Haarentfernung zu Hause: Tipps und Hausmittel für glatte Beine

Ob Mann oder Frau, viele Menschen wünschen sich glatte, haarfreie Haut. Wo und ob man sich die Haare entfernen möchte, ist und bleibt reine Geschmacksache. Glücklicherweise gibt es zahlreiche Methoden zur Haarentfernung, die von kurzfristigen Lösungen bis hin zu langfristigen Ergebnissen reichen. Der technologische Fortschritt der letzten Jahre hat Geräte auf den Markt gebracht, die es ermöglichen, Haare dauerhaft direkt im Komfort des eigenen Zuhauses zu entfernen.

Hausmittel für eingewachsene Haare

Methoden zur Haarentfernung

Methoden zur Haarentfernung gibt es in jedem Fall reichlich. Hier sind einige der gängigsten Methoden, die Sie zu Hause anwenden können:

1. Rasieren

Das Rasieren ist die häufigste und sicher eine der beliebtesten Methoden, um lästige Haare zu entfernen. Rasierer verfügen über scharfe Klingen, die über die Haut gleiten und die Haare oberflächlich abtrennen, sodass die Haut danach glatt und haarfrei ist. In Kombination mit einem Rasiergel gleiten die Klingen sanft über die Haut und erzielen sowohl trocken, als auch nass unter der Dusche zuverlässige Ergebnisse. Klarer Nachteil des Rasierens ist der Umstand, dass die Haare nach circa ein bis drei Tagen bereits wieder nachwachsen. Wer dauerhaft glatte Haut haben möchte, muss immer wieder rasieren. Wichtig ist außerdem die Haut nach der Rasur gut zu pflegen, um einen Rasurbrand zu vermeiden.

2. Enthaarungscremes

Im Gegensatz zur gewöhnlichen Rasur haben praktische Enthaarungscremes eine chemische Basis. Solche Cremes funktionieren, indem die enthaltenen Wirkstoffe mit der Haut reagieren. Zuerst wird der natürliche Säureschutzmantel der Haut durchbrochen, um die Poren zu öffnen. Anschließend greift die enthaltene Natronlauge (Thioglykolsäure) die Proteinstruktur, Keratin genannt, die Haare an. Auf diese Weise lösen sich die Härchen auf und bleiben als gelartige Masse auf der Haut zurück. Klarer Vorteil von Enthaarungscreme ist, dass die Anwendung komplett schmerzfrei ist. Außerdem ist Methode besonders einfach und das Nachwachsen der Haare dauert etwas länger, als bei der Rasur, sodass Sie länger keine Haare entfernen müssen.

3. Wachsen (Waxing)

Die Haarentfernung mithilfe von Warm- oder Kaltwachs kostet zwar Überwindung, sorgt aber für zwei bis vier Wochen für geschmeidige Haut. Schmerzfrei ist die Methode sicher nicht, aber der Schmerz dauert nur so lang an, wie der Wachsstreifen abgezogen wird. Um erfolgreich Haare mit Wachs zu entfernen, müssen sie mindestens fünf Millimeter lang sein. Warmwachs soll für gründlichere Ergebnisse sorgen und wird daher von vielen Anwendern vorgezogen. Allerdings bedarf es dabei etwas mehr Vorbereitung, denn der Tiegel mit Wachs muss erst erwärmt werden. Wer das nicht in einem Wasserbad machen möchte, kann auch auf elektrische Erwärmer mit Warmwachs zurückgreifen, das spart einige Arbeitsschritte. Anschließend wird das Wachs in Haarwuchsrichtung aufgetragen, dann der beiliegenden Stoff- oder Plastikstreifen darübergelegt und angedrückt. Natürlich funktioniert dieser Prozess auch mit Kaltwachs, es kann nur passieren, dass nicht alle Haare zuverlässig entfernt werden, dafür entfällt das Erwärmen und Sie können praktische Kaltwachsstreifen direkt auf der Haut platzieren.

