Es gibt nichts Schöneres als frisch gewaschene Haare. Doch was tun, wenn die Haare nach der Wäsche klebrig, strähnig und fettig sind? Hier erfährst du, welche Ursachen das haben kann und was du dagegen tun kannst.
Tatsächlich gibt es verschiedene Gründe, warum deine Haare nach dem Waschen fettig und klebrig sein können, obwohl das Gegenteil der Fall sein sollte:
Vielleicht verwendest du zu viel Shampoo, Conditioner oder Stylingprodukte. Diese können sich auf deiner Kopfhaut und auf deinen Haaren ansammeln und einen klebrigen, öligen Film hinterlassen, der selbst nach dem Waschen noch spürbar ist. Ein gutes Tiefenreinigungsshampoo kann helfen, die fettigen Haare nach dem Waschen wieder in den Griff zu bekommen.
Auch das Ausspülen spielt eine große Rolle, um fettige Haare nach dem Waschen zu vermeiden. Es ist wichtig, alle Produkte gründlich auszuspülen. Wenn Shampoo- oder Conditioner-Rückstände in deinen Haaren verbleiben, können sie es beschweren und fettig wirken lassen. Vor allem am Hinterkopf kommt es durch nicht richtig ausgespülte Haarpflegeprodukte so zu fettigen und klebrigen Stellen.
Wenn die verwendeten Haarpflegeprodukte nicht zu deinem Haartyp passen, kann dies ebenfalls zu fettigen Haaren nach dem Waschen führen. Wenn du zum Beispiel einen stark feuchtigkeitsspendenden Conditioner für feines Haar verwendest, kann dieser die Haare fettig und klebrig machen.
Paradoxerweise kann zu häufiges Waschen auch die Talgproduktion deiner Kopfhaut anregen. Die Kopfhaut versucht, das durch das häufige Waschen entfernte natürliche Öl zu ersetzen, was zu einer Überproduktion führen kann.
Viele wissen nicht, dass Mineralien im harten Wasser sich mit Shampoo und Seife verbinden und Ablagerungen auf deinem Haar hinterlassen können. Diese Ablagerungen wiederum können dazu führen, dass das Haar stumpf und leicht fettig aussieht.
Wenn dein Handtuch oder deine Haarbürste nicht richtig sauber sind, können sich dort bereits Öle und Produktreste befinden, die auf deine frisch gewaschenen Haare übertragen werden. Die Folge: Die Haare sehen nach dem Waschen fettig aus.
Bevor du zu Hausmitteln oder weiteren Haarpflegeprodukten greifst, solltest du erst einmal auf Spurensuche gehen. Denn nur wenn du den genauen Grund für das Problem kennst, kannst du dieses auch in den Griff bekommen. Beobachte, wie deine Haare sich nach dem Waschen mit deinem Lieblingsshampoo verhalten oder wie es reagiert, wenn du deine Haarbürste reinigst.
Um fettige Haare nach dem Waschen zu vermeiden, kannst du einiges tun. Mit diesen Tipps, Tricks und Hausmitteln solltest du das Problem schnell in den Griff bekommen:
Beobachte, welche Veränderungen du vornimmst und wie deine Haare darauf reagieren. So kannst du ganz leicht herausfinden, was die Ursache für die fettigen und klebrigen Haare nach dem Waschen ist.
Haarseifen sind eine natürliche Alternative zu herkömmlichen Shampoos, können aber auch zu Problemen führen. Hier sind einige häufige Schwierigkeiten und Lösungen:
Klätsch beschreibt Haar, welches nach der Verwendung von Haarseife noch fettig wirkt, beschwert ist und nicht sauber ist. Dies kann verschiedene Ursachen haben:
Schaum ist entscheidend für den Erfolg der Haarseife. Zu wenig Schaum führt zu Klätsch im Haar.
Mögliche Gründe:
Lösungen:
Schuppen können unterschiedlichen Ursprungs sein:
Mögliche Gründe:
Mögliche Gründe:
Da Haarseifen und Seifen im Allgemeinen basische Produkte sind und die Haare sich eher in einem sauren Milieu wohl fühlen, empfiehlt es sich, in der ersten Zeit nach dem Waschen die Haare mit einer „sauren Rinse“ zu spülen.
