Viele Menschen färben ihre Haare, um graue Strähnen zu verdecken oder ihren Look zu verändern. Allerdings können einige Inhaltsstoffe in konventionellen Haarfarben gesundheitsschädlich sein. Die Zeitschrift Ökotest hat im Mai 2016 natürliche Haarfärbemittel auf Ihre Inhaltsstoffe überprüft und die Testsieger für pflanzliche Haarfarbe gekürt. Auch in diesem Test zeigte sich wieder, dass Produkte, die die verschiedenen Naturkosmetik Siegel tragen, am sichersten sind.
Dieser Artikel beleuchtet die Problematik von schädlichen Inhaltsstoffen in Haarfarben und stellt sicherere Alternativen vor, insbesondere solche ohne Phenylendiamin (PPD) und Toluylendiamin, die häufig Allergien auslösen können.
Ca. 70 Prozent der Frauen färben ihre Haare, meist um graue Strähnen zu verdecken. Einige der Farbstoffe in den konventionellen Produkten haben sich als krebserrregend oder extrem allergisierend erwiesen. Damit die Haare dauerhaft gefärbt werden, werden aromatische Amine eingesetzt. Diese können jedoch schwere allergische Reaktionen hervorrufen. Einige sind sogar als sog. CRM Stoffe gekennzeichnet. Sie weisen entweder ein krebserregendes, erbgutveränderndes oder reproduktionstoxisches Potenzial auf. Seit 2003 wurden bereits 181 Färbe-Substanzen verboten und 106 mit Grenzwerten belegt.
Haarfärbemittel enthalten stark schädigende und teilweise krebserregende Chemikalien, die während des Färbens nicht nur über die Kopfhaut in den Blutkreislauf, sondern auch über die Atemwege in die Lunge gelangen. Insbesondere aromatische Amine wie 2,5-Toluylendiamin (PTD), p-Phenylendiamin (PPD) und Hydroxyethyl-p-Phenylendiamin sind in Haarfärbemitteln enthalten und gelten als starke Allergene.
Ein weiteres aromatisches Amin ist p-Aminophenol, das als erbgutverändernd und krebserregend gilt. Daher ist es in Kosmetika im Allgemeinen verboten - dennoch darf es per Sondergenehmigung in vielen Haarfärbemitteln eingesetzt werden, wenn eine bestimmte Grenzmenge im Produkt nicht überschritten wird.
Der Markt für natürliche Haarfarben ist eindeutig auf Frauen ausgerichtet und boomt. Da das Bewusstsein über die Inhaltsstoffe durch den Naturkosmetiktrend in den letzten Jahren stark zugenommen hat und auch die Friseure nicht immer die besten Ratgeber sind, wenn es um die Bestandteile der von ihnen verwendeten Produkte geht, greifen ca.
Aber auch beim Griff ins Verkaufsregal muss die aufgeklärte Konsumentin aufpassen, nicht doch Produkte mit Chemie zu kaufen, obwohl die Produkte mit Begriffen wie „Henna“, „Organic“, „Natural“, „Bio-“ werben. Pflanzenzusätze machen aus einer Haarfarbe noch lange keine Pflanzenhaarfarbe. Das zeigt unser Test von 17 braunen Haarfarben. In einigen Fällen enthalten die getesteten Produkte neben natürlichen Inhaltsstoffen auf pflanzlicher Basis auch potenziell allergieauslösende und hautreizende Problemstoffe. Es gibt Haarfarben im Handel, die für Verbraucherinnen und Verbraucher aufgrund ihrer Aufmachung rein pflanzlich daher kommen, es allerdings nicht sind.
Der am häufigsten eingesetzte Pflanzenfarbstoff ist Henna. Henna wird schon seit Jahrtausenden für die Färbung von Haut und Haaren eingesetzt wird. Es wird in Nord- und Ostafrika sowie in weiten Teilen Asiens angebaut. Aus den Blättern des Strauches wird Hennapulver hergestellt.
