Viele Eltern sind überrascht, wenn ihr Baby mit rötlichen Haaren zur Welt kommt, obwohl niemand in der Familie rote Haare hat. In diesem Artikel werden die Ursachen für rötliche Haare bei Babys untersucht und die verschiedenen Faktoren beleuchtet, die die Haarfarbe beeinflussen.
Die Gene, die über die Haarfarbe entscheiden, werden durch die sogenannte unvollständige Dominanz vererbt. Das heißt, dass es kein Master-Gen gibt, dass in einer Art Gen-Monarchie die alleinige Entscheidungshoheit über die Haarfarbe hat.
Stattdessen sind es mehrere Gene, die in einer Art Gen-Demokratie im Zusammenspiel den sogenannten Phänotyp, was Fachsprache für Erscheinungsbild ist, bestimmen. Und wie das in der Demokratie nun mal so ist, können die Kräfteverhältnisse bei jedem Erbgang variieren. Deshalb kann es sein, das Geschwister unterschiedliche Haarfarben haben.
Nicht alle Babys haben etwa die Haarfarbe eines der beiden Elternteile oder eine Haarfarbe, die offensichtlich eine Mischung der beiden Elterntypen ist. Man weiß, dass ca. zehn Gene die Haarfarbe des Menschen determinieren. Und der Mensch hat jeweils ein Exemplar jedes Gens von der Mutter, eines vom Vater.
Dunkle Haare werden dominant vererbt, d. h. Blonde Haare werden nicht über ein einziges Gen vererbt. Auch dunkelhaarige Menschen können diese Haarfarbe in sich tragen und weiter vererben. Wenn beide Elternteile dieses Merkmal auf das Baby übertragen, ist das Babyhaar blond - dabei können die Eltern dunkelhaarig sein.
Manchmal werden Haarfarben über einen langen Zeitraum in einer Familie vererbt, ohne dass sie massiv zur Ausprägung gekommen wären.
In den meisten Fällen eines andersfarbigen Bartes ist dieser dann Rot gefärbt. Die Schuld dafür trägt das Gen MC1R. Dieses Gen ist verantwortlich für die Produktion eines Proteins, das eine wichtige Rolle bei der Umwandlung heller Pigmentzellen in dunkle spielt.
Wenn also eine Person von beiden Elternteilen eine Mutation dieses MC1R Gens erbt, gerät diese Umwandlung ins stocken und die Person bekommt rote Haare und helle Haut. Bekommt die Person diese Mutation jedoch nur von einem Elternteil vererbt, kann es sein, dass eben nur der Bart rothaarig wird.
Ein Baby mit roten Haaren ist eine genetische Wundermischung. Genetisch gesehen ist die Haarfarbe eines jeden Babys eine besondere Mixtur, die selbst Forschende bisher nicht entschlüsseln konnten, denn viele Hundert Gene haben bei der Farbe einen Einfluss.
Zwei bestimmte Varianten des Farbstoffs Melanin lassen aber je nach Haarfarbe der Eltern und Großeltern eine Tendenz ausmachen.
Haare enthalten Farbpigmente, die dem Haar die Farbe verleihen. Der erste Satz Babyhaar hat nur eine geringe Pigmentierung, sodass das Haar insgesamt heller wirkt, als es im späteren Leben sein wird.
Die erste Haarfarbe beim Baby kann also eine andere sein, als es die Erbanlagen des Babys festlegen. Überhaupt können sich die Farbpigmente im Haar im Laufe des Lebens verändern. Dies fällt bei hellen Haaren optisch stärker ins Gewicht als bei dunklen.
Die Hautzellen bilden Melanin, das sich über die Haarwurzeln auch in den Haaren selbst bemerkbar macht. Sie entscheiden darüber, ob die Haare des Babys hell oder dunkel werden. Dominiert Eumelanin, erhält Dein Baby braune bis schwarze Haare. Phäomelanin lässt Haare blond bis rötlich werden.
