Erst Spülung, dann Shampoo: Vorteile und Nachteile der umgekehrten Haarwäsche

Das Haarewaschen ist eine Routine, bei der die meisten von uns automatisiert vorgehen. Doch was, wenn die Reihenfolge, die wir gelernt haben - erst Shampoo, dann Spülung - nicht die beste für unser Haar ist? Der Trend, zuerst Spülung und dann Shampoo zu verwenden, erfreut sich wachsender Beliebtheit. Dieser Artikel beleuchtet die Vor- und Nachteile dieser Methode und gibt Tipps für die richtige Anwendung.

Was passiert, wenn du die Reihenfolge änderst?

Es ist definitiv einen Versuch wert. Denn zuerst den Conditioner und danach das Shampoo zu verwenden, soll einen sichtbaren und fühlbaren Effekt auf die Haare haben, unter anderem mehr Volumen bringen. "Das Auftragen der Spülung vor der Haarwäsche verleiht feinem Haar Feuchtigkeit, ohne es zu beschweren", stellt Nina Dimachki, Creative Director von Kérastase, klar. Außerdem sei es damit möglich, die Haare perfekt auf das Waschen vorzubereiten.

Die Methode eigne sich dabei nicht nur für feines, sondern auch für coloriertes sowie frizzy Haar und solches, das dazu neigt, schnell fettig zu werden. Wer das ausprobieren möchte, sollte darauf achten, die Spülung wirklich vom Ansatz bis zu den Spitzen aufzutragen und nicht, wie normalerweise üblich, erst in der Mitte anzufangen. Außerdem ist es bei dieser Reihenfolge wichtig, den Conditioner gründlich auszuspülen. Es sollten wirklich keine Rückstände übrig bleiben. Sobald dieser Schritt getan ist, kann das Shampoo zum Einsatz kommen. Und möchte man denjenigen glauben, die es bereits ausprobiert haben, soll sich das Haar so wirklich weicher anfühlen und das Waschen noch einfacher sein.

Auch bei der Reihenfolge erst Spülung und danach Shampoo kannst du deinen Föhn im Badezimmerschrank und die Haare einfach an der Luft trocknen lassen. Shampoos rauen beim Waschen die Schuppenschicht des Haares auf, um die Haarfaser von Verunreinigungen und Styling-Rückständen zu befreien. Eine Spülung schließt nach der Haarwäsche die beim Waschen aufgeraute Schuppenschicht.

Vorteile der umgekehrten Haarwäsche

  • Mehr Volumen: Besonders für feines Haar geeignet, da es nicht beschwert wird.
  • Weniger Frizz: Hilft bei der Vorbereitung von frizzigem Haar auf das Waschen.
  • Leichtere Kämmbarkeit: Das Haar fühlt sich weicher an und lässt sich leichter kämmen.

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Die richtige Anwendung: Schritt für Schritt

  1. Vorbereitung: Nimm eine kleine Menge Conditioner und trage sie auf das nasse Haar, jedoch nur in die Längen und Spitzen. Massiere ihn sanft ein und lasse ihn ein paar Minuten einwirken.
  2. Shampoo anwenden: Verteile nun eine kleine Menge Shampoo auf das gesamte Haar und den Ansatz. Arbeite es sanft ein, um überschüssige Pflegeprodukte und eventuelle Ablagerungen zu entfernen.
  3. Ausspülen: Spüle das Shampoo gründlich aus, bis sich das Haar sauber und leicht anfühlt.

Für wen ist die Methode geeignet?

Die Technik ist nicht für jeden Haartyp ideal, bringt jedoch für bestimmte Haartypen echte Vorteile.

  1. Wenn du feines Haar hast, das dazu neigt, schnell fettig oder platt zu wirken, kann diese Methode Wunder wirken. Der Conditioner wird nur in die Längen und Spitzen aufgetragen, und das Shampoo sorgt anschließend dafür, dass keine beschwerenden Rückstände zurückbleiben.
  2. Gerade für Menschen mit trockenen Spitzen oder Spliss kann „Erst Conditioner, dann Shampoo“ eine gute Option sein. Der Conditioner pflegt die Längen und Spitzen intensiv, und das Shampoo entfernt nur die Rückstände, die das Haar beschweren könnten.

Wann sollte man bei der klassischen Reihenfolge bleiben?

Für einige Haartypen ist es besser, bei der klassischen Reihenfolge von erst Shampoo, dann Conditioner zu bleiben. Besonders bei krausem oder sehr lockigem Haar, das tendenziell mehr Feuchtigkeit benötigt, ist die klassische Reihenfolge ideal.

Conditioner, Spülung oder Haarkur?

Falls du dich fragst, wie du Conditioner und Spülung oder sogar eine Haarkur in deine Routine integrieren kannst: Hier ist eine kleine Übersicht.

  • Spülung: Ist eher leicht und sorgt hauptsächlich für gute Kämmbarkeit. Ideal für Menschen, die eine leichte Pflege suchen.
  • Conditioner: Reichhaltiger als Spülung, mit mehr Pflegeeigenschaften, die das Haar glätten und geschmeidig machen.
  • Haarkur: Diese intensiven Behandlungen versorgen das Haar tiefenwirksam mit Feuchtigkeit und Nährstoffen und werden meist einmal pro Woche angewendet.

...eine Kur oder Maske benutzt: Die solltet Ihr tatsächlich am besten direkt nach dem Shampoo auftragen. So kann ihre höhere Wirkstoff-Kombination tiefer in das Haar eindringen, BEVOR eine Spülung die Schuppenschicht wieder schließt. So könnt ihr spezifische Haarprobleme gezielter und intensiver bekämpfen - wir empfehlen 1x pro Woche.

Tabelle: Unterschiede zwischen Spülung, Conditioner und Haarkur

Produkt Eigenschaften Anwendung Geeignet für
Spülung Leicht, verbessert die Kämmbarkeit Nach jeder Haarwäsche Normale bis leicht trockene Haare
Conditioner Reichhaltiger, glättet und macht geschmeidig Nach jeder Haarwäsche Trockene und strapazierte Haare
Haarkur Intensive Pflege, spendet Feuchtigkeit und Nährstoffe Einmal pro Woche Sehr trockene, strapazierte und geschädigte Haare

Das Umstellen auf „Erst Conditioner, dann Shampoo“ mag ungewohnt klingen, aber für feines, schnell fettendes oder sprödes Haar kann es eine echte Verbesserung sein. Die Haarpflege wirkt leichter, frischer und glänzender - ganz ohne Rückstände.

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