Haare wie Gummi: Ursachen und effektive Behandlung

Fühlen sich Ihre Haare schwer und wie Gummi an? Dieses frustrierende Problem kann verschiedene Ursachen haben, von falscher Haarpflege bis hin zu ungesunder Ernährung. Hier erfahren Sie, wie Sie die Ursachen erkennen und Ihre Haare wieder geschmeidig und glänzend machen können.

Ursachen für gummiartige Haare

Haare, die sich gummiartig anfühlen, haben ihre natürliche Geschmeidigkeit verloren. Der Grund dafür ist meist eine Kombination aus:

  • Falscher Haarpflege: Überpflegung oder Verwendung falscher Haarpflegeprodukte.
  • Chemische Behandlungen: Färbemittel, Dauerwellen und Glättungen greifen die Haarstruktur an.
  • Hitze: Übermäßiges Föhnen und Stylen mit heißen Geräten trocknet das Haar aus.
  • UV-Strahlung: Die Sonneneinstrahlung schädigt ebenfalls die empfindlichen Haarfasern.
  • Falsches Shampoo: Silikone und aggressive Tenside in Shampoos können sich auf dem Haar ablagern.
  • Feuchtigkeitsmangel: Dünnen und trockenen Haaren fehlt es an Feuchtigkeit und Pflege.
  • Ungesunde Ernährung: Eine ungesunde Ernährung wirkt sich auch auf die Haarpracht aus.

Was hilft wirklich gegen Haarbruch?

Ist der Haarbruch erstmal da, muss er abgeschnitten werden! Da kann kein Wunder-Shampoo helfen! Aber: Spliss, Haarbruch und Co. kannst du durchaus vorbeugen. Indem du die Gründe und Ursachen deiner Haarschäden ermittelst und diese möglichst meidest, kann auf Dauer ein sichtbarer Unterschied erzielt werden. In erster Linie ist eine Haartyp-gerechte Haarpflege mit kräftigenden, nährenden und feuchtigkeitsspendenden Inhaltsstoffen eine gute Basis. Zusätzlich sind äußere Strapazen wie Reibung, Haarfarbe, Blondierung und Hitze möglichst zu meiden.

Haarbruch vorbeugen

Bestimmte Haarpflege-Treatments können jedoch Haarbruch vorbeugen und die Haarfaser versiegeln. Produkte mit Silikon, Keratin und Protein glätten die Haarstruktur, machen das Haar elastischer und geschmeidiger und können den Spliss sogar zusammenkleben. Dieser Effekt ist jedoch nur temporär.

Tipps zur Pflege von gummiartigen Haaren

Fühlen sich Ihre Haare schwer und wie Gummi an, kann es schon reichen, wenn Sie die Haare mit einem silikonfreien Haarwaschmittel waschen. Je nach Ursache können Sie auch folgende Tipps ausprobieren:

  • Haare richtig waschen: Verwenden Sie ein auf Ihre Haarstruktur abgestimmtes Haarwaschmittel und wenden es in der richtigen Dosierung an.
  • Kopfhautpflege: Ist die Kopfhaut entzündet, hilft Kamillentee mit seiner entzündungshemmenden Wirkung. Lassen Sie den frisch gekochten Kamillentee auf eine lauwarme Temperatur abkühlen und massieren ihn dann in die Kopfhaut ein.
  • Temperatur beachten: Achten Sie beim Waschen und Föhnen auf die Temperatur. Lauwarmes Wasser ist viel angenehmer für Kopfhaut und Haare.
  • Conditioner ersetzen: Verzichten Sie auf Conditioner. Verwenden Sie stattdessen Öl und wenden dieses als Kur an. Sie spenden Ihren Haaren damit Feuchtigkeit und lassen sie wieder glänzen.

Ölkur selber machen

Mischen Sie hierfür 1 EL Olivenöl, 1 EL Honig, 1 Eigelb und 150 g Naturjoghurt. Pflege für jeden Tag bieten Mandelöl oder Arganöl, Bakuchiöl und Kokosöl. Massieren Sie einfach ein paar Tropfen in die noch feuchten Haarspitzen ein. Die Haare werden dadurch geschmeidiger und glänzender.

Weitere Tipps für Gummihaare

Neben der richtigen Pflege sollten Sie auch Ihre Ernährung reflektieren und an den Schutz Ihrer Haare denken.

