Haarfarbe ohne Aminophenol: Was Sie wissen sollten

Viele Menschen färben ihre Haare, um ihr Aussehen zu verändern oder graue Haare abzudecken. Das Angebot an Haarfarben in Supermärkten und Drogerien ist riesig. Doch Vorsicht: Einige Produkte enthalten gesundheitsschädliche Stoffe. Öko-Test hat verschiedene Haarfarben untersucht und dabei erstaunliche Ergebnisse erzielt. Dieser Artikel beleuchtet die Testergebnisse und gibt Ihnen wichtige Informationen zur Auswahl sicherer und natürlicher Alternativen.

Öko-Test: Pflanzenhaarfarben überragen, alternative Farben fallen durch

Öko-Test hat 12 braune Pflanzen- und Alternativ-Haarfarben untersucht. Das Ergebnis: Entweder schneiden die Produkte mit „sehr gut“ oder mit „ungenügend“ ab. Alle Testsieger sind reine Pflanzenhaarfarben, während die Verlierer chemische Oxidationsfarben sind.

Die Experten von Öko-Test haben in den Laboren nach bedenklichen Inhaltsstoffen fahnden lassen. Viele der getesteten Produkte werben mit natürlichen Inhaltsstoffen, enthalten aber schädliche Oxidationsfarbstoffe. Insbesondere alternative Haarfarben setzen oft auf eine Chemiekeule statt auf Pflanzenstoffe.

Chemische Oxidationsfarben enthalten aromatische Amine, die laut Öko-Test in allen Permanent-Farben enthalten sind. Einige dieser Stoffe, wie p-Phenylendiamin (PPD), Toluene-2,5-Diamine Sulfate oder HC Red No.3, stuft das EU-Beratergremium für Verbrauchersicherheit (SCCS) als starke oder sogar extrem starke Kontaktallergene ein.

Gefährliche Inhaltsstoffe in Haarfarben

Diese Inhaltsstoffe können die Gesundheit gefährden, da sie bei Verwendung eine Kontaktallergie auslösen können, die ein Leben lang nicht mehr verschwindet. Die Kontaktallergie kann sich durch Schwellungen, Rötungen und Juckreiz bemerkbar machen. Bei jedem neuen Kontakt mit den Stoffen reagiert die Haut aufs Neue.

Die Experten von Öko-Test haben außerdem halogenorganische Verbindungen in den alternativen Haarfarben gefunden. Viele Vertreter gelten als allergieauslösend und sogar krebserzeugend. Ebenfalls enthalten sind PEG-Verbindungen, die die Kopfhaut durchlässiger für Fremdstoffe machen.

In zwei Haarfarben wurden künstliche Moschusdüfte gefunden, die sich im menschlichen Fettgewebe anreichern und über das Abwasser in die Umwelt gelangen können. Sie stecken in Sanotins Haarfarbe und in der Korres dauerhaften Haarfarbe Arganöl.

p-Aminophenol: Ein besonders bedenklicher Stoff

In der Biokap Haarfarbe mit Bio-Arganöl ist neben sechs verschiedenen aromatischen Aminen auch p-Aminophenol enthalten. Der Stoff steht im Verdacht, genetische Gendefekte zu verursachen.

Die Verlierer im Überblick

Folgende Haarfarben haben bei Öko-Test mit der Note 6 („ungenügend“) abgeschnitten:

  • Biokap Haarfarbe mit Bio-Arganöl 4.0 Naturbraun
  • Henna Plus Long Lasting Colour Chocolate Brown 5.35
  • Korres Dauerhafte Haarfarbe Arganöl 5.0
  • Naturtint Permanente Farbgel 5N Kastanienbraun Hell
  • Sanotint Haarfarbe 2 Naturbraun

Die Gewinner im Öko-Test

Unter den echten pflanzlichen Haarfarben, die mit Wurzeln und Co. färben, ist beispielsweise Garnier Color Herbalia Pflanzenhaarfarbe Naturbraun. Das günstigste Produkt unter den Testsiegern ist Terra Naturi Henna Pflanzliche Haarfarbe braun.

Pflanzenhaarfarben: Eine natürliche Alternative

Pflanzenhaarfarben färben ausschließlich mit zermahlenen Blättern, Wurzeln oder Blüten. Die Farbstoffe aus Indigo, Färberkrapp und Indigo legen sich wie eine Lasur um die Haare und verbinden sich mit der äußeren Schuppenschicht. Pflanzenhaarfarben leisten keine hundertprozentige Abdeckung. Graue Haare schimmern eine Nuance heller durch.

