Haarentfernung der Oberlippe mit Wachs: Eine detaillierte Anleitung

Viele Menschen wünschen sich eine glatte, haarfreie Haut und suchen nach effektiven Methoden zur Haarentfernung. Eine besonders beliebte Methode, um lästige Härchen im Gesicht loszuwerden, ist die Haarentfernung der Oberlippe mit Wachs. In diesem Artikel erfahren Sie alles, was Sie über diese Methode wissen müssen, von der Vorbereitung bis zur Nachsorge.

Was ist Sugaring?

Beim Sugaring handelt es sich um eine spezielle Haarentfernungsmethode, bei der Zuckerpaste auf der Haut zur Haarentfernung angewendet wird. Sie findet ihren Ursprung im Orient und im Hamam und erfreut sich mittlerweile auch in den USA, Südamerika und Europa großer Beliebtheit. Im arabischen Raum ist sie unter der Bezeichnung "Halawa" bekannt.

Die Paste besteht aus nur wenigen Zutaten, genauer gesagt aus Wasser, Zitronensaft und Zucker und lässt sich daher auch ganz einfach selber machen. Durch das Gemisch erhält die Paste eine klebrige Textur, die sich besonders präzise zur Haarentfernung anwenden lässt. Ob an den Achseln, den Armen, im Gesicht, der Bikinizone oder den Beinen ist hierbei ganz Ihnen überlassen - Sugaring funktioniert am gesamten Körper und ist obendrein für nahezu alle Hauttypen geeignet.

Vorbereitung der Haut für das Sugaring

Um die Haut auf die Behandlung mit der Zuckerpaste vor- und nachzubereiten, können Ihnen die folgenden Tipps helfen:

  • Die Haare lang genug wachsen lassen: Damit die Paste die Härchen bei der Behandlung "greifen" und komplett herauslösen kann, ist es wichtig, dass sie lang genug sind. Hierbei empfehlen Kosmetiker:innen eine Mindestlänge von etwa einem halben Zentimeter oder länger; das entspricht zum Wachsen lassen einer Dauer von schätzungsweise eineinhalb bis zwei Wochen.
  • Rechtzeitig ein Peeling durchführen: Damit die Haut vor der Haarentfernung nicht unnötig gereizt wird, empfiehlt es sich, sie kurz vorher, sprich am selben oder am Vortag, nicht mehr zu peelen.
  • Haut am Behandlungstag neutral belassen: Am Tag der Behandlung ist es ratsam auf ölhaltige Bodylotion oder Körperöl zu verzichten, damit die Paste optimal auf der Haut haften kann und so beste Ergebnisse erzielt werden können.
  • Die Haut schonen: Dass UV-Strahlung die Haut belastet, ist kein Geheimnis: Um Reizungen zu vermeiden, sollten der Gang ins Solarium oder ein Sonnenbad vor und nach dem Sugaring für mindestens eine Woche vermieden werden. Auch die Anwendung eines Selbstbräuners sollte vor dem Termin ausgelassen werden.

Wie läuft ein Sugaring ab?

Für die Haarentfernung mit Sugaring-Paste gibt es drei mögliche Optionen: Entweder Sie buchen eine Behandlung in einem Beautysalon, Sie stellen die Zuckerpaste für zu Hause einfach selbst her oder Sie kaufen Sie online oder in der Drogerie. Die Methode ist immer gleich: Zur Anwendung wird die honigfarbene Zuckerpaste auf der Haut entgegen der Haarwuchsrichtung angesetzt und mitsamt der Härchen und Haarwurzeln wieder abgezogen. Als Vorbereitung und zur Vorbeugung eingewachsener Haare können Sie ein paar Tage vor dem Sugaring ein Peeling durchführen, um abgestorbene Hautschüppchen abzutragen.

