Wer sich nicht nur Geld, sondern auch Zeit sparen möchte, der macht seine Strähnchen einfach selbst. Aber Vorsicht: Du solltest dich vorab gut informieren, die Packungsbeilage deiner Coloration aufmerksam lesen und mit Zeit und Bedacht ans Strähnchen selber machen herangehen - sonst kann das Farbergebnis schnell daneben gehen. Wenn du allerdings diesen Ratschlag und folgende Tipps befolgst, sollte beim Haare färben nichts schief gehen.
Zunächst solltest du dir Gedanken machen, welches Ergebnis du dir wünscht. Das hängt natürlich von deiner Naturhaarfarbe ab. Bei Strähnchen musst du außerdem überlegen, wie groß der Kontrast sein soll. Wünscht du dir blonde Strähnen in sowieso schon blondem Haar oder möchtest du Strähnchen selber machen bei dunklem Haar? Im Prinzip arbeitest du bei beiden Ausgangsfarben mit einem Blondiermittel - diese sind aber unterschiedlich stark und an dein natürliches Haar angepasst. Daher solltest du immer eine Farbe in der Drogerie kaufen, dass sich an deiner Ausgangshaarfarbe orientiert.
Du solltest dir auch überlegen, welche Art von Strähnchen du haben möchtest. Dabei gibt es ultra-feine Strähnchen, breite Strähnen, Strähnchen in unterschiedlichen Nuancen oder Strähnchen-Arten, die beispielsweise nicht direkt am Haaransatz gesetzt werden. Dafür gibt es verschiedene Färbetechniken.
Hast du deine Wunsch-Haarfarbe und dein Färbeprodukt gefunden, kannst du dir überlegen, welche Art von Strähnchen du selber machen möchtest.
Akkurate, sehr feine Strähnchen bekommst du mit einer Haube hin. Diese Technik eignet sich insbesondere für Einsteiger, da das Ergebnis sehr natürlich ist und das übrige Haar durch die Haube geschützt.
Sollen die Strähnen besonders fein und natürlich aussehen, solltest du die Hauben-Methode anwenden. Hier bekommst du ein komplettes Set aus Nadeln, Pinseln und Hauben für ca. 7 Euro.
Setzte die Haube auf dein trockenes, gekämmtes Haar und binde sie unter deinem Kinn zusammen. Mit dieser Methode färbst du nur das Deckhaar, nicht die unteren Haarschichten, weshalb du die Nackenhaare nicht unter die Haube schieben solltest. Decke diese einfach mit einem Handtuch ab.
Die Strähnchenhaube hat perforierte Löcher, durch diese du nun die einzelnen Strähnen mit der Nadel ziehst. Möchtest du weniger Strähnen färben, setzt du einfach jedes zweite oder dritte Loch aus. Halte die Nadel so flach wie möglich, der Haken sollte dabei nach oben zeigen.
Kämme nun alle Strähnchen gut durch, da sie sich durch das Herausziehen verwirren können.
Mische die Blondierung an und trage sie mit einem Pinsel auf die Strähnen auf. Lasse die Mischung nun so lange einwirken, wie auf der Packungsbeilage angegeben.
Wasche die Strähnchen nach der Einwirkzeit mit klarem Wasser aus. Danach kannst du die Haube ausziehen, das gesamte Haar mit Shampoo waschen und zum Schluss den Conditioner auftragen, einwirken lassen und ausspülen.
Strähnen, die du mit dem Pinsel selber machst, sorgen für ganz besondere Lichtreflexe. Du entscheidest mit dieser Methode selber, wo die Strähnen sein sollen - dabei kannst du auch flexibel entscheiden, ob die Strähnen am gesamten Kopf oder nur im Deckhaar gesetzt werden sollen. Bei Amazon gibt es Pinsel zum Haarefärben für nur 4 Euro.
Kämme deine Haare ganz besonders gut durch, bevor du mit dem Pinsel die Strähnen setzt. Kämme auch den Scheitel so, wie du ihn hauptsächlich trägst.
Mische nun die Blondierung an.
Nimm dir eine Strähne, die du färben möchtest. Wie dick oder dünn diese sein soll, entscheidest du selbst. Halte die Strähne vom Kopf weg und trage die Blondierung mit dem Pinsel auf. Tipp: Wenn du die Farbe nicht direkt an den Ansatz aufträgst, wirkt das Ergebnis später natürlicher, wenn dein Haar nachwächst.
Setzt du die Strähnen am Hinterkopf an, kannst du dir zwei Spiegel zur Hilfe nehmen. Am einfachsten ist es jedoch, wenn du dir von einer zweiten Person helfen lässt.
Lasse die Blondierung so lange einwirken, wie auf der Packungsbeilage angegeben. Je länger die Mischung auf deinem Haar bleibt, umso heller wird das Ergebnis.
Spüle dein Haar zuerst mit klarem Wasser aus. Danach kannst du sie mit einem milden Shampoo waschen und den Conditioner einwirken lassen.
Wenn du Färbetechniken wie Balayage oder Ombré anwenden möchtest, gibt es bereits Färbe-Kits, die einen Kamm-Applikator beigelegt haben.
Probiere den Kamm am besten vorher auf einem Blatt Papier oder ohne Blondierung im Haar aus, damit du ein Gefühl dafür bekommst, wie er richtig angewendet wird.
Ziehst du dir vorher einen Zickzack-Scheitel, verteilen sich die Strähnen noch natürlicher im Haar.
Trage das Haarfärbemittel gleichmäßig auf den Applikator auf und setze ihn ins Haar. Nun fährst du langsam von oben nach unten. Achte darauf, dass die Übergänge natürlich sind und keine Farbkleckse auf dem Haar entstehen.
