Kunden der beiden Discounter Aldi Nord und Aldi Süd konnten in einer bestimmten Woche "Wetteräpfel" als Aktionsartikel kaufen. Die sogenannten Wetteräpfel, waren extremen Wetterbedingungen, wie Hagel oder zu viel Sonne, ausgesetzt und weisen so kleine Schäden auf. Trotz ihrer Schönheitsfehler finden Sie den Weg ins ALDI Regal, denn sie schmecken genauso gut wir ihre makellosen Geschwister.
Durch die Aufnahme der sogenannten "Wetteräpfel" ins Aktionsangebot wollte Aldi ein weiteres Zeichen gegen die Verschwendung von Lebensmitteln setzen. ALDI SÜD setzt ein Zeichen und macht auf die Lebensmittelverschwendung aufmerksam.
Braune Stellen und leichte Verformungen: Solches Obst gelangt normalerweise gar nicht erst in den Handel. Und das aus gutem Grund, denn der Verbraucher greift nur bei optisch einwandfreien Produkten zu. Ist die Avocado zu matschig oder hat die Banane braune Stellen, bleiben sie liegen. Das ist ärgerlich. Und verschwenderisch.
Nun starten die beiden Discounter-Brüder Aldi Nord und Süd eine Aktion. Mit dem "Wetterapfel" gelangen Früchte mit Hagelschaden oder Spuren des zu trockenen Sommers in den Handel. Und das sieht man den Früchten auch an: Einige haben Dellen und Verformungen, andere haben braune Stellen. Laut dem Discounter tut das aber dem Geschmack keinen Abbruch. Die Äpfel würden sich zur Weiterverarbeitung anbieten.
ALDI Nord und ALDI SÜD verkaufen Äpfel mit Hagelschaden: Die so genannten „Wetteräpfel“ sind Äpfel, die unter extremen Wettereinflüssen gelitten haben und beispielsweise durch zu viel Sonne oder Hagel gezeichnet sind. Die Wetteräpfel sind diese Woche in allen ALDI Filialen als Aktionsartikel erhältlich.
Aldi verkauft Wetter-Äpfel: Wertschätzung gegenüber Lebensmitteln. Durch diesen besonderen Aktionsartikel möchte Aldi den Verbraucher darauf hinweisen, dass man wieder mehr Wertschätzung gegenüber Lebensmittel haben sollte. Obst und Gemüse seien Naturprodukte, bei denen es ganz normal sei, dass sie kleine Makel hätten.
Viele Lebensmittel werden aufgrund kleinerer Schönheitsfehler aber aussortiert und gelangen nicht in die Regale des Einzelhandels. ALDI SÜD bietet daher bereits Äpfel der Klasse II an: Die „Krummen Dinger“, die nicht so rund gewachsen sind wie andere Äpfel. In puncto Geschmack stehen sie den perfekt geformten Äpfeln aber in nichts nach.
Wetteräpfel bei Aldi Nord und Süd
Durch Hagelschäden kommt es oft dazu, dass dadurch ganze Ernten zerstört werden. Extreme Wetterereignisse treten immer häufiger auf und können ganze Ernten beeinflussen. Das kann für die Erzeuger enorme finanzielle Auswirkungen haben.
„Indem wir die Wetteräpfel abnehmen und vermarkten, schaffen wir für den Erzeuger einen Absatzmarkt. Ansonsten müssten sie die Äpfel zu einem geringeren Preis an die Industrie abgeben oder sie landen im Tierfutter oder in Kompostieranlagen“, sagt Dr. Julia Adou, Director Corporate Responsibility bei ALDI SÜD.
Als Beispiel führt der Discounter einen Erzeuger aus dem Alten Land auf. Ein Erzeuger, der von den Wetteräpfeln bei ALDI profitiert, ist Maik Stölken, Apfelbauer im Alten Land. „Im vergangenen Sommer hat es mir und vielen anderen Bauern buchstäblich die Ernte verhagelt“, berichtet Maik Stölken. Auf seinen 20 Hektar Anbaufläche waren nach starkem Hagelschlag fast 80 Prozent der Äpfel beschädigt.
„Eigentlich eine Katastrophe, denn die Äpfel landen nicht beim Verbraucher, sondern beim Verarbeiter. Für deutlich weniger Geld. Dann kam das Angebot von Aldi, die Äpfel abzunehmen und uns damit zu unterstützen“, zitiert Aldi ihn weiter.
Im Landkreis Garmisch-Partenkirchen musste die Feuerwehr am Donnerstagabend zu 47 Einsätzen ausrücken. Hagelschlag habe Dachfenster zerstört, bei Aldi in Oberau sei Wasser eingetreten, sagte ein Sprecher der Integrierten Leitstelle Oberland. Die Bundesstraße 2 sei in Oberau kurzzeitig unpassierbar gewesen. Keller seien überflutet worden.
Heftige Unwetter hatten bereits am Montagabend im Landkreis Rosenheim Scheiben zerschlagen. Nun meldete auch ein Sprecher der Integrierten Leitstelle Oberland, Hagelschlag habe Dachfenster zerstört, beim Supermarkt Aldi in Oberau sei Wasser eingetreten. Die Bundesstraße 2 sei in Oberau kurzzeitig unpassierbar gewesen, Keller seien überflutet worden.
Der Deutsche Wetterdienst hatte für die Region vor extremen Gewittern gewarnt und die höchste Warnstufe ausgerufen.
In Bayern werden heftige Unwetter erwartet. Der Wetterdienst kündigt auch für den Freitag ab Mittag teils heftige Gewitter an, vor allem im östlichen Bayern.
Viele Lebensmittel gelangen aufgrund optischer Makel nicht in die Regale der Supermärkte und werden aussortiert. Um auf diese Form der Lebensmittelverschwendung aufmerksam zu machen, bietet ALDI SÜD Möhren und Äpfel der Klasse II an.
Die „Krummen Dinger“, wie sie bei ALDI SÜD gekennzeichnet werden, können Schönheitsfehler aufweisen. In puncto Geschmack stehen sie ihren makellosen Artgenossen aber in nichts nach. Die Bio-Karotten werden ab Ende August, die Äpfel ab Ende September bei ALDI SÜD erhältlich sein.
Im Fokus der Diskussion steht insbesondere der Bereich Obst und Gemüse. „Mit dem Angebot ‘zweitklassiger‘ Ware erweitern wir unsere Toleranzen im Einkauf und setzen ein Zeichen gegen Lebensmittelverschwendung in der Lieferkette. Gleichzeitig möchten wir unsere Kunden davon überzeugen, dass auch Obst- und Gemüse-Produkte mit kleinen optischen Fehlern trotzdem von ausgezeichneter geschmacklicher Qualität sein können“, erklärt Philipp Skorning, Group Buying Director und verantwortlich für Qualitätssicherung und Corporate Responsibility bei ALDI SÜD.
Das Institut für Nachhaltige Ernährung (iSuN) der Fachhochschule Münster beschäftigt sich seit mehreren Jahren aktiv mit dem Thema der Reduktion von vermeidbaren Lebensmittelabfällen. In Kooperation mit ALDI SÜD werden sie den Verkauf der „Krummen Dinger“ begleiten und wissenschaftlich auswerten. Vorrangiges Ziel dabei ist, die Ursachen für Lebensmittelverluste zu erkennen und weitere Reduktionspotentiale zu identifizieren.
Als Teilnehmer des EU-Projekts „REFRESH“ hat sich ALDI SÜD weiterhin dazu verpflichtet, mithilfe unterschiedlicher Maßnahmen daran mitzuwirken, Lebensmittelverluste und -abfälle zu verringern.
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