Kaputte Haare durch Glätteisen: Was tun?

Haare glätten oder Locken drehen: Für viele gehört das Glätteisen fest zur täglichen Routine. Es ist ein unverzichtbares Beauty-Tool geworden, das fast jede zu Hause hat. In den vergangenen Jahren sind die Eisen technisch und haptisch immer ausgefeilter und damit immer besser geworden, die Auswahl ist riesig. Es gibt günstige Modelle für jeden Geldbeutel und Premium-Produkte, die mehrere hundert Euro kosten. Aber egal, ob mit hochpreisigem Luxus-Glätter oder einem Spontankauf aus dem Discounter: Glätten beansprucht die Haare. Die Hitze trocknet sie aus, sie können schlimmstenfalls brechen.

Experten empfehlen daher, die Haare nicht zu heiß zu glätten. Hohe Temperaturen schaden mehr als sie nützen. Wie heiß nicht zu heiß ist, hängt von der Beschaffenheit deiner Haare ab. Gesundes, dickes Haar verträgt mehr als geschädigtes oder dünnes Haar. Für alle gilt: Weil nasse Haare besonders empfindlich sind, sollten die Haare beim Glätten immer trocken sein.

Der richtige Hitzeschutz ist unerlässlich

Wer nicht mit den richtigen Pflegeprodukten gegensteuert, riskiert kaputte Strähnen statt einer glänzenden Mähne. Deshalb ist ein Hitzeschutz vor dem Glätten unerlässlich. Er verhindert, dass unsere Haare durch das Glätten oder Lockendrehen Schaden nehmen. Schnell aufgetragen sind Hitzeschutzsprays. Damit sich der Sprühnebel gleichmäßig verteilen kann, ist es am besten, ihn aus circa 30 Zentimeter Entfernung aufzusprühen und mit einem Kamm einzuarbeiten. Hitzeschutz gibt es aber auch als Serum, Fluid oder Creme. Die Produkte pflegen, nähren und schützen das Haar und sorgen für ein glänzendes Finish.

Die meisten Hitzeschutz-Produkte werden ins handtuchtrockene oder feuchte Haar gegeben und einmassiert. Es lohnt sich auf jeden Fall, die Anwendungshinweise zu lesen, damit das Produkt die beste Wirkung entfalten kann. Grundsätzlich gilt: Das Produkt sollte gleichmäßig im Haar verteilt werden. Denn erst, wenn alle Strähnen bedeckt sind, sind auch alle Strähnen geschützt. Wer zu einem fettigen Ansatz neigt, sollte an diesen Stellen etwas sparsamer sein. Bei der Auswahl des passenden Produkts für den jeweiligen Haartyp kann der Friseur behilflich sein.

Was tun, wenn die Haare bereits kaputt sind?

Sind die Haare aber erstmal kaputt, kann das schnell ein Teufelskreis werden: Denn die raue, struppige Oberfläche wird dann weiter mit dem Glätteisen bearbeitet, was die Haare noch mehr austrocknet. Mit der richtigen Pflege können wir versuchen, die Mähne wieder hochzupäppeln. Das beginnt beim Waschen: Schonend und nicht zu häufig lautet hier die Devise. Denn auch zu häufiges Haarewaschen trocknet die Haare aus. Unter der Dusche reicht es, das Haarshampoo am Ansatz sanft einzumassieren. Beim Ausspülen bekommen die Längen noch genug davon ab und werden so nicht zusätzlich strapaziert.

Auch das Shampoo will mit Bedacht gewählt sein. Ein Conditioner - auch hier gibt es mittlerweile eine Auswahl an festen Varianten - pflegt das Haar und schützt es. Nach dem Waschen ins feuchte Haar gegeben, versiegelt er die Schuppenschicht und schützt das Haar so vor äußeren Einflüssen. Anders als bei einer Kur reichen hier schon ein paar Minuten Einwirkzeit.

