Viele Menschen spielen gelegentlich mit ihren Haaren oder haben die Gewohnheit, an ihnen zu ziehen. In manchen Fällen kann sich daraus jedoch ein problematisches Verhalten entwickeln. Dieser Artikel beleuchtet die Ursachen des Haareausreißens (Trichotillomanie) und des Haarzwirbelns, die potenziellen Folgen und die Möglichkeiten, wie du damit umgehen kannst.
Trichotillomanie (auch Trich genannt) ist gekennzeichnet durch wiederholtes Ziehen an den eigenen Haaren, was zu erheblichem Haarverlust führt. Die erste deutsche Studie fand zwischen 1995 und 2000 am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf unter Leitung von Herrn Prof. Dr. med. statt. Die am häufigsten bevorzugten Stellen sind die Kopfhaare, gefolgt von Augenbrauen und Wimpern.
Die deutlichste negative Auswirkung des Haare ausreißens ist der sichtbare Haarverlust oder das Fehlen der Augenbrauen und Wimpern. Auch wenn Betroffene um diese Auswirkungen wissen, können sie das Ausreißen nicht einfach sein lassen. Trichotillomanie wird oft zu einer chronischen Erkrankung. Betroffene schämen sich sehr aufgrund ihrer Erkrankung.
Einige Betroffene zerkauen die Haare und schlucken sie herunter, was als Trichophagie bezeichnet wird. Dies kann die Magenschleimhaut reizen und zu Beschwerden führen. Eine weitere Sonderform ist auch die Trichotemnomanie. In Deutschland leiden ca. 0,5 % bis 1,05% der Bevölkerung an Trichotillomanie.
Trichotillomanie entsteht nicht „einfach so“. Sie ist das Ergebnis verschiedener psychischer, emotionaler und neurobiologischer Prozesse.
Viele Betroffene berichten, dass das Haareausreißen in Momenten von Anspannung, Stress oder innerer Leere auftritt. Die Handlung dient kurzfristig der Beruhigung, Ablenkung oder dem Spannungsabbau.
Typische emotionale Auslöser sind:
Der Moment des Ziehens wird dann zu einem Ventil - ein kurzer Moment der Kontrolle in einer als unkontrollierbar erlebten Situation. Oft berichten PatientInnen zunächst, dass sie diese emotionalen Auslöser nicht bei sich erkennen können. Dies liegt meist daran, dass ihnen die notwendige Achtsamkeit dafür fehlt.
Achtsamkeit ist die Fähigkeit in diesem Moment voll und ganz da zu sein und wahrzunehmen was ist. Durch Übungen kannst du lernen wieder mehr im Hier und Jetzt zu sein, dich und deine Gedanken, Gefühle und Automatismen besser zu erkennen, um dann Schritt für Schritt Veränderungen herbeizuführen.
Neurowissenschaftliche Studien zeigen, dass Trichotillomanie mit einer veränderten Aktivität im sogenannten Belohnungssystem des Gehirns einhergeht. Der Reiz, die Haare zu ziehen, wird ähnlich verarbeitet wie ein Impuls bei Suchterkrankungen.
Das heißt: Nach dem Ziehen folgt kurzfristig ein Gefühl der Erleichterung - das Gehirn „lernt“ also, dass das Verhalten ein angenehmes Gefühl bringt, und wiederholt es. Das unangenehme Gefühl wird dann jedoch nicht mit dem Ziehen verknüpft, sondern dein Gehirn verknüpfst es mit deiner Person, deinem Selbstbild und du bist enttäuscht von dir selbst.
In manchen Familien tritt Trichotillomanie gehäuft auf, was auf eine gewisse genetische Veranlagung hinweisen kann. Auch beobachtetes Verhalten kann eine Rolle spielen - Kinder übernehmen unbewusst Strategien, wie mit Stress oder Emotionen umgegangen wird.
Aus der Epigenetik lässt sich ableiten, dass es auch möglich ist, dass lange eintrainierte Verhaltensweisen auch wenn wir sie als Eltern nicht mehr durchführen, dennoch auch bei unseren Kindern wieder auftreten können. Dennoch ist es wichtig zu wissen, dass jegliches Verhalten aufgrund der Neuroplastizität unseres Gehirns wieder umgelernt werden kann.
