Locken sind wunderschön - und manchmal eine echte Herausforderung im Hinblick auf die Pflege. Im Gegensatz zu glattem Haar sind Naturlocken trockener, empfindlicher und benötigen eine Extraportion Aufmerksamkeit. Mit der richtigen Lockenpflege kannst du Frizz bändigen, Sprungkraft fördern und deine Locken glänzend in Szene setzen. Wir zeigen dir die besten Tipps, Produkte und Pflegeroutinen, damit deine Locken gesund, stark und definiert bleiben.
Es ist ungerecht, aber nicht zu ändern: Locken sind von Natur aus trockener als glatte Haare. Das hat zwei Gründe:
Grundsätzlich gilt: Im Hinblick auf Pflege liebt es lockiges Haar besonders reichhaltig. Überpflegen ist trotzdem möglich. Denn ist erst einmal zu viel Pflege im Haar, hängen sich die Kringel aus. Andreas Wild, Haar-Experte von John Frieda, rät deshalb: "Lieber mit weniger anfangen und gegebenenfalls nacharbeiten. Seren sind immer gut. Du kannst aber auch einfach die Spülung mal nicht zu 100 Prozent herauswaschen." So bleibt ein leichter Pflege-Film im Haar.
Benjamin Becher, Haar-Experte bei Garnier, empfiehlt zusätzlich bei kurzem lockigem Haaren einmal, bei langem Haar 2-mal wöchentlich eine Kur zum Ausspülen anzuwenden. Und zwar so: Nach dem Waschen kämmen, Haare per Scheitel in 2 Hälften teilen, eine haselnussgroße Menge Kur je Seite in den Handflächen verteilen und die Längen zu den Spitzen hin zur Rolle drehen. Hochstecken, ein Handtuch mit heißem Wasser tränken, auswringen und übers Haar legen, 20 Minuten einwirken lassen.
Lockiges Haar ist oft spröder und trockener ist als glattes. Die Devise bei lockigem Haar lautet daher: Pflegen, pflegen, pflegen. Waschen Sie Ihre Haare maximal zweimal pro Woche, damit Ihre Locken nicht austrocknen.
Damit Ihr lockiges Haar gepflegt, aber nicht beschwert wird, drehen Sie Ihre Wasch-Routine um. Tragen Sie beim „Reverse Washing“ zuerst den Conditioner, dann das Shampoo auf.
Um Ihre Naturlocken zu pflegen, sollten Sie zu Shampoos und Conditionern mit natürlichen Lipiden wie Sheabutter, Jojoba- oder Macadamiaöl greifen. Sie umhüllen jede Strähne mit einem schimmernden Schutzfilm und versorgen das Haar bis in die Tiefe mit Feuchtigkeit.
Ein Leave-In-Produkt nach der Haarwäsche erleichtert das anschließende Kämmen und verringert die Gefahr für Haarbruch.
Wirken Sie trockenen Naturlocken mit einer wöchentlichen Repair-Kur entgegen.
Lassen Sie regelmäßig Ihre Spitzen schneiden, um Spliss vorzubeugen.
Schützen Sie Ihre Locken über Nacht, indem Sie einen Kopfkissenbezug aus Seide oder Satin wählen und Ihr Haar zu einem lockeren, hohen Dutt zusammenbinden.
Naturlocken sind im nassen Zustand äußerst empfindlich. Deshalb sollten Sie Ihr Haar nur sanft mit einem Handtuch auswringen, statt es trockenzureiben. Lassen Sie es am besten einfach an der Luft trocknen - so fällt es ganz natürlich und wird geschont.
Benutzen Sie zum Entwirren Ihrer Naturlocken am besten einen grobzinkigen Kamm. Eine Bürste trennt die Haarsträhnen zu stark, das Haar wirkt dann struppig und aufgebauscht. Alternativ können Sie Ihre Locken stylen, indem Sie mit Ihren Fingern wie mit einem Kamm durch Ihre Haare fahren.
Wenn Sie Ihre Haare föhnen, tragen Sie vorher unbedingt einen Hitzeschutz auf und verzichten Sie auf die höchste Wärmestufe. Indem Sie einen Diffusor-Aufsatz nutzen, können Sie Ihre Naturlocken verstärken.
Arbeiten Sie nach der Haarwäsche spezielle Lockenmittel wie Lockencreme in die Haare ein, um Ihre Locken richtig schön zu stylen. Lockengel ist ideal, um Korkenzieherlocken zu definieren. Es verleiht den Haaren starken Halt, sodass die Locken den ganzen Tag über in Form bleiben.
