Der natürliche Weg: So lässt du deine Haarfarbe rauswachsen

Viele Frauen, die ihre Haare seit Jahren färben, kennen das Problem: Der Wunsch nach der natürlichen Haarfarbe kommt auf, aber der Übergang scheint schwierig. Wie lässt man also die Haarfarbe rauswachsen, ohne ständig den Ansatz nachfärben zu müssen? Dieser Artikel gibt dir Tipps und Tricks, wie du den Übergang meistern und deinen natürlichen Look selbstbewusst präsentieren kannst.

Warum der Mut zur Natürlichkeit?

Wir von Garnier lieben es, dass natürliche Schönheit voll im Trend liegt und wir uns endlich von künstlichen Schönheitsidealen verabschieden. Ob No-Make-up-Look, natürliche French Nails oder Mut zum Grau - die neuen Beauty-Trends ermutigen uns endlich dazu, uns selbst treu zu bleiben. Stell Dir vor: Keine regelmäßigen Friseurbesuche mehr, kein ständiges Ansatzfärben und nie wieder nervige Haarfärbe-Fails. Stattdessen genießt Du die Freiheit, Dein natürliches Haar in all seiner Schönheit zu zeigen - weniger Stress und mehr Zeit für Dich.

Noch vor einigen Jahren war der natürliche Farbwechsel unserer Haare ein echtes No-Go und wir konnten gar nicht schnell genug zur Tönung greifen, um erste graue Strähnchen zu verstecken. Damit ist zum Glück Schluss. Dazu kommt der Granny Hair-Trend, der zeigt, dass graues Haar alles andere als langweilig, sondern eigentlich super-cool und modern ist.

Einer der wichtigsten Vorteile ist, dass Du Deinem Haar etwas Gutes tust. Ständiges Färben und Blondieren trocknet Dein Haar auf Dauer aus und schwächt es, was zu Spliss, Haarbruch und einer insgesamt strapazierten Haarstruktur führen kann.

Der Übergang zu grauem Haar: Eine persönliche Erfahrung

Vor einem Jahr habe ich Schluss mit Farbe gemacht und hab‘ aufgehört, mir die Haare zu färben. Ab sofort wollte ich meine grauen Haare wachsen lassen. Und zwar „Cold Turkey“, also mit krassem von-dunkelbraun-zu-grau-Ansatz und schlimmem Übergang. Viele empfinden das als mutig. Ich bereitete mich mental auf garstige Kommentare meiner Mitmenschen vor. Denn aus Erfahrungsberichten im Internet wusste ich: Frauen mit grauen Haaren sind Freiwild. Freiwild für ungefragte Meinungsäußerungen von Fremden. Kennt man ja aus Schwangerschaft und Mutterschaft.

Ich legte mir also schon ein paar Sprüche zurecht, um gegebenenfalls kontern zu können. Und auch sonst erwartete ich eine Art Grenzerfahrung beim Übergang zu grauem Haar. Ein Bad Hair Day würde nichts dagegen sein. Es würde psychologisch alles so krass anstrengend werden, dass wahrscheinlich am Ende eine Therapie nötig wäre. Aber trotzdem, meine Entscheidung stand fest: ich würde meine grauen Haare wachsen lassen. Komme, was wolle.

Und dann passierte: Nichts. Keine Dramen. Keine Hater. Keine Story. Ich wünschte ja, ich hätte eine dramatische Geschichte zu erzählen. Aber graue Haare bekommen, war einfach total unspektakulär. Keine blöden Sprüche. Keine Menschen, die schreiend vor mir wegliefen. Keine Nervenzusammenbrüche (außer halt die üblichen, weil mein Glätteisen mich sabotiert). Irgendwann hatte ich meine tollen Konter-Sprüche vergessen und wenn mich heute jemand blöd wegen meiner grauen Haare anmachen würde, wäre ich total unvorbereitet und würde wahrscheinlich heulend zusammenbrechen. Oder auch nicht. Weil es mich nämlich nicht die Bohne kümmert.