DIY-Sugaring - Rezept für Zuckerpaste zur Haarentfernung - Anleitung - Talu.de

#1 Behandlung im Kosmetikstudio

Die Behandlung im Salon ist natürlich etwas kostspieliger, als sie einfach zu Hause ins Badezimmer zu verlegen. Außerdem sollten Sie etwas mehr Zeit mitbringen.

  • Haut desinfizieren und entfetten: Die Kosmetiker:innen behandeln die Haut vor, indem sie sie desinfizieren, zum Schutz mit etwas Babypuder präparieren und somit auch entfetten.
  • Enthaarung mit Zuckerpaste: Nun wird die Textur gegen die Wuchsrichtung der Härchen aufgetragen und mit einer ruckartigen Bewegung in Wuchsrichtung von der Haut abgezogen. Dieser Vorgang wird so lang wiederholt, bis die Sugaring-Kugel keine Haare mehr aufnehmen kann und ausgetauscht werden oder alle Haare entfernt sind. Da die Paste tatsächlich nur die Haare greift, hinterlässt sie keine Rückstände auf der Haut.
  • Glatte Hautoberfläche: Nicht nur die Härchen mitsamt der Haarwurzeln, sondern auch Hautschüppchen werden so entfernt, wonach ein glattes, seidiges Finish auf der Derma zurückbleibt.

#2 Sugaring selber machen - Rezept und Anleitung

Die Haarentfernung mit der Sugaring-Methode können Sie auch zu Hause durchführen, denn die Zuckerpaste lässt sich ganz einfach selber machen - und zwar folgendermaßen:

Das brauchen Sie
  • 10 Milliliter Leitungswasser
  • 30 Milliliter frisch gepressten Zitronensaft
  • 200 Gramm Zucker
  • Kochtopf
  • Kochlöffel aus Holz
  • Einmachglas oder verschließbare, kleine Vorratsdose

Sugaring-Paste selber machen: Eine Anleitung

Geben Sie die Zutaten in den Topf und erhitzen Sie das Ganze langsam, während Sie die Flüssigkeit durch ständiges Rühren vor dem Anbrennen bewahren. Sobald die Konsistenz zu blubbern beginnt, den Topf von der Herdplatte nehmen und kontinuierlich rühren. Im Wechsel erhitzen und vom Herd nehmen, bis die gewünscht Konsistenz erreicht ist: Diese verändert sich mit der Erhitzungsdauer, gilbt nach und entwickelt einen karamellartigen Farbton. Die Masse nun in ein Einmachglas oder in eine Vorratsdose füllen und abkühlen lassen.

Sugaring-Paste zu Hause anwenden

Sobald die Paste eine verträgliche Temperatur erreicht hat, können Sie eine Portion herausnehmen, sie zu einer Kugel mit etwa zwei bis drei Zentimetern Durchmesser formen und mit der Behandlung beginnen - die Haut vorher mit Wasser reinigen und vollständig abtrocknen. Die Paste entgegen der Haarwuchsrichtung auftragen, längs aufstreichen und mit Schwung in Wuchsrichtung wieder abziehen. Sobald die Paste ausgeschöpft ist, eine neue Portion herausnehmen und die Behandlung entsprechend fortsetzen. Wichtig zu wissen: Sobald die Temperatur der Paste abkühlt, bildet die Textur kleine Kristalle und sieht milchig aus.

#3 Sugaring-Paste kaufen

Wer die Zuckermasse nicht selbst zubereiten möchte, kann im Handel fertige Produkte kaufen und so ohne Vorbereitung mit der DIY-Haarentfernung loslegen. Die Zuckerpaste von Veet enthält einen Holzspatel sowie Stofftücher für das Sugaring. Zudem ist die Paste mit Arganöl angereichert und sorgt so für eine Extraportion Pflege für die Derma.

Die richtige Anwendung von Sugaring-Paste

Die Anwendung ist ganz ähnlich zu den anderen beiden Methoden: Paste in einem Wasserbad erwärmen, in einzelnen Portionen herausnehmen, auf die gewaschene und abgetrocknete Haut geben, je nach Belieben mit einem Stofftuch bedecken und von der Haut abnehmen. So lange wiederholen, bis alle gewünschten Stellen enthaart sind.

