Haarfarbe rauswachsen lassen: Tipps für einen sanften Übergang

Viele Menschen entscheiden sich irgendwann, ihre gefärbten Haare rauswachsen zu lassen und zu ihrer natürlichen Haarfarbe zurückzukehren. Es gibt viele Gründe, wieso du eine Pause vom Haarefärben brauchst. Kolorationen abzuschwören erspart dir nicht nur zeitraubende Sessions beim Frisör oder im heimischen Bad, sondern lässt deine Haare auch gesund und glänzend nachwachsen. Dieser Prozess kann jedoch eine Herausforderung sein, besonders wenn der Unterschied zwischen der gefärbten und der natürlichen Haarfarbe groß ist. Hier sind einige Tipps, die dir helfen, den Übergang so sanft wie möglich zu gestalten.

Warum die natürliche Haarfarbe wiederentdecken?

  • Gesundheit der Haare: Haarfärbemittel enthalten oft Chemikalien, die die Haare austrocknen und schädigen können.
  • Zeit- und Geldersparnis: Das regelmäßige Färben der Haare kann zeitaufwendig und teuer sein.
  • Stilvolle Alternativen: Graue Haare können äußerst stilvoll und trendy sein.

Der Übergang: Strategien und Tipps

Wie aber schaffst du es, nach Jahren regelmäßiger Friseurbesuche, weniger häufig - oder gar nicht mehr - zum Haarefärben zu gehen, ohne mindestens ein Jahr mit einem fetten Ansatz durch die Gegend zu laufen?

Morgan Parks arbeitet als Farb-Profi bei Nine Zero One und empfiehlt, dir einen stringenten Plan aufzustellen. Und der sollte nicht einfach nur beinhalten, dein Haar in der Farbe zu kolorieren, von der du glaubst, dass sie deiner natürlichen am nächsten kommt. Denn das funktioniert so gut wie nie. Stattdessen schlägt Morgan vor, langsam vorzugehen. Die Ansätze sollten Schritt für Schritt in deine aktuelle, gefärbte Haarfarbe verblendet werden. Bei jedem Nachfärben wird weniger Farbe verwendet, sodass über mehrere Monate ein softer Übergang entsteht. Das schont nicht nur deine Haare, sondern wird auch die Umgewöhnung für dich um einiges leichter machen. Aber unterschiedliche Haarfarben verlangen nach unterschiedlichen Prozessen. Deswegen haben wir Morgan gebeten, uns für jede Art von Koloration die perfekte Vorgehensweise zu erklären.

1. Ansatz rauswachsen lassen

Bei der Mission zurück zu Naturhaarfarbe kommst du an einer Sache nicht vorbei: Den Ansatz herauswachsen zu lassen. Und dafür braucht es auf jeden Fall ein wenig Geduld. Um die nächsten Schritte Richtung natürlicher Nuance gehen zu können, solltest du den Ansatz schließlich so lange wachsen lassen, bis er circa acht bis zehn Zentimeter lang ist. Auch wenn ein dicker Balken am Ansatz für viele das pure Grauen ist, oder einfach nur unschön und ungepflegt aussieht, kommt man um diesen Schritt einfach nicht herum.

2. Ansatz kaschieren

Der Weg bis zu der natürlichen Haarfarbe ist oftmals lang und mit unschönen Haar-Ansatz-Momenten geebnet. Damit du dir später alte Fotos nicht voller Grauen ansehen musst, kann es hilfreich sein, sich ein paar Tricks anzueignen, um den Ansatz zu kaschieren.

Im Winter sind dafür Mützen und Hüte natürlich ideal. Im Sommer sind dagegen Tücher, Caps oder Strohhüte die perfekten Begleiter, um einen dunklen Haaransatz zu verstecken. Wer nicht der Typ für Kopfbedeckungen ist, kann alternativ auch zu Ansatzspray greifen, sodass harte Übergänge weicher erscheinen.

3. Strähnchen setzen lassen

Hier liegt die Betonung auf "färben lassen"! Denn ein absolutes No-Go, wenn du zurück zu deiner Naturhaarfarbe willst: Selber färben oder tönen. Dann das kann am Ende deiner Mähne viel mehr schaden und zu ziemlich unschönen Ergebnissen führen. Am besten machst du bei deinem Coloristen oder Friseur des Vertrauens einen Termin und erklärst ihm, dass du zurück zu deiner Naturhaarfarbe möchtest. Strähnen, die beispielsweise durch die Balayage-Technik gesetzt werden, sorgen dafür, dass extreme Übergänge dezenter erscheinen und deine Haare sofort wieder gepflegter aussehen.