  • Sonnenschutz: Halten Sie sich viel in der Sonne auf, sollten Sie Kopfhaut und Haare bedecken. Bei sehr langen Haaren sollten Sie vor dem Sonnenbad einen Hitzeschutz in die Längen einarbeiten.
  • Gesunde Ernährung: Achten Sie daher auf eine ballaststoffreiche und vitaminreiche Kost. Beide Lebensmittelgruppen nähren die Haare.

Die Rolle von Proteinen

Eiweiße - ebenso bekannt als Proteine - sind entscheidende Bausteine der Haare. Keratin, das wichtigste Strukturprotein, verleiht Ihren Haaren Stärke und Form. Kollagen, ebenfalls ein Eiweiß, unterstützt die Struktur und das Wachstum der Haare. Elastin sorgt für Flexibilität, während Glykoproteine als natürliche Feuchtigkeitsspender fungieren. Diese Proteine arbeiten zusammen, um Ihren Haaren Stabilität, Elastizität und Glanz zu verleihen. Sie schützen Ihre Haare auch vor Umwelteinflüssen und tragen zur Reparatur von Schäden bei.

Proteinmangel erkennen

Um herauszufinden, ob Ihre Haare einen Proteinmangel haben oder Feuchtigkeit brauchen, achten Sie auf folgende Anzeichen: Proteinmangel zeigt sich durch erhöhte Elastizität und ein „gummiartiges“ Gefühl, während Feuchtigkeitsmangel zu Trockenheit und Sprödigkeit führt. Ein einfacher Test: Ziehen Sie vorsichtig an einer feuchten Haarsträhne. Reißt sie leicht, fehlt Protein. Fühlt sie sich strohig an, mangelt es an Feuchtigkeit.

Proteine in Haarprodukten

Um Haare, die Proteine verloren haben, bestmöglich zu versorgen, müssen die fehlenden Stoffe wieder ins Haar eingebracht werden. Sie brauchen eine Eiweißkur. Produkte mit Proteinen (z. B. Soja, Seide, Hafer- oder Weizenproteine) reparieren sprödes Haar. Sie dringen tief ins Haarinnere ein, kitten die defekten Stellen im Haarschaft, umhüllen das Haar mit einem Schutzfilm und glätten so die aufgeraute Schuppenschicht. Ob Proteine in Haarprodukten enthalten sind, können Sie übrigens ganz einfach erkennen: Die Produkte sind entweder direkt entsprechend benannt oder die wichtigsten Schlagworte sind prominent auf der Packung zu lesen. Soy, Rice, Corn oder Hydolyzed Wheat bzw.

Können Haare zu viel Protein haben?

Ja, Ihre Haare können zu viel Protein haben. Übermäßige Proteinzufuhr kann Ihre Haare steif, spröde und brüchig machen. Sie fühlen sich dann oft strohig an und verlieren ihren natürlichen Glanz. Um das zu vermeiden, sollten Sie Proteinkuren nicht öfter als einmal im Monat anwenden. Bei stark geschädigtem Haar können Sie die Kur alle zwei Wochen auftragen, aber beobachten Sie die Reaktion Ihrer Haare genau.

10 Gründe für Haarbruch

Egal, ob Haarbruch, Haarausfall oder Spliss, beim Thema Haare kann man so einiges falsch machen. Wir zeigen dir zehn mögliche Ursachen für brüchiges Haar und Tipps, wie du sie schnell und einfach beheben kannst, um erneutem Abbrechen vorzubeugen.

  1. Haare färben und blondieren: Die Haare zu färben, schädigt die Haarfaser nachhaltig. Vor allem beim Blondieren wird die Haarfaser aufgeraut und ausgetrocknet.
  2. Falsche Pflege: Deine Haare werden immer dünner und brechen ab, wenn die Haarpflege nicht stimmt.
  3. Hohe Temperaturen beim Styling: Hitze-Tools wie das Welleneisen, Glätteisen, Warmluftbürsten und heißes Föhnen können die reinste Qual fürs Haar sein.
  4. Hitzeschutz vergessen: Hitzestyling und Hitzeschutz gehen Hand in Hand. Da gibt es keine Diskussionen - eigentlich.
  5. Haare selten schneiden: Deine Haare brechen ab? Sicher, dass du deinem Friseur regelmäßig einen Besuch zum Spitzenschneiden abstattest?
  6. Innere Ursachen: Wenn deine Haare abbrechen, könnte es auch innere Gründe haben.
  7. Bürste mit Metallborsten: Mein persönlicher Horror sind Haarbürsten mit Metallborsten. Sie kratzen und ziehen die Haare mechanisch auseinander und lassen Haare abbrechen.
  8. Keine Haarpflege zwischen den Haarwäschen: Haarpflege hört nicht unter der Dusche auf.
  9. Dein Kopfkissen ist schuld: Wusstest du schon, dass dein Kopfkissen eine massive Einwirkung auf die Gesundheit und das Aussehen deiner Haare haben kann?
  10. Falsches Haargummi: So klein und doch so schädlich: Ein festes Haargummi mit Metallstück schneidet ins Haar ein und kann Haarbruch erzeugen.