Daher lasse dich bitte nicht dazu verleiten aufgrund von etwaigen genetischen oder familiären Häufungen den Glauben und den Willen aufzugeben, dass du etwas ändern kannst.
Trichotillomanie kann gemeinsam mit anderen Störungen auftreten, etwa:
Das bedeutet nicht, dass jede betroffene Person mehrere Diagnosen hat - aber manchmal wird durch das Haare herausziehen ein Körpermerkmal als so unattraktiv gesehen, dass Scham entsteht. Scham ist im Grunde eine Form der Angst.
Diese wiederum kann dann die Ausprägung der Trichotillomanie verstärken und es entsteht ein weiterer Teufelskreis, den du jedoch durchbrechen kannst, wenn du dich den Ursprüngen deines Unwohlseins stellst.
Vom Nägelkauen bis hin zum zwanghaften Kratzen - für viele körperliche Angewohnheiten kann man Stress und Ängste verantwortlich machen. Was viele nicht wissen: Auch das um den Finger wickeln von Haaren kann ein solches Symptom sein. Vielleicht fällt dir irgendwann auf, wie du dir bei der Arbeit oder beim Fernsehen geistesabwesend mit einer Haarsträhne spielst. Aber wie lange gilt das noch als harmlos, und ab wann wird es zum krankhaften Zwang?
Laut Duden bedeutet zwirbeln erst Mal nur: „mit den Fingerspitzen [schnell] zwischen zwei oder drei Fingern drehen“. Umgangssprachlich wird der Begriff aber auch noch für eine andere Bewegung, mit nur einem Finger, genutzt: Du wickelst deine Haare mit einer Kreisbewegung um deinen Finger.
Das Zwirbeln kann verschiedene Gründe haben; von einfacher Langeweile bis hin zum Stress- oder Angstabbau. Allerdings ist das Zwirbeln an sich noch kein Symptom für eine ausgeprägte Angststörung oder innere Unruhe.
Die Trichotillomanie ist eine Störung der Impulskontrolle. Durch das wiederholte zwanghafte Ausreißen der Haare entstehen kahle Stellen, wo möglicherweise irgendwann nichts mehr nachwächst. Die Wissenschaft kann sich den Auslöser der Trichotillomanie nicht erklären, aber es gibt diverse Theorien.
Manche zwirbeln und spielen mit den Haaren, bevor er oder sie sich dann eines zum Ausreißen aussucht. Im Fall der Grafikdesignerin Rose sind Ängste für ihr Verhalten verantwortlich. Sie verlässt sich am meisten auf ihren Tastsinn. Daher brauche ich Texturen, die ich erfühlen kann - wie eben meine Haare. Das Haarzwirbeln hat für mich was Tröstendes.
Abhängig von der Ursache kann das Zwirbeln unterschiedlich schwere Formen annehmen. Das ist vor allem während der Corona-Pandemie zu spüren: Immer mehr Menschen klagen über Haarverlust. Wenn sich jemand vor Corona schon aus Nervosität die Haare um den Finger gewickelt hat, kann diese momentane Phase der Ungewissheit das Zwirbeln natürlich verschlimmern.
Wann immer sie besonders gestresst oder unruhig war, fiel Sarah auf, dass sie sich häufiger die Haare zwirbelte - völlig unterbewusst. Am liebsten spiele ich mit den Haaren auf der linken Kopfseite, hinten im Nacken. Genau da sind meine Haare an einer Stelle inzwischen richtig kurz, weil sie durch das Drehen und Wickeln abbrechen und ich manchmal verknotete Strähnen rausschneiden muss.
Abhängig davon, wie stark du zwirbelst, kann das durchaus passieren. Das kann die Schuppenschicht beschädigen. Das führt dann zu Haarbruch und Spliss, womöglich auch zu Knoten und Verfilzungen. Wenn du deine Haare direkt am Ansatz um die Finger wickelst, kann dir diese dauernde Zugbelastung am Ende sogar kahle Stellen bescheren. Das ist dann eine Form der Traktionsalopezie.
