Frisch gefärbte, glänzende Haare sehen toll aus - bis man bemerkt, dass nicht nur die Haare in einer neuen Farbe erstrahlen. Allzu oft landen flüssige Färbemittel auch auf Händen, Fingern, Armen oder im Gesicht. Da stellt sich die Frage: Wie lässt sich Haarfarbe von der Haut entfernen?
Wer schon einmal mit den fiesen Farbspritzern gekämpft hat, weiß: Permanente Haarfarbe und Tönungen, aber auch Augenbrauenfarbe, können extrem hartnäckig sein. Zum Glück gibt es viele wirkungsvolle Methoden, die Haut von ihnen zu befreien, ohne sie zu reizen oder zu irritieren. Wir erklären, welche Hausmittel wirklich helfen, wie man sie genau anwendet und warum es wirklich keine gute Idee ist, Haarfarbe mit Nagellackentferner von der Haut zu entfernen.
Entfernen von Haarfarbe von der Haut
Wenn du schnell und effektiv Haarfarbe oder Augenbrauenfarbe von der Haut entfernen willst, befolge am besten diese Einzelschritte. So beseitigst du das Farb-Malheur garantiert:
Die Hände sind meist das erste Opfer beim Colorieren. Schon ein kleines Loch im Handschuh reicht aus, um Finger, Nägel und die Haut ordentlich zu verfärben. Doch keine Sorge, das bedeutet nicht, dass du in der folgenden Woche verschämt deine Hände in Handschuhen verstecken musst. Da die Haut an Händen und Fingern unempfindlicher ist als im Gesicht, kannst du versuchen, die Haarfarbe mit Backpulver von der Haut zu entfernen.
Der Allround-Haushaltshelfer Backpulver wirkt wie ein natürliches Peeling, das sanft verfärbte Hautschuppen entfernt. Dafür einfach Backpulver mit etwas Wasser vermischen und die verfärbte Haut damit einreiben und leicht rubbeln. Anschließend mit lauwarmem Wasser abspülen.
Für Härtefälle kannst du dir eine stärkere Reinigungspaste anmischen. Dafür einfach zwei Esslöffel Spülmittel und Backpulver mit dem Saft einer halben Zitrone vermischen. Nun die Mixtur auf ein weiches Tuch oder ein Handtuch geben und die Hände damit einreiben, bis sich die Farbe löst. Wenn die Farbe an den Händen nach dem ersten Durchgang noch immer zu sehen ist, die Behandlung einfach wiederholen. Danach die Hände unter lauwarmem Wasser waschen. Damit die Prozedur die Haut nicht austrocknet, die Hände danach mit einer reichhaltigen Handcreme pflegen.
Wir wissen nun: Backpulver ist eines der effektivsten Hausmittel, um Haarfarbe von der Haut zu entfernen. Doch welche Möglichkeiten gibt es noch? In vielen Ratgebern liest man immer wieder, dass man Haarfarbe von der Haut mit Nagellackentferner entfernen sollte. Diese rabiate Methode funktioniert zwar, doch deine Haut zahlt einen hohen Preis dafür. Denn Nagellackentferner ist ein aggressives Lösungsmittel, das nicht für die Anwendung auf der Haut geeignet ist. Auch um Haarfarbe von den Händen zu entfernen, solltest du ihn nicht verwenden. Die Folgen können Rötungen, allergische Reaktionen, schmerzhafte Reizungen oder sogar offene Stellen sein.
Besser geeignet, um Haarfarbe von der Haut zu entfernen, sind Hausmittel, die du garantiert zu Hause vorrätig hast. Die sind günstig, effektiv auch deutlich sanfter zur Haut:
Um Augenbrauenfarbe von der Haut zu entfernen, ist Zitronensaft jedoch nicht die beste Wahl, da die Haut um die Augen besonders empfindlich ist. Zitronensäure kann hier leicht zu Irritationen oder einem unangenehmen Brennen führen. Solltest du dennoch Zitronensaft verwenden, verdünne ihn unbedingt und teste ihn vorab an einer kleinen Hautstelle, um sicherzugehen, dass deine Haut nicht reagiert.
Haarfarbe im Gesicht sieht nicht nur wenig schmeichelhaft aus, sie kann auch die Haut irritieren und allergische Reaktionen auslösen. Umso wichtiger ist es, Haarfarbe so schnell wie möglich von der Haut zu entfernen. Ein alter Friseur:innen-Tipp besagt übrigens, die Gesichtskonturen vor dem Haarefärben mit Vaseline oder einer besonders fetthaltigen Creme einzucremen. Die Farbe gelangt so nicht direkt an die Haut, und man kann sie einfach mit einem Tuch abnehmen.