Cremewachs kann vielfältig eingesetzt werden und hilft unter anderem dabei, Locken zu definieren und Frizz zu reduzieren. Wenn Sie Cremewachs als Finish einsetzen, können Sie einzelne Locken in Szene setzen und für einen natürlichen Glanz der Haare sorgen.
Lockencreme und -schaum unterstützen die natürliche Textur von welligem oder lockigem Haar und dienen als Schutzfilm.
Um Locken aufzufrischen, empfiehlt sich zudem ein Lockenspray. Einfach ins trockene Haar sprühen, mit den Fingern durchkämmen, fertig.
Gelockte Haare benötigen tatsächlich intensivere Pflege als glatte. Theoretisch kannst du zum Waschen auch einfach ein Shampoo und eine Spülung für trockene Haare verwenden.
Spezielle Locken-Produkte haben allerdings den Vorteil, dass sie nicht nur intensiv pflegen, sondern auch die Sprungkraft der Haare fördern. Das ist vor allem dann wichtig, wenn deine Haare nicht nur lockig, sondern gleichzeitig auch eher fein sind. Dann könnten Produkte für trockenes Haar nämlich beschwerend wirken und deine Haare noch dünner wirken lassen.
Tipp: Ob du besser das Shampoo oder den Co-Wash Conditioner verwendest, hängt von deiner Vorliebe, aber auch davon ab, wie trocken deine Haare sind. Bei sehr trockenen Haaren solltest du lieber zum Co-Wash Conditioner greifen, da es deine Haare noch intensiver mit Feuchtigkeit versorgt. Bei normalen Haaren reicht es, wenn du das Curl Crush Shampoo und danach den Curl Crush Conditioner (nicht den Co-Wash Conditioner!) verwendest. Beide Produkte eignen sich übrigens auch für die Curly-Girl-Methode.
Wer krause Haare hat, kennt das: Luftgetrocknet sehen die Haare toll aus, nach dem Föhnen puffen sie auf, und Sie sehen aus wie ein geplatztes Sofakissen. Ein haargewordener Albtraum! Die Haare stundenlang an der Luft trocknen zu lassen, ist aber auch nicht immer möglich.
Wenn du also föhnst, dann am besten mit dem Diffuser auf kleiner Gebläse- und Hitzestufe. Der Aufsatz verteilt die Luft gleichmäßig: Das reduziert Frizz und sorgt für besser definierte Locken. So geht’s: "Eine dicke Haarsträhne hereinlegen und den Diffusor arbeiten lassen. So wenig wie möglich selbst eingreifen", so Wild. Also nicht kneten oder den Haartrockner kreisen lassen. "Dann ganz langsam zur Kopfhaut führen. Für mehr Volumen: Locken kopfüber mit dem Diffusor bearbeiten."
Alternativ kannst du auch einen Defining Brush verwenden. Drehe die Haarbürste hierfür im nassen Zustand am besten so, dass die Bürstenspitze nach oben zeigt. Starte am Haaransatz und bürste dein Haar in kleinen Abschnitten nach oben und vom Kopf weg, sodass Spannung erzeugt wird. Sobald du am Ende des Haares bist, drehst du die Bürste. Um deinen Haaren Definition zu verleihen, sollte in einzelnen Sektionen gearbeitet werden. Lasse das Haar entweder an der Luft trocknen oder benutze einen Diffusor-Föhn.
Um deinem Haar noch eine Extraportion Definition zu verleihen, kannst du auch vor dem Föhnen oder Verwenden des Styling Brush eine Defining Creme in das Haar geben. Die Defining Creme sorgt für weiche, federnde und definierte Locken.
Kommt darauf an, was du willst: je kürzer die Haare, desto besser die Sprungkraft. Stufen sorgen dafür, dass lange Locken weiterhin schön springen und sich nicht aushängen. Aber Vorsicht: Das Deckhaar nie zu kurz schneiden lassen. Sonst droht ein 80er-Jahre-Gedächtnis-Effekt.
Wünschst du dir hingegen, dass die Locken sich etwas aushängen und deine Mähne etwas glatter erscheint, solltest du die Haare möglichst lang und auf einer Länge tragen.
Bevor du blind in den nächstbesten Salon läufst, solltest du dich vorher bei anderen Frauen mit Locken erkundigen, zu welchem Friseur sie gehen. Denn krause Haare zu schneiden, ist tatsächlich eine Kunst. "Es sollte unbedingt jemand sein, der sich mit Locken gut auskennt", rät Andreas Wild, John Frieda Senior Stylist. "Und es gilt immer: Erst länger lassen und gegebenenfalls im trockenen Zustand nachschneiden, da sich Locken trocken immer noch einmal ein Stück zusammenziehen."