Stattdessen wird hier neben Henna auch zu anderen Naturprodukten wie Walnussschalen, Weizenauszügen, Kaffee, Kamille, Hibiskus, Roter Bete oder schwarzem Tee gegriffen. Diese Naturfarben lagern sich nur an der Haaroberfläche an. Ganz im Gegenteil: Eine natürliche Haarfärbung wird sogar als Haarkur verstanden, die das Haar pflegt und stärkt. Auch ergrautes Haar kann vollständig abgedeckt werden.
Pflanzenfarben haben jedoch gerade bei der Grauabdeckung mit dem Vorurteil zu kämpfen, dass sie nicht wirken. Zudem ist die Anwendung der pflanzlichen Haarfarben deutlich aufwändiger als das Zusammenmischen eines Chemiecocktails. Das zeigen auch die Rezensionen, z.B. bei Amazon, wo trotz vieler positiver Rezensionen bei der ein oder anderen Anwenderin beim Färben grauer Haare mit Naturfarben plötzlich blaue oder grüne Stellen entstehen. Übung und Geduld sind gefragt, um persönlich das beste Mischverhältnis zu finden. Aber es ist möglich auch bei grauen Haaren auf Chemie zu verzichten.
Wichtig zu wissen: Weil Pflanzenhaarfarben die ursprüngliche Haarfarbe wie eine Lasur überziehen, leisten sie keine hundertprozentige Abdeckung. Das Farbspektrum für Pflanzenfarben ist inzwischen riesig und bietet zahlreiche Nuancen zwischen Blond, Rot, Braun und Schwarz. Regel dabei: Dunkler geht immer.
Gute Vorbereitung ist wichtig. Vor dem Färben Reste von silikonhaltigen Shampoos oder Spülungen mit einer Tiefenreinigung auswaschen. Ganz entscheidend ist die richtige und konstante Temperatur des Färbebreis: Richten Sie sich dabei akribisch nach den jeweiligen Angaben. Während des Auftragens die Farbe konstant auf Temperatur halten, am besten in einem Wasserbad. Solange sie einwirkt, die Haare mit Folie oder Handtuch warm und am besten auch feucht halten.
Die Haare sind trocken und haben einen Grünstich? Probieren sie es mit heiß föhnen. Im Laufe der ersten beiden Tage können sich die Farben auch noch entwickeln oder nachdunkeln und sollten deshalb nicht mit Shampoo gewaschen werden.
Für Allergiker gibt es mittlerweile spezielle Haarfärbemittel, die ohne die üblichen allergieauslösenden Inhaltsstoffe auskommen. Im Folgenden stellen wir zwei besonders empfehlenswerte Produkte vor: Wild Color Haarfarbe ALL FREE und WECOLOUR Haarfarben.
Die Wild Color All Free Haarfarbe ist ideal für Menschen mit empfindlicher Haut, da sie frei von PPD, Ammoniak und Parabenen ist. Eine weitere Besonderheit dieser Haarfarbe ist die größere Tube mit 180 ml, was das Dreifache einer herkömmlichen Haarfarbe beträgt. Durch die Verwendung von Wild Color Haarfarbe ALL FREE können Allergiker eine sichere Haarfärbung genießen, ohne Angst vor allergischen Reaktionen haben zu müssen.
WECOLOUR Haarfarben wurden speziell für Menschen mit Allergien gegen herkömmliche Haarfärbemittel entwickelt. Eine weitere wichtige Eigenschaft von WECOLOUR Haarfarben ist die breite Farbpalette, die auch Rottöne umfasst. Vor der Anwendung von WECOLOUR Haarfarben wird empfohlen, einen Allergietest durchzuführen, um sicherzustellen, dass keine allergische Reaktion auftritt.