Für Eilige gibt es auch Leave-In-Produkte als Spray oder Creme, die nicht ausgespült werden müssen. Allein reicht ein Conditioner auf die Dauer aber nicht: Unser Haar verlangt regelmäßig nach einer pflegenden Kur. Ein- bis zweimal die Woche sollten wir uns daher die Zeit dafür nehmen und ihm eine reichhaltige Maske gönnen. Mit dem Föhn kurz angewärmt und unter einem Handtuchturban kann sie besonders gut wirken. Was viele nicht wissen: Für ein optimales Ergebnis kommt der Conditioner nicht vor der Kur, sondern danach ins Haar.

Mit all diesen Tipps können wir beanspruchtes Haar pflegen und reparieren. Trotzdem: Um den Besuch beim Friseur kommen wir von Zeit zu Zeit dennoch nicht herum - und sei es nur zum Spitzenschneiden.

Du willst gegen den Spliss ankämpfen, mehr Stärke in den Längen und überhaupt kräftigeres, glänzendes Haar? Fructis Schadenlöscher ist die Serie gegen geschädigtes Haar durch Glätteisen oder andere externe Einflüsse. Denn Schadenlöscher beinhaltet Protein und Öl-Amla-Extrakt, das selbst feinste Haarschäden aufspürt. Öl-Amla-Extrakt wird übrigens seit Jahrhunderten von indischen Frauen zum Glätten und Veredeln der Haaroberfläche benutzt. Protein und Öl-Amla-Extrakt dringen in die Haarfaser ein und füllen Risse auf. Die Haaroberfläche wird versiegelt und wird widerstandsfähiger.

Welche Schadenlöscher Produkte es gibt? Ein kräftigendes Aufbau-Shampoo, eine Spülung als kräftigende Ergänzung, eine auffüllende Creme-Kur, eine versiegelnde Creme-Kur, Wunder-Öl Hitzeschutz & Pflege und das Anti-Spliss-Serum „Spitzenheld“. All diese Produkte löschen Schäden aus einem Jahr in nur drei Anwendungen. Klingt verlockend, oder?

Die richtige Anwendung des Glätteisens

Wenn Du Deine Haare dann noch richtig glättest, strahlen sie zum Dank für Dich. Ohne Spliss. Wenn Du mit dem Glätteisen arbeitest, dann immer mit trockenen, sauberen Haaren. Also am besten vorher immer mit Produkten, die Feuchtigkeitswirkstoffe enthalten, waschen und spülen. Spülst Du alte Reste von Stylingprodukten nicht aus, verkleben sie das Haar. Und verklebte Haare will niemand. Sind die Haare nicht ganz trocken, sind sie nicht nur schlechter zu bearbeiten, sondern werden durch den entstehenden Dampf quasi „gekocht“. Das löst die haareigene Schutzschicht ab. Also besser sauber und trocken glätten.

Auch das richtige Glätteisen ist wichtig. Wähle eins, das zu Deiner Haarlänge passt. Bei schulterlangem Haar sollten die Heizplatten etwa 1 oder 1,5 Zoll breit sein. So kannst Du das Gerät besser kontrollieren und aufgrund des Gewichts leichter handhaben. Breitere Glätteisen sind für Frauen mit sehr langem Haar. Nimm immer nur so viele Haare, wie Du auch wirklich bearbeiten kannst. Und bearbeite dann nicht mit zu viel Hitze.

Manchmal können wir tun und lassen, was wir wollen - unsere Haare sind trotzdem spröde und brechen an den Spitzen ab. Gut, wenn wir regelmäßig auf Hitzestylings zurückgreifen, ist das auch kein Wunder, oder? Aber trotz Hitzeschutz und intensiver Pflege wird es einfach nicht besser.Grund dafür kann ein Glätteisen-Fehler sein, den die meisten von uns machen und gar nicht auf dem Schirm haben. Dabei geht es nicht um die Haare an sich, sondern um das Tool: Das sollte nämlich zwischendurch auch mal gereinigt werden.

