Die Fadentechnik, auch bekannt als Threading, ist eine traditionelle Methode der Haarentfernung, die ihren Ursprung im Nahen Osten und in Südasien hat. Ihren Erfolg in Deutschland verdankt sie vor allem den türkischen Barbieren und Friseuren, die das präzise Auszupfen feiner Gesichtshärchen mithilfe eines überkreuzten Fadens mit echter Meisterschaft beherrschen. Ursprünglich kommt die Methode aus dem alten Indien - dort wurde die Fadentechnik zur Haarentfernung schon vor über 6.000 Jahren genutzt. Diese Technik hat in den letzten Jahren weltweit an Popularität gewonnen, insbesondere für die Formung der Augenbrauen und die Entfernung von Gesichtshaaren. Threading bietet eine präzise, effektive und relativ sanfte Möglichkeit, unerwünschte Haare zu entfernen.
Die Haarentfernung mit einem Faden eignet sich vor allem für feine Gesichtshaare. Daher wird sie am häufigsten zum präzisen Formen der Augenbrauen, für exakte Bartkanten und zum Entfernen einzelner störender Haare (z. B. "Hexenhaare" auf Leberflecken, verirrte Barthaare auf Wangen, Nase oder Hals) angewendet. Zudem schwören viele Frauen auf die Fadentechnik zur Haarentfernung auf der Oberlippe ("Damenbart") oder am Kinn.
Grundsätzlich ist diese Haarentfernungsmethode zwar für alle Haare und Körperstellen geeignet, doch bei größeren Bereichen wie den Beinen würde das Enthaaren mit dem Faden viel zu lange dauern, und an schwer zugänglichen Stellen wie Achseln oder Intimbereich wäre sie - vor allem bei der Eigenanwendung - zudem mit unnötig viel Aufwand verbunden. Selbst geübte Anwender, die die Fadentechnik sogar eigenhändig beherrschen (dabei wird ein Ende der Fadenschlinge mit dem Mund gehalten), bevorzugen hier andere Methoden wie Waxing, Sugaring, Rasieren oder Enthaarungscreme.
Um Haare mit einem Faden auszuzupfen, wird zunächst ein 30-50 cm langer Faden (meist aus Baumwolle) durch das Verknoten der Enden zu einer Schlinge geformt. Die Fadenschlinge wird dann zwischen den Fingern bzw. Händen gespannt und ein paar Mal gedreht. Dadurch entsteht in der Mitte der Schlinge eine verzwirbelte Stelle, an der sich der Faden mehrfach überkreuzt. Diese Stelle ist das eigentliche Werkzeug, das bei der Fadentechnik zur Haarentfernung verwendet wird.
Die meisten Profi-Fadentechniker nutzen zwei Finger jeder Hand (z. B. Daumen und Zeigefinger oder Daumen und Mittelfinger), um die überkreuzte Fadenschlinge zu spannen und zu halten. Um damit zu arbeiten, werden die Finger abwechselnd rechts und links wie Scheren geöffnet und geschlossen. So lässt sich das Fadenkreuz hin und her bewegen, um Haare zu erfassen und auszuzupfen.
Weil der Faden an der überkreuzten Stelle sehr eng umeinandergewickelt ist und die gesamte Schlinge außerdem unter Spannung steht, lassen sich selbst feinste Härchen mit dem Fadenkreuz fassen und so fest einklemmen, dass sie sicher ausgezupft werden können. Das erfasste Haar wird durch das Verschieben des Fadenkreuzes mit eingedreht und kann bereits dadurch aus der Haut gezogen werden. Mit kleinen, ruckartigen Handbewegungen lässt sich der Vorgang beschleunigen und die Haarentfernung schmerzloser gestalten.
Um die Fadentechnik zu erlernen, brauchst Du außer einem Faden und ein wenig Geschick nur noch Übung, also Zeit und Geduld. Eine gewisse Portion Mut gehört natürlich auch dazu, denn diese Technik ist nicht schmerzlos. Gerade am Anfang wird es also ordentlich zwicken und ziepen. Aber mit der Zeit wirst Du schneller werden, den richtigen Abstand zur Haut sicher einhalten, Finger und Hände besser koordinieren und Dich sogar an den Zupfschmerz gewöhnen.
Damit Du es beim Üben möglichst leicht hast, nimm Dir zuerst lieber Bein- als Gesichtshaare vor. Dann brauchst Du nicht in den Spiegel zu schauen, sondern kannst die Hautstelle direkt ansehen und Deine Hand- und Fingerbewegungen besser beobachten und trainieren. Willst Du zuerst lieber zusehen, wie ein Experte die Fadentechnik zur Haarentfernung einsetzt, kannst Du Dir ein Tutorial ansehen oder die Methode zuerst in einem Kosmetikinstitut oder Friseursalon Deines Vertrauens ausprobieren.
