal.
Alternativ zum Leinsamengel gibt es auch andere DIY-Rezepte für Haargel, die für die Curly Girl Methode (CGM) geeignet sind. Ein Rezept basiert auf Aloe Vera und Weizenproteinen:
Gut konserviert (1% der Gesamtformulierung) hält das DIY-Haargel ca. 6-12 Monate. Du musst es nicht im Kühlschrank aufbewahren.
In der Drogerie gibt es mittlerweile viele Lockenprodukte, aber nur sehr wenige sind wirklich zu empfehlen. Sie sind entweder vollgestopft mit synthetischen, umweltbelastenden Inhaltsstoffen, die die Haare eher beschweren als sie zu definieren. An der anderen Front sind die natürlicheren Produkte, die aber oft gar keinen Halt geben oder mit einer Menge Alkohol konserviert werden. Beides ist schlecht für Locken.
Es ist also nicht verwunderlich, dass Leinsamengel in der Locken-Community hoch im Kurs steht und als natürliche Alternative zu herkömmlichen Lockenprodukten gefeiert wird. Und tatsächlich, es hat aus vielerlei Hinsicht Vorteile: Es kann selbst gemacht werden, ist in Summe deutlich günstiger und besteht nur aus natürlichen Zutaten. Dadurch spart man sich zudem den unnötigen Verpackungsmüll.
Mit diesem Wissen und den Anleitungen kannst du nun dein eigenes Leinsamengel herstellen und deine Locken auf natürliche Weise pflegen und stylen!
tags: #Haargel #selber #machen #Rezept
Diese Website verwendet Cookies. Durch die weitere Nutzung der Seite stimmst du der Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen
Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn du diese Website ohne Änderung der Cookie-Einstellungen verwendest oder auf "Akzeptieren" klickst, erklärst du sich damit einverstanden.