Kaputte Haare: Deshalb solltest du dein Glätteisen regelmäßig reinigen

Spulen wir noch mal zum Hitzeschutz zurück: Das viele Zeug, das wir uns in die Haare sprühen - ob zum Stylen oder Schützen - kommt natürlich auch mit unserem Glätteisen in Berührung. Mehr als das: Es kann an den Platten hängen bleiben und sich dort ansammeln.

Das führt zwar erst mal nicht dazu, dass die Haare geschädigt werden, aber es bewirkt etwas anderes: Bleiben Produktreste am Glätteisen hängen, können sie dessen Funktion einschränken. Im Umkehrschluss bedeutet das, dass wir mit dem Hitzetool besonders oft über unsere Strähnen fahren und die dadurch mehr strapazieren, als wir mit einem sauberen, funktionierenden Glätteisen tun würden.

Deshalb sollten wir unserem Glätteisen so viel Liebe schenken wie anderen Elektro-Tools auch!

Glätteisen reinigen: So einfach geht's

Das Gute: Für die Reinigung brauchen wir weder viele Produkte noch viel Zeit. In der Regel reichen schon warmes Wasser und ein paar Baumwoll-Pads, bei einer Tiefenreinigung wird das Wasser einfach mit Isopropyl Alkohol ersetzt.

  1. Produktreste lassen sich besser entfernen, wenn die Platten erwärmt sind. Dafür das Glätteisen auf kleinster Stufe einschalten und erhitzen lassen.
  2. Danach das Glätteisen abschalten und den Stecker aus der Steckdose entfernen!
  3. Jetzt die Baumwoll-Pads in warmes Wasser tunken und vorsichtig über die Platten des Tools fahren. Achtung: Das Glätteisen ist noch heiß, nur das Pad sollte damit in Berührung kommen. Außerdem sollte nicht zu sehr über das Glätteisen gerubbelt werden, das könnte die Platten beschädigen.

Wer das Glätteisen ab und an benutzt, sollte es etwa einmal im Monat reinigen. Jene, die ihre Haare wirklich jeden Tag damit stylen, reinigen ihr Glätteisen am besten nach jeder Benutzung.

Welche Pflege für die Haare ist die richtige? | Die Ratgeber

6 häufige Fehler beim Haare glätten

Haare glätten ist das einfachste der Welt: Stecker rein, Temperatur einstellen und Strähne für Strähne durchs Eisen ziehen. Was kann man dabei schon groß falsch machen? Eine ganze Menge. Die häufigsten Fehler beim Glätten und wie Sie es besser machen, lesen Sie hier.

#1 Sie glätten zu schnell
Was ist wohl schonender fürs Haar: Die Strähne ganz langsam durchs heiße Eisen ziehen oder schnell und dafür öfter? Die erste Antwort ist richtig. Man könnte meinen, dass die Haare schneller verbrennen, wenn man Sie lange am Stück Hitze aussetzt. Tatsächlich werden die Haare durch kontrollierte Bewegungen und den langsamen Zug aber erst richtig glatt. Glätten Sie zu schnell übers Haar, kann es sich nicht umformen, und Sie müssen immer und immer wieder über die gleiche Strähne fahren, was sie am Ende viel mehr strapaziert. Bonus-Tipp: Wenn Sie vor dem Glätteisen einen feinen Kamm durchs Haar führen, werden diese noch glatter, weil sie ganz sauber nebeneinander und nicht übereinander durchs Eisen flutschen.

