Die Diagnose Krebs und die anschließende Chemotherapie sind zweifellos eine enorme physische und psychische Belastung. Doch inmitten dieser herausfordernden Zeit gibt es Lichtblicke, die Hoffnung und ein Stück Normalität zurückbringen können. Einer dieser Lichtblicke ist die Möglichkeit, sich trotz Chemotherapie den Wunsch nach einer Veränderung durch Haarfarbe zu erfüllen - mit der richtigen Unterstützung und den passenden Produkten.
Es mag vielleicht wie ein kleiner Schritt erscheinen, aber sich in einer so herausfordernden Lebensphase die Haare zu färben, kann eine große emotionale Wirkung haben. Es ist ein Akt der Selbstliebe und ein Weg, die Kontrolle über einen Teil deines Lebens zurückzugewinnen. Krebs und Chemotherapie stellen dein Leben auf den Kopf, doch kleine Akte der Selbstfürsorge können einen bedeutenden Unterschied machen.
Die Chemotherapie beeinflusst nicht nur die Krebszellen, sondern kann auch die Struktur und Beschaffenheit der Haare verändern. Viele Patienten erleben Haarausfall oder Veränderungen in der Haartextur und -farbe.
Haarausfall ist wohl die bekannteste Nebenwirkung einer Chemotherapie, die fast alle Menschen mit dieser Behandlung verbinden. Durch den Haarverlust wird eine Krebserkrankung wie Brustkrebs oft erst für andere sichtbar.
Die Chemotherapie greift die Haarwurzelzellen an und schädigt sie - dadurch fallen die Haare aus. Meist beginnt der Haarverlust etwa drei bis vier Wochen nach der ersten Chemotherapie.
Die Haare fallen aber nicht alle auf einmal aus, sondern nach und nach. Das Kopfhaar lichtet sich immer weiter und der Kopf kann schließlich vollständig kahl werden.
Dass der Haarausfall bei einer Chemo ein gutes Zeichen ist (zum Beispiel, dass die Chemotherapie dann besonders gut wirkt), lässt sich nicht ableiten. Der Haarverlust zeigt lediglich, dass die Zytostatika die Haarwurzelzellen angegriffen haben.
Wie stark die Haare ausfallen, hängt unter anderem vom eingesetzten Zytostatikum ab. Sehr häufig ist der Haarausfall zum Beispiel bei den Chemotherapeutika Cyclophosphamid, Doxorubicin und Epirubicin. Dagegen ist der Haarverlust bei Carboplatin oder Cisplatin eine eher seltene Nebenwirkung.
Auch wie Chemotherapeutika verabreicht werden, kann für den Haarausfall eine Rolle spielen.
Nach dem Ende der Chemotherapie wachsen die Haare wieder nach, manchmal ein bisschen anders als zuvor.
Nicht nur die Kopfhaut ist durch den plötzlichen Haarverlust äußerst empfindlich, auch die verbleibenden Haare haben durch die Medikamente gelitten: sie sind sehr trocken und drohen an der Haarwurzel abzubrechen. Doch die gute Nachricht ist: Dieser Zustand ist nur vorübergehend!
Durch eine optimale Kopfhautpflege unterstützen Sie die Selbstregeneration von Kopfhaut und Haarwurzeln.
Infografik zum Thema Haarausfall unter Chemotherapie
Es gibt aber Versuche, dem Haarausfall mit Hilfe einer Kühlhaube entgegenzusteuern. Diese Kühlkappe sitzt während der Chemotherapie wie ein „Fahrradhelm“ auf dem Kopf.
Die Idee dahinter: Die Kälte soll die Durchblutung der Kopfhaut vermindern und dafür sorgen, dass weniger Zytostatika in den Haarwurzeln ankommen. So soll der Haarverlust weniger gravierend ausfallen.
Die Wirksamkeit von Kühlhauben ist jedoch noch nicht ausreichend wissenschaftlich belegt. Manche onkologischen Praxen bieten Kühlhauben aber an. Die meisten Krankenkassen übernehmen die Kosten nicht. Fragen Sie am besten vorher nach. Eine Anwendung kostet ungefähr 100 Euro.
Viele Frauen kaschieren den Haarverlust mit Perücke, Mützen, Schals oder Tüchern. Auch ganz ohne eine Kopfbedeckung auszukommen, ist eine Möglichkeit.
Um die psychische Belastung zu verringern, ist es ratsam, sich bereits vor der Therapie um eine Perücke zu kümmern. Die Krankenkasse übernimmt dafür die Kosten.
Haarfarben stehen laut Presse und Medien immer wieder im Verdacht, krebserregend zu sein. Laut Fachleuten sind moderne Haarfarben nicht krebserregend.
Laut dem Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) besteht jedoch bei Anwendung der heute in Deutschland verfügbaren chemischen Haarfarben kein erhöhtes Krebsrisiko.
Mitte der 1980er-Jahre wurde eine Vielzahl an Haarfarben verboten. Der Grund: Es bestand der Verdacht, dass diese Produkte das Risiko für Blasenkrebs oder Brustkrebs erhöhen. Zweifelsfrei belegen konnten Forschende den Verdacht allerdings nicht. Die Verbote dienten daher dem vorbeugenden Verbraucherschutz.
Die Europäische Kosmetikverordnung regelt bei kosmetischen Mitteln alle Anforderungen an die Produkte, die verpflichtend für die Hersteller sind. Das betrifft auch Haarfarben. Dies soll die Sicherheit von Kosmetika über ein mögliches Krebsrisiko hinaus sicherstellen.
Teil der Verordnung sind beispielsweise umfangreiche Listen von Stoffen, die in Kosmetika verboten sind (Negativlisten) und von Stoffen, die erlaubt sind (Positivlisten). Fachleute überprüfen diese Listen fortlaufend.
Frau färbt sich die Haare
Der Naturfarbstoff Henna wird aus dem Hennastrauch (Lawsonia inermis) gewonnen, der Natur-Farbstoff Indigo aus der Indigopflanze (Indigofera arrecta). Reine Henna- oder Indigo-Haarfarben bewerten Experten als sicher.
Aber nicht alle pflanzlichen Haarfarben enthalten ausschließlich diese Pflanzenfarbstoffe: Es gibt Produkte, die zusätzlich Pflanzenschutzmittel oder chemische Färbestoffe enthalten können, die gesundheitsschädlich sein können.
Solche möglicherweise gesundheitsschädlichen Henna-Haarfarben sind in Deutschland von den Behörden allerdings aus dem Verkehr gezogen worden. Grundlage war auch hier eine Warnmeldung des Europäischen Schnellwarnsystem.
Mit Boni Carrasco kannst du den Weg wählen, dich auch während dieser Zeit schön und selbstbewusst zu fühlen. Für alle, die diesen Weg gehen wollen, steht Boni Carrasco mit Fachwissen, Fürsorge und einer Palette an Möglichkeiten zur Seite.
Boni Carrasco steht für mehr als nur Haarfärbung; es geht um eine Philosophie der Selbstfürsorge und des persönlichen Ausdrucks.
Hier sind einige Tipps für eine sanfte Kopf- und Haarpflege:
Vermeiden Sie besondere Belastungen für Kopfhaut und Haare wie Föhnen, Färben oder Dauerwelle.
Tragen Sie außer Haus stets eine Kopfbedeckung. Halten Sie den Kopf mit einer Mütze warm, wenn es draußen kühler wird.
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