Manche Strähnchen wachsen ohne viel Aufwand raus, zum Beispiel Babylights oder Sombre. Aber wenn dein*e Friseur*in die Strähnchen direkt auf der Kopfhaut aufgetragen hat, braucht es ein bisschen Geschick, damit die Highlights sanft und übergangslos herauswachsen können. „Das ist mein Lieblingsjob“, sagt die Top-Koloristin Morgan. „Neun von zehn Malen, wenn jemand mit viel zu breiten, viel zu hellen Strähnchen bei mir auf dem Stuhl sitzt, verbirgt sich unter dem Zebra-Look eine sehr schöne natürliche Haarfarbe.“ Das macht es natürlich einfacher.

„Ich bearbeite den Ansatz, sodass die natürliche Haarfarbe einfacher in ihn übergehen kann. Dafür nutze ich ein Glossing, das ein bisschen wie ein Radiergummi für die Strähnchen wirkt.“ Entweder wird das nur auf den Ansatz aufgetragen, um den harten Übergang zwischen Ansatz und Highlights etwas weicher zu machen. Oder man verwendet es auf dem gesamten Haar, um die hellen Strähnen etwas abzumildern und einen einheitlicheren Look zu kreieren. Bei dieser Variante fügt Morgan danach einige sanfte Highlights hinzu, um alles etwas besser ineinander zu verblenden.“

4. Haarfarben entfernen

Wenn du deine Stähnen in einer dunkleren Nuance gefärbt hast, als deine natürliche Farbe, kannst du auch zu Haarentferner greifen. Die dunkle Farbe wird so deiner Mähne entzogen. Allerdings greift das Produkt die Struktur stark an, weshalb eine reichhaltige Haarkur mit feuchtigkeitsspendendem Arganöl nach der Prozedur ein absolutes Muss ist. Wer dagegen blondierte Haare hat, sollte einen großen Bogen um dieses Treatment machen!

5. Haare gekonnt frisieren

Bis auch die letzten gefärbten Stellen rausgewachsen sind, können je nach Haarlänge schon einige Monate vergehen. Zumindest, wenn man nicht vorhat, seine Haare zudem auch noch radikal abzuschneiden. Das heißt aber nicht, dass du bist dahin keinen Spaß mit deiner Mähne haben kannst. Ganz im Gegenteil, mit einigen tollen Frisuren, kanst du noch eine Menge aus deinem Look herausholen. Ein Messy-Bun, der hoch am Hinterkopf angesetzt wird, kaschiert beispielsweise breite Ansätze perfekt, da die gefärbten Partien im Dutt verschwinden. Doch auch kunstvolle Flechtfrisuren oder Wellen à la Blake Lively, die auch noch super bei allen Männern ankommen, lassen Ansätze weicher erscheinen.

Du hast von Natur aus glattes Haar? Dann solltest du sie dir besser locken. Denn, bei glatten Haaren kommt der Ansatz viel besser und stärker zur Geltung. Trägst du sanfte Beach Waves sieht man die Übergänge kaum noch. Das gilt übrigens auch für Zopf und Dutt: Streng nach hinten gebundene Haare, geben den Blick auf den Ansatz frei. Besser: Die Haare locker zu einem Messy Bun binden und einige Strähnen herausziehen.

Weitere Tipps:

  • Abschneiden: Wenn du nicht so sehr an deiner aktuellen Haarlänge hängst, dann ist jetzt die beste Zeit für einen neuen, deutlich kürzeren Haarschnitt.
  • Shampoo & Hausmittel: Shampooniere deine Haare zum Beispiel öfter und verwende dabei ein Cleansing-Shampoo. Beim Auswaschen kannst du förmlich zusehen, wie die Haarfarbe sich verflüssigt. Bei dunkler gefärbtem Haar helfen aber auch Hausmittel wie Zitronensäure oder natürlich Sonnenlicht, dass deine Haare natürlich aufhellt. Strapaziere sie jedoch nicht zu sehr!
  • Haarwachstum ankurbeln: Wer zurück zur Naturhaarfarbe will, der braucht von dieser natürlich möglichst schnell ein gutes Stück. Um dein Haarwachstum anzukurbeln, hast du verschiedene Möglichkeiten:
    • Mach viel Sport! Durch den Kreislauf-Push regst du deine Haarwurzeln an.
    • Nimm vermehrt Biotin und andere, bekannte Haar-Booster zu dir.

