Ob Haarfarben-Trends wie Ginger Hair, Dauerbrenner wie Balayage oder ganz klassische Nuancen - frisch gefärbte Haare verleihen unserem Selbstbewusstsein einen Sofort-Boost. Doch was passiert, wenn man es mit der Einwirkzeit übertreibt? Dieser Artikel beleuchtet die potenziellen Folgen einer zu langen Einwirkzeit von Haarfarbe und gibt Tipps für eine schonende Haarfärbung.
Zunächst ist es wichtig, die verschiedenen Arten der Haarfärbung zu unterscheiden:
Ob Intensivtönung, Coloration oder Blondierung - alle drei Varianten können Ihren Haaren auf Dauer schaden. Zu häufiges Färben kann die Struktur Ihrer Haare angreifen und zu spröden Strähnen führen, die anfällig für Spliss und Haarbruch sind. Eine wichtige Rolle spielt auch Ihr Haartyp: Während Sie feine und bereits angegriffene Haare so selten wie möglich chemisch behandeln sollten, stecken dicke, gesunde Haare die ein oder andere Coloration problemlos weg.
Laut Haar-Experten sollten Sie daher mindestens sechs bis acht Wochen Pause zwischen den Anwendungen einlegen. Kein Problem mit unseren Préférence Premium-Haarfarben!
Oxidationsmittel, wie Peroxid und Ammoniak sind bekannt für ihre austrocknende und schädigende Wirkung.
Du hast die Haarfarbe länger einwirken lassen, als auf der Packung angegeben? Die Wirkung geht nach und nach verloren, ist irgendwann ganz aufgebraucht. Eine zu lange Einwirkzeit führt insofern nicht zu unregelmäßiger oder fleckiger Färbung, greift das Haar auch nicht mehr an als ohnehin. Was aber natürlich eintreten kann: Die Färbung fällt dunkler oder intensiver aus, als du das geplant hattest.
Dieses Beispiel zeigt, dass die Einhaltung der empfohlenen Einwirkzeit nicht nur eine formelle Richtlinie ist. Farbhersteller führen Labortests durch, um die ideale Zeit zu bestimmen, in der die Farbe den gewünschten Farbton erreicht, ohne das Haar übermäßig zu schädigen.
Umgekehrt kann eine zu kurze Einwirkzeit dazu führen, dass das Pigment nicht gleichmäßig "haftet", insbesondere wenn man graue Haare färbt, dunkles Haar aufhellt oder den Farbton radikal ändert.
Je nach Haarfarbe, Struktur, Temperatur und Konzentration der Blondierung variiert auch die Einwirkzeit. 2 Minuten zu lang können hier schon für unangenehme Überraschungen sorgen und zu Schäden an den Haaren oder der Kopfhaut führen. Grundsätzlich gilt, dass eine Blondierung nie länger als 40 Minuten auf dem Kopf bleiben sollte. Werfen Sie mindestens alle 10 Minuten einen Blick darauf, um auf unschöne Veränderungen schnell reagieren zu können.
Haarfarben sind jedoch alles andere als gesund. Natürlich werden die Gifte auch eingeatmet und gelangen so auch über die Atemwege in den Körper. Mit einem einmaligen Färben ist es ausserdem nicht getan, denn der Ansatz muss fortan im drei- bis sechswöchigen Abstand nachgefärbt werden.
Zu den problematischen Inhaltsstoffen zählen beispielsweise die aromatischen Amine. Dazu gehören Stoffe wie 2,5-Toluylendiamin (PTD), p-Phenylendiamin (PPD) und Hydroxyethyl-p-Phenylendiamin. Alle drei gelten als starke Allergene. Zwei weitere aromatische Amine sind 6-Amino-m-Cresol und 5-Amino-6-Chloro-o-Cresol. Für beide ist noch nicht eindeutig geklärt, ob sie unbedenklich sind.
Ein weiteres aromatisches Amin ist p-Aminophenol. Es gilt als erbgutverändernd und krebserregend und soll ausserdem die Fruchtbarkeit einschränken können. Eigentlich ist es in Kosmetika verboten.
In vielen Haarfarben steckt ferner Resorcin, das die Haut reizt, für Allergien sensibilisiert und ebenfalls erbgutverändernd wirken kann. Darüberhinaus finden sich in Haarfarben die üblichen Stoffe herkömmlicher Kosmetika wie PEG/PEG-Derivate (machen die Haut durchlässig für Schadstoffe), halogenorganische Verbindungen, bedenkliche UV-Filter, allergene Duftstoffe.
Im Jahr 2014 veröffentlichten schwedische Forscher eine Studie, in der sie die Chemikalienbelastung von Friseuren untersuchten. Für die Studie wurde das Blut von 295 Friseurinnen untersucht, ferner von 32 Personen, die regelmässig ihre Haare färbten und von 60 Personen, die im letzten Jahr keine Haarfärbemittel genutzt hatten.
Die Spiegel jener krebserregenden aromatischen Amine, die sich o- und m-Toluidine nennen, waren im Blut der Friseure umso höher, je häufiger sie bei ihren Kunden die Haare färbten (insbesondere hell färbten).
Brustkrebs ist der zweithäufigste Krebs weltweit und der häufigste bei Frauen. Es zeigte sich, dass das Risiko für Brustkrebs umso höher war, je häufiger Haarfarben und Glättungsmittel verwendet wurden.
Um die Haare möglichst schonend zu färben, sollten folgende Tipps beachtet werden:
Eine gute Vorbereitung ist entscheidend für ein gelungenes Farbergebnis:
Immer mehr Menschen greifen zu natürlichen Alternativen wie Henna, Indigo oder Kräutermischungen. Nicht nur wegen der Gesundheit, sondern auch wegen der geringeren Auswirkungen auf die Umwelt. Natürliches Färben ist ein Prozess, der Geduld erfordert. Die Farbe wird meist mit Wasser gemischt, lässt sich "reifen" und wird dann auf das Haar aufgetragen, wo sie möglicherweise zwei Stunden lang einwirkt.
Wenn es Blond, Braun, Rot oder Schwarz an Leuchtkraft fehlt, ist häufig nicht nur die Haarfarbe verblasst, sondern die Haare sind trocken, stumpf und spröde. Farbshampoos, Farbconditioner und ein Glossing für die Haare helfen nicht nur beim Auffrischen der Haarfarbe ohne Ammoniak und ohne Färben, sondern unterstützen das Haar gleichzeitig mit Pflege.
| Produkt | Wirkung | Anwendung | Haltbarkeit |
|---|---|---|---|
| Farbshampoo | Reinigt mild und belebt die Haarfarbe | Wie normales Shampoo | 2-3 Haarwäschen |
| Farbconditioner | Farbaktivierung und Farbauffrischung | Nach der Haarwäsche auftragen | Bis zur nächsten Haarwäsche |
| Glossing | Pflegende Tönung für die Haare | Auf handtuchtrockenes Haar auftragen | Bis zu 10 Haarwäschen |
Die Beachtung der Empfehlungen des Herstellers, die Kenntnis Ihrer eigenen Haare und ein schonender Ansatz sind der Schlüssel zum Erfolg - und zu schönem, gesundem Haar.
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