Außerdem gilt: Dunkler geht immer, eine Aufhellung der Haare ist jedoch nur nach vorheriger chemischer Blondierung möglich. Chemische Oxydationshaarfarben hingegen dringen ins Haar ein, wo Wasserstoffperoxid die Melanin-Pigmente zerstört. Die gewünschten Farbpigmente lagern sich daraufhin zwischen den Keratinsträngen im Haar ein.

Vorteile von Pflanzenhaarfarben:

  • Natürliche Inhaltsstoffe
  • Weniger schädlich für Haar und Kopfhaut
  • Pflegen und stärken das Haar

Nachteile von Pflanzenhaarfarben:

  • Geringere Farbintensität
  • Keine hundertprozentige Grauabdeckung
  • Aufhellung nur nach chemischer Blondierung möglich

Checkliste für den Kauf von Haarfarben

Bevor Sie eine Haarfarbe kaufen, sollten Sie folgende Punkte beachten:

  • Inhaltsstoffe: Achten Sie auf bedenkliche Inhaltsstoffe wie aromatische Amine, halogenorganische Verbindungen und PEG-Verbindungen.
  • Zertifizierungen: Wählen Sie Produkte mit Naturkosmetik-Zertifizierungen.
  • Testberichte: Informieren Sie sich über aktuelle Testberichte von unabhängigen Organisationen wie Öko-Test.
  • Allergien: Wenn Sie Allergien haben, überprüfen Sie die Inhaltsstoffe sorgfältig und führen Sie gegebenenfalls einen Allergietest durch.

GOOD Dauerhafte Haarfarbe von Garnier

Ein Beispiel für eine Haarfarbe, die ohne Ammoniak und Silikone auskommt, ist die GOOD Dauerhafte Haarfarbe in 7.43 Kurkuma Kupfer von Garnier. Sie überzeugt mit einer veganen Formel ohne Inhaltsstoffe tierischen Ursprungs und besteht zu 90% aus Inhaltsstoffen natürlichen Ursprungs und Wasser.

Die Coloration bietet eine langanhaltende Farbe mit natürlichen Reflexen und bis zu 100% Grauabdeckung. Zudem betört die Haarfarbe beim Colorieren mit einem angenehmen Duft nach Gojibeeren, Orchideen und Sandelholz.

Alternativen zur chemischen Haarfärbung

Wenn Sie auf chemische Haarfarben verzichten möchten, gibt es verschiedene Alternativen:

  • Pflanzenhaarfarben: Wie bereits erwähnt, sind Pflanzenhaarfarben eine natürliche und schonende Alternative.
  • Naturfriseure: Einige Friseure haben sich auf Naturhaarfarben spezialisiert und arbeiten ausschließlich mit natürlichen Produkten.
  • Selbstgemachte Haarfarben: Mit natürlichen Zutaten wie Kaffee, Tee oder Rote Bete können Sie Ihre Haare auf natürliche Weise färben.

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Fazit

Die Wahl der richtigen Haarfarbe ist entscheidend für die Gesundheit Ihrer Haare und Kopfhaut. Achten Sie auf bedenkliche Inhaltsstoffe und wählen Sie nach Möglichkeit natürliche Alternativen. Pflanzenhaarfarben sind eine gute Wahl, um Ihre Haare schonend und natürlich zu färben. Informieren Sie sich vor dem Kauf gründlich und lassen Sie sich gegebenenfalls von einem Naturfriseur beraten.

Vergleichstabelle: Haarfarben im Öko-Test

Produkt Bewertung Bedenkliche Inhaltsstoffe
Garnier Color Herbalia Pflanzenhaarfarbe Naturbraun Sehr gut Keine
Terra Naturi Henna Pflanzliche Haarfarbe braun Sehr gut Keine
Biokap Haarfarbe mit Bio-Arganöl 4.0 Naturbraun Ungenügend Aromatische Amine, p-Aminophenol
Henna Plus Long Lasting Colour Chocolate Brown 5.35 Ungenügend Aromatische Amine
Korres Dauerhafte Haarfarbe Arganöl 5.0 Ungenügend Aromatische Amine, künstliche Moschusdüfte

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