Enthaarungscreme: Anwendung, Dauer und alles, was du wissen musst

Haarentfernung ist für viele Menschen ein fester Bestandteil ihrer täglichen Pflegeroutine. Ob Rasieren, Epilieren oder Wachsen - jeder hat unterschiedliche Vorlieben, den Körperhaaren zu Leibe zu rücken. Eine weitere beliebte Variante zur temporären Haarentfernung ist die Anwendung von Enthaarungscreme.

Gerade für Menschen, die Rasieren als lästig empfinden, kann die Nutzung von solchen Cremes eine Alternative sein. Da Enthaarungscremes nicht aufwendiger als Rasieren sind, hast du damit eine simple Methode zur Hand, um Haare zuverlässig zu entfernen. Die Haare werden gründlicher entfernt als bei einer Rasur.

Doch wie funktioniert Enthaarungscreme? Was sind die Vor- und Nachteile? Wie lange hält das Ergebnis an? Dieser Artikel beantwortet diese Fragen und gibt dir alle wichtigen Informationen rund um das Thema Enthaarungscreme.

Wie funktioniert Enthaarungscreme?

Enthaarungscreme ist ein chemisches Mittel, das speziell dafür entwickelt wurde, Haare an der Hautoberfläche zu entfernen. Um die Haare zu entfernen, wird eine Kombination aus Schwefel und anderen chemischen Bestandteilen verwendet. Diese verätzen die Haare, um diese zu entfernen. Die meisten Enthaarungscremes enthalten alkalische Chemikalien, wie Salze der Thioglykolsäure und Thiomilchsäure sowie Natriumhydroxid, die sehr wirksam sind.

Die chemischen Wundermittel können und sollen nur auf gesunder Haut verwendet werden. Die darin enthaltenen Wirkstoffe reagieren mit der Haut, dabei finden folgende Prozesse statt:

  1. Zuerst wird der natürliche Säureschutzmantel durchbrochen, um die Poren zu öffnen.
  2. Anschließend greift die in Enthaarungscreme enthaltene Natronlauge (Thioglykolsäure) die Proteinstruktur, kurz Keratin genannt, die Haare an.
  3. Übersetzt bedeutet das: Die Härchen lösen sich auf und bleiben als gelartige Masse auf der Haut zurück.

Und genau diese können Sie zum Schluss mit einem Spatel ganz einfach abwischen.

Ebenfalls in Enthaarungscremes enthalten sind pflegende Stoffe, wie zum Beispiel Aloe vera. Schließlich wird die Haut durch die chemischen Stoffe gereizt, was auf diese Weise verringert werden kann.

Anwendung von Enthaarungscreme: Schritt für Schritt

Die Anwendung von Enthaarungscreme ist einfach und unkompliziert:

  1. Bevor du die Enthaarungscreme aufträgst, solltest du dafür sorgen, dass deine Haut sauber und trocken ist. Mit einer vorherigen gründlichen Reinigung können Schmutz oder überschüssiger Talg auf der Haut entfernt werden, die die Wirkung der Creme beeinträchtigen könnten. Achte darauf, dass du die Creme nicht auf gereizter, frisch rasierter oder verletzter Haut anwendest.
  2. Trage die Enthaarungscreme gleichmäßig auf die zu enthaarende Stelle auf. Nutze dafür den Spatel, der bei einer solchen Creme immer mitgeliefert wird oder deine Finger. Achte darauf, dass alle Haare, die du entfernen möchtest, vollständig bedeckt sind.
  3. Je nach Produkt muss die Creme unterschiedlich lange einwirken, üblicherweise sollten es aber nicht mehr als fünf bis zehn Minuten sein. Du solltest die empfohlene Zeit nicht überschreiten, da es sonst zu Hautirritationen kommen kann.
  4. Ist die Zeit abgelaufen, kannst du die Enthaarungscreme mit einem Spatel oder einfach mit einem feuchten Tuch abwischen. Du wirst merken, wie sich die Haare nun leicht von der Haut lösen lassen und mit der Creme entfernt werden.
  5. Wasche die behandelte Stelle gründlich mit lauwarmem Wasser, sodass die gesamte Creme rückstandslos entfernt wird.

Verzichte nach dem Enthaaren auf Produkte mit Alkohol oder Parfümstoffen, da sie die Haut zusätzlich reizen können. Um den Säureschutzmantel Ihrer Haut nach der Rasur zu aktivieren, sollten Sie die rasierten Körperstellen mit einer feuchtigkeitsspendenden Lotion eincremen.

Wichtiger Hinweis: Achte darauf, dass die Enthaarungscreme nicht in die Schleimhäute gerät, da diese durch die Chemikalien gereizt werden.