4. Sugaring

Die Haare mithilfe von Zuckerpaste zu entfernen, nennt sich Sugaring und ist eine natürliche und effektive Alternative zum Waxing. Anstelle von Kalt- oder Heißwachs wird eine klebrige Paste aus drei Inhaltsstoffen verwendet: Zucker, Zitronensaft und Wasser. Die Zuckerpaste soll die Haut geschmeidig machen und sie vor dem Austrocknen schützen. Wie Wachs können Sie die Zuckerpaste punktgenau aufgetragen und vom Gesicht über die Achseln und die Bikinizone bis hin zu Beinen verschiedene Bereiche enthaaren. Die Anwendung ähnelt dem Waxing, denn die Zuckermasse wird warm und gegen die Haar­wuchs­richtung auf Beine, Achseln, Intim­bereich oder auch im Gesicht aufgetragen. Unterschied ist allerdings, dass die Zuckerpaste sofort in Wuchs­richtung wieder abge­rupft wird. So lösen sich die Haare samt Wurzel. Sugaring soll schonender für die Haut sein als das Wachsen und sich somit auch für sensiblere Haut eignen.

5. Epilieren

Wie beim Waxing und Sugaring werden die Haare beim Epilieren auch direkt an der Wurzel entfernt. Beim Epilieren geschieht das allerdings mithilfe rotierender Minipinzetten, die in variabler Geschwindigkeit über die Haut gleiten. Damit die Pinzetten des Epilierers das Haar greifen können, sollte es zwischen zwei und fünf Millimetern lang sein. Die Behandlung ist nicht schmerzfrei und daher nicht für jeden geeignet. Klarer Vorteil ist aber, dass die Haare länger fern bleiben, weil sie direkt an der Wurzel entfernt werden.

6. IPL (Intense Pulsed Light)

IPL (Intense Pulsed Light) gehört zu den neueren Haarentfernungsmethoden und wird vor allem in Kosmetikstudios angeboten. Mittlerweile gibt es aber auch IPL-Geräte zur Selbstbehandlung für zuhause. Sie arbeiten mit Lichtblitzen, die das Haarwachstum am Körper beeinflussen sollen. Ein dünner Strahl aus konzentriertem Licht wird auf kleine Hautbereiche gerichtet, unter der Hautoberfläche wird das Licht von den Pigmenten der Haarfollikel absorbiert, sodass diese erwärmt werden. Die Methode eignet sich aber nicht für jeden, denn je größer der Kontrast zwischen Haut- und Haarfarbe, desto besser wirkt die Behandlung. So zeigen sich bei heller Haut und dunklen Haaren die besten Ergebnisse. IPL-Geräte sind effektiv, einfach zu bedienen und sparen langfristig Geld im Vergleich zu Salonbesuchen. Der Nachteil ist, dass diese Methode nicht für alle Hauttypen und Haartypen geeignet ist.

7. Laser-Haarentfernung

Auch die Haarentfernung mittels Laser verspricht dauerhafte Ergebnisse. Diese Behandlung konnte früher nur beim Spezialisten gemacht werden, mittlerweile gibt es etwa von Currentbody auch ein Gerät für zu Hause. Mithilfe eines Lasers wird die Haarwurzel zerstört, dabei gilt, je dunkler das Haar und je heller die Haut, desto besser funktioniert diese Methode. Für ein optimales Ergebnis sind in jedem Fall mehrere Termine nötig, daher ist die Methode eine der kostspieligeren. Im Schnitt können Kosten, je nach Körperpartie, von circa 100 bis 400 Euro pro Sitzung anfallen.

Natürliche Methoden zur Haarwachstumshemmung

Wenn Sie natürliche und pflegeleichte Methoden bevorzugen, gibt es einige Möglichkeiten, wie Sie das Haarwachstum allmählich einschränken können.* **Kurkuma:** Kurkuma ist bekannt für seine entzündungshemmenden und antibakteriellen Eigenschaften. Durch Mischen von Kurkuma mit etwas Milch entsteht eine Paste, die Sie auf die Haut auftragen können.* **Zucker und Zitrone:** Eine Mischung aus Zucker und Zitrone entfernt nicht nur abgestorbene Hautzellen, sondern schwächt auch die Haare.

Vorbeugung von eingewachsenen Haaren

Was sind eingewachsene Haare? Es handelt sich um Haare, die nicht durch die Hautbarriere gedrungen sind und stattdessen unter der Haut weiterwachsen.