Ein Baby mit roten Haaren bildet vorrangig Phäomelanin und kaum Eumelanin.
Neben der Genetik und dem Melaningehalt können auch andere Faktoren die Haarfarbe beeinflussen:
Die richtige Haarfarbe des Babys steht meist bei der Geburt noch nicht endgültig fest: Babyhaar ändert die Farbe sehr häufig. Meistens verlieren Babys ihre ersten Haare ab dem dritten Monat ihres Lebens. Das sogenannte Neugeborenenhaar ist also nicht endgültig.
Eine Veränderung der Haare durch hormonelle Schwankungen kennt auch fast jede Mutter. Die Haare wachsen zunächst alle relativ gleichzeitig und gleich schnell; dann fallen Sie fast alle gleichzeitig aus. Manchmal kommt es vor, dass die ersten Haare schon ausfallen, bevor das Kind geboren wird.
Es gibt Babys, die bei der Geburt sehr helle Haare haben, vor allem, wenn sie hellhäutig sind. Später kann das Babyhaar eine Veränderung der Farbe durchlaufen und dunkler werden. Häufig bei dunkleren Typen anzutreffen sind hellbraune Haare bei der Geburt, die dann später dunkelbraun werden.
Tipp: Grundsätzlich kann man etwa ab dem vierten Monat nach der Geburt ermitteln, welche Haarfarbe das Baby später wahrscheinlich haben wird: blond, brünett, rötlich oder schwarz.
Ein rotes Fuchsköpfchen ist übrigens etwas ganz Besonderes: Nur zwei Prozent aller Menschen werden mit roten Haaren geboren. Das ist auf die Mutation eines ganz bestimmten Gens zurückzuführen. Dieses Gen sorgt für eine viel größere Produktion von Phäomelanin als bei anderen Menschen.
Rothaarige Kinder sind deutlich empfindlicher gegenüber Sonneneinstrahlung, weshalb ein besonders starker Sonnenschutz der Haut wichtig ist.
Die kleinen Rabauk:innen spielen mit Essen, Knete und sicher auch mal mit Dreck. All das bleibt nicht nur an den Händen kleben, sondern findet auch ab und zu einen Weg ins feine Babyhaar. Daher kommt früher oder später der Zeitpunkt, an dem du deinem kleinen Schatz zum ersten Mal die Haare wäschst.
In den ersten Lebensmonaten reicht es vollkommen aus, die Haare deines Kleinen mit warmem Wasser und einem Schwamm zu waschen. Später kommt es darauf an, wie viele Haare dein süßer Spatz hat. Verwende ein mildes Baby-Shampoo. Shampooniere die Haare erst am Ende des Bades.
Lege beim Ausspülen die Hände über die Stirn deines Sonnenschein. Ein kleiner Tipp: Nicht alle kleinen Energiebündel lassen sich gern die Haare waschen. Nimm dir deshalb genügend Zeit für die Haarpflege und massiere das Köpfchen deines Lieblings vorsichtig, während du das Shampoo aufträgst. So signalisierst du deinem süßen Spatz, das Haarewaschen ein echter Genuss sein kann.
Hast du einen kleinen Lockenkopf zu Hause? Dann ist es sicher manchmal gar nicht so einfach, die wilde Mähne unter Kontrolle zu bringen! Verwende zum Haarewaschen am besten einen Conditioner mit hohen pflanzlichen Anteil (zum Beispiel Minze, Zitronengras oder Rosmarin). Ganz wichtig: Achte auch immer darauf, nur babygerechte Produkte zu verwenden.
Wenn du die Haare deines Sprösslings schneidest, solltest du es immer im trockenen Zustand zu tun. Denn nur dann kannst du den natürlichen Wirbel der Locken erkennen. Nimm am besten eine Lockensträhne zwischen Daumen-, Zeige- und Mittelfinger und schneide ganz vorsichtig die Spitzen ab. Das machst du dann genauso weiter, Strähne für Strähne.
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