Viele Menschen wünschen sich volles und kräftiges Haar. Doch bei genauerer Betrachtung ist feines Haar eigentlich gar nicht so übel. Doch was tun, wenn nach dem Kämmen ganze Haarknäuel in der Bürste verfangen sind? Für viele ein Schock!
Die gute Nachricht zuerst: Täglich Haare zu verlieren, ist völlig normal. Ungefähr 100 Haare am Tag zu verlieren, ist eine normale Menge. Erst wenn Sie ganze Büschel verlieren und Ihr Haar verschieden lang ist und zottelig in alle Richtungen absteht, deutet dies auf ein ernsthaftes Problem hin - nämlich auf Haarbruch.
In diesem Artikel geben wir Ihnen hilfreiche Tipps an die Hand - direkt vom Experten Dr. med. Christian Merkel. Wir klären Sie in diesem Beitrag über Methoden auf, die funktionieren - mit dem Wissen vom Facharzt!
Die auslösenden Gründe sind meist erblich bedingt, hormonell ausgelöst oder durch falsche Gewohnheiten verursacht. Doch bevor wir uns der Frage widmen, was bei Haarausfall hilft, erst einmal zu den Ursachen des haarigen Problems:
Oftmals ist es leider etwas schwierig, den konkreten Grund für Haarausfall zu finden, gibt es doch mehr als 150 verschiedene Ursachen.
Hier sind einige der häufigsten Ursachen für Haarausfall:
Wann Sie einen Arzt aufsuchen sollten? Wenn der Haarverlust mit schmerzhaften Hautveränderungen einhergeht oder kreisrunde Flächen auf dem Kopf plötzlich kahl sind. Der Arzt wird dann verschiedene Untersuchungen durchführen (u.a. eine Haarwurzel-Analyse) und Ihnen je nach Ergebnis eine bestimmte Therapie vorschlagen.
Wer Haarausfall langfristig vorbeugen möchte, der achtet am besten auf eine vitamin- und nährstoffreiche Ernährung - denn die ist das A und O für gesundes, starkes und schönes Haar. Und natürlich gilt es auch, Stress zu vermeiden und ausreichend viel zu schlafen. Denn nur so gehen Sie sicher, dass Ihr Cortisol-Spiegel nicht chronisch hoch bleibt und es zu Haarausfall kommt.
Hier sind 10 Tipps für schöne und gesunde Haare:
Bei Haarausfall ist eine schonende Haarpflege besonders wichtig, um die strapazierten Haarwurzeln bestmöglich zu unterstützen. Zusätzlich können spezielle Kosmetika und Aufbaupräparaten das Erscheinungsbild Ihrer Haare verbessern. Wenn Sie jedoch unter erblich bedingtem Haarausfall leiden, hilft nur eine zielgerichtete medizinische Behandlung.
Für die Haarwäsche sollten keine aggressiven Substanzen, sondern milde Shampoos verwendet werden, die das Haar nicht zu sehr entfetten und austrocknen. Gerade sehr empfindliche Kopfhaut kann „gereizt” auf ein aggressives Shampoo reagieren, was zu Kopfhautjucken oder vermehrtem Haarausfall führen kann.
Durchblutungsfördernde Haarprodukte, Haarkuren oder auch Kopfhautmassagen können die Versorgung der Haare in der Wachstumsphase verbessern. Sie wirken jedoch nicht gegen Haarausfall.
Ein- bis zweimal die Woche eine feuchtigkeitsspendende Spülung ist ausreichend. Generell gilt: Gründlich Ausspülen!
Auch nach dem Waschen sanft mit den Haaren umgehen: Feuchte Haare sind sehr empfindlich, deshalb nicht an ihnen zerren, sonst werden sie brüchig und splissig. Zum „Entwirren” nach dem Waschen am besten eine Spülung benutzen, die im Haar bleibt und die Kämmbarkeit verbessert. Dann das Haar mit einem grobzinkigen Kamm oder einer Naturbürste vorsichtig kämmen.
Weitere Tipps:
Unterstützend zu einer zielgerichteten Behandlung sind bei Bedarf Präparate zu empfehlen, die dem Haar Aufbaustoffe, Vitamine und Spurenelemente liefern, die für das Haarwachstum wichtig sind. Nahrungsergänzungsmittel sind vor allem bei diffusem Haarausfall geeignet, um diagnostizierte Mangelzustände auszugleichen.
Bei Anzeichen von erblich bedingtem Haarausfall (auch androgenetische Alopezie oder hormonell-erblicher Haarausfall) sind Aufbaupräparate alleine jedoch nicht ausreichend: Eine reine Ernährungsumstellung oder Wechsel der Haarpflegeprodukte können diesen Haarausfall nicht aufhalten.
Sie sind sich nicht sicher, ob und an welcher Form des Haarausfalls Sie leiden? Dann fragen Sie am besten Ihren Hautarzt.