Der sogenannte Damenbart besteht meist aus weichen und flaumigen Härchen, die allerdings wegen ihrer Menge, Länge oder Farbe als störend empfunden werden. Mit richtig harten, borstigen Barthaaren hat zum Glück kaum eine Frau zu kämpfen. Trotzdem fühlt sich kaum eine Damenbartträgerin wohl mit ihrem Oberlippenflaum, und viele haben eine Lieblingstechnik und langjährige Routine damit, die unerwünschten Härchen loszuwerden. Allerdings ist die Oberlippe äußerst empfindlich, deswegen kann die Haarentfernung hier besonders schmerzhaft sein. Außerdem dauert es oft länger, bis sich gestresste Gesichtshaut wieder erholt hat und Rötungen, Pickelchen oder Spannungsgefühle abgeklungen sind.
Es ist daher ratsam, Gesichtshaare abends zu entfernen und der Haut eine Nacht Erholung zu gönnen; das gilt nicht nur für den Damenbart, sondern auch für das Zupfen und Formen der Augenbrauen. Reagiert Deine Haut besonders gereizt auf das Epilieren und/oder Rasieren oder leidest Du häufig unter eingewachsenen Haaren, hilft oft ein hochwertiges Pflegeset mit aufeinander abgestimmten Produkten zur optimalen Vor- und Nachbehandlung der Haut. Bei einem dunklen Damenbart kann auch das Aufhellen/Blondieren eine Alternative zur regelmäßigen Haarentfernung sein - oder die dauerhafte Haarentfernung mit Licht bzw.
Wenn Du unliebsame Härchen in Deinem Gesicht entdeckst, kannst Du Dein Gesicht epilieren mit verschiedenen Techniken und Epiliergeräten. Dabei entfernst Du die Haare samt der Wurzel. Es gibt hierfür verschiedene Methoden. Beim Epilieren sollen die Haarwurzeln entfernt werden (im Gegensatz zur Rasur), sodass wenigstens an dieser Stelle des entfernten Haares so schnell kein neues nachwächst und Deine Haut über mehrere Wochen glatt bleibt. Bei den einzelnen Methoden und Epiliergeräten ist zu beachten, dass sie mehr oder weniger schmerzhaft im Gesicht sind. Auch Hautreizungen können auftreten. Bei richtigem Epilieren halten sich aber diese Nachteile in Grenzen.
Um Hautreizungen und allzu große Schmerzen zu vermeiden, solltest Du gerade das Epilieren der Gesichtshaut gründlich vorbereiten. Vor der Prozedur solltest Du Dich gründlich abschminken und danach das Gesicht warm waschen, um die Poren zu öffnen. Das lindert deutlich den Schmerz beim Epilieren. Solltest Du für einzelne Härchen eine Pinzette verwenden, was eine sehr schnelle Methode ist, ziehst Du mit Deiner freien Hand die betreffende Hautpartie straff. Die Verfahren für eine großflächigere Behandlung - Epiliergerät, Wachs, Sugaring - eignen sich bei der richtigen Haarlänge. Zu lange Haare könntest Du damit ausreißen, zu kurze Haare erwischst Du nicht richtig. Die Hygiene ist beim Epilieren enorm wichtig. Reinige also alle Geräte stets sehr gründlich. Das betrifft auch einen elektrischen Epilierer.
Wenn Du den elektrischen Epilierer anwendest, lockern sich etwa nach zehnmaliger Durchführung Deine Haarwurzeln. Das Epilieren geht dann immer schneller. Diese Phase ist etwa nach einem halben Jahr erreicht. Die Haare wachsen durchaus auch wieder nach, sodass Du in etwa alle zwei bis drei Wochen epilierst. Du musst wissen, dass jedes Epilieren eines Damenbarts unangenehme Gefühle verursacht. Die Haut hat dort sehr viele Nerven. Die gebräuchlichsten dieser Epilierer sind IPL-Geräte ("Intensed Pulsed Light"). Sie machen die Haut an einer sehr kleinen Stelle in der Umgebung der Haarwurzel 73 °C heiß. Für das Gesicht ist die Methode begrenzt geeignet. Falls sich dieser Epilierer auch für das Gesicht eignet, solltest Du dieses vorher rasieren, aber nicht mit einer anderen Methode epilieren.
Du musst wissen, dass auch der Laser nicht alle Haare sofort und unwiderruflich entfernt. Das kann nicht funktionieren, weil sich jedes einzelne Härchen in einer anderen Wachstumsphase befindet. Die Haare lösen sich nach einer gewissen Zeit von ihrer Wurzel. Die dauerhafte IPL-Haarentfernung benötigt daher ebenso mehrere Sitzungen. Du kannst auch Deine Kosmetikerin nach dieser Methode fragen, ehe Du Dir ein für das Gesicht eher ungeeignetes Gerät anschaffst.