Vor- und Nachteile von Enthaarungscreme

Wie jede Methode zur Haarentfernung hat auch die Enthaarungscreme ihre Vor- und Nachteile:

Vorteile:

  • Schmerzfrei: Das Verwenden einer Enthaarungscreme ist vollkommen schmerzfrei.
  • Einfache Anwendung: Die Anwendung ist einfach und unkompliziert: Sie tragen die Creme auf, lassen diese kurz einwirken und waschen sie samt der Härchen wieder ab.
  • Schnell und effektiv: Eine schnelle und effektive Methode.
  • Günstig: Deutlich günstiger als professionelles Waxing oder Lasern.
  • Keine Verletzungsgefahr: Sie laufen zu keinem Zeitpunkt Gefahr, sich beim Rasieren zu schneiden.
  • Länger anhaltendes Ergebnis: Im Vergleich zur Rasur bietet die Anwendung von Enthaarungscremes eine längere Wirkung von bis zu 14 Tagen.
  • Weichere nachwachsende Haare: Die Haare werden direkt an der Hautoberfläche entfernt, wodurch sie in der Regel weicher und dünner nachwachsen.

Nachteile:

  • Chemische Inhaltsstoffe: Aufgrund der enthaltenen Chemikalien bergen Enthaarungscremes auch Risiken wie Hautirritationen.
  • Nicht für alle Körperbereiche geeignet: Nicht jede Enthaarungscreme eignet sich automatisch auch für den Intimbereich oder Ihr Gesicht.
  • Geruch: Die meisten Enthaarungscremes enthalten alkalische Chemikalien, die einen etwas strengen Geruch verbreiten.
  • Nicht dauerhaft: Haarentfernungscremes entfernen in der Regel nur den sichtbaren Teil eines Haares, nicht aber die Wurzel. Sofern sind sie keine Methode zur dauerhaften Haarentfernung.

Enthaarungscreme für verschiedene Körperbereiche

Es gibt Enthaarungscremes für verschiedene Körperregionen - einige sind explizit für das Gesicht, Achseln, Beine, Arme, Bauch, Rücken und der Brust oder die Bikinizone geeignet. Die Haut an diesen Stellen können Sie in der Regel mit ein- und demselben Produkt behandeln. Achte darauf, dass du das passende Produkt verwendest, wenn du Enthaarungscreme kaufst. Schließlich ist zum Beispiel die Haut in der Bikinizone empfindlicher als die Haut an den Beinen. Auch der Bikinibereich gehört dazu, wobei hier ausdrücklich nicht der Intimbereich gemeint ist. Dieser braucht eine spezielle, sensitive Enthaarungscreme mit geringerer Wirkstoffdosierung. Das liegt daran, dass sich im Intimbereich empfindliche Schleimhäute befinden.

Sensitive Enthaarungscremes entfernen auch Gesichtshaare. Enthaarungscremes für das Gesicht sind ebenfalls besonders gekennzeichnet.

Enthaarungscreme und empfindliche Haut

Ja, es gibt Enthaarungscremes, die für empfindliche Haut geeignet sind! All unsere Produkte sind darauf ausgelegt, deine Haut auf natürliche Weise zu unterstützen. Speziell für die empfindliche Haut wurden Produkte konzipiert, die das Irritationspotential der Haut an Beinen, Armen, Achselhöhlen und in der Bikinizone berücksichtigen. Der Zusatz von pflegenden und feuchtigkeitsspendenden Stoffen, wie Aloe vera, hinterlässt nach der Haarentfernung ein seidig-glattes Gefühl auf der Haut.

Achte jedoch darauf, dass nicht alle sensitiven Enthaarungscremes auch für den Intimbereich geeignet sind. Eine Eignung muss explizit auf der Packungsbeilage benannt sein.

Tipp: Führe vor der Anwendung einen Test an einer kleinen Hautstelle durch und schaue, wie deine Haut auf die Creme reagiert. Am besten wartest du 24 Stunden, um zu sehen, ob sich eine allergische Reaktion entwickelt. Erst wenn nach der vorgeschriebenen Einwirkzeit keine Rötung entstanden ist, sollte die Creme großflächig aufgetragen werden.

Wie lange hält das Ergebnis?

Das ist je nach Körper-Typ unterschiedlich. Aus unserer Erfahrung heraus 4-7 Tage. Im Vergleich zur Rasur bietet die Anwendung von Enthaarungscremes eine längere Wirkung von bis zu 14 Tagen. Unsere schnell wirkende Formel entfernt die Haare effektiv und gründlich, löst sie bis zur Wurzel auf und sorgt so für längere Glätte.

