Wer aus ästhetischen Gründen Teile seiner Körperbehaarung entfernen möchte, hat etliche Verfahren zur Auswahl - manche mehr, manche weniger schmerzhaft: Rasieren, Epilieren, Waxing, Enthaarungscremes. Sugaring ist eine altbewährte Methode der Haarentfernung, die aus den traditionellen Dampfbädern im Orient stammt, den Hamams.
Ähnlich wie beim Wachsen wird diese Masse auf die Haut aufgetragen. Wir zeigen dir, wie du Sugaring selber machen kannst! Für die Herstellung der Zuckerpaste benötigen Sie nur wenige Zutaten, die sich in fast jedem Haushalt finden.
Sugaring ist ein natürliches Mittel zur Haarentfernung, das nur aus Zucker, Zitronensaft und Wasser besteht. Im Orient ist diese Methode der Haarentfernung unter dem Begriff „Halawa“ schon lange bekannt. Früher versammelten sich die Frauen, um gemeinsam Halawa zu kochen.
Ob Rasieren, Epilieren oder Waxing - zur Haarentfernung gibt es viele Möglichkeiten. Natürlich ist jedem und jeder selbst überlassen, ob er oder sie sich die Härchen an Beinen, Intimbereich und Co. entfernt. Für die meisten von uns ist eine Methode der Haarentfernung allerdings fester Bestandteil unserer Beauty-Routine oder der Intimpflege.
Sugaring ist eine Haarentfernungsmethode, bei der die Körperhaare mit einer Masse aus Zucker, Wasser und Zitronensaft entfernt werden. Die klebrige Masse, auch Halawa genannt, wird gegen die Haarwuchsrichtung aufgetragen und dann mit einem Vliesstreifen oder der Hand abgezogen. So werden die Haare samt Wurzel entfernt und wachsen langsamer und feiner nach.
Sugaring hat eine lange Tradition und kommt ursprünglich aus den Hamams des Orients, das sind öffentliche Dampfbäder. Die Haarentfernung mit Halawa gehört dort zur Körperpflege, denn die Zuckerpaste entfernt nicht nur Körperhaare, sondern reinigt auch sanft die Haut.
Beim Sugaring ist ganz klar: Es gibt mehr Vorteile als Nachteile. Die Vorteile von Sugaring sind:
Der größte Nachteil ist der kurze Schmerz beim Abziehen der Zuckerpaste, ähnlich wie beim Waxing. Außerdem braucht man für gute Ergebnisse beim Sugaring Übung und die Haarentfernung ist zeitintensiver als eine schnelle Nassrasur.
Generell kannst du mit der Sugaring-Paste alle Körperstellen enthaaren. Vor allem für Anfänger:innen eignen sich die Beine zur ersten Anwendung von Sugaring, um ein Gefühl für die Zuckermasse zu bekommen. An sensibleren Stellen wie dem Intimbereich oder dem Gesicht sollte man mit dem Sugaring vorsichtig sein und besonders darauf achten, dass die Zuckerpaste nicht zu heiß ist.
Einen Tag vor der Enthaarung kannst du deine Haut mit einem sanften Peeling vorbereiten, um Hautschüppchen zu entfernen und eingewachsene Haare zu vermeiden. Benutze vorher lieber keine reichhaltige Körperlotion, damit die Halawa besser auf der Haut haftet. Jetzt musst du dir nur noch überlegen, ob du die Sugaring-Paste kaufen möchtest, im Handel liegt sie circa zwischen 4 und 30 Euro, oder ob du Sugaring selber herstellen willst.
Die Zuckerpaste entfernt im Gegensatz zur Rasur die Haare mitsamt den Haarwurzeln. Das Sugaring eignet sich für alle Körperzonen, speziell auch für sensible Körperstellen. Natürlich ist das Schmerzempfinden etwas Individuelles, deshalb empfehle ich, es einfach mal an einer kleinen Hautstelle auszuprobieren. Für das beste Ergebnis sollten die Härchen mindestens drei Millimeter lang sein.
Sie sollten die Haut zuvor mit einem Peeling von Schüppchen befreien. Vor dem Auftragen der Zuckerpaste sollte die Haut trocken und frei von Ölen oder Cremes sein.
Die Zuckerpaste für Sugaring lässt sich ganz einfach selber herstellen. Vermutlich hast du auch schon alle Zutaten zu Hause. Wer sich das Geld für die Studio-Besuche sparen will, kann Sugaring zu Hause ausprobieren - um die Sugaring-Paste selber herzustellen, brauchst du nur drei simple Zutaten.
Das brauchen Sie:
Sugaring-Paste selber machen: Eine Anleitung
Tipp: Wenn die Masse zu flüssig bleibt, gib noch etwas Zucker dazu. Wenn sie zu dickflüssig ist, hilft Zitrone. Zum Schluss kannst du die Masse am besten mit einem Trichter in ein Gefäß umfüllen und abkühlen lassen. Vorsicht: Die Zuckerpaste ist frisch vom Herd, sehr heiß.
Nimm den Topf von der Herdplatte, sobald das Gemisch Blasen wirft. Wiederhole diesen Vorgang so lange, bis du eine zähflüssige, honigfarbene Masse erhältst. Tipp: Ist die Masse hart und brüchig, ist sie zu fest geworden und du kannst sie mit Zitronensaft retten. Bist du dir nicht sicher, ob sie noch zu flüssig ist, dann nimm einen Löffel von der Paste und gib sie in ein Glas kaltes Wasser. Löst sie sich darin auf, musst du sie noch weiter köcheln lassen.