Für wen ist die Sugaring-Methode geeignet?

Da die Haarentfernung mit Zuckerpaste sehr hautschonend und schmerzfrei ist, eignet sie sich nahezu für alle Hauttypen. Dennoch gilt wie in so vielen Dingen: Probieren Sie das Produkt erstmal an einer kleinen Stelle aus, bevor Sie es großflächig anwenden. Allergische, empfindliche oder zu Reizungen neigende Hauttypen könnten beispielsweise auf den in der Zuckerpaste enthaltenen Zitronensaft reagieren; Stichwort: Margarita Burn. Auch Menschen, die an Rosacea oder Neurodermitis leiden oder bei empfindlichem Narbengewebe oder Sonnenbrand sollte auf andere Haarentfernungsmethoden zurückgegriffen werden, da das Sugaring hier Reaktionen hervorrufen könnte.

Wie lange sollte man nach dem Sugaring nicht duschen?

Nach der Haarentfernung mit der Sugaring-Methode können Sie die Haut sachte abwaschen und sich mit klarem, warmem Wasser abduschen - verzichten Sie hierbei jedoch auf die Verwendung von Duschgel oder Peelings, die die Haut reizen könnten und auf Bodylotion und Cremes, die die Poren verstopfen und eingewachsene Haare begünstigen könnten. Auch Deodorant, besonders ein alkoholhaltiges, sollten Sie direkt danach besser weglassen. Am nächsten Tag können Sie duschen und die Haut pflegen - am besten mit einem kühlenden Aloe-Vera-Gel oder einer Lotion mit Panthenol. Achten Sie darauf, die Haut nicht zu sehr zu rubbeln und lassen Sie alkoholhaltige Produkte so lange weg, bis sich die Haut nach der Haarentfernung beruhigt hat. Zwei bis drei Tage nach der Behandlung sollten Sie wieder regulär duschen können.

Sugaring vs. Rasur: Was ist besser?

Nun, es gibt viele Methoden der Haarentfernung und wir kennen sie alle: Rasur, Waxing, Enthaarungscreme, Epilation, IPL, Sugaring und Co. Doch welche Vorteile und Nachteile hat die Haarentfernung mit Zuckerpaste entgegen der klassischen Nassrasur?

#1 Vorteile von Sugaring

  • Im Vergleich zur Rasur mit Einwegrasierer oder Rasierhobel ist Sugaring hautschonender und hinterlässt kaum bis gar keine Spuren. Rasierpickel und Erdbeerbeine bleiben aus.
  • Dank der in Zucker und Zitrone enthaltenen Moleküle, die in der Hautoberfläche und in den Haarfollikeln greifen, kleben die Härchen optimal an der Paste und lassen sich so präzise entfernen, ohne dass sie abbrechen oder unangenehm Ziehen.
  • Waren Beine und Achseln gerade frisch rasiert und glatt, pieksen die kleinen Härchen schon nach ein paar Tagen wieder. Die Haarentfernung mit der Sugaring-Methode verspricht hingegen länger glatte Beine - teilweise bis zu vier Wochen oder sogar länger bleiben die behandelten Stellen haarfrei.
  • Zudem verringert sich der Haarwuchs auf Dauer und die Härchen kommen dünner und heller nach, was nicht nur optisch von Vorteil ist, sondern bei der nächsten Behandlung auch noch sanfter sein kann.
  • Obwohl die Zuckerpaste die Haare mitsamt der Haarwurzel aus der Haut löst, ist die Methode mit weit weniger Schmerzen verbunden, als es beim Waxing oder beim Epilieren der Fall ist.
  • Sicher hat sich jede:r beim Rasieren schon einmal an einer blöden Stelle geschnitten. Und hier kommt der nächste Vorteil der Zuckerpaste: Diese lässt sich nämlich ganz präzise auch an schwierigeren Hautstellen ansetzen und das ganz ohne Verletzungen, sondern stattdessen gründlich und hautschonend.
  • Ein Punkt, der gern mal in Vergessenheit gerät, ist der Umweltaspekt: Denn Einwegrasierer können sich vom Alltagsgegenstand leider schnell zu Meeresplastik umfunktionieren und erheblichen Schaden anrichten. Da Sugaring-Paste lediglich aus drei Zutaten besteht, die gleichzeitig auch noch natürlich und plastikfrei sind, bietet die Haarentfernungsmethode eine nachhaltige Alternative zu Rasierer und Enthaarungscreme. Obendrein ist sie im Gegensatz zu vielen Nassrasierern, die in der Gleitschicht tierische Inhaltsstoffe enthalten können, gänzlich vegan.

