Die richtige Haarpflege beginnt mit der richtigen Bürste. Aber ist es wirklich eine gute Idee, die Haarbürste mit unter die Dusche zu nehmen? Dieser Frage wollen wir hier auf den Grund gehen und die Vor- und Nachteile beleuchten.
Die Kopfhaut-Massagebürste ist eine einfache, aber geniale Accessoire-Entdeckung, die schnell zu deinem besten Pflegefreund werden kann. Sie sieht ein bisschen aus wie eine gewöhnliche Haarbürste, aber ihre speziellen flexiblen Borsten sind so konzipiert, dass sie die Kopfhaut massieren und nicht durch das Haar kämmen. Hier sind einige der Vorteile:
Viele Kopfhaut-Massagebürsten kannst du sowohl in nassem als auch in trockenem Haar benutzen. Sie helfen Shampoo gleichmäßig zu verteilen und unterstützen somit die Haarpflege - deswegen werden sie oft auch Shampoo-Bürste genannt.
Ein pflegendes Serum oder ein nährendes Öl können mit der 2-in-1-Massagebürste spielend einfach eingearbeitet werden. Die Flüssigkeit füllst du vorab oben in die Bürste ein. Während der Kopfmassage werden die pflegenden Substanzen auf Knopfdruck durch die hohlen Borsten direkt an die Haut abgegeben und gleichzeitig wohltuend einmassiert. Die Kopfhaut-Massagebürste aus Silikon, ABS und Edelstahl ist wasserdicht und kann bei nassem und trockenem Haar benutzt werden.
Es gibt auch elektrische Kopfhaut-Massagebürste für nasses und trockenes Haar. Das wasserdichte Gerät verfügt über drei Massagemodi, die angenehm sanft die Durchblutung anregen und Schuppen entfernen. Selbstverständlich kannst du damit auch an anderen Stellen tätig werden und beispielsweise verspannte Waden oder Schultern wieder lockern.
Hier sind einige Beispiele für Massagebürsten:
Die Anwendung ist denkbar einfach. Die ergonomisch geformten Bürsten werden einfach aufgesetzt und du massierst mit so viel Druck, wie es für dich angenehm ist. Du kannst auch in kleinen, kreisenden Bewegungen massieren. Trockenes Haar kannst du einfach wie gewohnt bürsten. Nach der Massage reinigst du die Haarbürste mit warmem Wasser und ein bisschen Seife oder Shampoo - so verhinderst du, dass sich Keime oder Bakterien daran festsetzen, die deine Kopfhaut bei der nächsten Benutzung reizen könnten.
Das Kämmen von (klatsch-)nassen Haaren kann schaden. Direkt nach dem Waschen ist das Haar besonders empfindlich. Wasser öffnet die äußere Schuppenschicht, die sogenannte Cuticula. Dadurch verliert das Haar an Stabilität - jede mechanische Belastung kann zu Haarbruch und Spliss führen. Aus diesem Grund sollte man übrigens auch nicht mit nassen Haaren schlafen gehen. Denn die Reibung beim nächtlichen Hin- und Herdrehen lässt feuchtes Haar schneller brechen.
Bei Rötungen oder Schwellungen der Haut sind Sie am besten vorsichtig. Außerdem sollten Sie niemals über Muttermale, Warzen, Hautkrebs oder nicht abgeklärte Hauterhebungen bürsten. Während der Anwendung könnten Sie die empfindlichen Stellen reizen. Tabu ist eine Trockenbürste auch bei Akne, allen entzündlichen Hautkrankheiten und Verletzungen auf der Haut wie Schnitten, Kratzern, Wunden oder einem Sonnenbrand. Verzichten Sie auf eine harte Bürste in empfindlichen Regionen, wie dem Gesicht. Bei Kindern verwenden Sie am besten eine Bürste mit sehr weichen Borsten oder auch nur einen Waschhandschuh. Das Trockenbürsten bietet auch den Jüngsten ein wohliges Gefühl der Entspannung.
Sparen Sie auch Krampfadern aus. Bei Einschlafproblemen oder großer Nervosität ist es ratsam, wegen der anregenden Wirkung auf abendliches Trockenbürsten zu verzichten.
Haar ist nicht gleich Haar und Bürste ist nicht gleich Bürste. Deshalb sollten Sie beim Kauf einer Bürste zunächst auf die Struktur Ihrer Haare schauen.
Feine Haare sind oft sehr empfindlich. Deshalb ist es wichtig, sanft mit ihnen umzugehen - auch beim Kämmen. Am besten eignen sich hier Borsten, die weich und flexibel sind und möglichst weit auseinanderliegen. Feine Haare profitieren außerdem von Haarbürsten mit natürlichen, beispielsweise Wildschweinborsten.
Dicke Haare brauchen eine Haarbürste, die ihnen standhalten kann. Das A und O sind auch hier wieder die Borsten. Sie sollten stabil sein und sich möglichst nicht biegen. Demnach eignen sich hier Kunststoffborsten am besten.
Trockene Haare können Naturborsten Wunder wirken. Sie schenken erstens Glanz und verteilen zweitens - was noch wichtiger ist - das Sebum, also das ölige Sekret, das von den Talgdrüsen auf unserer Kopfhaut produziert wird - in den Längen des Haares und sorgen so für eine durchfeuchtete Struktur.
Lockige Haare sind tatsächlich eine spezielle (wunderbar schöne) Herausforderung. Viele empfehlen, lockige Haare nie mit einer Haarbürste, sondern nur mit den Fingern, maximal mit einem Kamm, durchzukämmen. Möchte man doch auf eine Haarbürste zurückgreifen, sollten die Borsten hier möglichst weit auseinanderliegen. Die beste Empfehlung wäre hier also eine sogenannte Skelettbürste mit starren Borsten. Locken sollten Sie übrigens stets nur im nassen Zustand kämmen.
Hier ist eine Tabelle, die Ihnen bei der Auswahl der richtigen Bürste helfen kann:
| Haartyp | Empfohlene Bürsten |
|---|---|
| Fein | Weiche, flexible Borsten, Wildschweinborsten |
| Dick | Stabile Kunststoffborsten |
| Trocken | Naturborsten |
| Lockig | Skelettbürste mit starren Borsten |
Wie bereits erwähnt, nimmt eine Haarbürste einiges an Schmutz aus Ihren Haaren mit. Ob das Reste von Haarspray, Haargel und Co. sind oder einfach die körpereigenen Fette oder auch Schuppen - schnell sieht eine Haarbürste schmutzig aus. Deshalb ist eine regelmäßige Reinigung wichtig.
Legen Sie Ihre Haarbürste oder den Kamm einfach mit ein wenig Shampoo in ein warmes Wasserbad. Wer es noch gründlicher haben möchte, fährt mit den Fingern und einer Portion Shampoo zwischen den Borsten entlang. Weichen Sie die Beauty-Tools für ca. zwei Stunden ein (Borsten zeigen dabei nach unten) und spülen Sie sie anschließend gründlich ab.
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