Beispiele für saure Spülungen:
Wenn die Kopfhaut mit Juckreiz oder Hautreizungen reagiert, könnte die Rinse zu stark sein. Dann sollte die Spülung ausgewaschen oder mit Tee (z. B.) verdünnt werden.
Bei der Herstellung von Seife wird bestimmt, wie viele unverseifte pflegende Öle und Fette in der Seife sein sollen. Die pflegende Eigenschaft von Seife kann außerdem durch das Verfahren (Kalt- bzw. Heißverfahren) beeinflusst werden.
Es ist nicht möglich, generell zu sagen, welche Haarseife für wen geeignet ist, da jedes Haar unterschiedlich reagiert. Beobachtungen haben gezeigt, dass Zusätze wie Heilerde, Kaolin, Kohle oder Ghassoul die Talgproduktion beeinflussen können und somit vor allem für eher fettiges Haar geeignet ist.
Kurzes Haar zeigt seltener Umstellungsprobleme als langes Haar. Vor allem bei langem Haar sollte zuerst eine gründliche Reinigung von Silikonen und anderer Ablagerungen vorgenommen werden, um anschließend die Haare an die ungewohnte Überfettung zu gewöhnen.
Naturseifen sind nach den Grundsätzen der Naturkosmetik hergestellt. Sie bestehen im Gegensatz zu konventionellen Seifen und Flüssigseifen vorwiegend aus natürlichen Ölen und Fetten wie z.B. Kokosöl und/oder Babassuöl, Rizinusöl, Olivenöl sowie natürlichen Zusätzen wie Tonerden, äth. Ölen etc. welche miteinander mit Natriumhydroxid oder Kaliumhydroxid verseift werden.
Die Inhaltsstoffe (Ingredients) sind oft ausschließlich in der Kosmetiksprache (INCI: International Nomenclature Cosmetic Ingrediens) auf dem Etikett zu lesen und nicht in Deutsch. Daher ist es sehr schwer zu erkennen, was überhaupt enthalten ist. Über z. B. die Plattform www.hautschutzengel.de können einzelne Inhaltsstoffe bezüglich ihrer Unbedenklichkeit überprüft werden.
Schon der erste Blick aufs Etikett gibt Aufschluss, ob es sich bei der Seife um eine industriell gefertigte Feinseife handelt. Eine Feinseife ist aus bereits verseiften Fetten (meist Palmöl, da billig) gepresst und mit Duft und ggf. Ölen verfeinert. Auf dem Etikett sieht das dann z.B. so aus: sodium palmate, sodium cocoate… Immer wenn vor dem Öl ein „sodium“ steht, war es bereits verseift, als es verwendet wurde.
Bei einer Naturseife, die von Hand hergestellt wurde steht dann das unverseifte Öl. Also z.B. für Kokosöl COCOS NUCIFERA OIL, und nicht wie bei einer Feinseife SODIUM COCOATE.
Sobald jedoch irgendwelche Konservierungsstoffe wie Methyl Benzoate, Alkohole oder andere Inhaltsstoffe wie sodium thiosulfate, Parabene, Silicone uvm. auf dem Etikett zu lesen sind, dann handelt es sich NICHT um eine Naturseife.
Festes Shampoo/Shampoobars sind Shampoos ohne Plastikverpackung und ohne Wasser. Bei festen Shampoos muss man die Haare auch nicht unbedingt, wie bei Haarseife, vor dem ersten Anwenden von Shampoorückständen befreien.
Haarseifen sind Naturseifen, die aus verseiften Fetten und Ölen entstehen. Bei der Überfettung (ÜF) handelt es sich um eine gesteuerte Hinzufügung von Fetten und Ölen nach dem Verseifungsprozess.
Haarseifen sind genau das gleich wie „normale“ handgesiedete Naturseifen. Der einzige Unterschied liegt darin, dass hier Öle verwendet wurden, welche die Haare gezielter nähren und besondere Zusätze wie bestimmte äth. Öle, Rhassoul, Heilerde, Teeauszüge, Kohle usw. enthalten.
Mit diesen Informationen und Tipps solltest du in der Lage sein, die Ursache für deine klebrigen Haare nach der Haarwäsche mit Haarseife zu finden und das Problem zu lösen. Viel Erfolg!
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