Wie sieht Haarbruch aus?

Abgebrochene und brüchige Haare können an den Spitzen, aber auch am Oberkopf vorkommen. Du erkennst sie an diesen Anzeichen:

  • Weiße Punkte an den Haarspitzen
  • Ausgefranste Enden (Spliss)
  • Durchscheinende Haarlängen, Haare erscheinen unten „dünner“
  • Haare wachsen nur bis zu einer bestimmten Länge
  • Abstehende Härchen in den Längen
  • Viele Babyhaare am Ansatz
  • Glanzloses, sprödes Haar

Intensiv-Reparatur für gummiartige Haare

Um gummiartige Haare wieder geschmeidig zu bekommen, müssen Sie die Haarstruktur von innen heraus reparieren. Dies gelingt am besten mit einer intensiven Kur und dem vorübergehenden Verzicht auf weitere Belastungen.

  • Intensiv-Reparatur: Verwenden Sie 1-2 Mal pro Woche eine reichhaltige Haarkur mit Proteinen und Feuchtigkeit spendenden Inhaltsstoffen.
  • Natürliche Öle: Tragen Sie nach der Haarwäsche einige Tropfen pflegendes Öl (z.B. Argan, Kokosnuss) auf die Spitzen auf.
  • Hitze vermeiden: Föhnen Sie die Haare nur mit kühler Luft oder lassen Sie sie lufttrocknen.
  • Silikonfreie Pflege: Verwenden Sie in dieser Zeit shampoofreie Reinigungsmittel und silikonfrei pflegende Produkte.
  • Warme Öl-Kur: Einmal wöchentlich bringt eine Ölmaske Feuchtigkeit und Glanz zurück.
  • Natürliches Chloridabschmieren: Ein Teelöffel Zucker in der Spülung versiegelt die Haarschuppenschicht.
  • Sanftes Bürsten: Vermeiden Sie übermäßiges Ziepen und Ziehen mit der Bürste, um Schäden zu vermeiden.
  • Weniger Stress: Auch psychischer Stress kann die Haarstruktur angreifen und zu gummigen Haaren führen.

Vorbeugung für gesundes, glattes Haar

Um gummige Haare von vornherein zu vermeiden, ist eine schonende Haarpflege von grundlegender Bedeutung. Versuchen Sie chemische Behandlungen, Hitze und UV-Strahlung so gering wie möglich zu halten. Achten Sie auf milde, silikonfrei pflegende Produkte und reichhaltige Kuren in regelmäßigen Abständen.

Mit der richtigen Haarpflege-Routine, reichhaltigen Kuren und etwas Geduld bringen Sie spröde, gummige Haare wieder zu neuer Geschmeidigkeit.

Problem Ursache Lösung
Gummiartige Haare Falsche Pflege, chemische Behandlungen, Hitze, UV-Strahlung, Feuchtigkeitsmangel Intensive Reparatur, natürliche Öle, Hitze vermeiden, silikonfreie Pflege
Haarbruch Färben, falsche Pflege, Hitze, fehlender Hitzeschutz, seltenes Schneiden Haartyp-gerechte Pflege, Schutz vor Hitze, regelmäßiges Schneiden
Proteinmangel Aggressive Haarbehandlungen, übermäßiges Waschen, UV-Strahlung Eiweißkur, Produkte mit Soja, Seide, Hafer- oder Weizenproteinen

Brüchige Haare – das machen die meisten falsch

tags: #haare #wie #gummi #ursachen #behandlung

Populäre Artikel:

Diese Website verwendet Cookies. Durch die weitere Nutzung der Seite stimmst du der Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn du diese Website ohne Änderung der Cookie-Einstellungen verwendest oder auf "Akzeptieren" klickst, erklärst du sich damit einverstanden.

Schließen