Die Dauer, wie lange Haarfarbe auf der Haut bleibt, variiert je nach Art der Farbe und Hautbeschaffenheit. Permanente Haarfarbe bleibt in der Regel länger auf der Haut als eine Tönung, da sie deutlich stärker pigmentiert ist. Das macht es auch schwieriger, die Haarfarbe von der Haut zu entfernen. Tönungen legen sich meist nur oberflächlich auf das Haar und die Haut. In der Regel können Farbflecken mehrere Stunden bis mehrere Tage sichtbar bleiben, wenn man nicht schnell handelt. Die beste Strategie ist, gleich nach der Anwendung aktiv zu werden und die Haarfarbe von der Haut zu entfernen, bevor sie antrocknet (das gilt übrigens auch für Farbflecken auf der Kleidung).
Haarfärbemittel enthalten oft eine Vielzahl von Chemikalien, die für Allergiker problematisch sein können. PPD ist einer der bekanntesten und häufigsten Allergieauslöser in Haarfärbemitteln. Es hat eine hohe Fähigkeit, Allergien auszulösen, und kann bei empfindlichen Personen zu schweren Reaktionen führen. Es ist wichtig, die Inhaltsstoffe von Haarfärbemitteln genau zu überprüfen, bevor man sich für ein Produkt entscheidet.
Für Allergiker gibt es mittlerweile spezielle Haarfärbemittel, die ohne die üblichen allergieauslösenden Inhaltsstoffe auskommen. Im Folgenden stellen wir zwei besonders empfehlenswerte Produkte vor:
Vor der Anwendung von WECOLOUR Haarfarben wird empfohlen, einen Allergietest durchzuführen, um sicherzustellen, dass keine allergische Reaktion auftritt.
Wenn Sie auf der Suche nach einer noch schonenderen Alternative zu chemischen Haarfärbemitteln sind, könnten pflanzliche Farben die richtige Wahl für Sie sein. Pflanzenfarben wie Henna und Indigo haben eine lange Geschichte und wurden bereits im alten Ägypten zur Haarfärbung verwendet.
Zu den bekanntesten pflanzlichen Haarfarben gehören Henna, Indigo, Kamille und Rhabarber. Diese natürlichen Inhaltsstoffe färben das Haar, indem sie die Farbpartikel auf der Haaroberfläche anlagern. Es ist entscheidend, bei der Auswahl von Pflanzenhaarfarben auf die Inhaltsstoffe zu achten. Achten Sie darauf, dass keine synthetischen Farb-, Konservierungs- und Duftstoffe vorhanden sind. Diese Zusatzstoffe könnten das Risiko von allergischen Reaktionen erhöhen.
Pflanzliche Haarfarben
Um allergikerfreundliche Haarfarben sicher und effektiv anzuwenden, gibt es einige wichtige Tipps zu beachten.
Beim Haare färben denken viele vor allem an das Endergebnis: eine strahlende, gleichmäßige Farbe, die den Look perfekt abrundet. Doch die Kopfhaut, die während des Färbens oft direkt mit den chemischen Substanzen in Berührung kommt, bleibt dabei häufig unbeachtet. Dabei ist sie ein empfindliches Organ, das Schutz und Pflege benötigt.
Die Kopfhaut ist dünner und empfindlicher als die Haut an anderen Körperstellen. Ihre natürliche Schutzschicht, bestehend aus Talg und abgestorbenen Hautzellen, kann durch aggressive Chemikalien angegriffen werden. Dies führt dazu, dass Schadstoffe leichter eindringen und die Haut reizen können.
Die Auswahl an speziellen Kopfhautschutz-Produkten ist heute größer denn je, da immer mehr Menschen die Bedeutung eines wirksamen Schutzes beim Haare färben erkennen. Diese Produkte sind speziell darauf ausgelegt, die empfindliche Kopfhaut vor den aggressiven Inhaltsstoffen in Haarfärbemitteln zu schützen, ohne das Farbergebnis zu beeinträchtigen.
Ein effektiver Schutz der Kopfhaut beim Haare färben erfordert nicht nur die richtigen Produkte, sondern auch eine sorgfältige Vorbereitung und Anwendung.
Nach dem Färben benötigt die Kopfhaut besondere Aufmerksamkeit, um sich von den Strapazen der chemischen Behandlung zu erholen. Eine gezielte Nachpflege hilft nicht nur, Irritationen zu lindern, sondern stärkt auch die natürliche Schutzbarriere der Haut.
Die Entscheidung, ob du deine Haare selbst färben oder lieber einen Friseur aufsuchen solltest, hängt von mehreren Faktoren ab. Während DIY-Lösungen oft kostengünstiger und flexibler sind, bietet der Besuch beim Experten zusätzliche Sicherheit und Professionalität.
Für Menschen mit empfindlicher Kopfhaut können klassische Haarfärbemittel aufgrund ihrer chemischen Inhaltsstoffe eine Herausforderung darstellen. Glücklicherweise gibt es mittlerweile zahlreiche Alternativen, die schonender sind und dennoch beeindruckende Ergebnisse liefern.
Auch wenn der Schutz der Kopfhaut beim Haare färben wichtig ist, schleichen sich häufig Fehler ein, die den gewünschten Schutz mindern oder sogar zu Irritationen führen können. Mit den richtigen Maßnahmen lassen sich diese Probleme jedoch leicht vermeiden.
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