Haare waschen mit Roggenmehl: Erfahrungen und Tipps bei Haarausfall

Immer mehr Menschen suchen nach natürlichen Alternativen zu herkömmlichen Shampoos, um ihre Haare zu pflegen und die Umwelt zu schonen. Eine beliebte Methode ist das Waschen der Haare mit Roggenmehl. Dieser Artikel beleuchtet die Erfahrungen und Anwendungstipps dieser Methode, insbesondere im Hinblick auf Haarausfall und empfindliche Kopfhaut.

Was ist die "No Poo"-Methode?

"No Poo" ist die Abkürzung von "No Shampoo". Bei der No Poo Methode wird Shampoo durch natürliche Mittel wie Lavaerde, Roggenmehl oder Natron ersetzt.

Die Haare werden entweder mit einem solchen Stoff gewaschen oder auch mal nur mit klarem Wasser. Conditioner samt seiner zahlreichen synthetischen Inhaltsstoffe (inklusive Silikone) ist logischerweise auch tabu.

Stattdessen werden die Haare beispielsweise mit Apfelessig gespült. Ein weiterer wichtiger Bestandteil von No Poo ist das Bürsten der Haare. Ihr kennt sicher von eurer Oma noch das Sprichwort: 100 Bürstenstriche am Tag sind gut für das Haar.

Anhängerinnen von No Poo sind überzeugt, dass intensives und ausgiebiges Bürsten das von der Kopfhaut produzierte Sebum so gleichmäßig auf das Haar verteilt wird und es pflegt. Das ist übrigens das Zeug, das unseren Ansatz nach einiger Zeit fettig aussehen lässt.

Vorteile des Haarewaschens mit Roggenmehl

Roggenmehl hat den Vorteil, dass es voll mit Vitaminen, Mineralien und Aminosäuren ist, wodurch ihr euren Haaren gleichzeitig etwas Gutes tut.

Unter anderem ist Vitamin B5 enthalten, das entzündungshemmend und feuchtigkeitsbindend wirkt und für empfindliche Haut bestens geeignet ist. Die Haarwäsche mit Roggenmehl ist also gleichzeitig eine Art Haarkur - ganz ohne Beschweren eurer Längen.

Des Weiteren wird Roggenmehl in großen Mengen in Deutschland produziert, wandert somit nicht um die halbe Welt und ist zudem preiswert.

  • Umweltfreundlich: Es gelangen keine schädlichen synthetischen Stoffe aus Shampoos über den Abfluss in das Grundwasser. Außerdem entsteht kein Verpackungsmüll.
  • Schonend für die Kopfhaut: Synthetische Tenside in herkömmlichen Shampoos können die Kopfhaut reizen und aus dem Gleichgewicht bringen. Roggenmehl ist hier schonender.
  • Kostengünstig: Roggenmehl ist günstiger als die meisten herkömmlichen Shampoos.

Warum Roggenmehl?

Roggenmehl ist eine der wenigen Mehlsorten, die zur Haarwäsche geeignet ist. Bei Weizenmehl ist beispielsweise der Gluten-Anteil höher, wodurch das Mehl viel stärker in euren Haaren kleben bleiben würde.

Der Vorteil an Roggenmehl besteht außerdem darin, dass es voll mit Vitaminen, Mineralien und Aminosäuren ist, wodurch ihr euren Haaren gleichzeitig etwas Gutes tut.

Unter anderem ist Vitamin B5 enthalten, das entzündungshemmend und feuchtigkeitsbindend wirkt und für empfindliche Haut bestens geeignet ist. Die Haarwäsche mit Roggenmehl ist also gleichzeitig eine Art Haarkur - ganz ohne Beschweren eurer Längen.

Des Weiteren wird Roggenmehl in großen Mengen in Deutschland produziert, wandert somit nicht um die halbe Welt und ist zudem preiswert.

Roggenmehl besitzt mit 5,5 den gleichen pH-Wert wie unsere Haut und bringt diesen somit nicht ins Ungleichgewicht. 10% aller Menschen leiden unter Kontaktekzemen und daher ist es gut zu wissen, was man sich alles auf die Haut schmiert.

Anwendung von Roggenmehl-Shampoo

Hier ist eine einfache Anleitung, wie du deine Haare mit Roggenmehl waschen kannst:

  1. Mischung vorbereiten: Das Roggenvollkornmehl mit lauwarmen Wasser oder Tee in einer kleinen Schüssel anrühren: 50g Mehl mit 150-200ml Flüssigkeit zu einer joghurtartigen Konsistenz verrühren, bis keine Klümpchen mehr zu sehen sind. Für etwas Abwechslung und Duft kann das Roggenmehlshampoo auch mit Hydrolat oder Tee angerührt werden.
  2. Auftragen: Das Roggenmehlshampoo am besten kopfüber über dem Waschbecken/ der Badewanne/ Duschwanne auf dem gesamten Haaransatz auftragen und gut einmassieren. Dazu mit den Fingerspitzen in die Schüssel dippen und direkt ins Haar einmassieren. Eine kleine Extraportion Roggenmehlshampoo hilft dabei, besonders fettige Bereiche schön sauber zu bekommen z.B. im Bereich der Stirnlinie und Schläfen.
  3. Einwirkzeit: Optimalerweise bleibt das Gemisch 5-10 Minuten im Haar.
  4. Ausspülen: Das Haar gründlich ausspülen, entweder unter der Dusche oder in mehreren Spülgangen im Waschbecken. Tipp: Wer feines Roggenmehl statt Vollkornmehl benutzt, verhindert, dass kleine Krümel zurückbleiben.

