Die richtige Haarbürste finden: Ein umfassender Test

Bürsten und Kämme gibt es in den verschiedensten Ausführungen: Rundbürste, Stielkamm oder Paddelbrush? Welche Haarbürste zu Ihnen passt, ist nicht nur eine Frage persönlicher Vorlieben, sondern auch des Haartyps. Angesichts der großen Auswahl ist es jedoch nicht immer einfach, den Überblick zu behalten.

Die Qual der Wahl: Welche Bürste für welchen Haartyp?

Es gibt eine Vielzahl von Haarbürsten, die jeweils für unterschiedliche Haartypen und Styling-Ziele geeignet sind. Hier ein Überblick, um Ihnen die Entscheidung zu erleichtern:

  • Paddelbürste: Ideal für langes, eher dickes Haar. Durch die breite Fläche lassen sich Haare mit wenigen Bürstenstrichen entwirren und einfach glatt föhnen.
  • Ovale Holzhaarbürste: Eignet sich optimal für mittellange Haare mit normaler Haarstruktur.
  • Detangler-Bürsten: Ihr Geheimnis: Unterschiedlich lange Borsten aus biegsamen Synthetik-Material verhindern, dass sich Knoten beim Kämmen weiter festziehen. Kein Ziepen mehr beim Bürsten - das versprechen spezielle Detangler-Bürsten.
  • Skelettbürste: Mithilfe einer Skelettbürste können Sie die Ansätze kurzer Haare beim Föhnen anheben und so mehr Volumen in feines Haar bringen. Ihren Namen verdankt die Skelettbürste übrigens den Öffnungen im Rücken.
  • Rundbürsten: Rundbürsten sind perfekt fürs Hitzestyling. Ihr Durchmesser entscheidet dabei über den Effekt: Kleine Bürsten zaubern Wellen, große Modelle viel Volumen.
  • Grobzinkiger Kamm: Bei Locken ist ein grobzinkiger Kamm die richtige Wahl. Während Bürsten lockige Haare aufbauschen können und kraus werden lassen, entwirrt der Kamm die Strähnen schonend.
  • Toupierkamm/Toupierbürste: Beim Toupieren werden einzelne Strähnen ansatznah gegen die Wuchsrichtung gekämmt und so bewusst verfilzt. Das Styling verleiht Volumen und klappt am besten mit einem speziellen Toupierkamm, dessen Zinken besonders eng beieinander stehen. Schonender fürs Haar ist eine Toupierbürste mit Naturborsten. Zudem beschleunigt die doppelte Borstenreihe das Volumen-Styling.

Verschiedene Haarbürsten für unterschiedliche Haartypen

Naturborsten oder Kunststoffborsten?

Bürsten mit Naturborsten wie Wildschweinborsten gelten als besonders haarschonend. Der Grund: Sie haben eine ähnliche Oberflächenstruktur wie unsere Haare, rauen die Schuppenschicht nicht auf und bringen Glanz ins Haar. Aber: Auch wenn es oft behauptet wird, Naturborsten sind nicht grundsätzlich die optimale Wahl.

Wer z. B. eine fettige Kopfhaut hat, sollte keine Bürste mit Naturborsten verwenden, da diese den Talg von der Kopfhaut in den Längen verteilt und die Haare strähnig wirken lässt. Außerdem schaffen es die weichen Borsten nicht so gut, lange Haare zu entwirren.

Qualitätsmerkmale einer guten Haarbürste

Welche Haarbürste geeignet und qualitativ hochwertig ist, können Sie mithilfe eines einfachen Tests herausfinden: indem Sie mit den Borsten mehrfach über den Handrücken fahren. Piekst oder kratzt es dabei, ist die Bürste auch für Haare und Kopfhaut nicht die richtige. Vor allem bei Kunststoffborsten ist es wichtig, auf die Qualität zu achten. Denn schlecht verarbeitete Modelle können scharfe Kanten haben, die sowohl Haar als auch Kopfhaut schädigen.