Ursachen für eingewachsene Haare

* **Rasur:** Beim Rasieren wird das Haar abgeschnitten, wodurch am Ende des Haars eine scharfe Kante entsteht. Diese kann zu kleinsten Verletzungen der Haut führen, das Haar durchstößt die Oberfläche und wächst so nach innen.* **Epilieren oder Waxen:** Beim Entfernen der gesamten Haarwurzel passiert es mitunter, dass das nachkommende Haar nicht gerade aus dem Haarkanal herauswächst. Wenn die neue Wurzel schief liegt, wächst das Haar unter der Haut weiter.* **Verstopfter Haarkanal:** Auch abgestorbene Hautzellen und Talg können die Öffnung für das Haar verschließen.

Tipps zur Vorbeugung

* **Regelmäßige Peelings:** Regelmäßige Peelings beseitigen überschüssige Hautschuppen und erleichtern den Haaren das Durchdringen der Haut. Es eignet sich zum Beispiel ein natürliches Kokos-Peeling: Jeweils 1 Esslöffel Zucker und Kokosöl verrühren - und schon ist das Peeling fertig! Einfach die Haut einreiben, 15 Minuten einwirken lassen und danach mit warmem Wasser abwaschen.1* **Warmes Bad oder Dusche:** Vor der Haarentfernung empfiehlt sich ein warmes Bad oder eine Dusche, um die Poren zu weiten.* **Rasierschaum oder -gel:** Rasieren Sie immer in Haarwuchsrichtung und verwenden Sie bei der Rasur einen pflegenden Schaum. Die Hautreizung ist dadurch geringer und es entstehen seltener kleine Verletzungen oder Entzündungen.* **Regelmäßiger Klingenwechsel:** Auch das regelmäßige Wechseln von Rasierklingen verhindert das Risiko für Reizungen.* **Feuchtigkeitspflege:** Nach der Haarentfernung sollte die Haut eingecremt werden, damit sie geschmeidig bleibt und nicht austrocknet.* **Apfelessig:** Als Hausmittel gegen Rasurbrand (Rötungen und Reizungen der Haut), kleine Pickelchen und eingewachsene Haare soll Apfelessig helfen, weil er eine keimtötende Wirkung hat.

Was tun bei eingewachsenen Haaren?

Idealerweise gehen Sie für die fachkundige Entfernung zu einem Hautarzt (Dermatologen). In einem Kosmetikstudio können Sie sich ebenfalls folgender Behandlung unterziehen: Mit sterilem Werkzeug (Nadel und/oder Pinzette) wird die Haut an einer kleinen Stelle geöffnet und das Haarende an die Oberfläche geholt.

Rasurbrand vermeiden

Rasurbrand kann generell überall dort auftreten, wo rasiert wird. Besonders anfällig dafür ist aber die Haut im Intimbereich. Denn sie ist besonders zart und empfindlich.

Wie kann man Rasurbrand vorbeugen?

* **Baden oder Duschen:** Generell gelingt eine Rasur nach dem Baden oder Duschen besser. Das warme Wasser macht die Haare weicher, sodass sie sich einfacher abrasieren lassen.* **Scharfe Klingen:** Darüber hinaus sind scharfe Klingen von Vorteil. Bei stumpfen Klingen braucht man mehrere Züge, um die Haare zu entfernen. Das kann die Haut zusätzlich reizen.* **Rasurtechnik:** Gut ist es, in die Wuchsrichtung der Haare zu rasieren, ohne dabei fest aufzudrücken.* **Hygiene:** Das A und O, um Hautausschlag nach der Rasur zu vermeiden, ist vor allem Sauberkeit. Das gilt nicht nur für die Haut selbst, sondern auch für die verwendeten Rasierklingen und Handtücher.* **Schonende Kleidung:** Gut geeignet sind weiche Stoffe wie Baumwolle, Leinen oder Seide.