Das Haarekämmen gehört für viele Menschen zur täglichen Beauty-Routine dazu und wird meist ganz nebenbei erledigt. Dabei kommt es schnell zu kleinen Fehlern, die dem Haar dauerhaft schaden.
Die Haare zu kämmen, ist uns quasi in Fleisch und Blut übergegangen - meist kämmen oder bürsten wir unser Haar schnell nebenbei, ohne groß drüber nachzudenken. Viele kämmen ihr Haar direkt nach der Haarwäsche, wenn es noch nass ist - und schädigen es dabei unwissentlich. Bei nassen Haaren öffnet sich die Schuppenschicht leicht, sie sind dadurch besonders anfällig und brechen leicht.
Kämmen Sie Ihr Haar vor dem Waschen gut durch - so können Sie sich manches Pflegemittel oder Conditioner sparen. Haare richtig kämmen: Ein bisschen Geduld und das richtige Handwerkszeug hilft, Haarschäden zu vermeiden.
Wenn es morgens schnell gehen muss, passiert es leicht, dass wir unsere Haare hektisch und grob mit Bürste und Kamm bearbeiten. Dabei reißen wir nicht nur unnötig viele Haare aus, sondern schaden ihnen auch. Besser: Gehen Sie behutsam vor!
Wer zu Knoten im Haar neigt, sollte die Haare oben festhalten und vorsichtig beginnen, erstmal die Haarspitzen auszukämmen. Achten Sie bei langem Haar darauf, dass Sie wirklich alle Haare mit dem Kamm oder der Bürste erwischen.
Regelmäßiges Kämmen ist wichtig, um den Talg von der Kopfhaut bis in die Spitzen der Haare zu verteilen. Der Haartalg sorgt so für glänzendes Haar, das nicht so leicht bricht. Deshalb sollten Sie Ihr Haar unbedingt abends und morgens kämmen.
Nicht nur Beauty-Accessoires wie Pinsel und Make-up-Schwamm haben sich eine regelmäßige Reinigung verdient - auch Ihre Bürsten und Kämme sollten Sie regelmäßig sauber machen. Entfernen Sie täglich die Haare aus Ihrer Bürste. Einmal im Monat ist Badetag für Ihre Bürsten und Kämme: Dazu die Utensilien einfach mit ein bisschen Shampoo in warmem Wasser einweichen und danach ausspülen.
Bei der Wahl des Shampoos und der Stylingprodukte machen wir uns meist viele Gedanken - bei der Auswahl von Bürste und Kamm sind wir oft ein bisschen zu (nach)lässig.
Hier sind einige Fehler, die Sie beim Haarekämmen vermeiden sollten:
Um Haare leichter kämmen zu können und elektrisch aufgeladene Haare nach dem Bürsten zu verhindern, kann die Verwendung eines antistatischen Sprays hilfreich sein.
Die Wahl der richtigen Bürste ist entscheidend für gesundes Haar. Für feines Haar eignen sich weiche Borstenbürsten, die das Haar sanft entwirren. Bei lockigen Haaren sind breite Kämme oder spezielle Lockenbürsten empfehlenswert, um die Locken nicht zu zerstören. Lange Haare profitieren von einer Paddelbürste, die das Haar gleichmäßig verteilt und Knoten löst. Auch eine Haarbürste mit Naturborsten kann Wunder wirken, um das Haar gesund und glänzend zu halten.
Hier ist eine Tabelle, die Ihnen bei der Auswahl der richtigen Bürste helfen kann:
| Haartyp | Empfohlene Bürste |
|---|---|
| Feines Haar | Weiche Borstenbürste |
| Lockiges Haar | Breiter Kamm oder Lockenbürste |
| Langes Haar | Paddelbürste |
| Alle Haartypen | Haarbürste mit Naturborsten |
Ursachen für Haarbruch können unter anderem sein:
Hast Du an Deinem Haar Haarbruch entdeckt, hilft nur eins: Deine kaputten Haare müssen in den Spitzen abgeschnitten werden, denn Haarbruch und auch Spliss lassen sich nicht rückgängig machen. Jedoch kannst Du einiges im Vorfeld tun, um im Anschluss wiederholten Haarbruch zu vermeiden.
Tipps zur Vermeidung von Haarbruch:
Um Haarbruch zu vermeiden oder Dein bereits angegriffenes Haar zu unterstützen, ist der Griff zu den richtigen Pflegeprodukten immens wichtig. Ideal sind in dem Fall Produkte, die Dein Haar nähren, in der Tiefe reparieren und die äußere Schutzschicht schließen. Spezielle Shampoos und Conditioner für geschädigtes und strapaziertes Haar sind eine gute Wahl.
Die Extra-Portion Pflege gibst Du Deinem Haar mit einer regelmäßigen Haarkur. Empfehlenswert ist bei Haarbruch vor allem Olaplex No. 3 Hair Perfector. Die Haarkur wurde für die einfache Anwendung zu Hause entwickelt und repariert das Haar in der tiefen Haarstruktur. Dabei finden sich keinerlei Silikone oder Öle in der Zutatenliste.
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