Spezialfall: Heller Ansatz bei dunklen Spitzen

Eine der verzwicktesten Situationen ist, wenn die Spitzen dunkler als der herauswachsende Ansatz sind. Zuerst einmal solltest du aber dem Impuls widerstehen, alles auf einmal heller färben zu wollen. Das kann nur in die Hose gehen. „Geh lieber Schritt für Schritt vor, als deine Haare auf einen Schlag zu bleichen“, rät auch Hairstylistin Morgan. „Du solltest lieber auf eine Farbe setzen, die heller ist als das, was du bisher gefärbt hattest, aber nicht so hell wie dein Ansatz.“ Dafür grundierst du dein Haar in diesem Mischton zwischen Ansatz und Spitzen und fügst dann einige helle Strähnchen hinzu.

„Aber so funktioniert es nicht. Es braucht einige Zeit, bis dein Haar die dunkle Farbe aufgenommen hat und behält. Deswegen sind mehrere Sessions beim Friseur notwendig“, erklärt der Farb-Profi. In der Regel muss dein Haar vier Mal gefärbt werden, bis die dunklere Farbe drin bleibt. Zwischen den Terminen sollten jeweils mehrere Wochen liegen. Wenn du dein blondes Haar auf einen Schlag viel dunkler färbst, entsteht sonst schnell ein unschöner Grünstich.

Morgan sagt: „Anstatt dich selbst mit einer extrem dunklen Haarfarben zu schocken, solltest du zunächst mit dunkleren Strähnchen, sogenannten Lowlights, starten. An den Ansätzen helfen dann hellere, feine Babylights, den Übergang sanfter zu machen.“ Und zack hast du einen schönen Ombré-Look.“

Merke:

Gehe Schritt für Schritt vor. Das wichtigste ist, dass dein Haar gesund bleibt.

Graue Haare rauswachsen lassen: So klappt's!

Candy Colours adé!

Du hast den Schritt gewagt und dein Haar in angesagten Candy Colours gefärbt, aber jetzt hast du dich irgendwie sattgesehen. Und nun? „Du kannst versuchen, darüber zu färben. Aber ob das hinhaut, hängt sehr stark davon ab, wie geschädigt deine Haare bereits sind“, so die Friseurin. Um Pink, Blau oder Violett nämlich wirklich brilliant aussehen zu lassen, hast du deine Haare sehr wahrscheinlich vorher gebleicht. Das sorgt dafür, dass sie dunkle Kolorationen nun wesentlich schlechter und sehr wahrscheinlich unregelmäßig aufnehmen werden.

Willst du dagegen nur wieder blond werden, ist das wesentlich einfacher. Da die Farben - also zum Beispiel Rosa, Blau oder Violett - relativ schnell verblassen, wirst sie mit simplen Haarwäschen nach einiger Zeit wieder verschwinden. „Es gibt auch spezielle Farbentzieher, die die farbige Tönung auf sanfte Art entfernt. So bist du zwar nicht komplett die ganze Farbe, aber zumindest schon mal den Großteil los“, sagt Morgan.

Die richtige Pflege für blondiertes Haar

Morgans abschließender Tipp hat weniger mit Koloration und mehr mit Pflege zu tun. Gefärbte Haare sind nämlich anfälliger für Schädigung, Haarbruch und Stumpfheit. Deswegen ist es besonders wichtig, nach dem Haarewaschen immer eine Spülung und mindestens einmal die Woche eine Kur zu verwenden.

Graue Haare rauswachsen lassen

Du keine Lust mehr, ständig deine Haare nachfärben oder blondieren zu müssen und möchtest zurück zu natürlichem Haar? Dann wird es Zeit, Handschuhe und Pinsel zur Seite zu legen oder den nächsten Besuch im Friseursalon abzusagen! Der Weg zurück zur Naturhaarfarbe kann allerdings lang, steinig und ziemlich unansehnlich sein. Aber keine Sorgen, wir verraten dir, wie du deine Haarfarbe ganz einfach rauswachsen lassen.