#2 Nachteile von Sugaring

  • Für wen es im Badezimmer und in Sachen Haarentfernung schnell gehen muss, der wird eher von einer Rasur profitieren. Für das Sugaring hingegen sind die Härchen nicht nur mit der Vorbereitungszeit verbunden, sondern auch mit einem Termin zur Behandlung im Salon. Demnach ist Sugaring zeitintensiver und nicht spontan anwendbar.
  • Sehr unwahrscheinlich ist, dass die Kosten eines Einwegrasierers mit Wechselklingen für vier Wochen den Preis einer Sugaring-Behandlung im Kosmetikstudio übersteigen. Demnach ist letzteres vergleichsweise teurer. Entscheiden Sie sich jedoch für die DIY-Sugaring-Methode, halten Paste und Rasierer sich in etwa die Waage.
  • Empfindliche Hauttypen, die beispielsweise unter Neurodermitis, Schuppenflechte, Gürtelrose, Herpes oder Rosacea leiden, sollten nicht mit Sugaring-Paste behandelt werden. Auch Haarentfernungsmethoden wie Waxing oder Epilation fallen hier weg, wonach ein Sensitiv-Rasierer als letzte Option zur Haarentfernung bleibt.

An welchen Stellen kann Sugaring angewendet werden?

Mit das Beste an der Haarentfernungsmethode ist die flexible Anwendung und die hautschonende Methode: Die Paste kann an unterschiedlichen Hautstellen angewendet werden - von den Zehen, über Beine, Intimbereich, Bauch, Achseln und Arme bis hin zur Oberlippe und Augenbraue.

Wie lange hält ein Sugaring?

Dieser Faktor hängt von der Vorbereitung und vom Haartypen ab: Nur, wer die Härchen vor der Behandlung lang genug wachsen lässt, wird von den besten Ergebnissen profitieren. Längere Haare können besser von der Paste gegriffen und so auch besser entfernt werden. Aber auch dickere, dunklere Haare sind vergleichsweise schneller wieder sichtbar als helle, dünne Härchen. Verallgemeinert lässt sich sagen, dass ein Sugaring zwischen vier bis sechs Wochen halten kann. Bei regelmäßig fortgeführter Behandlung können die Härchen schwächer nachwachsen, da die Haarwurzeln durch die Methode entkräftet werden. Als Richtwert können Sie etwa alle drei bis vier Wochen ein Sugaring durchführen.

Ist ein Sugaring schmerzhaft?

Jedes Schmerzempfinden ist anders und wird von unterschiedlichen Einflüssen bedingt; beispielsweise vom Zyklus, von der Dicke der Haare oder von den behandelten Hautstellen. So kann die Haarentfernung im Intimbereich oder unter den Achseln schon etwas intensiver sein als an Ober- und Unterschenkel, da die Derma an diesen Stellen schlichtweg dünner und somit auch sensibler ist. Im Vergleich zum Waxing oder zur Epilation ist Sugaring weniger schmerzhaft und zudem schonender zur Haut.

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