Erste Hilfe bei Rasurbrand

* **Kühlen:** Haut, die nach der Rasur brennt und gerötet ist, kann man am einfachsten mithilfe von kaltem Wasser oder kalten Umschlägen kühlen. Das lindert Rötungen und Juckreiz. Ein beliebtes Hausmittel bei Rasurbrand ist auch Quark, den man dünn auf die betroffenen Hautstellen aufträgt. Das funktioniert auch im Intimbereich.* **Rasierpause:** Auch wenn es schwerfällt, ist manchmal eine Rasierpause angebracht.* **Spezielle Pflege:** Mitunter kann es sinnvoll sein, die gereizte Haut mit einer speziellen Pflege wieder zu beruhigen, zum Beispiel mit einer Wund- und Heilsalbe.

Erdbeerbeine (Strawberry Legs)

Erdbeerbeine, auch bekannt als "Strawberry Legs", sind kleine dunkle Punkte auf der Haut, die nach der Rasur auftreten können. Sie entstehen durch verstopfte oder entzündete Haarfollikel, wobei Haarreste oder Talg in den Poren sichtbar bleiben.

Tipps zur Vermeidung von Erdbeerbeinen

* **Hochwertige Rasierer:** Verwende zunächst nur noch hochwertige Rasierer mit ausschließlich sauberen und scharfen Klingen, idealerweise einen Rasierer mit fünf Klingen.* **Vor dem Rasieren einweichen:** Wer lieber rasiert, sollte vor der Rasur die Beine für ungefähr fünf bis zehn Minuten "einweichen", zum Beispiel bei einem Bad.* **Regelmäßige Peelings:** Peelings straffen die Epidermis, regen die Durchblutung an, entfernen Mitesser und zaubern streichelglatte Haut.

DIY-Peelings gegen Erdbeerbeine

* **Rohrzucker-Peeling:** Mische zwei Löffel Rohrzucker (25 g) mit vier Löffeln Olivenöl und trage die Mischung mit sanften kreisförmigen Bewegungen auf deine Beine auf. Lass das Peeling ca. fünf Minuten einwirken und spüle es anschließend mit lauwarmem Wasser ab.* **Kaffeesatz-Peeling:** Mische dazu sechs Löffel Kaffeesatz mit vier Löffeln Kokosöl und trage es wie oben beschrieben auf.* **Zitronensaft-Peeling:** Vermische etwas Zitronensaft mit drei Esslöffeln Zucker und drei Esslöffeln Olivenöl zu einer Paste.* **Tomaten-Peeling:** Schäle eine reife Tomate und gebe zum Fruchtfleisch einen Teelöffel Salz hinzu. Massiere diese Paste mit kreisenden und sanften Bewegungen in die Haut ein.
Mit diesen Tipps und Methoden können Sie unerwünschte Beinhaare effektiv und schonend zu Hause entfernen und gleichzeitig Hautirritationen minimieren. Experimentieren Sie, beobachten Sie die Reaktionen Ihres Körpers und wählen Sie einen Weg, der Ihnen nicht nur glatte Haut, sondern auch ein gutes Gefühl bei der Selbstpflege bietet.
Methode Vorteile Nachteile Dauer des Ergebnisses Kosten
Rasieren Schnell, einfach, schmerzfrei Kurzfristig, kann zu Rasurbrand führen 1-3 Tage Gering
Enthaarungscremes Schmerzfrei, einfach anzuwenden Chemische Inhaltsstoffe, Geruch Etwas länger als Rasieren Mittel
Wachsen Länger anhaltend, Haare werden feiner Schmerzhaft, erfordert Übung 2-4 Wochen Mittel bis Hoch (je nach Salon)
Sugaring Natürlich, schonender als Wachsen Erfordert etwas Übung 2-4 Wochen Mittel bis Hoch (je nach Salon)
Epilieren Länger anhaltend, Haare werden feiner Schmerzhaft, kann zu eingewachsenen Haaren führen 2-4 Wochen Mittel (Gerät)
IPL Langfristige Reduktion des Haarwachstums Nicht für alle Haut- und Haartypen geeignet, teuer in der Anschaffung Langfristig Hoch (Gerät oder Salon)
Laser Dauerhafte Haarentfernung Teuer, mehrere Sitzungen erforderlich, Nebenwirkungen möglich Dauerhaft Sehr Hoch (Salon)

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