Ich bin super happy damit, dass ich jetzt meine Naturhaarfarbe trage und frage mich: Warum habe ich das nicht schon viel früher gemacht? Was für eine Befreiung, nicht mehr ständig Zeit und Geld mit Haare färben zu verschwenden!

Meine Naturhaarfarbe ist sogar dunkler als das Braun, das ich mir gefärbt hatte. Da war der Wechsel von der Chemie zur Natur einfach nicht so heftig, wie erwartet. Entsprechend mild war die Reaktion anderer auf den Übergang. Die ersten paar Monate haben manche zwar etwas irritiert gekuckt. So im Sinne von: „Oh, die muss aber auch bald mal wieder ihre Haare nachfärben“. Aber nach ’ner Zeit, war dann klar: das ist Absicht. Jetzt, nach über einem Jahr ist der Großteil meiner schulterlangen Haare Natur.

Tipps für den Übergang

Wie kannst Du den Übergang mit Farbe kaschieren? Es gibt verschiedene Techniken, um den Übergang von Deiner Naturhaarfarbe oder von gefärbtem zu grauem Haar zu kaschieren:

  • Strähnchen: Sie eignen sich wunderbar dafür, den Übergang der grauen Haare zu Deinem Ausgangston zu verwischen. Je feiner die Strähnchen, desto feiner der Übergang.
  • Balayage: Möchtest Du einen natürlichen Übergang bei langen, grauen Haaren schaffen, ist Balayage eine tolle Alternative. Die Technik, bei der Du die Strähnen frei Hand ins Haar „malst”, kreiert einen natürlichen und fließenden Farbverlauf.
  • Coloration: Hast Du bereits graue Haare, die aber noch etwas ungleichmäßig durchschimmern, hilft eine sanfte Coloration dabei, den Look zu veredeln.
  • Deckkraft: Du willst den lästigen Übergang so schnell wie möglich loswerden? Dann muss ordentlich Deckkraft her. Unsere permanente Haarfarbe Color Sensation bietet eine intensive Deckkraft, die Deinem Haar einen glänzenden, gleichmäßigen Farbton verleiht.

Welche Frisuren und Haarstyles eignen sich für die Übergangsphase?

Nicht nur mit der richtigen Färbe-Technik, auch mit der passenden Frisur schaffst Du es, die Übergangsphase zu komplett ergrautem Haar zu rocken. Um den grauen Ansatz zu kaschieren und harmonisch in Dein Styling zu integrieren, sind fransige Schnitte oder weiche Stufen ideal. Diese Frisuren schaffen nicht nur Dimension, sondern sorgen auch für ein schönes Blending zwischen der natürlichen Haarfarbe und dem Grau.

  • Kurzhaarfrisuren: Ein cooler Pixie Cut oder ein kurzer Bob eignen sich perfekt als Start in Dein „Grey Hair“-Abenteuer.
  • Long Bob: Wenn Du Deine Haare nicht zu kurz schneiden möchtest, ist ein eleganter Long Bob eine gute Alternative. Der Lob ist besonders vielseitig und sieht sowohl glatt als auch wellig einfach trendy aus.
  • Shag Cut: Mit einem Shag Cut bringst Du ordentlich Bewegung und Struktur ins Haar. Der Haarstyle funktioniert besonders gut, wenn Du bereits welliges oder lockiges Haar hast.
  • Messy Bun: Nicht nur ein echter All-Time-Favorite, sondern auch super-praktisch: Der Messy Bun. Mit der lässigen Hochsteckfrisur lenkst Du geschickt von den herauswachsenden Haaren ab und sorgst gleichzeitig für ein entspanntes Styling.
  • Zöpfe: Auch mit Zöpfen kannst Du den Übergang kinderleicht kaschieren.

Peppe Deine Frisuren mit stylischen Haar-Accessoires, wie Haarreifen, Haarbändern oder trendigen Haar-Clips auf.

Die richtige Pflege für graues Haar

Neben den richtigen Färbe-Techniken und Frisuren spielt auch die Pflege Deiner grauen Strähnen eine wichtige Rolle. Mit zunehmendem Alter bildet unsere Kopfhaut nämlich nicht nur weniger Melanin - sie produziert auch weniger natürliche Öle, die für Glanz und Geschmeidigkeit sorgen. Aus diesem Grund wirkt graues Haar oft stumpf und neigt vermehrt zu Trockenheit.