#2 Sie teilen zu dicke Strähnen ab
Ja, morgens muss es schnell gehen. Da ist es verlockend, breitere Strähnen durchs Eisen zu ziehen, um schneller fertig zu werden. Aber das Gegenteil ist der Fall: Teilen Sie die Haare zu dick ab, verteilt sich die Hitze zwischen den Wärmeplatten des Glätteisens nicht optimal in der Strähne, und sie wird nicht richtig glatt - egal, wie langsam Sie die Haare durchs Eisen ziehen. Sie sind schneller fertig, wenn Sie die Strähnen feiner abteilen. Und weil Sie dann seltener über die Strähnen fahren müssen, ist es auch schonender fürs Haar.

#3 Sie benutzen (das falsche) Öl vor dem Glätten
Haaröl vor dem Glätten aufzutragen, ist prinzipiell eine gute Idee. Aber nicht jedes Produkt bietet einen Hitzeschutz. Vorsicht gilt vor allem bei rein pflanzlichen Ölen. Wenn Sie Jojoba-, Kokos- oder Rizinusöl ins Haar geben und anschließend mit dem heißen Eisen über die Strähnen fahren, braten Sie Ihre Haare regelrecht. Viel besser: ein Öl auf Silikonbasis nutzen. Silikone sind nämlich viel besser als ihr Ruf. Sie legen sich wie ein schützender Film ums Haar und verhindern, dass Feuchtigkeit aus dem Inneren verdunstet - auch bei extremer Hitze eines Glätteisens.

#4 Sie stellen die Temperatur vom Glätteisen falsch ein
Viele Glätteisen lassen sich auf Temperaturen von bis zu 240 Grad hochstellen. Das sollten Sie niemals tun! Egal, wie dick und robust Ihr Haar ist, die ideale Stylingtemperatur liegt etwa bei 185 Grad. Die Einstellung genügt bei langsamen Bewegungen, um selbst sehr krause Haare zu glätten, ohne sie dabei übermäßig zu strapazieren. Noch niedrigere Temperaturen sind übrigens nicht besser. Wenn Sie das Glätteisen auf Sparflamme laufen lassen, ist der Glätt-Effekt nämlich nicht befriedigend, und Sie müssen mehrmals über die gleiche Haarsträhne ziehen. Das strapaziert das Haar unnötig und kann zu unschönen Knicken führen, wenn Sie das Gerät immer wieder neu ansetzen.

#5 Sie tragen Hitzeschutz nur einmal auf
Nach dem Waschen und vor dem Föhnen gehört ein Hitzeschutz ins Haar. Wenn Sie Ihr Haar nach dem Föhnen aber auch noch glätten, sollten Sie das Produkt erneut auftragen. Und das am besten Strähne für Strähne. Warum? Beim Föhnen verdampft ein Großteil des Produkts. Wenn Sie jetzt einfach darüberglätten, sind die Strähnen nicht mehr ausreichend versiegelt und Feuchtigkeit aus dem Inneren verdunstet. Übrigens: Wenn es beim Glätten mit Hitzeschutz dampft, ist das nicht die Feuchtigkeit aus dem Haar, sondern aus dem Hitzeschutzprodukt.

#6 Sie glätten feuchte Haare
Es knistert, wenn Sie sich die Haare glätten? Hören Sie sofort auf damit! Mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit ist das Haar in diesem Fall nach dem Waschen noch feucht und damit extrem empfindlich. Wird nassem Haar Hitze zugefügt, wird die ohnehin aufgeweichte Schuppenschicht stark beschädigt, und das Haar verliert aus dem Inneren übermäßig viel Feuchtigkeit. Die Folge: Haarbruch und Spliss.


Fehler beim Glätten Lösung
Zu schnelles Glätten Langsamere, kontrollierte Bewegungen
Zu dicke Strähnen Feinere Strähnen abteilen
Falsches Öl Öl auf Silikonbasis mit Hitzeschutz verwenden
Falsche Temperatur Ideale Temperatur von ca. 185 Grad einstellen
Hitzeschutz nur einmal auftragen Hitzeschutz vor und nach dem Föhnen erneut auftragen
Feuchte Haare glätten Haare müssen vollständig trocken sein

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