Das Blondieren der Haare ist ein beliebter Weg, um das Aussehen zu verändern. Viele Menschen entscheiden sich dafür, ihre Haare zu blondieren, um dem Schönheitsideal "Blondinen bevorzugt" zu entsprechen. Doch wie schädlich ist das Blondieren wirklich, und was kann man tun, um die Haare so gut wie möglich zu schonen?
Blondieren ist alles andere als Wellness für das Haar. Es ist auf jeden Fall nicht gesund. Blondierungscremes enthalten Wasserstoffperoxid, welches zytotoxisch wirkt, also potentiell Zell- und Gewebe schädigen kann. Das Bleichen greift deine Haare halt stark an. Da es die Struktur des Haares angreift kann es sein dass es danach rauer und strohiger wird. Die Haare trocknen dadurch auch aus und verändern auf Dauer ihre Struktur, so daß irgendwann nur noch Abschneiden hilft.
Grundsätzlich gilt: Je niedriger der Wasserstoffperoxidanteil im Blondierungsmittel ist und je länger der Blondierungsvorgang dauert, desto weniger wird das Haar geschädigt. Es gibt aber heute auch Bleichmittel die weniger aggressiv sind und man macht danach gleich eine starke Pflegeemulsion drauf. Darum darf man das Bleichmittel nicht zu lang drauf lassen.
Es ist wichtig zu verstehen, dass das Bleichen die Haare stark angreift, da es die Haarstruktur verändert. Dadurch können die Haare rauer und strohiger werden. Die Haare werden ultra empfindlich. Die Schuppenschicht ist offen und verletzlich.
Damit Haare heller werden können, ist eine Blondierung notwendig. So kann Dein Haar in kurzer Zeit um bis zu 9 Stufen aufgehellt werden, quasi von schwarz zu blond. Durch komplexe chemische Prozesse werden dem Haar die natürlichen Farbpigmente (Melanine) entzogen, damit die neue Haarfarbe farbecht und unverfälscht in das Innere des Haars einziehen kann. Im ersten Schritt wird dabei das Haar mithilfe einer alkalischen Lösung (pH-Wert zwischen 8,5 und 10) aufgequollen, um die Schuppenschicht, also die äußerste Schicht des Haares, aufzubrechen. Ab jetzt sind die Haare ultra empfindlich.
Das Bleichmittel Wasserstoffperoxid (H2O2) bzw. Zum Abschluss wird mit einer säurehaltigen Lösung die Schuppenschicht wieder geschlossen.
Hier sind einige Tipps, um die Haare beim Blondieren so gut wie möglich zu schonen:
Eine gute Möglichkeit, gefärbte Haare zu blondieren, ist, sich nach und nach immer mehr Strähnchen machen zu lassen. Wer sparen will und mehr Zeit hat, der kann die Haare auch in Etappen blondieren. Pro Blondierungsvorgang kann man das Haar um sieben Tonstufen aufhellen.
Nach dem Bad im Pool oder im Meer solltest du deine Haare nochmal gründlich mit klarem Wasser ausspülen. Nach einem Tag am Strand oder im Liegestuhl solltest du deiner Mähne nochmals einen Waschgang gönnen, um sie von jeglichen Rückständen zu befreien und ihnen eine Extraportion Pflege zu geben.
Die Haare nach der Wäsche am besten nicht mit einem Handtuch trockenrubbeln - das raut ihre Schuppenschicht auf. Besser: Mit einem grobzinkigen Kamm entwirren und lufttrocknen lassen.
Um leichte Strukturschäden und den dadurch bedingten Verlust von Protein auszugleichen, empfehlen wir Protein Booster, die Du in Deine reguläre Routine einbauen kannst. Durch die Schäden in Deiner Schuppenschicht sind Deine Haare sehr empfindlich und Wasser kann ungehindert eindringen.
Du kannst Deine Haare unterstützen, indem Du vor dem Waschen Deiner Haare ein sogenanntes Prepoo verwendest. So werden Deine Haare geschützt und verlieren nicht noch mehr Substanz.
Die Blondierung ist nicht die einzige Möglichkeit, Deine Haare aufzuhellen. Je dunkler Deine Naturhaarfarbe ist und je heller Du sie mit der Blondierung bekommen möchtest, umso stärker wird auch Deine Schuppenschicht angegriffen. Daher überlege Dir vorher, ob auch eine weniger starke Farbveränderung ausreicht, die Deinen Haaren ein neues Aussehen verleiht.
Tönungen und Pflanzenhaarfarben legen sich auf die Schuppenschicht, anstatt einzudringen. Daher sind sie um einiges schonender als eine Blondierung oder chemische Haarfarbe.
Natürliche Methoden zum Aufhellen der Haare:
Ökotest warnt vor Blondierungen! Aufheller sind Gift-Cocktails, die Ihre Haare zerstören.
Alle getesteten Produkte enthalten eine Mischung aus Wasserstoffperoxid und Persulfaten. Wasserstoffperoxid zerstört die natürlichen Farbpigmente des Haares . Persulfate verstärken diesen Effekt. In reiner Form ist Wasserstoffperoxid giftig.
Am schlimmsten ist p-Aminophenol. Im Chemikalienrecht ist das Mittel als CMR-Stoff eingestuft. Das bedeutet es ist „krebserregend, erbgutverändernd und fortpflanzungsgefährdend“.
Auch PEG oder PEG-Derivate werden häufig eingesetzt. Sie machen die Haut durchlässiger für Fremdstoffe. Bei Duftstoffen sehen die Tester rot, weil sie Allergien auslösen können.
Das Blondieren der Haare ist ein chemischer Prozess, der die Haarstruktur schädigen kann. Es ist wichtig, die Haare vor und nach dem Blondieren gut zu pflegen, um Schäden zu minimieren. Es gibt auch natürliche Alternativen zum Blondieren, die schonender für die Haare sind.
| Aspekt | Information |
|---|---|
| Schädlichkeit | Blondieren kann die Haarstruktur schädigen und zu Trockenheit und Brüchigkeit führen. |
| Schonende Methoden | Verwendung von Blondierungen mit niedrigem Wasserstoffperoxidanteil, Strähnchentechnik, Blondieren in Etappen. |
| Pflege nach dem Blondieren | Feuchtigkeitsspendende Haarkuren, Vermeidung von Hitze, Schutz vor Sonne und Chlorwasser. |
| Alternativen | Tönungen, Pflanzenhaarfarben, natürliche Aufhellungsmethoden (Zitronensaft, Kamillentee, Honig). |
| Risiken | Allergische Reaktionen, Kopfhautreizungen, mögliche krebserregende Stoffe in einigen Produkten. |
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