Ein schulterlanger Haarschnitt eignet sich vor allem bei lockigem, aber nicht sonderlich dickem Haar. Bei einem vollen Lockenschopf kann das Haar auch lang getragen werden.
Klares Ja von Andreas Wild: "Lockiges Haar mit einem Pony ist super trendy" Statt die Stirnfransen glatt zu föhnen und durchs Glätteisen zu ziehen, kannst du sie einfach der Luft trocknen lassen und mit etwas Styling-Creme in Form bringen.
Wichtig: Lasse den Pony richtig fransig und nicht zu akkurat schneiden. Der mittlere Part sollte im nassen Zustand bis zur Nasenspitze reichen, damit die Haare im trockenen Zustand locker über die Brauen fallen. Nach außen hin sollte der Lockenpony sanft in die längeren Haare übergehen.
Wenn es darum geht, lockiges Haar zu betonen, ist Balayage die perfekte Färbetechnik. Es ist ein sicherer Weg, um die Locken zu definieren, zu formen und das Haar eurer Kund:innen zum Strahlen zu bringen. Balayage für lockiges Haar unterscheidet sich jedoch deutlich von der Balayage für glattes Haar, denn die zusätzliche Textur erfordert eine strategischere Platzierung der freihändig gelegten Strähnen.
Mit ein wenig Aufheller könnt ihr jede Locke eurer Kund:innen betonen. Da es sich bei Balayage um eine Freihandtechnik handelt, könnt ihr die Platzierung für jedes Haar, das ihr färbt, individuell gestalten - egal, ob eure Kund:innen federnde 3A-Wellen oder festere 4B-Locken haben.
Der Trick besteht darin, einen Farbton zu wählen, der etwa zwei Nuancen heller ist als der Grundton, um ein natürliches Finish zu erzielen, das jedem schmeichelt (und damit meinen wir jeden!) Im Salon gibt es neue Varianten der traditionellen Balayage-Methode, die es euch ermöglichen, einen noch individuelleren Service mit einem Mix aus verschiedenen Techniken anzubieten.
Egal, für welche Balayage-Technik ihr euch entscheidet - Foilyage, Twilighting, Chunky oder traditionell - das Produkt, das ihr wählt und die Platzierung der Farbe bleiben immer gleich. Befolgt also diese Schritte für jede Balayage-Locke, die ihr kreiert...
Stellt sicher, dass ihr eure Kund:innen mit Tipps zur Pflege ihrer Balayage-Farbe versorgt. Was sie brauchen, ist eine farbpflegende Routine, die ihre Locken verwöhnt und die Strähnchen gleichzeitig fixiert.
Empfehlt ein sanftes Shampoo wie das NutriCurls Mizellen Shampoo, das das Haar von dem Ansatz bis zu den Spitzen reinigt, ohne die Farbe zu verwaschen.
Ratet anschließend zu der NutriCurls Intensiv-Haarmaske für welliges Haar und Locken. Wenn die Curls mehr Elastizität haben, ist eine leichtere Creme wie NutriCurls Conditioner perfekt. In der Zwischenzeit sorgt der NutriCurls Curlixir Balm für definierte Locken mit reichlich Sprungkraft. Ein MUSS für trockene Haare.
Damit deine Locken gesund, definiert und glänzend bleiben, solltest du auf folgende Punkte achten:
Strohiges Haar, auch als Frizz bezeichnet, entsteht, wenn die äußere Schuppenschicht (Cuticula) des Haars geschädigt ist.
Wenn Du bereits eine feuchtigkeitsspendende Lockenpflege verwendest, Dein Haar aber trotzdem sehr strohig erscheint, könntest Du es mit dem richtigen Haarschnitt versuchen.
Dein Friseur kennt die Tricks und Haarschneidetechniken, um Deine Locken von Frizz zu befreien.
Um die richtige Haarpflege für Deine Naturlocken zu finden, kannst Du als ersten Schritt Deinen eigenen Lockentyp bestimmen. Diese Methode ist nur eine grobe Richtlinie, da lockiges Haar in vielen Variationen vorkommt. Dennoch ist die einfache Typisierung bei der Wahl Deiner Lockenpflege hilfreich.
| Typ | Beschreibung |
|---|---|
| 2A | Leichte Wellen |
| 2B | Definierte Wellen |
| 2C | Stärkere Wellen mit einzelnen Locken |
| 3A | Große, lockere Locken |
| 3B | Mittlere, definierte Locken |
| 3C | Enge, korkenzieherartige Locken |
| 4A | Enge, spiralförmige Locken |
| 4B | Zickzackförmige Locken |
| 4C | Sehr enge, dichte Locken |
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