Wenn ich meine Haare eindrehe, drücke ich damit gegen mein Nagelbett. Deswegen habe ich an meinen ‚Zwirbel-Fingern‘ jetzt merkwürdige Nagelbetten, die mir manchmal sogar wehtun.
Wenn man an Haarausfall denkt, kommen einem meist hormonelle oder genetische Ursachen in den Sinn. Doch es gibt eine viel einfachere - und dennoch weit verbreitete - Ursache: Traktionsalopezie. Dabei handelt es sich um Haarausfall, der durch dauerhaftes Ziehen oder Spannen der Haare entsteht.
Wird der mechanische Zug rechtzeitig reduziert, können sich die Haarwurzeln erholen und das Haarwachstum normalisieren. Bleibt die Belastung jedoch bestehen, kann es zu irreversiblen Schäden kommen - mit Vernarbungen der Kopfhaut.
Erste Warnzeichen sind meist subtil: Ein Spannungsgefühl an der Kopfhaut, Juckreiz oder ein ziehender Schmerz beim Lösen einer Frisur können Hinweise auf eine zu starke Belastung sein. Besonders bei dunklem oder dickem Haar ist das Ausdünnen nicht sofort sichtbar.
Wer jedoch regelmäßig straffe Frisuren trägt oder Kopfbedeckungen nutzt, sollte auf Veränderungen im Haarbild achten. Wird die Traktionsalopezie hingegen zu spät erkannt oder ignoriert, drohen irreparable Schäden: Die Haarfollikel können sich entzünden, vernarben und dauerhaft ausfallen.
Es gibt bestimmte Risikogruppen, die häufiger unter dieser Form des Haarausfalls leiden. Dazu zählen vor allem Personen mit kulturell oder modisch bedingten Haargewohnheiten, bei denen straffe Frisuren zur Routine gehören. Auch Tänzerinnen, Sportler:innen (z. B. Turnerinnen, Eiskunstläuferinnen), die aus praktischen Gründen ihre Haare streng zusammenbinden müssen, sind besonders gefährdet.
Zur weiteren Absicherung der Diagnose kann eine Trichoskopie - also eine digitale Mikroskopuntersuchung der Kopfhaut - hilfreich sein. Ein erfahrener Dermatologe oder Haarspezialist kann anhand der Kombination aus Anamnese, Sichtbefund und ergänzenden Untersuchungen in der Regel eine zuverlässige Diagnose stellen.
Insgesamt gilt: Je früher eine Traktionsalopezie erkannt und behandelt wird, desto besser sind die Chancen, den Haarverlust zu stoppen und das Wachstum zu fördern.
Haare spielen beim Rapunzel-Syndrom die entscheidende Rolle. Doch hinter dem märchenhaft romantischen Namen verbirgt sich eine bedrohliche psychische Störung. Kürzlich sorgte der Fall eines 11-jährigen Mädchens in Tschechien für Schlagzeilen: Ärzte entfernten dem Kind operativ ein 200 Gramm schweres Haarknäuel aus dem Magen.
Wer nervös ist, zwirbelt oder zupft mitunter an den eigenen Haaren. Manche Menschen empfinden sogar einen unbezwingbaren Drang, sich selbst Haare auszureißen. Eine solche Trichotillomanie ist oft die Grundlage für das Rapunzel-Syndrom. Doch beim Rapunzel-Syndrom bleibt es nicht beim Ausreißen. Die Betroffenen essen die Haare auch noch (Trichophagie).
Da Haare unverdaulich sind, kann sich beim Herunterschlucken großer Haarmengen im Magen ein verfilztes Haarknäuel (Bezoar) bilden. Es können sich auch Haarsträhnen durch den Darm ziehen - ähnlich den langen Haarflechten der Märchenfigur Rapunzel.
Essen Betroffene fortlaufend ihre Haare, engt sich der Magen immer mehr ein. Die Magen-Darm-Passage kann dadurch gravierend behindert werden. Es kommt zu Appetitverlust, Blähungen und Erbrechen sowie Gewichtsabnahme. Im Extremfall droht ein lebensgefährlicher Darmverschluss.
Das Rapunzel-Syndrom ist eine psychische Störung, die in erster Linie bei jungen Mädchen auftritt. Häufig liegt begleitend eine Depression, Schizophrenie, Angst- oder Persönlichkeitsstörung vor. Die Erkrankung sollte psychotherapeutisch behandelt werden.
