Haare färben gehört für viele Menschen zur Schönheitsroutine. Ob zur Abdeckung grauer Haare oder zur Veränderung des Looks - die Möglichkeiten sind vielfältig. Doch was steckt eigentlich in den Produkten, die wir auf unsere Haare auftragen? Dieser Artikel bietet einen detaillierten Überblick über die Inhaltsstoffe von Haarfarben, ihre Funktionen und potenziellen Risiken.
Kosmetische Haarfarben werden nach ihrer Funktionsweise unterteilt:
In Deutschland färben etwa 70 Prozent der Frauen regelmäßig ihre Haare. Doch Haarfarben sind alles andere als gesund.
Hier ist ein Überblick über die häufigsten Inhaltsstoffe in Haarfarben:
Haarfarben enthalten oft bedenkliche Inhaltsstoffe, die gesundheitliche Risiken bergen können. Zu den problematischen Stoffen zählen:
Eine Analyse der University of Arizona von 107 Haarfarben zeigte, dass 106 mindestens ein potenzielles Allergen enthielten. P-Phenylendiamin (PPD) wurde in 78 Prozent der Produkte gefunden, Resorcin in 89 Prozent, m-Aminophenol in 75 Prozent, p-Aminophenol in 60 Prozent und 2,5-Toluyendiamin in 21 Prozent.
Schon frühere Studien hatten gezeigt, dass Friseure ein überdurchschnittlich hohes Risiko hatten, an Blasenkrebs zu erkranken. Wer sein Haar langfristig färbt, erhöht dieses Risiko weiter. Eine Studie von Forschern der Rutgers University in New Brunswick, New Jersey, zeigte einen Zusammenhang zwischen der Verwendung von bestimmten Haarprodukten und Brustkrebs.
Im Jahr 2014 veröffentlichten schwedische Forscher eine Studie, in der sie die Chemikalienbelastung von Friseuren untersuchten. Die Spiegel jener krebserregenden aromatischen Amine, die sich o- und m-Toluidine nennen, waren im Blut der Friseure umso höher, je häufiger sie bei ihren Kunden die Haare färbten.
Wichtiger Hinweis: Man sollte grundsätzlich Handschuhe beim Hantieren mit diesen Mitteln tragen - ob man nun Privatanwender oder Friseur ist. Tätigkeiten, die ohne Handschuhe durchgeführt werden müssen, sollten vor dem Färben oder Dauerwelle legen erledigt werden.
Gibt es gesunde und unschädliche Haarfarben? Achten Sie darauf, dass auf manchen Haarfarbenpackungen Begriffe wie "Pflanzenextrakte", "Bio" oder "Natürlich" erscheinen. Dies bedeutet jedoch nicht, dass diese Produkte frei von Chemikalien sind. Die gesündeste Haarfarbe ist daher Ihre natürliche Haarfarbe.
Haarfarben aus dem Reformhaus, die nicht ausdrücklich als reine Pflanzenfarben deklariert sind, enthalten meist ebenfalls die üblichen Färbechemikalien.
Die Innovationen im Bereich der Clean Beauty haben die Welt der Haarfärbemittel revolutioniert:
Die Europäische Union (EU) hat strengere Richtlinien und hat bisher über 1.300 potenziell schädliche Chemikalien in Kosmetika verboten, einschließlich bestimmter Inhaltsstoffe in Haarfärbemitteln. Die US-amerikanische Food and Drug Administration (FDA) erlaubt viele Chemikalien, die in der EU verboten sind. Als Verbraucher in der EU sind Sie durch die strengeren Regularien besser geschützt.
Unsere Haarcolorationen entsprechen einer der strengsten Kosmetikverordnungen, der EU-Kosmetikverordnung. Auf der Verpackung wird angegeben, dass 48 Stunden vor jeder Anwendung ein Allergieverdachtstest durchgeführt werden muss.
Die COSMILE-App von haut.de bietet Fakten zu kosmetischen Inhaltsstoffen auf Basis wissenschaftlicher Beurteilungen. Sie liefert Antworten auf Ihre Fragen beim Kauf von Kosmetikprodukten:
Das Färben der Haare ist ein weitverbreitetes Schönheitsritual, birgt aber auch Risiken. Es ist wichtig, sich über die Inhaltsstoffe der verwendeten Produkte zu informieren und auf potenziell schädliche Chemikalien zu achten. Glücklicherweise gibt es immer mehr innovative und sicherere Alternativen, die es ermöglichen, die Haare zu färben, ohne die Gesundheit zu gefährden.
| Schädlicher Inhaltsstoff | Potenzielle Risiken |
|---|---|
| Aromatische Amine (PPD, PTD) | Allergien |
| p-Aminophenol | Erbgutverändernd, krebserregend |
| Resorcin | Hautreizungen, Allergien |
| PEG/PEG-Derivate | Machen Haut durchlässig für Schadstoffe |
| Halogenorganische Verbindungen | Allergieauslösend |
tags: #haarfarbe #inhaltsstoffe
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