Für Kämme gilt Ähnliches: Die Zinken sollten abgerundet enden, um die Kopfhaut zu schonen. Scharfkantige Pressnähte hingegen sind Zeichen für eine schlechte Verarbeitung. Sie können an der Kopfhaut kratzen und die Haare beschädigen.

Die Besonderheit der Metallborstenbürste

Die Haarbürste mit Metallborsten und Keramiknoppen ist ebenfalls ein Allrounder. Sie ist sanft zur Kopfhaut, das Keramik verhindert die elektrostatische Aufladung und kann beim Föhnen die Wärme gleichmäßig verteilen.

Bei fettiger Kopfhaut wird nicht viel Talg abgelöst, so kann sie die Längen nicht einfetten. Beim Kauf einer solchen Bürste solltet ihr darauf achten, ein gut verarbeitetes Modell zu wählen, denn einige verlieren schnell die Keramik-Noppen und greifen dann mit den ungeschützten Metallborsten die Kopfhaut an.

Tipps für die richtige Anwendung

Damit Ihre Haare gesund und glänzend bleiben, ist nicht nur die Wahl und optimale Anwendung der Bürste entscheidend.

  • Vorab Sprühkur auftragen: Verwenden Sie vor jedem Bürsten oder Kämmen eine auf Ihre Haarstruktur abgestimmte Sprühkur. Der feine Pflegenebel glättet die Haaroberfläche, wodurch die Entwirr-Tools einfacher durch die Haare gleiten.
  • Zuerst die Spitzen bürsten: Ganz egal, für welche Haarbürste Sie sich entscheiden, wichtig ist, dass Sie beim Entwirren längerer Haare immer mit den Spitzen beginnen - anderenfalls ziehen sich eventuelle Knoten nach unten hin weiter fest und das Bürsten fällt schwerer.
  • Vor dem Waschen entwirren: Bevor Sie Ihre Haare waschen, empfiehlt es sich, sie gründlich zu bürsten. So vermeiden Sie, dass sich eventuelle Knoten durch die Bewegungen beim Shampoonieren verstärken.
  • Am besten nur trockene Haare bürsten: Nasses Haar ist dehnbarer und kann durch die Zugbewegung beim Bürsten leicht brechen. Wenn möglich, sollten Sie die Haare nach dem Waschen deshalb nur mit den Fingern oder einem grobzinkigen Kamm entwirren - und erst im trocknen Zustand richtig bürsten.
  • Bürste regelmäßig reinigen: In einer Haarbürste sammeln sich Haare, Staubpartikel und Rückstände von Stylingprodukten - das alles könnte die Kopfhaut aus dem Gleichgewicht bringen.

Regelmäßige Reinigung der Haarbürste ist wichtig

Extensions-Bürsten im Vergleich

Für Trägerinnen von Haarverlängerungen gibt es spezielle Bürsten, die die Verbindungsstellen schonen. Hier ein kleiner Vergleich:

Modell Material Borsten Material Stiel Haarschonend Einfache Reinigung
Termix Extensions-Bürste Nylon, Eberborsten Holz besonders haarschonend sehr einfache Reinigung
Scalpmaster SC9139 Kunststoff Kunststoff besonders haarschonend besonders einfache Reinigung
Milleniumhair Paddle Langhaar-Bürste Nylon, Eberborsten Holz besonders haarschonend besonders einfache Reinigung
Standelli Extensions-Bürste Nylon, Eberborsten Kunststoff sehr haarschonend besonders einfache Reinigung
Hairdreams Extensions-Bürste Naturfaser, Synthetik Kunststoff sehr haarschonend besonders einfache Reinigung

Weitere Tipps und Tricks

  • Bürsten regt die Durchblutung der Kopfhaut an und sorgt für natürlichen Glanz im Haar. 100 Bürstenstriche am Tag wären aber zu viel.
  • Das Trocknen mit Föhn geht schnell und ist einfach. Allerdings kann die heiße Luft den Haaren auch schaden.

Haarbürsten test - Welche Haarbürsten ist die beste? Vergleich Tangle Teezer Rundbürste

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