Bei der Trichotillomanie nehmen Menschen einen enormen Drang wahr, sich die Haare einzeln oder büschelweise auszureißen. Die meisten Betroffenen machen das in einem unbewussten Zustand, wie in einer Art Trance. Sie nehmen sich also nicht gezielt vor, die Haare herauszureißen. Die Trichotillomanie ist ein eigenständiges Krankheitsbild, sie zählt zu den psychischen Erkrankungen.
Betroffene geben an, dass sie sich oft aus einem emotionalen Zustand heraus die Haare ausreißen. Auslöser können Langeweile, das Gefühl von innerer Leere, Traurigkeit, Angst oder Nervosität sein. Was zu dem Verhalten führt, ist aber ganz individuell. Das Besondere an der Trichotillomanie ist, dass das Haareauszupfen bei Betroffenen nicht nur innere Spannungen reduziert, sondern von ihnen oft auch als genussvoll empfunden wird.
In dem Moment, in dem sich Betroffene die Haare auszupfen, empfinden sie die Situation zwar als genussvoll, stimulierend oder ablenkend. Irgendwann tauchen sie aus der Art Trance aber wieder auf, dann kommt meistens die Reue: Was habe ich da getan? Viele Menschen schämen sich dafür, sich selbst so „zuzurichten“.
Hier gibt es zwei Möglichkeiten: entweder die Psychotherapie oder die medikamentöse Therapie. Die kognitive Verhaltenstherapie ist besonders erfolgsversprechend. Sie setzt bei der Trichotillomanie beispielsweise auf das Habit-Reversal-Training, zu Deutsch Gewöhnungsumkehr-Training.
Dabei geht es darum, Betroffene zunächst so anzuleiten, dass sie sich selbst beobachten können. So finden sie heraus, in welchen Situationen sich der Drang ergibt. Mit einem Protokoll halten sie fest, welche Gedanken und Gefühle in dem Moment bestehen. Im nächsten Schritt trainieren sie eine motorische Gegenreaktion - immer wenn sie den Drang verspüren, können sie beispielsweise die Fäuste ballen oder kleine Objekte wie Kastanien in der Hand hin und her bewegen.
Natürlich ist es wichtig, nicht nur Gegenmaßnahmen zu ergreifen, sondern auch die Auslöser zu berücksichtigen. Bei sozialen Ängsten helfen beispielsweise das Trainieren sozialer Kompetenzen und bei ausgeprägten familiären Konflikten Familiengespräche.
Neben dem Fäusteballen oder anderen Ablenkungen ist es sinnvoll, ein Impulstagebuch zu führen. Darin können Betroffene notieren, wann sie den Drang verspüren - so schärfen sie ihre Wahrnehmung für das Problem und für die auslösenden Faktoren. Außerdem sind Entspannungstrainings wie Progressive Muskelentspannung oder Autogenes Training oft hilfreich.
Die Trichotillomanie tritt in vielen Fällen gemeinsam mit anderen psychiatrischen Störungen wie Depressionen, Angsterkrankungen, anderen Zwängen oder Suchterkrankungen auf. Ist der Fall komplex, ist eine Psychotherapie in jedem Fall ratsam.
Psychologische Hilfe ist immer dann sinnvoll, wenn Betroffene einen hohen Leidensdruck haben. Am besten beanspruchen Menschen, die sich zwanghaft die Haare ausreißen, möglichst früh Unterstützung , damit sie sich keine irreversiblen (nicht umkehrbaren) Schäden zufügen.
Fallen dem Hausarzt oder der Hausärztin, der Familie oder dem Freundeskreis klar umrissene kahle Stellen auf der Kopfhaut auf, können sie dem Betroffenen einen Besuch in einer Psychotherapiepraxis ans Herz legen, wo eine Diagnose gestellt und eine Behandlung begonnen werden kann.
Die ausgezupften Haare können durchaus wieder nachwachsen. Reißen sich Betroffene aber über Jahre die Haare aus, können die Haarfollikel so starken Schaden nehmen, dass sie ihre Aktivität einstellen - die Haare wachsen dann an der entsprechenden Stelle nicht mehr nach.
