Die perfekte Haarbürste für dickes, welliges Haar: Ein umfassender Test

Lockige Haare sind etwas wirklich Schönes, aber auch anspruchsvoll. Einfach nur waschen, bürsten, föhnen reicht hier meist nicht. Neben dem richtigen Shampoo und Co. gilt es, auch die perfekte Bürste zu finden - eine spezielle Lockenbürste ist demnach unersetzlich. Sie ist der entscheidende Faktor für gesundes, glänzendes und definiertes Haar, ohne Frizz oder Haarbruch zu verursachen.

Lockiges Haar hat eine besondere Struktur: Es ist oft trockener, neigt zu Frizz und ist empfindlicher gegenüber mechanischen Einflüssen. Die falsche Bürste kann Locken aufrauen, Haarbruch verursachen und die natürliche Form zerstören. Daher ist die Wahl der richtigen Bürste entscheidend, um die natürliche Schönheit der Locken zu fördern und zu erhalten.

Brauche ich wirklich eine spezielle Lockenbürste?

Aber woher wissen wir eigentlich, ob wir eine spezielle Lockenbürste wirklich brauchen? Klar, manche Haare sind offensichtlich gelockt, andere wiederum entfalten ihre Sprungkraft erst, wenn sie richtig gepflegt und gestylt werden. Beziehungsweise: die falsche Pflege verhindert, dass lockige oder krause Haare definiert werden - besonders, wenn sie oft geglättet, geföhnt oder mit Stylingprodukten verändert werden.

In jedem Fall ist klar: Lockiges Haar ist nicht gleich lockiges Haar. Es gibt verschiedene Typen und Muster, die unterschiedlich gepflegt werden müssen. Eine bewährte Methode zur Bestimmung des Haartyps ist, das Haar ohne Stylingprodukte zu reinigen.

So bestimmen Sie Ihren Haartyp

Waschen Sie Ihr Haar mit einem milden, sulfatfreien Shampoo und verwenden Sie einen leichten Conditioner. Verzichten Sie auf Leave-in-Produkte, Öle oder Hitzestyling. Es gibt verschiedene Wege, um Ihren Haartyp zu analysieren:

  • Fühlen Sie Ihre Haarstruktur: Glattes Haar fühlt sich oft weich und gleichmäßig an, während lockiges oder krauses Haar unregelmäßige Texturen und mehr Volumen aufweist.
  • Rollen Sie eine Haarsträhne zwischen den Fingern: Glattes Haar wird glatt und gleichmäßig durch Ihre Finger gleiten, während lockiges oder krauses Haar mehr Widerstand bietet.
  • Verwenden Sie einen Haargummi: Drehen Sie ihn um eine Strähne Ihres Haares. Wenn es sich problemlos und ohne Widerstand dehnt, ist Ihr Haar glatt oder wellig. Wenn es schwer zu dehnen ist oder widerstandsfähiger erscheint, handelt es sich möglicherweise um lockiges oder krauses Haar.
  • Betrachten Sie Ihre Haare: Oft können Sie bereits durch bloßes Betrachten Ihrer Haare vieles herausfinden.

Verschiedene Haartypen (Quelle: curlyhair.com)

Die "Plopping"-Technik

Zu guter Letzt wollen wir aber auch über die virale »Plopping«-Technik berichten. Angeblich ist es die perfekte Methode, um das volle Potenzial Ihrer Locken oder Wellen zu entdecken. Dafür waschen Sie Ihr Haar wie gewohnt. Tragen Sie anschließend eine Lockencreme oder ein leichtes Stylinggel auf. Danach wickeln Sie Ihr Haar in ein Baumwoll-T-Shirt oder ein Mikrofaserhandtuch ein („Plopping“-Technik). Abschließend lassen Sie Ihr Haar 20 bis 30 Minuten ruhen und öffnen Sie das Handtuch erst danach. Bilden sich definierte Locken oder Wellen, deutet dies auf eine natürliche Textur hin. Bleibt das Haar weitgehend glatt, weist es vermutlich keine ausgeprägte Lockenstruktur auf.

Was unterscheidet eine Lockenbürste von einer normalen Bürste?

