Viele Frauen färben ihre Haare, um graue Strähnen zu verdecken oder ihre natürliche Haarfarbe aufzupeppen. Dabei rücken Haarfarben ohne Ammoniak, Peroxid und Parabene immer mehr in den Fokus. Dieser Artikel beleuchtet die Vor- und Nachteile solcher Produkte, stellt empfehlenswerte Marken vor und gibt Tipps zur sicheren Anwendung.
Konventionelle Haarfarben enthalten oft Chemikalien, die gesundheitsschädlich sein können. Einige Farbstoffe stehen im Verdacht, krebserregend oder stark allergieauslösend zu sein. Zu den problematischen Inhaltsstoffen gehören:
Als Reaktion auf diese Bedenken bieten viele Hersteller Haarfarben ohne diese bedenklichen Inhaltsstoffe an.
Ammoniak ist ein wesentlicher Bestandteil vieler Haarfarben. Er spielt eine wichtige Rolle beim Öffnen der Schuppenschicht des Haares, wodurch die Farbstoffe ins Haarinnere gelangen können. Ammoniak sorgt für die Quellung der Haare und neutralisiert die Stabilisierungssäure des Wasserstoffperoxids, sodass die chemische Reaktion und damit die Farbeinlagerung stattfinden kann. Da Ammoniak ein "flüchtiges Alkali" ist, verflüchtigt er sich relativ schnell, was das Haar weniger schädigt.
Um Ammoniak zu ersetzen, werden oft andere Alkalisierungsmittel in Haarfarben verwendet. Ethanolamine oder auch Monoethanolamin (MEA) sind gängige geruchlose Alternativen. Pflanzliche Haarfarben sind ebenfalls eine Alternative, obwohl sie in der Regel nicht die gleiche Farbintensität und Deckkraft wie chemische Farben erreichen.
Es gibt Haarfarben im Handel, die für Verbraucherinnen und Verbraucher aufgrund ihrer Aufmachung rein pflanzlich daher kommen, es allerdings nicht sind.
Ganz anders funktioniert das Prinzip der chemischen Oxidationshaarfarben: Die zunächst farblosen Mittel dringen tief ins Haarinnere ein, wo Wasserstoffperoxid zunächst die natürlichen Melanin-Pigmente zerstört.
Pflanzenhaarfarben setzen auf Farbstoffe aus zermahlenen Blättern, Blüten oder Wurzeln.
In einigen Fällen enthalten die getesteten Produkte neben natürlichen Inhaltsstoffen auf pflanzlicher Basis auch potenziell allergieauslösende und hautreizende Problemstoffe.
Haarfarben ohne Ammoniak werden oft als schonender beworben. Allerdings können auch Ersatzstoffe wie Ethanolamin die Haut und Lunge reizen. Zudem kann die Farbe weniger intensiv sein und nicht so lange halten, was häufigeres Nachfärben erforderlich macht.
Viele bekannte Hersteller bieten Haarfarben ohne Ammoniak an. Einige Beispiele sind:
Es ist wichtig, die Inhaltsstoffe von Haarfärbemitteln genau zu überprüfen, bevor man sich für ein Produkt entscheidet.
Im Folgenden stellen wir zwei besonders empfehlenswerte Produkte vor: Wild Color Haarfarbe ALL FREE und WECOLOUR Haarfarben.
Pflanzenfarben wie Henna und Indigo haben eine lange Geschichte und wurden bereits im alten Ägypten zur Haarfärbung verwendet. Sie färben das Haar, indem sie die Farbpartikel auf der Haaroberfläche anlagern. Zu den bekanntesten pflanzlichen Haarfarben gehören Henna, Indigo, Kamille und Rhabarber. Achten Sie darauf, dass keine synthetischen Farb-, Konservierungs- und Duftstoffe vorhanden sind.
Hinweis: Der Markt für natürliche Haarfarben ist eindeutig auf Frauen ausgerichtet und boomt. Da das Bewusstsein über die Inhaltsstoffe durch den Naturkosmetiktrend in den letzten Jahren stark zugenommen hat und auch die Friseure nicht immer die besten Ratgeber sind, wenn es um die Bestandteile der von ihnen verwendeten Produkte geht, greifen ca.
Aber auch beim Griff ins Verkaufsregal muss die aufgeklärte Konsumentin aufpassen, nicht doch Produkte mit Chemie zu kaufen, obwohl die Produkte mit Begriffen wie „Henna“, „Organic“, „Natural“, „Bio-“ werben.
Die Zeitschrift Ökotest hat im Mai 2016 natürliche Haarfärbemittel auf Ihre Inhaltsstoffe überprüft und die Testsieger für pflanzliche Haarfarbe gekürt. Auch in diesem Test zeigte sich wieder, dass Produkte, die die verschiedenen Naturkosmetik Siegel tragen, am sichersten sind.
Beim Kauf von Haarfarben sollte man auf vertrauenswürdige Siegel achten, die garantieren, dass es sich um ein geprüftes Naturprodukt handelt:
Um allergikerfreundliche Haarfarben sicher und effektiv anzuwenden, gibt es einige wichtige Tipps zu beachten:
Für Personen mit bekannter Allergie gegen PPD wird empfohlen, Haarfärbemittel ohne PPD, Ammoniak und Parabene zu verwenden.
Vor der Anwendung empfiehlt es sich, das Haar gründlich mit einem silikonfreien Shampoo zu waschen. Nach dem Färben sollte das Haar zunächst nur mit Wasser ausgespült werden. Auf Shampoo oder Conditioner verzichtet man idealerweise für die ersten 24-48 Stunden, damit sich die Farbpigmente optimal mit der Haarstruktur verbinden können. Ein mildes, sulfatfreies Shampoo unterstützt danach die Haltbarkeit der Farbe.
Hier sind Antworten auf einige häufig gestellte Fragen zum Thema Haarfarbe und Allergien:
Die Wahl der richtigen Haarfarbe ist für Allergiker und umweltbewusste Verbraucher von großer Bedeutung. Allergikerfreundliche Haarfarben wie die Wild Color Haarfarbe ALL FREE und WECOLOUR Haarfarben bieten eine sichere Alternative zu herkömmlichen Produkten. Pflanzenhaarfarben sind eine weitere Option, um das Haar schonend zu färben und gleichzeitig auf aggressive Chemikalien zu verzichten. Mit den richtigen Anwendungstipps und Vorsichtsmaßnahmen können Sie sicherstellen, dass Ihre Haarfärbung nicht nur schön, sondern auch sicher ist.
Hier ist eine Tabelle, die die wichtigsten Aspekte zusammenfasst:
| Aspekt | Haarfarbe mit Ammoniak | Haarfarbe ohne Ammoniak | Pflanzenhaarfarbe |
|---|---|---|---|
| Inhaltsstoffe | Ammoniak, PPD, Resorcin | Ersatzstoffe, weniger aggressive Chemikalien | Henna, Indigo, Kamille, Rhabarber |
| Farbintensität | Hoch | Mittel | Gering bis Mittel |
| Haltbarkeit | Lang | Mittel | Kurz bis Mittel |
| Allergiepotenzial | Hoch | Mittel | Gering |
| Geeignet für | Intensive Farbveränderungen, Grauabdeckung | Schonende Farbveränderungen | Allergiker, umweltbewusste Verbraucher |
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