Sobald die Masse kocht und man kleine Bläschen sieht, den Topf vom Herd nehmen. Tipp: Um die richtige Konsistenz zu testen, können Sie einen Löffel der abgekühlten Paste in kaltes Wasser geben. Wenn die Paste sich auflöst, ist sie noch nicht fest genug. Achtung: Lassen Sie die Zuckerpaste bitte unbedingt lang genug abkühlen.
Reinige die Körperstelle, die du enthaaren möchtest, mit etwas Wasser oder Reinigungsalkohol von fettigen Rückständen. Nimm dir eine circa walnussgroße Portion der Paste und knete sie zwischen den Händen. Die Paste sollte vorher etwas erwärmt werden und ungefähr bei Körpertemperatur liegen.
Trage die Masse jetzt mit einem Spatel oder den Händen entgegen der Haarwuchrichtung auf den Körper auf. Dann ziehst du die Zuckermasse in mehreren ruckartigen Zügen in Wuchsrichtung der Haare ab. Das Abziehen kannst du entweder mit der Hand machen oder ein Stück Vlies darauf legen, um das Stück besser greifen zu können.
Die Kugel mit den Händen zu einem Streifen lang ziehen und auf die saubere, trockene Hautstelle entgegen der Haarwuchsrichtung glatt streichen. Danach den Streifen ruckartig mit der Haarwuchsrichtung abziehen. Den geformten Streifen können Sie so lange verwenden, bis keine Haare mehr daran haften bleiben. Keine Sorge, wenn es nicht direkt klappt. Auch ich habe am Anfang erst einmal ein paar Anläufe gebraucht.
Anfangs braucht es noch ein wenig Übung, aber schon nach kurzer Zeit hast du den Dreh raus. Trage mit einer Hand die Zuckerpaste auf und straffe mit der anderen die Hautpartie, während du die Masse abziehst. Verwende regelmäßig ein Peeling, um eingewachsene Haare zu vermeiden. Hast du dich bei der Menge verschätzt, brauchst du den Rest Zuckerpaste nicht wegzuschmeißen. Verpacke sie luftdicht in einem Glas und stelle es in den Kühlschrank. Dort hält sie problemlos mehrere Wochen.
Das verwendete Stück Zuckerpaste können Sie so lange weiterbenutzen, bis es dafür zu weich ist. Anfangs braucht es noch ein wenig Übung, aber schon nach kurzer Zeit hast du den Dreh raus. Verwende das Stück Zuckerpaste so lange, bis es zu weich wird.
Die Anwendung ist ganz ähnlich zu den anderen beiden Methoden: Paste in einem Wasserbad erwärmen, in einzelnen Portionen herausnehmen, auf die gewaschene und abgetrocknete Haut geben, je nach Belieben mit einem Stofftuch bedecken und von der Haut abnehmen. So lange wiederholen, bis alle gewünschten Stellen enthaart sind.
Die Paste gegen die Haarwuchsrichtung auftragen, längs aufstreichen und mit Schwung in Wuchsrichtung wieder abziehen. Sobald die Paste ausgeschöpft ist, eine neue Portion herausnehmen und die Behandlung entsprechend fortsetzen.
Um die Haut auf die Behandlung mit der Zuckerpaste vor- und nachzubereiten, können Ihnen die folgenden Tipps helfen:
Nun, es gibt viele Methoden der Haarentfernung und wir kennen sie alle: Rasur, Waxing, Enthaarungscreme, Epilation, IPL, Sugaring und Co. Doch welche Vorteile und Nachteile hat die Haarentfernung mit Zuckerpaste entgegen der klassischen Nassrasur?
Im Grunde genommen kann man fast alle Körperregionen mit der Zuckerpaste behandeln. Aber auch die Arme und Beine, sowie der Intimbereich und sogar die Oberlippe lassen sich mit dieser Methode problemlos und effektiv enthaaren.
Dieser Faktor hängt von der Vorbereitung und vom Haartypen ab: Nur, wer die Härchen vor der Behandlung lang genug wachsen lässt, wird von den besten Ergebnissen profitieren. Verallgemeinert lässt sich sagen, dass ein Sugaring zwischen vier bis sechs Wochen halten kann. Bei regelmäßig fortgeführter Behandlung können die Härchen schwächer nachwachsen, da die Haarwurzeln durch die Methode entkräftet werden.
Jedes Schmerzempfinden ist anders und wird von unterschiedlichen Einflüssen bedingt. Im Vergleich zum Waxing oder zur Epilation ist Sugaring weniger schmerzhaft und zudem schonender zur Haut.
Zur Vorbeugung können Sie etwa eine Woche nach dem Sugaring regelmäßig ein Peeling anwenden, um abgestorbene Hautzellen abzutragen.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Zuckerpaste in der Welt der Haarentfernung zurecht immer populärer wird. Die vegane Masse aus Zucker, Wasser und Zitronensaft ist für Frau sowie Mann gleichermaßen geeignet und macht durch ihre zahlreichen Vorteile einen echten Unterschied aus. Dazu gehört, dass das Zuckern ganz natürlich, hautfreundlich, nicht scheuernd und auch preislich erschwinglich ist.
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