Eine Lockenbürste unterscheidet sich in mehreren Aspekten von einer normalen Bürste und ist speziell dafür entwickelt, die natürlichen Locken zu fördern und zu definieren. Sie wurde mit dem Ziel entworfen, das Haar auf schonende Weise zu entwirren, während sie gleichzeitig die Struktur von Locken unterstützt und deren Definition bewahrt. Der wichtigste Unterschied liegt in der Form und den Borsten.

Eine Lockenbürste hat häufig entweder einen breiten Zinkenabstand oder eine spezielle Form, die dazu beiträgt, die Locken zu trennen und zu definieren, ohne sie zu entwirren und somit ihre natürliche Textur zu zerstören. Zudem sind Lockenbürsten oft mit speziellen Funktionen ausgestattet, die das Styling erleichtern, wie zum Beispiel flexible Borsten, die sich den natürlichen Wellen und Locken anpassen, oder spezielle Materialien, die das Haar vor statischer Aufladung und Frizz schützen.

Zusätzlich wird beim Gebrauch einer Lockenbürste ein sanfterer Druck ausgeübt, da sie in der Regel so konzipiert ist, dass sie die Locken in ihrer natürlichen Form unterstützt. Dies verhindert, dass das Haar unnötig strapaziert oder beschädigt wird. Insgesamt lässt sich sagen, dass eine Lockenbürste die natürliche Schönheit von Locken fördert, indem sie diese schützt und gleichzeitig die Struktur definiert.

Worauf Sie beim Kauf einer Lockenbürste achten sollten

Beim Kauf einer Lockenbürste gibt es einige wesentliche Merkmale, auf die Sie achten sollten, um die beste Pflege für Ihre Locken zu gewährleisten und deren Struktur zu erhalten. Ein wichtiger Aspekt ist das Borstenmaterial. Naturborsten wie etwa Wildschweinborsten sind zwar ideal, um die natürlichen Öle der Kopfhaut gleichmäßig zu verteilen, doch bei dichten Locken können sie das Haar aufplustern, was die natürliche Form beeinträchtigen kann. Zudem verhindern sie oft eine gleichmäßige Verteilung von Pflegeprodukten wie Conditioner oder Leave-in-Produkten, die bei lockigem Haar besonders wichtig sind.

Nylonborsten hingegen sind flexibel, sanft und eignen sich gut für das Entwirren im nassen Zustand, ohne die Locken zu strapazieren. Die Bürstenform spielt ebenfalls eine entscheidende Rolle bei der Auswahl. Eine Detangler-Bürste, die speziell für das sanfte Entwirren von nassem Haar entwickelt wurde, ist besonders nützlich, wenn Sie Ihr Haar schonend entwirren möchten. Eine Paddle Brush (Flachbürste) ist hingegen weniger geeignet für Locken, da sie die Lockenstruktur aufbrechen kann, was zu einer weniger definierten Form führt. Rundbürsten sind eher für das Styling von Locken gedacht und weniger für das Entwirren.

Die Flexibilität der Borsten ist ebenfalls ein wichtiger Faktor. Zu harte oder starre Borsten können das Haar schädigen und zu Haarbruch führen. Flexible Borsten hingegen passen sich der natürlichen Struktur des Haares an und schonen so die Locken.

Empfehlungen je nach Haartyp

Je nach Haartyp empfiehlt es sich, eine bestimmte Art von Lockenbürste zu wählen. Für leichte Wellen (Haartyp 2A bis 2C) ist eine Bürste mit weichen Nylonborsten oder ein breitzinkiger Kamm ideal. Diese helfen dabei, die Wellen zu definieren, ohne das Haar zu strapazieren. Für definierte Locken (Haartyp 3A bis 3C) eignet sich besonders unser Testsieger Rekgo oder auch die designgleiche D3 Bürste von Denman. Beiden Bürsten gelingt es, die Locken zu definieren und sanft zu entwirren.

Wie wird eine Lockenbürste richtig angewendet?

Nun, da wir alle wichtigen Infos zur Lockenbürste und den diversen Haarstrukturen geklärt haben, kommen wir zum letzten, wichtigen Aspekt: Wie genau wird eine Lockenbürste angewendet.