Zunächst einmal solltest Du Dir keine Sorgen machen. Es ist völlig normal, dass man nach dem Epilieren Pickel bekommt. Aber keine Sorge, es gibt ein paar Dinge, die Du tun kannst, um das Problem zu lösen. Zuerst einmal solltest Du die Haut nach dem Epilieren gründlich reinigen. Verwende dafür lauwarmes Wasser und ein mildes Reinigungsprodukt. Anschließend solltest Du ein beruhigendes Gesichtswasser verwenden, um die Haut zu kühlen und zu beruhigen. Du kannst auch ein kühlendes Gel auf die betroffenen Stellen auftragen.
#1 Wie kannst Du den Schmerz während der Epilation reduzieren? Du benötigst hierfür eine gute Vorbereitung. Durch Wärme geöffnete Poren sind auf jeden Fall hilfreich, sie minimieren das Schmerzempfinden auf natürliche Weise. Wenn das nicht ausreicht, kannst Du spezielle Cremes verwenden, welche die Haut kurzzeitig betäuben.
#2 Weshalb entstehen manchmal nach dem Epilieren rote Pickel im Gesicht? Die Gesichtshaut ist besonders empfindlich. Daher reagiert sie auch besonders empfindlich auf das Epilieren.
#3 Wächst ein Damenbart nach dem Epilieren noch stärker nach? Nein! Nach dem Rasieren ist dieser Effekt zu beobachten, nach dem Epilieren hingegen nicht.
#4 Solltest Du die Oberlippe am besten mit Kaltwachsstreifen epilieren? Der elektrische Epilierer wirkt auf der Oberlippe etwas schonender. Diese Stelle gilt als heikel, weil sie nach dem Epilieren zunächst rot aussehen kann und damit gerade die Stelle des Damenbarts betont.
Es gibt viele Methoden, mit denen sich im Gesicht Haare per Epilation entfernen lassen. In jedem Fall sind die gründliche Vor- und Nachbereitung entscheidend. Du musst wissen, dass die Gesichtsbehaarung besonders fein ist und Deine Haut im Gesicht auch sehr empfindlich auf das Epilieren reagiert. IPL-Geräte können, müssen sich aber nicht für Dich eignen. Du kannst Dich im Prinzip darauf verlassen, dass sich Deine Haut an die richtige Methode gewöhnt, wenn Du sie erst einmal gefunden hast. Die Anwendungen werden dadurch leichter und schmerzfreier.
Gerade bei dunklen Haaren kann der Flaum, den jeder Mensch im Gesicht hat, etwas auffälliger sein. Manche Menschen fühlen sich damit unwohl und würden ihn an Stellen wie der Oberlippe, dem Kinn oder den Koteletten gerne entfernen. Hierbei ist jedoch zu beachten, dass Gesichtshaut generell sensibler ist als die Haut am Rest des Körpers.
Der neueste Trend in Sachen Haarentfernung ist Dermaplaning. In Asien und Amerika schon längst ein Thema, kommt die Behandlung nun auch bei uns an. Hierbei handelt es sich um eine Gesichtsrasur, die mit einer extrem scharfen Klinge im ganzen Gesicht durchgeführt wird. Dabei werden nicht nur Haare entfernt, es werden auch noch die toten Hautschüppchen der obersten Hautschicht abgetragen, was für einen besonderen Glow sorgen soll. Hört sich nach einem mechanischen Peeling an? Ist es auch. Dieses Treatment ist aber längst nicht für jede*n geeignet. Zwar ist es ein Märchen, dass Haare nach der Rasur stärker nachwachsen. Aber da man das Haar gerade abschneidet, ergeben sich insbesondere für Leute mit stärkeren Haaren im Gesicht Stoppeln. Und wer zu Akne neigt, sollte erst recht die Finger von Dermaplaning lassen.
Nicht nur, dass die Rasur die Haut irritiert, was zu zusätzlichen Entzündungen führen kann. Durch dieses nicht besonders sanfte Peeling werden außerdem Bakterien, die für Pickel verantwortlich sind, im ganzen Gesicht verteilt, was wiederum zu einem Akneschub führen kann.
| Vorteile | Nachteile |
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Eine Haarbalgentzündung kann generell an sämtlichen Körperstellen auftreten, wo sich Haare befinden. Wenn sich nach der Rasur oft kleine Eiterknötchen auf der Haut bilden, sollten Sie sowohl den Rasierer als auch die Haut mit medizinischem Alkohol desinfizieren. Anstelle ölhaltiger Hautpflegemittel, die die Neuentstehung einer Haarfollikel-Verstopfung fördern können, sollten Sie auf nicht deckende, gut einziehende Pflegeprodukte umsteigen.
Der skinicer Repair Balm ist optimal für die Pflege strapazierter Haut nach der Rasur geeignet. Die Haut wird mit ausreichend Feuchtigkeit versorgt und angenehm beruhigt. Dank desinfizierender und antibakterieller Eigenschaften können typische Hautreaktionen und entzündliche Prozesse vermieden werden.
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