Haarstyling: Gel oder Spray rein und fertig? Das geht, aber es gibt bessere Lösungen. Wie und womit du deine Haare richtig stylst, erfährst du hier. Gel, Wachs oder Paste - ist das am Ende nicht dasselbe? Eben nicht! Mit dem richtigen Stylingprodukt bringst du deine Haare viel leichter in die gewünschte Form, und der Look hält auch besser.
Dieser Artikel zeigt dir, welcher Stylinghelfer für welchen Look gedacht ist und wie man die Haarprodukte richtig benutzt.
Wenn du einen streng gescheitelten Look oder eine Haartolle im Retro-Stil bevorzugst, ist Pomade genau das Richtige. Für einen eher matten Look kommt Pomade in die trockenen Haare. Für einen glänzenden Wet-Look solltest du die Pomade ins feuchte Haar geben. Eine erbsengroße Menge reicht für feine Haare, bei dicken Haaren kannst du die Menge verdoppeln. Die Haare anschließend mit einem feinzinkigen Kamm in Form legen.
Perfekt für: streng gescheitelte Frisuren und Haartollen im Retro-Look
Das Finish: je nach Anwendung matt oder wet-glänzend, mit starkem Halt
Wenn dein:e Freund:in dir zwischendurch gern mit den Händen durch die Haare fährt, ist ein Wachs ideal. Einen erbsengroßen Klecks davon in den Handflächen verreiben und mit gespreizten Fingern die trockenen Haare in Form wuscheln. Zum Beispiel mit der Ponypartie nach vorn oder mit Scheitel lässig aus dem Gesicht. Ganz neu sind Wachs-Sprays, die einfach wie Haarspray aufgenebelt werden können, aber keinen Helm-Effekt verursachen.
Perfekt für: wuschelige Undone-Looks, die sich immer wieder neu formen lassen
Das Finish: leichter Glanz, mittlerer Halt
Haarpasten haben den Halt von Wachs, in der Regel aber ein mattes Finish. Das macht sie perfekt für Männer mit feinem und glattem Haar, die sich etwas mehr Volumen wünschen. Die Anwendung ist ähnlich wie beim Wachs: Ins handtuchtrockene oder geföhnte Haar geben und die Strähnen mit den Fingern in die gewünschte Form bringen.
Tipp: Wenn du deine Haare aus dem Gesicht stylen möchtest, kannst du eine Haarpaste auch als „Festiger“ zweckentfremden. Dafür schon im feuchten Haar verteilen und die Haare anschließend nach hinten föhnen - so bekommen sie mehr Standkraft. Danach noch einen zweiten Klecks in den Händen verreiben und die trockenen Haare in Form bringen.
Perfekt für: Männer mit feinem Haar, die mehr Volumen wollen
Finish: eher matt, mittlerer bis starker Halt
Kennst du das, wenn du einen Tag am Strand verbracht hast und deine Haare durchs Meerwasser so richtig gut liegen? Sie haben mehr Griff und sehen irgendwie voller aus. Für den Effekt musst dir nicht unbedingt einen Urlaub buchen, sondern kannst auch einfach ein paar Spritzer Salt-Spray ins feuchte Haar sprühen. Danach föhnen oder an der Luft trocknen lassen. Wenn du nicht willst, dass deine Haare zu gemacht aussehen, kannst du sie einfach so lassen. Oder die Haare mit Wachs noch etwas definieren. Weil die Strähnen jetzt schon mehr Griff haben, lassen sie sich viel besser in Form legen.
Perfekt für: alle Looks, die möglichst unfrisiert aussehen sollen
Das Finish: kein Glanz, leichter Halt
Puder sind dafür gedacht, den Haaren mehr Volumen zu geben, ohne sie zu verkleben. Sie kommen nur in die Ansätze. Wie bei einem Salzstreuer kopfüber aufstäuben oder eine kleine Menge in die Hände geben, verreiben und damit durch die Ansätze fahren. Achtung: Der Effekt ist sehr mattierend und das Haargefühl danach nicht jedermanns Sache. Mit etwas Wachs fühlt sich der Schopf danach wieder etwas weicher an.
Perfekt für: Männer mit sehr feinem, glattem Haar
Das Finish: besonders matt, guter Halt
Styling-Creme gibt den Haaren Glanz, aber nur ganz leichten Halt. Das macht Cremes perfekt für Männer mit längeren, lockigen Haaren, die sonst schnell "explodiert" aussehen können. Einen kirschgroßen Klecks in den Händen verreiben und ins feuchte Haar kneten. Die Locken anschließend am besten an der Luft trocknen lassen, dabei nicht mehr rein fassen und keinesfalls kämmen, sonst plustern die Haare schnell auf.