  1. Teilen Sie Ihr Haar in Abschnitte (je nach Haardichte vier bis sechs Abschnitte), um es leichter zu entwirren.
  2. Verwenden Sie eine Lockenbürste mit breiten, flexiblen Borsten. Eine Alternative ist ein grobzinkiger Kamm, wenn Sie extrem empfindliches Haar haben.
  3. Beginnen Sie immer von den Spitzen und arbeiten Sie sich langsam nach oben zur Kopfhaut. Halten Sie das Haar nahe an der Kopfhaut fest, um Ziehen und Haarbruch zu minimieren.
  4. Seien Sie sanft und geduldig - vermeiden Sie ruckartiges Ziehen. Falls Sie auf größere Knoten stoßen, entwirren Sie diese mit den Fingern oder tragen Sie mehr Conditioner auf. Vermeiden Sie das Zerren an hartnäckigen Knoten.
  5. Lassen Sie das Haar nach dem Bürsten entweder lufttrocknen oder stylen Sie es nach Wunsch weiter.

Alternativ können Sie auch folgende Methode anwenden:

  1. Tragen Sie nach der Haarwäsche einen Leave-in-Conditioner oder eine Lockencreme auf.
  2. Teilen Sie Ihre Haare in Abschnitte auf. Arbeiten Sie Abschnitt für Abschnitt, um eine gleichmäßige Definition zu erzielen.
  3. Setzen Sie die Bürste am Ansatz an und ziehen Sie sie langsam durch die Haarsträhnen. Drehen Sie die Bürste leicht nach innen, um die Lockenform zu verstärken. Für noch mehr Definition können Sie mit den Fingern nachformen.
  4. Nutzen Sie Ihre Hände, um die Locken nach dem Bürsten leicht zu „scrunchen“ (zusammenkneifen), damit sie ihre Form behalten.

Produktempfehlungen und Testergebnisse

Im Folgenden werden einige der getesteten Lockenbürsten und deren Ergebnisse vorgestellt:

Rekgo 9-reihige Stylingbürste

Unser Testsieger sieht unspektakulär aus. Aber das Ergebnis war einfach überzeugend! Die 9-reihige Stylingbürste von Rekgo verfügt über eben neun Reihen mit glatten Nylonborsten (ohne Noppen). Die Borsten stehen recht weit auseinander, können bei Bedarf aber noch reduziert werden. Dafür einfach das rote Borstenpad aus dem Griff schieben und dann einzelne Stränge herauslösen. Wir kommen mit der Grundausstattung der Rekgo gut zurecht und profitieren davon, dass die neun Borstenreihen weit genug auseinander stehen und sich in einem Rundbogen zu den Seiten neigen. Das Entwirren klappt wirklich sehr gut. Wir müssen nicht stark Ziehen oder Zerren. Unter der Dusche ist es ein wenig müßiger, durch die Haare zu kommen, aber im nassen Zustand nach dem Duschen klappt alles wirklich sehr gut. Auf der Kopfhaut ist das Gefühl beim Kämmen angenehm, wenn auch nicht sanft. Wer will, kann die Haare über den Bürstengriff ausdrehen. Allerdings ist das Material vom Bürstengriff recht rutschig. Trockenes Haar findet hier nicht wirklich Halt.

Das Verteilen von Pflege- und Stylingprodukten klappt mit der Rekgo Lockenbürste gut. Wir haben den Eindruck, alles verteilt sich gleichmäßig im Haar und die Bürste selbst saugt nichts von den Produkten auf. Das abschließend annehme Gefühl unserer Haare empfinden wir als besonders gut. Wir haben die Bürsten nicht nur mit, sondern auch ohne Stylingprodukte getestet, und selbst da zeigen sich schöne, leichte Locken. Das Haar ist weich, wir können kein Frizz sehen. Bislang wurde die 9-reihige Stylingbürste von Rekgo von keinem weiteren seriösen Testportal überprüft. Ein leichtes Design sorgt für definierte Locken und weiches Haar ohne Frizz - diese Lockenbürste kann punkten.