  • Integriere feuchtigkeitsspendende Shampoos, Conditioner und Leave-ins in Deine Haarpflegeroutine, um Dein Haar geschmeidig zu halten.
  • Auch eine wöchentliche Haarkur kann wahre Wunder wirken.
  • Genau wie blondes Haar neigen auch graue Haare schnell zu einem unschönen Gelbstich. Silbershampoos und Silber-Toner neutralisieren die unerwünschten Gelbtöne und sorgen dafür, dass Dein Grau schön kühl und strahlend bleibt.
  • Graues Haar kann empfindlicher auf Hitze reagieren. Kannst Du trotzdem nicht auf Föhn, Glätteisen oder Lockenstab verzichten, ist ein guter Hitzeschutz Pflicht.
  • Auch wenn Du Deine Haare rauswachsen lassen willst, solltest Du nicht auf das regelmäßige Spitzenschneiden beim Friseur verzichten. So verhinderst Du Spliss und sorgst dafür, dass Dein Haar seinen Schnitt behält.

Graues Haar reflektiert weniger Licht und wirkt daher schnell stumpf.

Inspiration und Motivation

Spielst Du mit dem Gedanken, mit dem Färben aufzuhören und auch eine Silversister zu werden? Wenn Du etwas Inspiration benötigst, dann schau mal bei Instagram folgende Hashtags durch:

  • #silversisters
  • #ditchingthedye
  • #goinggreyonpurpose
  • #greyhairtransition
  • #greyisthenewblack
  • #greyvolution
  • #greyhairmovement

Du wirst Bilder von vielen tollen Frauen finden, die sich gerade in verschiedenen Phasen des Übergangs zu grauen Haaren befinden. Ganz schön motivierend!

Tja und weil das mit dem graue Haare wachsen lassen so wahnsinnig unspektakulär verlief bei mir, sprach ich kürzlich eine Frau neben uns im Biergarten an. Sie hatte fast weißes Haar und nachdem wir nett plauderten, fragte ich sie, ob sie jemals negatives Feedback erhalten hat, weil sie ihre grauen Haare nicht überfärbt. „Niemals“, sagte sie. „Im Gegenteil. Und wissen Sie was, ich glaube, das kommt alles von innen.

Als ich vor einem Jahr auf Instagram verkündete, dass ich aufhöre mir die Haare zu färben und fortan meine grauen Haare wachsen lasse, erregte das die Gemüter. Der Post ist bis heute der meist kommentierte auf meinem Account. Graue Haare scheinen ein emotional stark aufgeladenes Thema zu sein.

Bin ich jetzt der Meinung, jede solle ihre Naturhaarfarbe tragen? Mitnichten! Jede, wie es ihr gefällt. Für mich war es einfach an der Zeit. Jahrelang hatte ich große Freude daran gehabt, immer wieder meine Haarfarbe zu wechseln. Jetzt habe ich große Freude daran, es nicht mehr zu tun. Und obwohl es bei weitem nicht so cool aussieht, wie ich gehofft hatte: Ich bleibe dabei.

Wenn Du also auch überlegst, ob Du Schluss mit Farbe machst, ist mein Tipp für Dich: einfach ausprobieren! Du könntest es lieben. Und wenn Du weiterhin Deine Haare färben möchtest, dann schau‘ Dir mal meine Tipps zum Ansatz kaschieren an.

Frisur/Technik Beschreibung Vorteile
Strähnchen Feine Strähnchen, die den Übergang verwischen Weicher Übergang, natürlicheres Aussehen
Balayage Freihand-Technik für einen fließenden Farbverlauf Natürlicher Look, ideal für lange Haare
Kurzhaarfrisuren Pixie Cut, Bob Stylisch, pflegeleicht, schneller Übergang
Long Bob Vielseitig, trendy Harmonischer Übergang, verschiedene Styling-Möglichkeiten
Silbershampoo Neutralisiert Gelbstich Kühles, strahlendes Grau

Graue Haare rauswachsen lassen: So klappt's!

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