Der wichtigste Schritt in der Therapie ist das Erkennen persönlicher Auslöser. Hilfreich ist dabei ein Selbstbeobachtungsprotokoll, in dem Zeitpunkt, Situation, Gedanken und Gefühle festgehalten werden.
Um den Genuss bzw. In den nächsten Schritten sollte geklärt werden, welche Ziele und Wünsche der Betroffene für sich hat und welche Funktion das Haare ausreißen für ihn hat. Da die Handlung oft automatisiert ausgeführt wird, sollte die Ausrichtung der eigenen Aufmerksamkeit auf diese Handlung erlernt werden. Hiefür bietet sich die Selbstbeobachtung an.
Es ist wichtig, dass der Betroffene über längere Zeit sich selbst und die Auslöser für seinen Zwang beobachtet. Danach erlernt der Betroffene ein konkurrierendes Verhalten, das er gegen sein Zwangsverhalten einsetzen kann.
Betroffene können ihre Zwangshandlung auch unterbrechen, wenn sie ihre Sitzposition verändern, den Raum verlassen oder sich einer nahestehenden Person zuwenden. Diese Strategien sollten täglich mindestens für eine Stunde immer wieder eingeübt werden.
Nach erfolgreicher Unterbrechung des Zwangs sollte immer eine Belohnung folgen wie z.B. Neben den Bewältigungsstrategien kann es für die Betroffenen hilfreich sein, die Auslöser für das Haare ausreißen näher zu betrachten.
Trägt jemand eine Perücke, Haarband, Tuch oder Haarteil, kann es eine Expo sein, sich ohne diese „Hilfsmittel“ alleine Zuhause zu bewegen. Eine weitere Steigerung ist es dann, in Gegenwart von Familienmitgliedern oder dem besten Freund, der besten Freundin, die Perücke, das Haarteil wegzulassen.
Es kann auch hilfreich sein, sich täglich die kahlen Stellen anzuschauen oder ggf. Rückfälle/Ausrutscher gehören zur Therapie dazu. Erst nach Beendigung der Therapie zeigt sich, wie erfolgreich die Therapiebausteine waren. In den letzten Therapiestunden sollte besprochen werden, wie mit Rückfällen umgegangen werden sollte.
Fördern Sie die Stärken und gesunden Fähigkeiten des betroffenen Familienmitgliedes oder Freundes. Unternehmen Sie schöne Dinge miteinander. Unterlassen Sie eigene „Therapieversuche“ wie Ermahnungen, Bestrafungen oder Abrasieren der Kopfhaare, z.B. bei kleinen Kindern.
Bieten Sie Ihre Hilfe bei der Suche nach Therapeuten und Kliniken an. Informieren Sie sich über Trichotillomanie auf Webseiten, bei der Deutschen Gesellschaft Zwangserkrankungen e.V.
Wichtiger Hinweis: Die Informationen in diesem Artikel dienen lediglich der allgemeinen Information und ersetzen keine professionelle Beratung durch einen Arzt oder Therapeuten. Wenn du unter Haarausreißen oder anderen psychischen Problemen leidest, suche bitte professionelle Hilfe.
| Form | Merkmale | Ursachen | Behandlung |
|---|---|---|---|
| Trichotillomanie | Zwanghaftes Ausreißen der Haare, führt zu sichtbarem Haarverlust | Psychische, emotionale und neurobiologische Prozesse | Kognitive Verhaltenstherapie, Habit-Reversal-Training, Medikamente |
| Haarezwirbeln | Umwickeln der Haare um den Finger, meist unbewusst | Langeweile, Stress, Angst | Achtsamkeitsübungen, Ablenkung, Stressbewältigung |
| Traktionsalopezie | Haarausfall durch mechanische Zugbelastung der Haare | Straffe Frisuren, enge Haarbänder, Extensions | Vermeidung von Zugbelastung, lockere Frisuren, ggf. Haartransplantation |
| Rapunzel-Syndrom | Essen der ausgerissenen Haare, Bildung von Haarknäueln im Magen | Trichotillomanie, psychische Störungen | Psychotherapie, operative Entfernung der Haarknäuel |
tags: #Haare #ziehen #Ursachen
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