Beachte die Einwirkzeit für die gewünschte Haarfarbe, danach spülst du auch hier die Färbemischung mit klarem Wasser aus, wäscht sie gegebenenfalls mit einem milden Shampoo und lässt den Conditioner einwirken.
Wenn du nur eine ganz leichte Aufhellung wünscht, könnten statt Farbe auch Blonde-Sprays für dich geeignet sein. Sie zaubern Highlights wie von der Sonne sanft aufgehellt. Allerdings solltest du hier aufpassen, wenn du dunkle Haare hast. Die Sprays können zu einem Rotstich führen und sollten beim Färben nur bis zu dunkelblondem Haar verwendet werden.
So geht’s:
Foliensträhnen sind in der Anwendung wohl am anspruchsvollsten und sollten eigentlich lieber den Profis überlassen werden. Bist du geübt und möchtest dich trotzdem an die Foliensträhnen wagen, kommt hier die Anleitung. Hier erfährst du noch mehr zur Foilyage.
Im ersten Schritt bereitest du die Folien-Streifen vor. Nun wird dein Haar in Partien eingeteilt. Die erste Partie führt entlang deiner Hutlinie über deinen Oberkopf. Nimm dir einen Stielkamm und fahre über deine Ohren bis zum Hinterkopf, das ist die zweite Abteilung. Die Dritte ergibt sich aus den Haaren in der Nackenpartie, die übrig bleibt.
Du kannst vertikal oder horizontal arbeiten und die Haarsträhnen färben. Und nun geht die eigentliche Anleitung los: Nimm dir eine zehn bis 15 Zentimeter breite Haarsträhne, die jedoch dünner als ein Zentimeter ist. Damit natürliche Highlights entstehen, webst du nun mit dem Stiel des Kamms durch die Strähne in einer welligen Bewegung. Alle Haare, die über dem Kamm liegen, behältst du in der Hand.
Nun wendest du eine Technik an, bei der du den Stiel des Kamms unter die Alufolie legst und diese unter die Strähne ganz nah an den Ansatz schiebst. Lege die Strähne ab und ziehe den Kamm unter der Alufolie hervor.
Bestreiche die Strähne auf der Folie mit Blondierung, gehe aber nicht bis an den Ansatz. Falte nun die Folie zusammen.
Wiederhole den Vorgang Strähne für Strähne. Beachte unbedingt, dass die Blondierung an den ersten Strähnen schon länger einwirken, deshalb solltest du zwischendurch die Aufhellung überprüfen. Hast du alle Strähnen in Folie gepackt, zählt die Einwirkzeit.
Nimm alle Folien ab, spüle die Haare aus und verwende den Conditioner als Pflege.
Chemie kommt dir nicht in die Tüte… äh Haare? Du möchtest aber dennoch Strähnchen selber machen. Dann kannst du auf dieses Hausmittel zum Haare färben setzen: Zitronensaft.
So geht’s:
Wer natürliche Highlights im Haar haben will, der hätte gerne einen Look wie von der Sonne geküsst. Das heißt, einzelne dünne Strähnen werden einige Nuancen heller gefärbt. Dabei sollten diese gesträhnten Partien jedoch nicht vom Ansatz an gefärbt werden, sondern einige Zentimeter entfernt. Für natürliche Strähnen eignen sich diese Färbetechniken:
Wer sich hellere Strähnchen macht, der blondiert seine Haare durch einen chemischen Prozess. Dabei ist es sehr wichtig, auf die richtige Einwirkzeit zu achten. Lässt du die Blondierung nämlich nicht lang genug einwirken, dann bekommt das Ergebnis schnell einen Rot- oder Gelbstich. Lässt du die Blondierung zu lange einwirken, dann wird das Ergebnis der Farbe zu hell und gelb- oder orangestichig. Deshalb ist es wichtig, die genaue Einwirkzeit auf der Packung der Blondierung zu beachten.
Unabhängig von der Methode ist es wichtig, die Einwirkzeit nicht zu überschreiten, um Haarbruch oder unerwünschte Farbstiche zu vermeiden. Nach der Behandlung hilft eine nährende Haarmaske, die Haarstruktur zu stärken und das Haar gesund zu erhalten.
Nach dem Strähnchen selbst färben braucht das Haar intensive Pflege. Da Blondierungen Feuchtigkeit entziehen, ist es wichtig, regelmäßig feuchtigkeitsspendende Haarmasken und Leave-in-Produkte zu verwenden.
Um den Farbton frisch zu halten, können Silbershampoos helfen, einen möglichen Gelbstich zu neutralisieren. Wer blond gesträhntes Haar hat, sollte außerdem darauf achten, Hitzestyling nur mit einem Hitzeschutzspray zu verwenden, da aufgehelltes Haar empfindlicher auf hohe Temperaturen reagiert.
Falls die Strähnchen nach einiger Zeit aufgefrischt werden sollten, empfiehlt es sich, mindestens vier bis sechs Wochen zu warten.
Die Schuppenschicht ist aufgeraut und die Haare können schnell brüchig und stumpf werden. Daher solltest du sie auf jeden Fall mit Shampoo oder Conditioner für coloriertes Haar pflegen, hin und wieder Öl in die Spitzen einmassieren.
Außerdem wichtig: Jede Woche eine pflegende Kur einwirken lassen.
| Produkt | Beschreibung |
|---|---|
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| System Professional Repair Shampoo | Reinigt sanft und unterstützt die Reparatur des Haares. |
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