Shinlea Haarbürste WG01-B

Wir wollen nichts schönreden: Unser erster Eindruck von der Shinlea Haarbürste WG01-B war nicht wirklich gut. Klar, ihr Design mit dem Waben-Bürstenkopf fällt auf, aber insgesamt schien sie uns nicht sonderlich besonders. Oder eher: Sie sah nicht so aus, als könnte man ihr viel zutrauen. Zunächst einmal die theoretischen Grund-Infos: Die Shinlea Haarbürste WG01-B verfügt, wie gesagt, über eine Art Waben-Design am Bürstenkopf. Das bedeutet, wir haben hier mehr Luftlöcher als überhaupt Bürstenkopfschild. Die Borsten selbst sind aus Kunststoff und einige mit kleinen Nylon-Noppen versetzt. Die Borten sind unterschiedlich hoch und stehen recht weit auseinander. Die gesamte Lockenbürste ist superleicht, wirklich sehr leicht. Und sie liegt okay in der Hand.

Das Entwirren klappt einfach richtig gut. Enorm gut, möchten wir sagen. Unter der Dusche ist es absolut okay, im nassen Haar nach der Dusche einfach perfekt. Wir brauchen nicht viel Kraftaufwand, um ein gutes Ergebnis zu erzielen. Wobei man hier sagen muss: Die Borsten lassen sich nicht individuell anpassen. Wir waren uns unsicher, ob wir unsere Haare mit der Shinlea Haarbürste stylen können. Einfach, weil der Griff nicht rund, sondern abgeflacht ist. Das Gefühl auf der Kopfhaut ist deutlich spürbar, wir empfinden es nicht als unangenehm, doch dieser Aspekt ist im gewissen Maße wohl Geschmacksache.

Bestool Detangler Brush

An der Bestool Detangler Brush fällt uns direkt das Design auf. Denn hier ist der Bürstenkopf nicht etwa ein starres Gebilde. Nein, hier ist jeder einzelne Borstenstrang separiert. Der Borstenkopf verfügt über acht Borstenstränge, die flexibel nach rechts und links gebogen werden können. Dabei sind die einzelnen Borsten aus Kunststoff. Sie sind zwar recht groß und dick, aber ebenfalls flexibel. Eben dieses Design soll dafür sorgen, dass selbst stark gelocktes Haar, dicke Haare und Afrolocken einwandfrei entwirrt werden können.

Wir beginnen dieses Mal im nassen Haar nach der Dusche: Hier können wir die Stränge genauso flexibel lassen, wie sie sind. Das Entwirren klappt problemlos und leicht, unsere Haare werden nicht zu sehr angegriffen. Unter der Dusche jedoch kamen wir mit der Lockenbürste zunächst nicht optimal durch die schlimm verknoteten Partien. Doch dafür gibt es eine Art Spange. Diese kann über die einzelnen Borstenstränge gespannt werden, um sie starrer zu bekommen. Auf der Kopfhaut fühlen sich die Borsten sehr angenehm an. Die Pflegeprodukte werden mit der Bestool Detangle Brush gut verteilt, die Lockenbürste selbst lässt sich gut reinigen.

Weitere erwähnenswerte Produkte

  • Fabiha 3-in-1-Stylingbürste
  • Bamboo Defining Brush von Hairlust
  • Tangle Teezer The Original Thick & Curly

Ist der Hype gerechtfertigt? Ich teste die virale Lockenbürste!

Zusätzliche Tipps und Informationen

Neben der Wahl der richtigen Bürste gibt es noch weitere Aspekte, die bei der Pflege von lockigem Haar zu beachten sind. Dazu gehören:

  • Die richtige Waschroutine
  • Die Verwendung von feuchtigkeitsspendenden Produkten
  • Das Vermeiden von Hitze-Styling

Indem Sie diese Tipps befolgen und die richtige Lockenbürste verwenden, können Sie sicherstellen, dass Ihr dickes, welliges Haar gesund, glänzend und definiert aussieht.

Vergleichstabelle: Empfohlene Haarbürsten

Produkt Borstenmaterial Haartyp Besondere Merkmale
Rekgo 9-reihige Stylingbürste Nylon 3A bis 3C Definiert Locken, entwirrt sanft
Shinlea Haarbürste WG01-B Kunststoff mit Nylon-Noppen Alle Sehr leicht, entwirrt gut
Bestool Detangler Brush Kunststoff Stark gelocktes Haar, dicke Haare, Afrolocken Flexibles Design, angenehm auf der Kopfhaut

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