Perfekt für: Männer mit (mittel-)langen Locken
Das Finish: leicht glänzendes, flexibles Finishing
Viele Männer stylen ihre Haare nur mit Haarspray. Dabei ist es gar nicht dafür gedacht. Haarsprays werden nämlich dafür konzipiert, fertige Frisuren zu fixieren, damit sie nicht sofort wieder zusammenfallen. Beispiel: Du hast dir mit Wachs oder Paste die Haare aus dem Gesicht gestylt? Dann kannst du danach ein paar wenige Spritzer Haarspray darüber geben, damit dir der Pony nicht gleich wieder in die Stirn fällt. Benutzt du zu viel, verkleben die Haare zum Helm, und das sieht leider immer uncool aus.
Perfekt für: alle Frisuren, um sie zu fixieren
Das Finish: je nach Produkt glänzend oder matt und mit unterschiedlich starkem Halt
Haargel ist wie die Skinny Jeans für Frauen: Ziemlich kontrovers. Zumindest für alle, die beim Gedanken an das Styling-Gel noch in den Neunzigern feststecken. Denn Haargel kann inzwischen mehr als nur die steinharte Igel-Frisur, bei der die Haarspitzen in alle Himmelsrichtungen abstehen.
Haargel ist das beste Produkt, wenn man dem wilden Wuschelkopf Form und Struktur verleihen möchte. Nettes Extra: Das Styling hält sogar einem Schneesturm stand. Hier sind einige der Top-Produkte:
Anwendungstipps:
Haargel ist für seine festigenden Eigenschaften bekannt und sorgt für einen bombenfesten Wet-Look, der im Nachhinein nicht mehr verändert werden kann. Haarwachs ist dagegen natürlicher, griffiger und flexibler. Dadurch lässt sich die Frisur zwar immer wieder auffrischen - kann aber über den Tag auch in sich zusammenfallen. Die Pomade gleicht einer Paste auf Ölbasis, die widerspenstige Haare glättet, eine sehr gute Haltbarkeit gewährleistet und einen natürlichen Glanz hinterlässt, jedoch für fettiges Haar eher ungeeignet ist.
Von Leo DiCaprio in The Wolf of Wall Street über Harvey Spector (Suits) bis hin zu Daniel Craigs Auftritt als James Bond - Männer tragen Gel-Frisuren. Hier sind einige coole Styling-Ideen, die mit Haargel garantiert gelingen:
Viele Produkte enthalten Polyethylenglykol (PEG) oder dessen Derivate. Im Allgemeinen sind diese synthetischen Polymere recht gut für die Haut verträglich. Doch in manchen Fällen können sie Hautirritationen begünstigen und allergische Reaktionen hervorrufen oder in seltenen Fällen sogar Überempfindlichkeitsreaktionen - bis hin zu anaphylaktischen Schocks - auslösen. In der Umwelt gelten sie zudem als biologisch schwer abbaubar. Personen, die zu Hautirritationen neigen, sollten PEG-Produkte meiden.
Auch Alkohole, wie Ethanol, können die Haut reizen und austrocknen. Doch nicht jede Form von Alkohol ist schädlich für die Haut. Fettalkohole wie Cetyl Alcohol wirken pflegend und rückfettend.
Um das Risiko von Hautreizungen und allergischen Reaktionen zu verringern, sollten keine zu großen Mengen der Produkte aufgetragen werden. Wenn sich Jucken und Rötungen auf der Kopfhaut bemerkbar machen, sollte das Produkt nicht mehr angewandt werden.
Hier ist ein detaillierter Blick auf einige der besten Haargels für Männer:
| Produkt | Halt | Glanz | Besondere Eigenschaften |
|---|---|---|---|
| Schwarzkopf OSIS+ Rock Hard Glue | Ultra-stark | Extrem glänzend | Extrem starker Halt, ideal für extravagante Looks |
| Seb Man The Hero | Mittel | Natürlich | Maskuliner Duft, flexible Textur, ideal für Naturlocken |
| Wella Eimi Sculpt Force Flubber Gel | Extra stark | Glänzend | Leicht zu verteilende Textur, seidiges Haargefühl |
| American Crew Firm Hold Styling Gel | Stark | Natürlich | Pflegt und schützt das Haar mit Panthenol |
| Goldwell Stylesign Texture Lagoom Jam Styling Gel | Stark | Intensiv | Kann im handtuchtrockenen Haar trocken geföhnt werden |
Mit dem richtigen Haargel für Männer klappt es mit dem gewünschten Styling schnell und unkomompliziert. Darum sollte jeder Mann ein zum Typ passendes Haargel im Badezimmerschrank haben. Das spart Zeit, Frust und Geld.
tags: #Haargel #Männer #matt #Test
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