Haltbarkeit von Enthaarungscreme

Von der im ersten Abschnitt beantworteten Frage, wie lange Haarentfernungscreme hält, muss die folgende Frage abgegrenzt werden: Wie lange ist Enthaarungscreme haltbar? Die Haltbarkeit von Enthaarungscreme unterscheidet sich je nach Hersteller und Produkt. In der Regel liegt die Haltbarkeitsdauer bei ungeöffneter Creme zwischen 1 bis 3 Jahren. Diese Information findet man meistens auf der Verpackung oder dem Tubenrand als kleines Symbol mit einem offenen Tiegel, gefolgt von einer Zahl und dem Buchstaben „M“ (z.B. 12M für 12 Monate).

Sobald die Creme geöffnet wurde, verkürzt sich die Haltbarkeit meist auf 6 bis 12 Monate. Wichtig ist es, die Creme kühl und trocken zu lagern, um ihre Wirksamkeit und Konsistenz zu erhalten.

Risiken und Nebenwirkungen

Wie bei jedem kosmetischen Produkt können auch bei der Verwendung von Enthaarungscremes Nebenwirkungen auftreten. Die chemischen Wirkstoffe, die das Haar auflösen, können insbesondere bei empfindlicher Haut Reizungen oder allergische Reaktionen hervorrufen. Um mögliche Reaktionen zu vermeiden, ist es wichtig, die Enthaarungscreme vor der Anwendung an einer kleinen Hautstelle zu testen. Dies wird als „Patch-Test“ bezeichnet und sollte mindestens 24 Stunden vor der eigentlichen Behandlung durchgeführt werden.

Lesen Sie außerdem sorgfältig die Packungsbeilage, da dort genaue Anweisungen zur Anwendung sowie wichtige Hinweise zu Kontraindikationen und möglichen Risiken enthalten sind. Falls während oder nach der Anwendung Reizungen auftreten, sollten Sie die Creme sofort gründlich mit Wasser abspülen und die betroffene Hautstelle schonend trocknen. Vermeiden Sie es, reizende Pflegeprodukte wie alkoholhaltige Cremes oder Peelings zu verwenden. Wenn Sie unsicher sind, ob Enthaarungscremes für Ihre Haut geeignet sind, oder wenn Sie bekannte Allergien gegen chemische Inhaltsstoffe haben, können Sie sich an einen Facharzt wenden.

Alternativen zur Enthaarungscreme

Wenn du nach Alternativen zur Enthaarungscreme suchst, gibt es verschiedene Optionen:

  • Rasieren: Die weitverbreitetste Methode der Haarentfernung ist die Depilation, eine Entfernung des Haares oberhalb der Hautoberfläche. Ob Einweg- oder Gelrasierer, es kommt häufig zu Schnittverletzungen.
  • Waxing: Mit diesem Begriff verbinden die meisten, die ihn kennen, auch mitunter starke Schmerzen. Das Waxing kennt mehrere Formen, wobei das Warmwachs, wie der Name bereits verrät, erwärmt wird.
  • Sugaring: Sugaring funktioniert ähnlich wie das Waxing. Mithilfe der Zuckerpaste, die dabei zum Einsatz kommt, wird das jeweilige Haar aus der Haut gezerrt.
  • IPL (Intense Pulsed Light): Die IPL Technologie (Intense Pulsed Light) nutzt intensive Lichtimpulse, um die Haarwurzel gezielt zu veröden.
  • Laser Haarentfernung: Die Laser Haarentfernung gehört zu den etablierten Methoden für eine dauerhafte* Reduktion unerwünschter Haare.

Welche Variante die richtige für dich ist, hängt von deiner persönlichen Einstellung ab. Du enthaarst nur bestimmte Körperpartien zu besonderen Anlässen? Dann ist die Investition in IPL sicherlich nicht die richtige Variante. Du willst an bestimmten Stellen Ihre Körperbehaarung dauerhaft loswerden? Dann ist IPL eine sinnvolle Investition.

Hier ist eine Tabelle, die die verschiedenen Methoden vergleicht:

Methode Dauerhaftigkeit Schmerz Kosten Geeignet für
Enthaarungscreme Temporär (4-14 Tage) Schmerzfrei Gering Verschiedene Körperbereiche, empfindliche Haut (je nach Produkt)
Rasieren Temporär (1-3 Tage) Gering (Schnittgefahr) Gering Verschiedene Körperbereiche
Waxing Temporär (2-6 Wochen) Mittel bis Stark Mittel Verschiedene Körperbereiche
Sugaring Temporär (2-6 Wochen) Mittel Mittel Verschiedene Körperbereiche, empfindliche Haut
IPL Dauerhaft* Gering Hoch Helle Haut, dunkle Haare
Laser Dauerhaft* Gering bis Mittel Hoch Verschiedene Haut- und Haartypen (je nach Laser)

Funktioniert IPL Haarentfernung zuhause? Hautarzt erklärt | Dr. Kasten Hautmedizin in Mainz

*Dauerhaft bedeutet eine Reduktion des Haarwuchses.

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