Sanfte Haarentfernung ohne Schmerzen - das versprechen Enthaarungscremes. Doch welche sind wirklich hautfreundlich?
Körperbehaarung kann manchmal stören. Anstatt täglich zu rasieren oder sich mit einem Epilierer an die Haarentfernung zu machen, ist eine sanfte Creme eine hervorragende Wahl. Mit einer Haarentfernungscreme haben Sie im Handumdrehen herrlich glatte Beine, haarlose Achseln und einen gepflegten Intimbereich. Und das Beste ist: Die Wirkung hält lange vor.
Diejenigen, die es gerne haarfrei mögen, haben mittlerweile die Qual der Wahl. Denn der Markt wirkt regelrecht überschwemmt mit neuen Produkten, die Haaren an den Kragen gehen. Wer seine Haut nicht durchs Rasieren reizen will und ein wenig Zeit übrighat, ist mit Enthaarungscreme bestens bedient. Neben der unkomplizierten Anwendung ist ein weiterer großer Vorteil von Enthaarungscreme, dass die Härchen langsamer und feiner als nach dem Rasieren nachwachsen.
Im Gegensatz zur gewöhnlichen Nassrasur liegen Enthaarungscremes einer chemischen Basis zugrunde - und versprechen somit eine schonende Entfernung unerwünschter Haare.
Die Anwendung ist einfach und unkompliziert: Sie tragen die Creme auf, lassen diese kurz einwirken und waschen sie samt der Härchen wieder ab. Eine schnelle und effektive Methode, die - im Gegensatz zum professionellen Waxing oder Lasern - deutlich günstiger ist.
Öko-Test hat für seine Ausgabe 5/2023 17 konventionelle Enthaarungscremes für Frauen und Männer unter die Lupe genommen. Alle arbeiten mit dem Wirkstoff Thioglykolsäure, den man bei der Inhaltsangabe unter „Potassium Thioglycolate“ oder „Calcium Thioglycolate“ finden kann. Einige der Produkte fielen bei den Tester*innen glatt durch, weil sie mit MOAH (aromatische Mineralölkohlenwasserstoffe) verunreinigt sind. Zunächst einmal stellen wir euch aber die Testsieger vor, die - richtig angewendet - in der Regel unbedenklich sind.
Hier findet ihr noch ein paar gut bewertete Enthaarungscremes:
Neben Enthaarungscremes gibt es natürlich noch einige weitere Methoden zur Haarentfernung.
Ausgerechnet zwei Produkte der beliebten und bekannten Enthaarungscreme-Marke Veet fielen im Test von Öko-Test mit "Ungenügend" durch. Der Grund: Sie enthielten am meisten problematische Inhaltsstoffe wie MOAH und PEG/PEG-Derivate. Konkret handelt es sich um Veet Men Haarentfernungscreme Oberkörper & Beine und Veet Pure Haarentfernungscreme Körper & Beine.
Aber auch die Enthaarungscreme von einer anderen Marke konnte den Ansprüchen der Tester*innen nicht genügen und fiel mit der Gesamtbewertung "Mangelhaft" durch: die SNÄ Epil Enthaarungscreme Sensitiv. Besonders negativ hier: der künstliche Moschusduft.
Öko-Test ließ für den Enthaarungscreme-Test 17 Cremes in spezialisierten Laboren testen auf:
Außerdem wurde überprüft, ob alle vorgeschriebenen Anwendungshinweise inklusive dem, die Creme von den Schleimhäuten fern zu halten, vorhanden waren. Die Hersteller wurden außerdem befragt, ob sie für die Plastikverpackungen recycelten Kunststoff verwenden und dies auch beweisen können.
Die Enthaarungscreme wird auf die Körperstellen aufgetragen, die frei von Haaren werden sollen und dann einwirken gelassen. Die Thioglykolsäure sorgt dafür, dass die Hornsubstanz im Haar, das Keratin, geschwächt wird und sich auflöst. Mit dem Spachtel, der der Enthaarungscreme meist beiliegt, wird das entfernt, was übrig bleibt. Anschließend wird der Rest gründlich abgespült.
Wer zu sensibler Haut und Allergien neigt, sollte bei der Benutzung von Enthaarungscreme lieber vorsichtig sein. Denn die Inhaltsstoffe können die Haut reizen. Wer sich nicht sicher ist, ob er eine Enthaarungscreme verträgt, sollte sie am besten erst einmal an einer kleinen Hautstelle, z.B. in der Armbeuge, testen - und dann erst großflächiger verwenden, wenn keine Hautirritationen auftreten.
Grundsätzlich gilt: Wer Enthaarungscreme im Intimbereich verwenden möchte, sollte gut aufpassen, dass die Creme nicht mit den Schleimhäuten in Berührung kommt. Auch auf bereits verletzter oder gereizter Haut ist die Anwendung tabu. Außerdem gibt es inzwischen spezielle Enthaarungscreme für den Intimbereich von Männern und Frauen, die sich besonders gut für die empfindlicheren Hautbereiche eignet.
Die Haarentfernung mit Enthaarungscremes ist völlig schmerzfrei.
Sie ist kostengünstiger als eine dauerhafte Haarentfernung.
Sie hält etwas länger als beim klassischen Rasieren.
Es kommt zu weniger juckendem Nachwachsen und weniger eingewachsenen Haaren als beim Rasieren.
Hautirritationen sind möglich.
Enthaarungscremes sind nicht für Allergiker und Menschen mit sehr sensibler Haut geeignet.
Das Enthaaren mit Cremes dauert wegen der nötigen Einwirkzeit länger als eine Rasur.
Den schwefeligen Geruch empfinden viele als unangenehm.
Da die Enthaarungscreme die Haare unter der Hautoberfläche auflöst, dauert es etwas länger, bis sich die ersten Haarstoppeln wieder zeigen als beim Rasieren.
Die Anweisungen auf der Verpackung, insbesondere hinsichtlich der Einwirkzeit, sollten dabei unbedingt beachtet werden. Die Einwirkzeit sollte nicht überschritten werden, da dies zu Hautreizungen und Schmerzen führen kann. Auch im Intimbereich ist es am besten, die Enthaarungscreme zunächst an einer kleinen Stelle zu testen, um sicherzustellen, dass keine allergischen Reaktionen auftreten.
Vor der Anwendung der Enthaarungscreme im Intimbereich empfiehlt es sich, die Schamhaare mit einer Schere oder einem Trimmer zu kürzen.
Insgesamt ist die Anwendung von Enthaarungscreme im Intimbereich möglich, man sollte bei der Anwendung aber sehr behutsam vorgehen, um Hautreizungen oder Verletzungen zu vermeiden.
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