Graue Haare sind ein natürlicher Teil des Alterns und können ein schönes Merkmal sein. Immer mehr Menschen entscheiden sich dafür, ihre grauen Strähnen nicht mehr zu färben. Wir erklären dir, warum diese Entscheidung genau richtig für dich sein kann und wie du den Übergang am besten gestaltest.

Warum werden Haare grau?

Haare werden grau, wenn die Haarfollikel weniger Melanin produzieren, das Pigment, das den Haaren ihre natürliche Farbe verleiht. Melanin wird von Zellen in den Haarfollikeln hergestellt. Mit zunehmendem Alter produzieren diese Zellen weniger Melanin, was dazu führt, dass die Haare allmählich ihre Farbe verlieren und grau erscheinen.

Ab wann das passiert, ist genetisch bedingt und je nach Lebensweise unterschiedlich. Auch die ethnische Herkunft spielt eine Rolle.

Graue Haare nicht mehr färben: Übergang

Du hast den entscheidenden Satz “Ich möchte meine grauen Haare nicht mehr färben.” ausgesprochen und fragst dich nun, wie du den Übergang am besten gestalten sollst. Diese vier Methoden haben sich bewährt und werden von Frauen im fortgeschrittenen Alter gerne angewendet:

  • Übergang mit Strähnen: Wenn du nicht sofort aufhören möchtest, deine Haare zu färben, kannst du den Übergang durch Strähnchen erleichtern. Das lässt das Grau allmählich durchscheinen und verleiht deinem Haar einen natürlicheren Look. Beliebte Strähnentechniken sind Babylights, Lowlights oder eine Balayage.
  • Intensivtönung statt permanente Haarfarbe: Anstatt permanente Farbstoffe zu verwenden, könntest du temporäre Tönungen zum Ansatz färben wählen. Sie sind eine Übergangslösung, bis die Haarfarbe vollständig herausgewachsen ist. Danach kannst du die Tönung mit jeder Haarwäsche mehr und mehr verblassen lassen und das Grau kommt zum Vorschein.
  • Haare grau färben: Schon mal von Grey Blending gehört? Dabei handelt es sich um eine Färbetechnik, die natürlich graues Haar mit einzelnen grau gefärbten Strähnen gezielt in Szene setzt und so einen multidimensionalen Look erzeugt. Eine schöne Möglichkeit, graue Haare nicht mehr zu überfärben und sich bewusst und stilvoll dafür zu entscheiden. Durch ein zusätzliches Hair Glossing strahlen graue Haare noch schöner.
  • Radikale Lösung: Einfach rauswachsen lassen und abschneiden: Bei dieser zurecht “Schocktherapie” genannten Methode, lässt man die grauen Haare einfach rauswachsen. Nach ungefähr drei Monaten ist der Nachwuchs lang genug für einen Kurzhaarschnitt, wie zum Beispiel den Pixie Cut, in Silbergrau. Eine noch extremere Variante wäre es, auf die Trendfrisur Buzz Cut umzusteigen. Dabei sind die Haare nur wenige Millimeter lang.

Was tun, wenn graue Haare Farbe nicht mehr annehmen?

Graue Haare haben manchmal eine sehr grobe und trockene Struktur, die sich schwer abdecken lässt. Wenn du diese grauen Haare nach wie vor färben möchtest, solltest du bei der Wahl der Haarfarbe auf eine gute Grauhaarabdeckung achten. Oder du entscheidest dich auch, die grauen Haare rauswachsen zu lassen.

MethodeBeschreibungVorteile
SträhnchenAllmähliches Durchscheinen des Graus durch Strähnchen (Babylights, Lowlights, Balayage)Natürlicher Look, sanfter Übergang
IntensivtönungVerwendung temporärer Tönungen zum AnsatzfärbenÜbergangslösung, Farbe verblasst mit jeder Haarwäsche
Grey BlendingGezieltes In-Szene-Setzen grauer Haare mit grau gefärbten SträhnenMultidimensionaler Look, stilvolle Entscheidung
Radikaler SchnittRauswachsen lassen und Kurzhaarschnitt (z.B. Pixie Cut, Buzz Cut)Schnelle Lösung, kein Übergangsproblem

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