Um allergikerfreundliche Haarfarben sicher und effektiv anzuwenden, gibt es einige wichtige Tipps zu beachten. Für die Anwendung sind geeignete Hilfsmittel wie ein Kunststoff- oder Glastiegel, ein Pinsel und ein altes Handtuch erforderlich. Diese Utensilien erleichtern das Auftragen der Haarfarbe und verhindern unerwünschte Flecken. Zwischen den Anwendungen sollte ein Zeitraum von 4-6 Wochen eingehalten werden, um die Haarstruktur zu schonen.
Wer jetzt behauptet, krebserregende Stoffe und erbgutverändernde Substanzen gepaart mit Kontaktallergenen seien Schnee von gestern täuscht sich: Ökotest veröffentlichte erst im Februar dieses Jahres eine Testreihe mit 14 verschiedenen bunten Haarfarben. Das Testergebnis ist niederschmetternd: 3 der Farben wurden mit „mangelhaft“ bewertet, die übrigen 11 bekamen sogar ein „ungenügend“.
Wir haben 17 alternative Haarfarben eingekauft und getestet. Dabei zeigt sich: Natürliche Haarfarben sind für Verbraucherinnen und Verbraucher gar nicht so einfach zu erkennen. Aromatische Amine gehören zu synthetischen Farbstoffvorstufen. Einige dieser Stoffe werden vom EU-Beratergremium für Verbrauchersicherheit (SCCS) als starke oder sogar extrem starke Kontaktallergene eingestuft. Haben solche Stoffe erst eine Kontaktallergie mit schmerzhaften Rötungen, Schwellungen und Juckreiz ausgelöst, besteht die Allergie ein Leben lang. Bereits ein Selbsttest kann eine Allergie hervorrufen. Deshalb chemische Haarfarben auf keinen Fall vorab in der Armbeuge testen. Denn ob der Körper eine Allergie entwickelt, hängt auch von der Häufigkeit des Kontakts mit den Allergenen ab.
Allzu bunt treibt es eine Haarfarbe im Test. Unter ihren insgesamt sechs verschiedenen aromatischen Aminen befindet sich auch p-Aminophenol.
Die Testmethoden umfassten:
Haarfärbemittel enthalten oft eine Vielzahl von Chemikalien, die für Allergiker problematisch sein können. PPD ist einer der bekanntesten und häufigsten Allergieauslöser in Haarfärbemitteln. Es hat eine hohe Fähigkeit, Allergien auszulösen, und kann bei empfindlichen Personen zu schweren Reaktionen führen. Es ist wichtig, die Inhaltsstoffe von Haarfärbemitteln genau zu überprüfen, bevor man sich für ein Produkt entscheidet.
Allergische Reaktionen auf Haarfärbemittel können vielfältig sein und treten oft an den Stellen auf, die direkt mit der Haarfarbe in Kontakt kommen. Zu den häufigsten Symptomen gehören Juckreiz, Brennen und Rötung der Kopfhaut. Ein weiteres häufiges Symptom ist die Schwellung der Kopfhaut, die durch den Kontakt mit den allergieauslösenden Stoffen in den Haarfärbemitteln verursacht wird. In einigen Fällen kann es auch zu Blasenbildung kommen, was besonders schmerzhaft und unangenehm ist.
Neben den Hautreaktionen können auch andere Symptome wie Kopfschmerzen, Übelkeit und Atembeschwerden auftreten. Diese Nebenwirkungen sollten ernst genommen werden, da sie auf eine schwere allergische Reaktion hinweisen können.
Dank der natürlichen Haarfarbe ist das Graue Haare abdecken ohne Chemie heute problemlos möglich. Jedes Haar ist anders, es gibt unterschiedliche Graustufen. Wer sein Haar mit natürlichen Haarfärbemitteln färben will und seine Haare und Kopfhaut vor der chemischen Keule schützen möchte, sollte etwas Geduld mitbringen, um sein persönliches Optimum aus Menge, Mischverhältnis und Einwirkzeit zu finden.
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