Zusätzliche Tipps:

  • Konsistenz: Die Mischung sollte eine gelartige Konsistenz haben, nicht zu dick- und nicht zu dünnflüssig.
  • Vollkorn oder Type 1150: Ich rate immer davon ab und zu Roggenmehl Type 1150. Denn Vollkorn-Roggenmehl lässt sich je nach Haardichte nur sehr schwer bis gar nicht komplett ausspülen. Grundsätzlich gilt: Je dichter und kräuseliger das Haar, desto schwerer lässt sich Vollkorn-Roggenmehl ausspülen. Mit Type 1150 geht ihr auf Nummer sicher.
  • Kamillentee: Da meine Kopfhaut vom jahrelangen Haarewaschen mit Tensiden vor allem zu Beginn noch gereizt war, mischte ich das Roggenmehl-Shampoo ab und zu mit mildem lauwarmen Kamillentee statt mit Wasser.

Erfahrungen mit Roggenmehl-Shampoo

Viele Anwender berichten von positiven Erfahrungen mit Roggenmehl-Shampoo:

  • Saubere und gepflegte Haare: Meine Haare sind nach der Wäsche sauber, glänzend, fallen locker fluffig und fühlen sich herrlich kräftig an.
  • Weniger schnell fettende Haare: Schon nach zwei Wochen bemerkte ich, dass meine Kopfhaut weniger schnell nachfettete und weniger juckte.
  • Voluminöseres Haar: Außerdem sind sie deutlich voluminöser.

Es gibt jedoch auch Herausforderungen:

  • Umstellung: Zunächst einmal kann es schwierig sein von heute auf morgen auf No Poo umzusteigen, besonders wenn man eine relativ lange Zeit davor silikonhaltige Shampoos benutzt hat.
  • Rückstände: Bei meinem Haartyp ist es kaum möglich, die Spelzen vom Vollkorn komplett rauszuwaschen.
  • Zeitaufwand: Im Alltag ist es mir zu umständlich ist, das Shampoo vorzubereiten. Auch die Prozedur in der Dusche dauert mir zu lange, wenn es eigentlich schnell gehen muss.

Roggenmehl und Haarausfall

Haarausfall wegen No Poo? Warum kann No Poo trotzdem bei manchen Frauen schief gehen?

Einige Menschen neigen zu gereizter Kopfhaut und der Bildung von fettigen Schuppen. Dies bezeichnet man auch als seborrhoisches Ekzem. Damit sich die Symptome hier nicht verschlimmern, ist die Anwendung eines Shampoos, welches mit einer Anti- Pilz- Substanz versetzt ist, notwendig. Tut man dies nicht, kann es zu Haarausfall kommen.

Dieser ist allerdings keine vorübergehende Erscheinung, sondern die Haare fallen unwiederbringlich aus.

Alternativen zu Roggenmehl

Wenn Roggenmehl nicht die richtige Wahl ist, gibt es andere natürliche Alternativen:

  • Lavaerde: Hier sind Lavaerde und Roggenmehl sicher schonender.
  • Feste Haarseifen: Feste Haarseifen sind in jedem Fall empfehlenswert, da sie weniger Verpackung benötigen, länger halten als konventionelle Shampoos und meist weniger synthetische Inhaltsstoffe enthalten.
  • Natron: Wenn ich mal eine etwas stärkere Reinigungsleistung benötige, mische ich 1-2 TL Natron unter das Roggenmehl.

Wichtig: Pflanzliche Inhaltsstoffe (Bio-Shampoos) sind nicht für jeden eine Lösung, da sie Allergien auslösen können. Atopiker sollten sich mit ihrem Allergiepass in der Apotheke ein Shampoo empfehlen lassen, das nicht zu viele unterschiedliche Substanzen enthält.

Tabelle: Vor- und Nachteile von Roggenmehl-Shampoo

Vorteile Nachteile
Umweltfreundlich Kann Rückstände hinterlassen
Schonend für die Kopfhaut Umstellung kann schwierig sein
Kostengünstig Zeitaufwand für Zubereitung
Pflegende Inhaltsstoffe Nicht für jeden Haartyp geeignet

Roggenmehlshampoo selbermachen Tipps & Tricks

Insgesamt ist das Haarewaschen mit Roggenmehl eine interessante und natürliche Alternative zu herkömmlichen Shampoos. Es erfordert etwas Geduld und Experimentierfreude, aber die positiven Erfahrungen vieler Anwender sprechen für sich. Besonders bei empfindlicher Kopfhaut und dem Wunsch nach einer umweltfreundlichen Haarpflege kann Roggenmehl eine gute Wahl sein.

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